Ducati trägt dem Fahrradtrend Rechnung und hat in Kooperation mit Partnern eine Reihe von Fahrrädern entwickelt, die sowohl im E-Mountainbike- als auch im Rennradsegment angesiedelt sind. Diese Fahrräder zeichnen sich durch hochwertige Komponenten, innovative Technologien und ein Design aus, das von der Ducati Corse Rennsportwelt inspiriert ist.
E-Mountainbikes von Ducati
Ducati bietet verschiedene E-Mountainbike-Modelle an, die für unterschiedliche Bedürfnisse und Fahrstile entwickelt wurden. Hier sind einige der bemerkenswertesten Modelle:
Ducati Powerstage RR Limited Edition
Das E-MTB-Sortiment wird durch die Powerstage RR Limited Edition erweitert. Es ist das exklusivste e-Enduro-Modell von Ducati, das für die extremsten Offroad-Bedingungen entwickelt wurde. Der Name Powerstage erinnert an eine neue Art von Wertungsprüfungen, die vor kurzem auf den E-Enduro-Rennstrecken eingeführt wurde.
Der Vollcarbon-Rahmen wurde auf den härtesten Strecken mit einem einzigen Ziel getestet: maximale Leistung im Enduro-Bereich. Die Entscheidungen über die Anordnung der Carbonschichten und die Art der Faserverflechtung sind das Ergebnis einer FEM-Analyse (Finite-Elemente-Methode). Sie ermöglicht es, die Punkte zu identifizieren, die einer größeren Belastung ausgesetzt sind und daher eine höhere Festigkeit erfordern. Die Lenkung, der Motorbereich und die hinteren Kettenstrebe wurden durch zwei Rippen (T-Ribs) verstärkt.
Am Rahmen gibt es viele weitere funktionelle Details von hoher Qualität, wie z. B. die inneren Kabelführungen, die durch ein Lenkstoppsystem (T-Stopper) geschützt sind. Dann sitzen die Lager direkt an den Gelenken, die in Kontakt mit dem Carbon stehen, ohne dass extra Buchsen verwendet werden müssen. Die gewählten geometrischen Lösungen machen das Powerstage RR extrem schnell und stabil auf den ruppigsten Strecken.
Der neue Shimano EP801-Antrieb setzt neue Maßstäbe in dieser Kategorie und behält die ursprünglichen Eigenschaften des EP8 bei: 250 Watt Nennleistung und 85 Nm Drehmoment, die über einen größeren Trittfrequenzbereich als je zuvor stets flüssig und natürlich übertragen werden. Das neue System verfügt über zwei voreingestellte Unterstützungsprofile: “Long Ride”, um die Autonomie auf langen Touren zu begünstigen, und “Fast Ride”, um bei kürzeren Ausfahrten maximale Leistung zu genießen. Mit Hilfe des “Fine Tune”-Modus der “Shimano E-Tube Project”-App ist es dank der umfangreichen Unterstüzungs-Anpassungsmöglichkeiten möglich, eigene Profile zu erstellen. Die kabellose elektronische 12-Gang-Hinterradschaltung SRAM GX AXS sorgt jederzeit für sofortige und präzise Schaltvorgänge.
Die Synthesis-Laufräder von Crankbrothers im “Mullet-Stil” (29″ vorne, 27,5″ hinten) und Carbonfelgen mit variabler Stärke tragen zu einer weiteren Verbesserung der Lenkpräzision bei und garantieren ein hervorragendes Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit.
Die von Aldo Drudi in Zusammenarbeit mit dem Centro Stile Ducati entworfene Lackierung ist von der Desmosedici GP23 des offiziellen Teams inspiriert und unterstreicht den einzigartigen Charakter dieses E-Mountainbikes, das in einer limitierten Auflage von 230 Exemplaren hergestellt wird.
Ducati TK-01RR
Beim E-Mountainbike TK-01RR verbaut Ducati einen Shimano EP8 Motor. Für das TK-01RR haben sich die Motorradprofis Unterstützung von der italienischen E-Bike-Schmiede THOK geholt. Statt Benzin fließt Strom aus dem 630 Wh großen „Tank“ an den Shimano EP8-Motor in der 6.990 € teuren Offroad-Ducati.
Die Fender am Unterrohr und am Heck spiegeln die Markenzugehörigkeit genauso wider wie die Lackierung, die an die Ducati Corse Race-Bikes erinnert. Klasse ist hingegen der extrem robuste Unterfahrschutz des Motors, der - bei unserem Test-Bike aus der Vorserie - jedoch einiges zum höchsten Bike-Gewicht im gesamten Testfeld (26,38 kg) beitrug.
