Ducati DesertX Sturzbügel Test und SW-Motech Ausstattung

Wer mit seiner Ducati DesertX auf Tour oder gar ins Gelände gehen möchte, findet im Zubehörhandel sicher alles, was er oder sie benötigt. SW-Motech beispielsweise hat sich mit einem DesertX-Exemplar ganz genau angeguckt, welche Lösungen für DesertX-Fahrer und Fahrerinnen optimal passen könnten. In den Bereichen Gepäck, Schutz und Ergonomie bietet der deutsche Hersteller einiges an.

SW-Motech-Ausstattung für die Ducati DesertX

SW-Motech bietet für die Ducati DesertX das volle Programm: von Tankrucksack und Seitenkoffern über Schutz für sämtliche Teile bis hin zu Rasten und Hebeln.

Gepäcklösungen und Tankrucksack für DesertX

Weil die DesertX mit einem nach rechts versetzten Tankdeckel kommt, konstruierte SW-Motech für den bewährten Pro-Tankring einen speziellen Adapter. So kann jeder Tankrucksack der Pro-Serie auf den Tank der italienischen Reiseenduro geschnallt werden. Am Heck sind, je nach Bedarf und Geschmack, die unterschiedlichsten Lösungen möglich: Für Softgepäcktaschen oder robuste Alu-Koffer stehen die Pro-Seitenträger bereit. Wer lieber eine große oder kleiner Tasche - oder einen Koffer - hinter dem Soziuspolster platziert, kann auf den Gepäckträger Adventure-Rack zurückgreifen, der aus 4 mm starkem Alu-Blech besteht.

Schutz im Gelände für DesertX

Die italienische Reiseenduro plant mit ihren Rädern in 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten Geländeausflüge wie selbstverständlich ein. Da können eventuelle Umfaller und Stürze dazugehören. Wer seine DesertX darauf gut vorbereiten möchte, findet bei SW-Motech unter anderem einen Motorschutz, Sturzbügel aus pulverbeschichtetem Stahlrohr sowie Achssturzpads für Gabel und Hinterradaufnahme. Und auch Fahrer und Fahrerinnen selbst können sich schützen, beispielsweise mit den Kobra-Handprotektoren.

Ergonomie-Anpassungen

Die Evo-Fußrasten lassen sich für einen optimalen Kniewinkel anpassen, Schalt- und Fußbremshebel können passend zur jeweiligen Fußgröße justiert werden.

Sturzbügel im Test

Meine Maschine soll einen Sturzbügel bekommen, falls die kurzen Beine mal wieder nicht reichen.

  • Der Originale hat einen sehr stolzen Preis, zum Gewicht habe ich nichts gefunden.
  • SW-Motech soll wohl 6,9 Kg wiegen
  • Hepco-Becker, in zwei Farben verfügbar und mit 4,9 Kg leichter als der SW Motech
  • Last but not least, der kleine von Motea, preislich attraktiv optisch bin ich mir nicht sicher. Der Große von Motea gefällt mir gar nicht

Was habt ihr montiert und aus welchem Grund habt ihr euch dafür entschieden? Ich habe auch die Motea Sturzbügel verbaut. Wenn ich mir die Konstruktionen so ansehe, würde meine Wahl auf das Original oder Hepco Becker fallen. Sowohl der Sturzbügel von SW als auch der von Motea sind vorne mit einem Zwischenstück und Schrauben verbunden. Da würde ich die Schwachstelle im Falle eines Umfallers vermuten. Bei Hepco und beim Orginal ist das Rohr vorne durchgängig. Ich habe auch die Motea Sturzbügel verbaut. Für mich preislich und optisch die beste Lösung.

Ein schöner Umbau! Gefällt mir. Da die SW Motech 2 KG mehr wiegen soll als die H&B wird es wohl die letztgenannte werden. Damit unterstütze ich auch noch Made in Germany.

Der Sturzbügel Combo bietet Ihnen einen vollständigen Seitenschutz, damit Sie Ihr DesertX auch abseits ausgetretener Pfade fahren können. Ein kompletter Satz Sturzbügel für die Ducati DesertX gibt ihr den Schutz, den sie im Falle eines Sturzes auf dem Asphalt benötigt, aber auch, wenn Sie sich entschließen, sie weiter zu erkunden. Haben Sie Spaß auf Ihrem Motorrad, mit dem Wissen, dass der Tank und alle Kunststoffteile Ihres Motorrads viel sicherer sind. Der Seelenfrieden, den Sie brauchen, um draußen Spaß zu haben.

