Aus der engen Zusammenarbeit von Lamborghini und Ducati entstand die Ducati Diavel 1260 Lamborghini. Beide sind Marken, die Motorradfahrer, Sammler und Supersportwagenfans schon seit vielen Jahren begeistern. Beide haben ihre Wurzeln in der Emilia Romagna, dem Motor Valley Italiens.
Inspiration und Design
Als Inspirationsquelle für die Diavel haben die Ducati Designer eines der aufsehenerregendsten Lamborghini Modelle gewählt, die das Werk in Sant’Agata Bolognese jemals verlassen haben. Vom Sportwagen Lamborghini Sián FKP 37 ließen sich dabei die Ducati-Designer inspirieren. Nur 63 Exemplare von dem prestigeträchtigen Auto sind überhaupt erhältlich. Jedes von ihnen wird nach spezifischen Kundenwünschen personalisiert.
Auffälligstes Merkmal der Ducati Diavel 1260 Lamborghini sind die geschmiedeten Felgen mit neuem Design. Aber auch die Lufteinlässe und Kühlerabdeckungen aus Kohlefaser wirken wie schwebende Elemente auf der Hauptstruktur des Motorrads. Der Lack entspricht mit „Gea Green“ als Grundfarbe genau dem des Autos, während der Rahmen, der Unterboden und die geschmiedeten Felgen mit der Farbe „Electrum Gold“ verziert sind. Das typische Ducati Rot findet sich an den Brembo-Bremssätteln.
Wichtige Designelemente von Lamborghini sind das Sechseck und das „Y“-Stilelement. Wichtige Erkennungselemente des Lamborghini-Designs sind außerdem das Sechseck und das „Y“-Motiv. Ersteres greift die Diavel in Form ihres Auspuffs und letzteres in Details der Sitzbank auf. Neben Kühlerabdeckungen und Lufteinlässen sind auch die Schalldämpferabdeckung, der Spoiler, die Tankabdeckung, die Sitzabdeckung, die vorderen und hinteren Kotflügel, die Cockpit-Abdeckung sowie der Scheinwerferrahmen aus Kohlefaser gefertigt. Dadurch beträgt das Trockengewicht nur 220 kg.
Jedes Fahrzeug trägt ein Aluminiumschild mit fortlaufender Produktionsnummer am Rahmen. Eigentümer der Diavel 1260 Lamborghini erhalten zudem die Möglichkeit, einen Helm mit auf das Modell abgestimmten Grafiken zu erwerben. Die Liebe zum Detail zeigt sich bereits beim Einschalten der Zündung: Dann erscheinen die Logos beider Marken, begleitet von der Silhouette der Diavel Lamborghini auf dem TFT-Farbdisplay.
Auf der Verkleidung der Diavel 1260 Lamborghini ist die Zahl 63 aufgebracht. Deutet sie doch auf die Gründung von Lamborghini im Jahr 1963 hin. Mit zehn multipliziert ergibt dies 630.
Technische Daten im Überblick
Hier ist eine Übersicht der wichtigsten technischen Daten der Ducati Diavel 1260 Lamborghini:
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Motor | Testastretta DVT 1262 |
| Hubraum | 1.262 ccm |
| Nennleistung | 162 PS bei 9.500 U/min |
| Max. Drehmoment | 129 Nm bei 7.500 U/min |
| Sitzhöhe | 780 mm |
| Trockengewicht | 220 kg |
| Tankinhalt | 17 Liter |
Motor und Leistung
Das Herz der 220 Kilogramm schweren Diavel 1260 Lamborghini ist ein 1262 cm³ großer Zweizylinder-Testastretta-Motor mit 162 PS Leistung und 129 Nm Drehmoment. Mit einer Leistung von 819 PS (602 kW) ist der Siàn FKP 37 der leistungsstärkste Lamborghini, der je produziert wurde.