Wenn es um die Ausstattung geht, verlässt sich Ducati auf Partner aus dem Motorrad-Bereich: Pirelli, Öhlins und Renthal. Die Öhlins RXF 38-Federgabel mit 180 mm ist zwar etwas aufwendiger im Setup, aber über jeden Zweifel erhaben und eine der besten Gabeln im Test. Am Heck kontrolliert ein TTX Air-Dämpfer die 170 mm Federweg. Die 2,6” breiten Pirelli Scorpion-Pneus mit 29” an der Front und 27,5”-Durchmesser am Heck sind sehr schwer, aber dafür auch super pannensicher. Durch ihre sehr harte Gummimischung liefern sie von allen Reifen im Test allerdings am wenigsten Grip, deshalb empfehlen wir euch die exzellente Reifenkombination des MERIDA.
Gestoppt wurde unser Test-Bike von einer Shimano XT-Vierkolbenbremse der letzten Generation mit 200-mm-Scheiben vorne wie hinten. In Serie verbaut Ducati dann die aktuelle Iteration der Bremse. Das Shimano XT 12-fach-Schaltwerk täuscht auf den ersten Blick mehr Performance vor, als es liefern kann. Denn Ducati hat sich hier für den günstigeren SLX-Trigger entschieden.
Das Ducati TK-01RR gibt es in vier Größen und es soll auch kleinen und oftmals leichten Fahrern ab 1,54 m passen. Zierliche Personen seien jedoch gewarnt: Das hohe Gesamtgewicht des Bikes ist nicht nur auf dem Trail, sondern auch beim Rangieren in der Garage oder beim Verladen auf den Bike-Träger omnipräsent.
Sobald es mit dem Ducati bergauf in steileres Gelände geht, versackt der Hinterbau unter der Last des Fahrers im Federweg. Denn der hat zwar einiges an Kraft - aber ohne Traktion aus den Reifen verpuffen die 85 Nm Drehmoment des Motors am durchdrehenden Hinterrad. Wer auf der Suche nach einem extravaganten, prestigeträchtigen Bike ist, wird bei Ducati fündig.
Ducati MIG-S
Das Ducati MIG-S ist eine All Mountain-Lösung für diejenigen, die ein agiles, leistungsstarkes E-MTB mit Spaßgarantie suchen. In der Version 2021 ist es mit dem bewährten Shimano Steps E8000-Motor und einem neuen Shimano-Akku ausgestattet, der 26 % mehr Energie speichert als die Vorgängerversion. Dieser Akku wurde unterhalb des Unterrohrs positioniert, um das Handling des E-Bikes insgesamt zu verbessern.
Mit einem Federweg von 150 mm vorne und 140 mm hinten kann diese All-Mountain-Ducati jede Strecke erkunden und garantiert dem Fahrer ein exzellentes Handling. Das MIG-S verfügt über einen 6061 Aluminiumrahmen, geschmiedete und CNC-bearbeitete Teile mit hydrogeformten Rohren mit variabler Dicke. Die Batterie unterhalb des Diagonalrohrs senkt den Schwerpunkt und verbessert das Handling.
Die Federung besteht aus einer Marzocchi Bomber Z2 Air Gabel mit 150 mm Federweg und einem FOX Float DPS Dämpfer mit 140 mm Federweg und Horst Viergelenker TPS (Thok Progressive System) Gestänge. Die Reifen und Felgen sind Thok E-Plus-Felgen mit 29″ vorne und 27,5″ hinten und PIRELLI Scorpion S 29″ x 2,6 SmartGrip Hyperwall und 27,5″ x 2,6 Reifen.
Ducati Rennräder
Ducati steigt mit dem neuen Futa in das E-Road-Segment ein: pedalunterstützte Rennräder.
Ducati Futa
Das Pedelec namens Futa verfügt über einen UD-Monocoque-Rahmen aus Carbon und weist eine sportliche Geometrie auf, die auf Aerodynamik und Geschwindigkeit ausgerichtet ist. Die abgesenkten Sitzstreben sollen das Bike mit dem Namen E-Road komfortabel machen und gleichzeitig weniger Luftwiderstand erzeugen. Der Hinterbau verfügt auf Grund der durchdachten Verlegung der Carbonfasern über eine hohe seitliche Steifigkeit. Das begünstigt die Kraftübertragung und sorgt für ein direkteres Fahrverhalten.
Der Motor, der sich in der Hinterradnabe befindet, ist der FSA System HM 1.0 mit 250 W und 42 Nm Drehmoment, der sich durch eine lineare Leistungsentfaltung unter allen Bedingungen auszeichnet und zu den leichtesten und kompaktesten seiner Kategorie gehört (3,98 kg). Dieser Motor ist mit 5 Unterstützungsstufen ausgestattet, die über die Garmin-Steuerung am Lenker ausgewählt werden können, die es Ihnen ermöglichen, den gewünschten Grad der Unterstützung zu verwalten.