Mein Ausrutscher in ner Haarnadelkurve und die zerstörte linke vordere Abdeckung.... Der original Bügel von Ducati hat zwar den Tank geschützt aber nicht alles an Platik teilen. Das gilt für die Straße, im Gelände habe ich alle Stürze ohne größere Blessuren abgetan, da haben die Schutzbügel funktioniert. Der Originalbügel bohrt sich in den Aspahlt und rutscht nicht über den Asphalt. Mich hats um 180 gedreht und ich bin rückwäts vom Motorrad geflogen....... Nichts passiet.

Hier eine Übersicht der genannten Sturzbügel und ihrer Eigenschaften:

Hersteller Gewicht Besonderheiten
Original Ducati Unbekannt Hoher Preis, durchgängiges Rohr
SW-Motech 6,9 kg Verbunden mit Zwischenstück und Schrauben
Hepco-Becker 4,9 kg Leichter, durchgängiges Rohr
Motea Unbekannt Preislich attraktiv, verbunden mit Zwischenstück und Schrauben

Weitere Ausstattungsmerkmale der Ducati DesertX

Die Ducati DesertX verbindet in vorbildlicher Weise Reisetauglichkeit mit hoher Geländeeignung. Die Baureihe »Travel« umfasst im Sortiment von Touratech Suspension Federelemente, die speziell für den Einsatz in Reiseenduros ausgelegt sind. Die Reihe gliedert sich in die Ausführungen »Level 1«, »Level 2«, »Highend« und »Extreme«. Wie die Bezeichnung »Extreme« unschwer erraten lässt, sind diese Federbeine für härteste Beanspruchungen konzipiert. Wie ihre Schwestermodelle besitzen sie einen extrarobusten Aufbau mit einer üppig dimensionierten Kolbenstange, reibungsarmen, hochbelastbaren Dichtungen und hochfeste Federbeinaugen. Das Federbein Extreme ist jetzt auch für die Ducati DesertX verfügbar. Mit seinen einzigartigen Features hebt dieser Monoshock das Fahrwerk der Ducati DesertX auf ein völlig neues Level. Die enormen Reserven bei Fahrten mit hoher Zuladung und das gleichzeitig äußerst sensible Ansprechverhalten überzeugen nicht nur im Offroadeinsatz. Das perfekte Pendant zum Federbein Extreme ist das Cartridge Kit Extreme. Diese geschlossene Kartusche ersetzt das serienmäßige Innenleben der Gabel und vereint die Funktionen Federung und Dämpfung in einer Einheit. Zug- und Druckstufendämpfung sind ebenso einstellbar wie die Federvorspannung. Trotz höchster Reserven gegen Durchschlagen besitzt auch das Cartridge Kit Extreme ein hochsensibles Ansprechverhalten auch gegenüber kleinsten Bodenunebenheiten. Und nun noch eine gute Nachricht für Menschen, die auf einen besonders sicheren Bodenkontakt mit den Füßen Wert legen: Sowohl das Cartridge Kit Extreme als auch das Federbein Extreme gibt es in einer Ausführung zur Tieferlegung der DesertX.

Nächster Tabubruch bei Ducati: Die Desert X ist die erste Ducati seit vielen Jahren mit einem 21 Zoll Vorderrad. Sie unterstreicht damit ihren Anspruch auf eine ernst zu nehmende Gelände-Tauglichkeit und will offenbar am Erfolg der Yamaha Ténéré 700 teilhaben.

Größer als eine GS Ducati wird mutiger. Alte Gesetze werden missachtet und das tut den Maschinen aus Bologna spürbar gut. Der Aufschrei war groß, als vor wenigen Jahren eine Monster ohne Gitterrohrrahmen vorgestellt wurde. Dann die Multistrada V4 ohne 17 Zoll Vorderrad - ob die noch gut um die Kurve geht? Ging sie. Und nun also eine Reise-Enduro mit 21 Zöller.