Fahrwerk und Bremsen
Bei der Diavel 1260 Lamborghini federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Diavel 1260 Lamborghini vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange.
Abmessungen und Gewicht
Der Radstand der Ducati Diavel 1260 Lamborghini misst 1.600 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 246 kg ist die Diavel 1260 Lamborghini ähnlich schwer wie die Diavel 1260 S mit 244 kg. In den Tank der Diavel 1260 Lamborghini passen 17 Liter Sprit.
Vergleich mit der Ducati Diavel 1260 S
Der Ducati Diavel 1260 Lamborghini mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.262 Kubik steht die Ducati Diavel 1260 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 1.261 Kubik gegenüber.
Die Diavel 1260 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins.
Die Diavel 1260 S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.
Für Bodenkontakt sorgen auf der Diavel 1260 S Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten. Die Ducati Diavel 1260 S ist von Radachse zu Radachse 1.600 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter.
Mitja Borkert über das Design
Lamborghini ist eine der Automobilschmieden mit dem spektakulärsten Design weltweit. Der Chefdesigner Mitja Borkert hat mit der Ducati Diavel 1260 Lamborghini diese extrovertierten Formen auf ein ohnehin schon außergewöhnliches Motorrad übertragen.
Mitja Borkert: "Ich bin begeisterter Motorradfahrer und fahre schon viele Jahre Motorrad. Als Teenie hatte ich damals in der DDR eine Simson und danach eine MZ 150. Die Formen von Supersportmotorrädern waren für mich schon immer perfekt. Supersportler haben einfach eine unglaubliche Ästhetik, allein die Proportionen! Ich bin außerdem ein Riesen-Fan der MotoGP und würde kein einziges Rennen im Fernsehen verpassen, bin auch schon ganz oft vor Ort gewesen. Unter anderem machen wir bei Lamborghini ja auch das Grafikdesign von Pramac Ducati.
Es war für mich immer schon seit der Jugend einen Traum für Lamborghini zu arbeiten. Für mich ist die Lamborghini Design-DNA eine der stärksten in der ganzen automobilen Welt. Lamborghini steht für Design, Revolutionen, Raumschiff und für Innovationen, somit war das für mich damals genau das Richtige.
Beim Motorrad ist es ein bisschen andersrum, da ist der Motor im Fokus und die Proportionen vom Motorrad hängen sehr stark von ihm ab. Der Motorraddesigner entwirft die Verkleidung um den Motor herum. Das Tolle beim Motorrad ist die Opulenz der Details, weil man einfach alles sieht und gerade die Diavel ist in dieser Hinsicht ja ein wunderbares Motorrad.
Carbon gibt uns als Designer viel größere Freiheiten, wenn wir es verwenden dürfen. In Carbon kann ich viel präziser arbeiten, die Kanten deutlicher herausheben und so weiter. Der Sian ist ja komplett aus Carbon.
Das Verde Gea (grün-matt) in dem der Sian auf der IAA in Frankfurt zu sehen war und dieser Oro Electrum genannte gold-bronzene Ton in dem die Felgen gehalten sind und der für uns die Hybridisierung darstellt, hat damals Claudio Domenicali (Ducati CEO) so fasziniert, dass dort mit einem Glas Prosecco in der Hand auf dem Messestand der Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt wurde.
Wir nutzen hier die Technik "Diamond Cut", bei der dann eine Schicht der Lackierung wieder abgedreht wird und das Aluminium zum Vorschein kommt. Das fanden die Jungs bei Ducati so super, dass sie gesagt haben, gebt uns mal diese Felge.
Die Formensprache von Ducati und Lamborghini mag unterschiedlich sein, aber über die sehr sensible und konzentrierte Arbeit von uns Designern, haben wir die beiden DNAs schön miteinander verbunden. Ich sehe das so: Ducati macht Spielzeuge fürs Wochenende, wir machen Spielzeuge fürs Wochenende, keiner braucht unser Zeug, aber jeder will es haben.
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