Ducati E-Rennrad Test: Futa AXS und Futa All Road im Detail

Kein Alpenpass ist zu steil, keine Strecke zu lang und Gegenwind ist kein Gegner mehr. Mit dem elektrisch unterstützen Rennrad Futa AXS von Ducati können nun auch bislang nicht so sportliche Menschen um das Gelbe Trikot fahren - zumindest gedanklich. Laut Ducati soll das E-Bike diejenigen ansprechen, die auch auf anspruchsvollen Anstiegen kraftvoll in die Pedale treten und dabei Spaß haben wollen.

Design und Rahmen

Das Futa basiert auf einem UD-Monocoque-Rahmen aus Carbon. Der Monocoque-Rahmen ist aus Carbon gefertigt und dank seiner Sport-Endurance-Geometrie soll das Rad bewusst auf Aerodynamik und Geschwindigkeit setzen. Das Design und die Rohrformen bzw. -querschnitte betonen die Aerodynamik, die Lackierung in Grau, Schwarz und Rot nimmt typische Gestaltungselemente der Ducati-Motorräder auf. Der kompakte Hinterbau mit den tieferen Kettenstreben soll laut Ducati größten Fahrkomfort bei geringem Luftwiderstand bieten. Die zielgerichtete Verlegung der Carbonfasern gibt dem Hinterbau die notwendige seitliche Steifigkeit, welche die Kraftübertragung bei Pedalieren verbessern und so auch für ein direkteres Fahrverhalten sorgen soll. Die Streben sollen dem Futa AXS auch seitlich höhere Steifigkeit verleihen, wodurch eine bessere Kraftübertragung auf die Räder möglich sein soll.

Motor und Batterie

Das E-Rennrad ist mit einem Hinterrad-Nabenmotor (FSA System HM 1.0) mit 42 Newtonmeter ausgestattet, der für eine flüssige und natürliche Tretunterstützung sorgen soll. In Sachen Antrieb setzt das Team der Ingenieure auf den FSA System HM 1.0 Motor, der bereits in 2019 erstmals auf der Eurobike seine Weltpremiere feierte. Den kompakten und mit 3,98 Kilogramm vergleichsweise leichten Hinterradnabenmotor mit 250 Watt und 42 Newtonmetern Drehmoment steuert FSA bei (System HM 1.0), der 250-Wh-Akku ist ins Unterrohr integriert. Der Antrieb leistet die gesetzlichen 250 Watt und gibt ein Drehmoment von maximal 42 Newtonmeter ab. Ein optionaler Range Extender mit 250 Wh ist als Zubehör erhältlich. Auf Wunsch lässt sich die Kapazität mit einem Range Extender verdoppeln. Der Akku mit 250 Wattstunden ist im Unterrohr verbaut und kann für zusätzliche Reichweite mit einem Range Extender ergänzt werden. Der Antrieb verfügt über fünf Unterstützungsstufen, die über die Garmin-Steuerung am Lenker ausgewählt werden können. Direkt am Lenker wählt der Fahrer mit der Garmin-Steuerung zwischen fünf Unterstützungsstufen. Über die FSA-App (sowohl für Android als auch iOS erhältlich) können die wichtigsten Daten, wie Fahrstatistiken, Ladezustand des Akkus und verbleibende Reichweite, eingesehen werden. Die zugehörige FSA-App informiert über alle relevanten Fahrdaten und die verbleibende Akkulaufzeit. Über die App ist es auch möglich, Software-Updates herunterzuladen.

Komponenten und Ausstattung

Das E-Bike lässt mit einer kabellosen 2×12 Schaltung von SRAM schalten. Spätestens hier kommt dann auch die serienmäßige FSA K-Force Schaltgruppe zum Tragen, welche die Auswahl aus 2×12 Gängen bereitstellt und dabei elektronisch geschaltet wird. Ausgestattet ist das Rad mit der K-Force-WE-Gruppe von FSA, deren 2x12 Gänge kabellos elektronisch betätigt werden. Kurbeln und Bremshebel bestehen aus Carbon. Leistungsstarke Bremsen bringen Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 160 mm mit, die über einstellbare Hebel aus Carbon betätigt werden. Hydraulische Scheibenbremsen mit 160 Millimeter großen Scheiben runden die Ausstattung ab. Dabei rollt es auf AGX30-Vision-Laufrädern mit Carbon-Felgen. Die Vision AGX 30 Laufräder finden sich aber an beiden Bikes wieder. Die Carbonlaufräder AGX30 von Vision sind mit dem 35 Millimeter breiten Pirelli Cinturato Velo TLR bereift.

Futa All Road: Das E-Gravelbike

Ducati hat ein besonders leichtes Endurance-Rad für Gravel und Bikepacking vorgestellt. Das Futa All Road ist eine neue Version des bekannten E-Rennrads und auf Komfort und Vielseitigkeit ausgelegt. Als E-Gravel ist es nicht nur für lange Distanzen, sondern auch unebenes Gelände ausgelegt.