Es gibt die Desert X nur in mattem weiß mit schwarz-grau-roten Akzenten. Für uns ist die Desert X eine echte Augenweide. Die Proportionen stimmen von vorne bis hinten, dazu wunderschöne Speichenräder auf schwarzen Felgen und ein sofort erkennbarer Doppelscheinwerfer mit Kreuzoptik. Die Maschine wirkt live gar nicht so mächtig, was ist in Wahrheit aber ist: Satte 2,39 m lang und gesegnet mit einem Radstand von 1,61 m. Zum Vergleich: Eine aktuelle GS 1250 ist knapp 20 Zentimeter kürzer und hat einen 9 Zentimeter kürzeren Radstand - das sind im Motorradbau Welten! Größer heißt dabei nicht unbedingt besser, aber Ducati wollte halt eine Reise-Enduro auf die Beine stellen, die vor keinem Berg oder vor keiner Sanddüne halt macht.

Sitzen tut man auf der Desert X superbequem. Der Kniewinkel ist entspannt, die Hände fallen wie von selbst auf den Lenker und der Rücken ist aufrecht wie ein Strich. Auch als Beifahrer kann man sich wohlfühlen, obwohl nicht so viel Platz ist wie auf einer Multistrada. Man findet auf der Desert X zwar einen Haltebügel, trotzdem fühlt man sich nicht so fein integriert wie auf der Multi.

Die Desert X ist bereits in Serie bis auf die Heizgriffe komplett ausgestattet. Es gibt eine 6-Achsen IMU mit Kurven-ABS und schräglagenabhängiger Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Motorbremse, sechs konfigurierbare Fahrmodi, Tempomat, QuickShifter sowie ein hochkant gestelltes 5 Zoll Farb-TFT-Display. Dazu gesellt sich eine LED-Lichtausstattung inkl. Optional gibt es dann noch eine Pfeil-Navigation per App (247€), eine Diebstahl-Sicherung (272€), Nebelscheinwerfer (385€) sowie Tourenscheibe (178€) und Sturzbügel (560€). Nimmt man dann noch die Heizgriffe (286€) und das Kofferset samt Topcase & Träger dazu, landet man bei genau 21.000€. Es gibt übrigens noch jede Menge weiteres Zubehör im Ducati-Konfigurator, keine Sorge. Ob man dies nun alles wirklich braucht oder nicht, kann zum Glück jeder selbst entscheiden.

Fahreigenschaften der DesertX

Die ersten Meter auf der Desert X werden nur die wenigsten Probefahrer vergessen. Man sitzt derart souverän und hochherrschaftlich auf diesem Ross, dass man gar nicht wieder absteigen möchte. Erstaunlich auch, wie leicht man sich hinstellen kann! Das im Stehen fahren gehört sowieso zu den Paradedisziplinen der Desert X. Wir sind zwar nicht die Sanddünen aus dem Werbevideo abgefahren, aber selbst beim Ritt über unsere norddeutschen Äcker hatten wir viel Spaß. Die 223 kg Gewicht (fahrfertig) sind für echte Geländegurus zwar etwas zu viel, dafür wird´s auf der Straße aber angenehm stabil. Die ausgewogene Fahrgeometrie und das 21 Zoll Vorderrad bringen jede Menge Ruhe ins Gebälk, dazu ergeben die langen Federwege von 230/220mm eine extrem komfortable Fahrt. Die voll einstellbare Kayaba Gabel spricht sensibel an und gibt gute Rückmeldung, das ebenfalls voll einstellbare Kayaba Monofederbein ist etwas straffer, aber nicht unkomfortabel. Die amtlichen und schlauchlosen Pirelli Scorpion Rally STR sehen nicht nur klasse aus, sondern haben auch der Straße guten Grip. Natürlich kann man damit nicht so um die Ecken fegen wie mit einer Multi 1260 mit 17 Zoll Vorderrad und Straßenpneus, aber dafür ist die Desert X ja auch nicht gemacht.