Die FSA-App, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist, ermöglicht es dem Fahrer, Statistiken, den Systemstatus, die verbleibende Akkulaufzeit und den Ladestatus schnell und intuitiv einzusehen. Über die App ist es auch möglich, Software-Updates herunterzuladen und mit FSA-Servicezentren auf der ganzen Welt zu kommunizieren.
Dank des geringen Gewichts (12,4 kg in Größe M) und des kaum spürbaren Motorwiderstands bei Geschwindigkeiten über 25 km/h ist das Ducati Futa auch auf flachen Strecken schnell und bietet ein direktes Fahrverhalten, wirbt der Hersteller weiter. Die serienmäßige FSA K-Force WE Gruppe soll über eine leichtgängige und schnelle kabellose elektronische 2x12-Gang-Schaltung und eine leistungsstarke Bremse mit 160 mm großen Scheibenbremsen und einstellbaren Hebeln aus Carbon verfügen. Auch die Kurbeln bestehen aus Carbon.
Die Vision AGX30-Laufräder aus Carbon sind mit 35 mm breiten Pirelli Cinturato Velo TLR Reifen ausgestattet, die Laufruhe, Komfort und Grip in Verbindung mit einer hohen Widerstandsfähigkeit bieten sollen. Der 250-Wh-Akku von FSA ist in das Unterrohr integriert. Ein optionaler 250-Wh-Range-Extender ist als Zubehör erhältlich, um noch längere Strecken zurückzulegen.
Ducati Futa Limited Edition
Das neue Futa wird auch in einer Limited Edition erhältlich sein, die nur in 50 nummerierten Exemplaren verfügbar ist und sich an diejenigen richtet, die ein E-Road mit einer noch hochwertigeren Serienausstattung suchen, mit der das Fahrrad noch leichter wird (12,2 kg Gesamtgewicht). Die Futa Limited Edition ist mit einer exklusiven Lackierung versehen, die vom Ducati Corse Rennsportuniversum inspiriert ist.
Dieses Sondermodell kombiniert noch hochwertigere Komponenten, etwa die elektromechanische Campagnolo Super Record EPS-Gruppe aus Carbon und Titan. Zudem sind Keramiklager verbaut. Die Vision Metron 40 SL-Laufräder bestehen aus Carbon und sind in Bezug auf das Verhältnis zwischen Gewicht und Aerodynamik führend, genau wie der äußerst aerodynamische Vision Metron Lenker aus Carbon mit integriertem Vorbau und Zügen.
Komponenten und Technologien
Ducati setzt bei seinen Fahrrädern auf hochwertige Komponenten und innovative Technologien, um eine optimale Performance und ein außergewöhnliches Fahrerlebnis zu gewährleisten. Hier sind einige der wichtigsten Komponenten und Technologien, die in den Ducati Fahrrädern zum Einsatz kommen:
- Antriebssysteme: Shimano EP8, Shimano Steps E8000, FSA System HM 1.0
- Rahmenmaterialien: Carbon, Aluminium 6061
- Federung: Öhlins RXF 38, FOX Float DPS, Marzocchi Bomber Z2 Air
- Schaltung: Shimano XT, SRAM GX AXS, Campagnolo Super Record EPS
- Bremsen: Shimano XT, Magura MT7, FSA K-Force WE
- Laufräder: Crankbrothers Synthesis, Vision AGX30, Vision Metron 40 SL, Thok E-Plus
- Reifen: Pirelli Scorpion, Pirelli Cinturato Velo TLR
Zusammenfassung der Modelle und Eigenschaften
| Modell | Typ | Motor | Rahmen | Federweg vorne | Federweg hinten | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Powerstage RR Limited Edition | E-Mountainbike (Enduro) | Shimano EP801 | Vollcarbon | k.A. | k.A. | Limitierte Auflage, inspiriert von Desmosedici GP23 |
| TK-01RR | E-Mountainbike | Shimano EP8 | Aluminium | 180 mm | 170 mm | Öhlins Fahrwerk, Pirelli Reifen |
| MIG-S | E-Mountainbike (All Mountain) | Shimano Steps E8000 | Aluminium | 150 mm | 140 mm | Batterie unterhalb des Unterrohrs |
| Futa | E-Rennrad | FSA System HM 1.0 | Carbon Monocoque | k.A. | k.A. | Sportliche Geometrie, aerodynamisches Design |
| Futa Limited Edition | E-Rennrad | FSA System HM 1.0 | Carbon Monocoque | k.A. | k.A. | Limitierte Auflage, Campagnolo Super Record EPS |
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