Unterschiede zum Futa AXS

Stellt man das Ducati Futa All Road und das Futa AXS nebeneinander, muss man schon zwei mal hinsehen, um die feinen Unterschiede zu erkennen. Beide Modelle haben den unverkennbaren Ducati-Look: der dunkelgraue Carbonrahmen wird von roten Akzenten geschmückt und bewahrt die Sport-Endurance-Geometrie. Außerdem verlaufen hier die Kabelzüge innen, was einen aufgeräumten Eindruck macht. Der FSA System HM 1.0-Motor arbeitet mit 250 Watt und einem Drehmoment von 42 Newtonmeter in der Hinterradnabe. Die Gemeinsamkeiten gehen weiter bis zur Schaltung, den Laufrädern und Bremsen: Das Ducati Futa All Road kommt wie das Futa AXS mit der Sram Rival eTap AXS-Gruppe. Beide Räder sind mit der Rival 160 mm Scheibenbremse und kabelloser, elektronischer 2x12-Schaltung ausgestattet. Allerdings schaltet das AXS mit der K-Force WE von FSA, statt mit der Rival eTap AXS von Sram.

Besonderheiten des Futa All Road

Trotz der vielen Gemeinsamkeiten fallen einem auf den zweiten Blick die Unterschiede der beiden Modelle auf. Der K-Wing AGX Carbonlenker von FSA wurde speziell fürs Gravelbike entwickelt und biete durch speziell geformte Kontaktpunkte eine verbesserte Ergonomie. Durch 10 Grad Front Sweep soll der Lenker besonders komfortabel sein, da er so eine natürliche Position für die Handgelenke bietet. 12 Grad Flare bieten im Untergriff eine bessere Lenkkontrolle im Gelände. Neu sind auch die Vittoria Terreno Dry-Reifen, die dank ihres Profils sowohl für Straße als auch Schotter geeignet sind. Von der unterschiedlichen Reifenbreite (vorne 38 mm, hinten 35 mm) verspricht der Hersteller zusätzliche Lenksicherheit und Komfort, sowie die Dämpfung von Unebenheiten. Eine Besonderheit ist, dass das E-Gravelbike direkt mit 3 Bikepacking-Taschen für Sattel, Lenker und Rahmen geliefert wird.

Fahrgefühl und Leistung

In der Größe M soll das Futa AXS nur 12,4 Kilogramm wiegen. Das Gesamtgewicht des E-Rennrads soll laut Hersteller bei 12,4 Kilo liegen. Möchte der Rennradfahrer schneller als 25 Stundenkilometer fahren und deaktiviert daher die elektrische Unterstützung, soll das Gewicht des Rads kaum spürbar sein. Insgesamt bringt es das Ducati Futa auf ein geringes Gewicht von nur 12,4 Kilogramm (Größe M) und kann dank des kaum spürbaren Motorwiderstands auch leicht über 25 km/h gefahren werden. Während der Fahrt können Bikerinnen und Biker zwischen fünf Unterstützungsstufen wählen und man soll laut Hersteller über die 25 Km/h-Marke hinaus kaum den Motorwiderstand beim Treten spüren.

Limitierte Edition

Ducati wäre indes nicht der bekannt exklusive (Motorrad-)Hersteller, wenn er vom neuen Futa nicht auch gleich eine Limited Edition mit nur 50 Exemplaren aufgelegt hätte. Zum Start der neuen Serie bietet man auch eine Ducati Futa Limited Edition an, die nur 50 Mal verfügbar sein wird. Das Sondermodell ist mit Campagnolos Super Record EPS ausgestattet, rollt auf Metron 40 SL-Laufrädern von Vision und wiegt laut Hersteller 12,2 Kilogramm. Eine exklusive Lackierung hebt da Modell von den Serienmodellen ab und knüpft eine Verbindung zum Ducati Corse Rennsportuniversum. Der Range-Extender ist bei diesem Modell ebenso serienmäßig wie der Radcomputer Garmin Edge Explore am Lenker. Im Gegensatz zum „normalen“ Futa bringt die Limited Edition einen Range Extender mit weiteren 250 Wh mit.

Preis und Verfügbarkeit

Ab März 2023 soll das Futa AXS für 7.690 Euro ausgeliefert werden können. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 7.690 Euro. Erhältlich ist das neue Futa All Road E-Gravel von Ducati ab Juni 2024 in vier Größen. Die Modelle können über das Ducati-Händlernetz und online unter www.ebike.ducati.com bestellt werden.

Zielgruppe

Daher richtet sich so ein E-Bike vermutlich eher an Rennrad-Anfänger oder Menschen, die sonst auf das Rennradfahren ganz verzichten würden. Laut Ducati soll das E-Bike diejenigen ansprechen, die auch auf anspruchsvollen Anstiegen kraftvoll in die Pedale treten und dabei Spaß haben wollen.

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