Ducati 998 Matrix Edition und 998 S Final Edition: Informationen und Besonderheiten

Die Ducati 998 ist ein Motorrad, das bei Liebhabern und Sammlern gleichermaßen begehrt ist. Besonders hervorzuheben sind dabei zwei Sondermodelle: die Ducati 998 Matrix Edition und die Ducati 998 S Final Edition.

Ducati 998 Matrix Reloaded (2003)

Im Jahr 2003 brachte Ducati ein limitiertes Sondermodell der Ducati 998 auf den Markt, das in direktem Zusammenhang mit dem Film „Matrix Reloaded“ steht. Die Maschine wird nicht offiziell als „Ducati 998 Matrix“ bezeichnet, sondern ist eine Sonderedition der 998 Biposto mit spezieller Lackierung, die an das im Film verwendete Motorrad erinnert.

Design und Ausstattung

Die auffälligste Besonderheit der Sonderedition ist die exklusive Lackierung in einem dunklen Metallic-Grünton, der in offiziellen Ducati-Dokumenten als „Matrix Green“ bezeichnet wird. Diese Farbvariante ist ausschließlich für dieses Sondermodell vorgesehen.

Die Maschine verfügt über eine Zweipersonensitzbank mit Soziusfußrasten und ist damit für den Soziusbetrieb geeignet. Die Sitzposition ist sportlich, mit tief montierten Stummellenkern und einem hochgezogenen Heck. Ein verstellbarer Windschild ist nicht vorhanden.

Das Cockpit besteht aus einem analogen Drehzahlmesser und einem digitalen LC-Display für Geschwindigkeit, Kilometerstand und weitere Basisinformationen. Ducati liefert das Modell serienmäßig mit Pirelli Diablo Reifen aus, wie aus offiziellen Ducati-Produktunterlagen des Jahres 2003 hervorgeht.

Technische Basis

Die Sonderedition nutzt den Testastretta-Motor der Ducati 998, der sich durch einen steileren Ventilwinkel und überarbeitete Brennräume vom Vorgängermodell 996 unterscheidet. Das Fahrwerk besteht aus einem Gitterrohrrahmen, einer voll einstellbaren Showa-Upside-Down-Gabel vorn und einem voll einstellbaren Federbein hinten. Die Bremsanlage stammt von Brembo und umfasst zwei vordere Bremsscheiben mit axial montierten Vierkolbensätteln.

Der Tankinhalt beträgt 17 Liter. Bei einem offiziell angegebenen Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern pro 100 Kilometer ergibt sich eine theoretische Reichweite von rund 260 Kilometern. Wie bei Ducati-Modellen dieser Zeit üblich, wird auch dieses Sondermodell mit einer zweijährigen Werksgarantie ausgeliefert.

Weitere Informationen zur Ducati 998 Matrix

  • Ist die Ducati 998 Matrix für Anfänger geeignet? Aufgrund der sportlichen Sitzposition, der hohen Motorleistung und des direkten Ansprechverhaltens ist die Ducati 998 in der Matrix-Sonderlackierung nicht für Fahranfänger geeignet.
  • Hat die Ducati 998 Matrix ABS? Nein, die Ducati 998 in der Matrix-Sonderedition ist nicht mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet.
  • Ducati 998 Matrix vs. Ducati 998 - Unterschiede? Die Unterschiede beschränken sich auf die exklusive Lackierung in „Matrix Green“ und die filmbezogene Vermarktung. Technisch entspricht das Modell vollständig der regulären Ducati 998 Biposto.
  • Ducati 998 Matrix Tankinhalt und Reichweite? Der Tank fasst 17 Liter. Bei einem offiziellen Verbrauch von 6,5 l/100 km ergibt sich eine Reichweite von etwa 260 Kilometern.
  • Darf man mit der Ducati 998 Matrix nach Tirol fahren? Das Standgeräusch der Ducati 998 beträgt laut Zulassungsdokumenten 96 dB(A).

Ducati 998 S Final Edition

Die 998 S Final Edition ist ohne Zweifel ein Motorrad von heute. Doch egal wo und wie man sie bewegt – die zehnjährige Geschichte ihrer Modellfamilie fährt immer mit. So schreibt sich fast von selbst die Würdigung einer höchst lebendigen Legende.

