Die Ducati Diavel ist ein Muscle Bike, das seit 2011 von den Italienern angeboten wird. Sie ist mehr als nur edel gemachtes Material für die Schnell-und-schräg-Fraktion. Aber überzeugt das Muscle Bike als Gebrauchte?
Design und Fahrdynamik
Die Silhouette der Ducati Diavel könnte man glatt in eine Linie mit anderen Powercruisern stellen. Der 1198 cm³ große Testastretta II ist ein reinrassiger Superbike-Motor, für den Einsatz in der Enduroschwester Multistrada und hier in der Ducati Diavel aber entsprechend gezähmt. Die gemessenen 153 PS in der Urversion (ab Modelljahr 2014 sogar 162 PS) klingen nicht besonders lasch.
Um den Italo-Cruiser wirklich fahrbar zu machen, ist natürlich ein fettes Elektronikpaket unvermeidlich: Ride-by-Wire, Traktionskontrolle mit drei Fahrmodi, selbstverständlich ABS. Zutaten schließlich, mit denen das Bologneser Powerbike wie kein zweites ums Eck sticht - wie gemacht für die schnelle Hatz über Landstraßen jeglicher Couleur. Dynamisch betrachtet lässt die Ducati Diavel die Konkurrenz in Staub und Asche verfallen.
Besichtigung und Technik
Mit 241 Kilo (vollgetankt!) ist die Diavel deutlich leichter als die Wettbewerber. Bei der Ducati Diavel handelt es sich um eine der besseren Ducatis der letzten Jahre. Das heißt: In die Werkstatt kommt sie meist, um die regulär anstehenden Servicearbeiten (alle 12.000 Kilometer) erledigen zu lassen.
Von denen gab es immerhin einige: neun an der Zahl in nur fünf Jahren Bauzeit! Als anfällig zeigten sich der „Hands Free“-Funkzündschlüssel, der das herkömmliche Zündschloss ersetzt, oder der Seitenständer der Ducati Diavel, der bei den Modellen der Jahrgänge 2011 bis 2013 getauscht werden musste. Sollte das Wunschmodell bei der Probefahrt zu heiß werden, sind eventuell Luftblasen im Kühlsystem eingeschlossen. Neubefüllen mit Unterdruck schafft Abhilfe. Kaum eine Lösung gibt es für das Geräusch der peitschenden Kette, die (selbst bei korrektem Durchhang) beim Schalten gegen den Schleifschutz an der Schwinge schlägt.
Marktsituation
Die Verfügbarkeit am Markt ist hoch. Nicht nur im eigenen Lager sind einige Monster-Fahrer zur Diavel übergeschwenkt. Der Gebrauchtmarkt zeigt sich lebhaft - zumal die älteren Exemplare jetzt gerade unter die 10.000-Euro-Marke fallen. Damit dürfte der Kaufanreiz für einen top gepflegten Cruiser aus dem Hause Ducati weiter steigen. Junge Gebrauchte wie Vorführer oder Vorjahresmodelle werden mit rund 25 Prozent Abschlag angeboten. Bei geschickter Verhandlung sind weitere Nachlässe oder Dreingaben (Ausstattung, Zubehör) möglich.
Technische Daten und Modellpflege
Der V-Motor der Ducati Diavel ist für schaltfaules und behäbiges Gleiten in der höchsten Gangstufe optimiert.
Modellpflege im Überblick:
- 2011: Markteinführung der Ducati Diavel mit 1198-cm³-Testastretta-Motor.
- 2014: Modellpflege mit modifiziertem Motor, neuem Styling, LED-Scheinwerfer.
- 2015: Neue Farben und Versionen.
Wettbewerber
Zu den Wettbewerbern der Ducati Diavel gehören:
- Harley Davidson V-Rod Muscle
- Suzuki Intruder M 1800 R
- Yamaha Vmax
- Triumph Rocket III
Erfahrungen von Fahrern
Die Fahrdynamik ist ausgesprochen gut, sie fährt sich für ein Motorrad dieses Kalibers ausgesprochen gutmütig. Der Wendekreis geht in Ordnung für den längeren Radstand. Bremsen mit der Vorderradbremse ist ausgesprochen gut, die hat ordentlich Biß, was man von der Hinterradbremse nicht so sagen kann. Wie schon im Karosserieteil beschrieben,sitzt der Fahrer sehr angenehm,man kommt gut an den Lenker und die Bedienteile heran.
Ab ca 5000 Umin geht da richtig die Post ab,allerdings ist es in Ortschaften besser das Moped so um die 3000 Umin zu halten, da es sonst leicht zuppelig wird. Die Ablesung des Ölstandes gestaltet sich schwierig,da sie nur serienmäßig mit Seitenständer ausgestattet ist.
Einige Fahrer haben die Erfahrung gemacht, dass die Wartungskosten einer Ducati generell teuer sind. Da kostet eine Inspektion mit Hinterreifen schnell mal 1000 Euro. Andere berichten von Servicekosten für die Jahresinspektion inklusive Ölwechsel und neuer Bereifung für etwa 600 Euro beim Vertragshändler.
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