Die Fahrerei fühlt sich tatsächlich sehr ähnlich an wie auf der Yamaha T7 World Raid, wobei die Duc natürlich mehr Druck hat. Der V2 geht gut ans Gas, gibt sich drehwillig und bei etwa 6.500 Umin gibt´s nochmal einen Extra-Schluck aus der Performance-Pulle. Den Motor kennen wir ja schon reichlich z.B. Ein Sonderlob verdienen sich die Monoblock-Stopper von Brembo. Dosierbarkeit, Bremskraft und Bissigkeit sind auf einem extrem hohen Niveau. Bei Vollbremsungen geht die Maschine nicht aus dem Leim und bleibt stabil bis zum Stand. Auch auf der Autobahn liegt die Desert X recht ruhig. Allerdings kann sie beim Windschutz nicht mit der Mulitstrada mithalten. Schon bei Landstraßentempo wird es laut im Helm und bei 220 km/h musste Volker sich schon hinter der eher kleinen Scheibe verstecken, damit man ihn überhaupt noch verstehen konnte. Nun ja, ist halt eine zur Maschine passende Rally-Scheibe, die im Gelände sicherlich Sinn macht.

Ein weiteres Lob möchten wir bezüglich Garantie und Service-Intervallen aussprechen. 4 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung bekommt der Desert X Käufer und zum Service muss man lediglich alle zwei Jahre bzw. nach 15.000 km.

Als Wettbewerber fällt einem natürlich als erstes die auch hier schon oft erwähnte Yamaha Ténéré 700 ein, und zwar in der World Raid Edition. Diese ist vom Datenblatt her der Duc schon ziemlich ähnlich, muss aber bei Ausstattung und Motor den Kürzeren ziehen.

Alles gut also bei der Desert X? Im Prinzip ja, so richtig viel zu meckern haben wir nicht gefunden. Sie ist technisch ähnlich gut ausgestattet wie eine aktuelle Multistrada V4, wobei diese mit Radar-unterstützen Tempomaten und Totwinkel-Assi sicherlich noch das eine oder andere Ass mehr im Ärmel hat, dafür aber auch noch einmal 6.000 Euro teurer ist. Ganz klar: Wer viel auf der Straße und zu zweit unterwegs ist und auf Extras wie elektronisches Fahrwerk, Keyless Go etc. nicht verzichten möchte, der greift zur Multi.

Maximale Ausstattung und Kosten

Mit maximaler Ausstattung kann eine Ducati DesertX locker über 27.000 Euro kosten. Was dabei herauskommt, wenn man im Konfigurator eskaliert, haben wir für euch rausgefunden.

Wer seine DesertX mit viel Funktion und ein wenig Bling-Bling aufbrezeln möchte, aber nicht alles nimmt, was es gibt, kommt recht entspannt auf einen Preis von - bitte durchatmen - 27.314,47 Euro - ein heftiger Aufpreis von über 11.000 Euro. Jedoch bringen die angeklickten Extras und Pakete viel Gegenwert. Vor allem Stauraum für Gepäck und Benzin. Highlight der DesertX ist der optionale Benzintank unter der Sitzbank, der für 1.130 Euro immerhin acht Liter zusätzlichen Kraftstoff bunkert und die Reichweite theoretisch von 375 Kilometer auf 517 erhöht. Wer direkt das Rally-Paket wählt, bekommt die Rally-Sitzbank, das Scheinwerfergitter und den Tankschutz für gut 300 Euro dazu.

Für 2.130 Euro kommen im Sport-Paket der Endtopf von Termignioni, der kurze Kennzeichenhalter und ein gefräster Tankdeckel an die Duc. Ergänzt vom 1.249 Euro teuren Offroad-Paket mit Motorschutzplatte, Kühlerschutzgitter, Sturzbügel und Handschützer kommen wir aktuell auf Zubehör im Wert von 4.809 Euro. Da fehlt noch einiges bis 11.000 Euro.

Weitere gut 2.300 Euro wirft das Touringpaket in den Pott und bietet die Kofferhalter aus Alu nebst Koffern, Heizgriffen und Hauptständer. Und wo Koffer seitlich sind, ist das Topcase nie weit und wird vom Paket "Urban" für weitere 1.130 Euro inklusive Halterahmen, Polster und Lenkertasche auf die Rechnung geschrieben.

Die noch offenen knapp 3.000 Euro füllen ein paar optische Gimmicks aus gefrästem Alu, noch ein paar Taschen und Innentaschen, Offroad-Navi und eine Alarmanlage hinzu, fertig ist die volle Rechnung.

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