Final Edition – da stürzt, während ich ein scheinbar gewöhnliches Fahrprogramm abspule, eine Flut von Erlebnisechos auf mich ein. Denn ich bin unterwegs mit der letzten Vertreterin einer zehnjährigen Epoche. Die ist zwar mit einer dürren Folge von Zahlenkombinationen überschrieben – 916, 748, 996, 998 –, kann jedoch nicht anders als grandios genannt werden. Grandios für Ducati und für alle, die irgendwie daran teilhaben konnten. Selbst wenn es nur in Form einer kurzen Ausfahrt auf einer geliehenen Maschine war. Gleichgültig geblieben ist dabei niemand.

Entweder sie zogen einen unwiderstehlich in ihren Bann, die Mitglieder der Familie 916, oder sie ließen einen abtropfen wie Wasser von einer gut imprägnierten Textilkombi. »Zu sportlich, zu straff, zu direkt, zu unbequem? Dann brauchst du ein anderes Motorrad.« Diese Botschaft, je nach Fahrertemperament ins Negative oder Positive gewendet, galt unabhängig davon, ob man schon eine besaß oder sich erst für sie zu interessieren begann. Und sie wurde mit einer Konsequenz vertreten, wie sie in allen Modellprogrammen dieser Welt auch heute noch die Ausnahme ist.

Viele haben sie ausprobiert, schätzen gelernt und dann doch weise auf sie verzichtet, weil sie ihnen auf Dauer zu anstrengend war. Sicherlich nicht die schlechtesten Kenner der 916. Und bessere Kenner ihrer selbst als diejenigen, die große finanzielle Opfer brachten, um schließlich permanent unentspannt, mit steifem Nacken und zusammengebissenen Zähnen dahinzufahren. Der unverhüllt, fast schon schroff vorgetragene Anspruch der 916-Modelle an die Einsatzbereitschaft ihrer Fahrer erklärt freilich auch, warum sie von vielen bewundert werden konnten, die sie nie bewegt oder besessen haben.

Sie waren – und die Final Edition ist es noch immer – stets ehrlich. In ihrem Inneren genau so, wie sie von außen zu sein behaupte- ten, beim Fahren derart elegant, wie ihr Aussehen versprach. Sie wollten stets auf elegante Weise schnell sein; mit harter Hand ins Eck würgen ließen sie sich nur äußerst unwillig. Zu hektische und brutale Lenkmanöver bremsten sie durch ein gesund-phlegmatisches Handling. Und erzogen ihre Piloten dazu, mit viel Körpereinsatz, aber ruhig und vor allem zielgerichtet zu agieren, entwickelten im Kurveneingang und in der Kurve selbst ihre enorme Schnelligkeit.

Die 998 S Final Edition ist technisch gesehen eine Replika der ersten, in limitierter Auflage gebauten 996 R. Äußerlich sind die Unterschiede zwischen den beiden sehr gering; sie betreffen eigentlich nur den komplett rot lackierten Sitzbankhöcker mit den Streifen in der Farbe der italienischen Trikolore. Eine gute Entscheidung von Ducati, gerade dieses Motorrad als Vorlage für die Final Edition zu wählen, denn nach meiner streng subjektiven Meinung waren die 996 R-Modelle die besten Motorräder vom Stamme 916, die es je gab.

Ihre Motoren mit 100 Millimeter Bohrung erschienen mir immer etwas kultivierter als die Rennmotoren-Basis mit 104 Millimeter dicken Kolben, welche die 998 R antrieb. Und ihre Öhlins-Gabel arbeitete stets noch einen Tick sensibler als die ebenfalls ausgezeichnete Showa-Gabel der 998 S.

Schmerzlich bleibt, dass die Final Edition nur 700-mal gebaut wird und 20045 Euro kostet. Doch am Ende passt auch auch dies zu den Bologneser Preziosen.

Vergleich ausgewählter Ducati Modelle

Modell Besonderheit
Ducati 998 Matrix Limitierte Sonderedition mit "Matrix Green" Lackierung
Ducati 998 S Final Edition Replika der 996 R, limitiert auf 700 Stück
Ducati 996 R Hochleistungsmodell mit Testastretta-Motor
Ducati 748 R Sportliches Modell der 748-Reihe

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