Die interne Auszeichnung "Händler des Jahres 2022" wurde den Wolfsburger Dealern auf Sardinien im Rahmen des Welthändlertages vor rund 1000 internationalen Ducati-Händlern übergeben.
Überraschungserfolg eines Newcomers in Wolfsburg
Erst vor zwei Jahren - mitten in der Corona-Pandemie - öffnete der Ducati-Store an der Automeile in Wolfsburg und schon gewinnt das Team den Titel „Händler des Jahres 2022“.
Niemand geringerer als Claudio Domenicali, CEO Ducati persönlich, überreichte Prokurist Christian Roth und Verkaufsleiter Fabian Netzeband den Pokal, einen Miniatur-3-D-Druck einer MotoE-Ducati, die 2023 im Rennsport eingesetzt werden soll.
Kriterien für die Vergabe dieses Ducati-internen Preises sind neben Verkaufszahlen und Umsatzwachstum auch die Social-Media-Präsenz sowie die Bewertungen von Kunden.
Gute Verkaufszahlen durch Werksangehörigen-Rabatt
Ein entscheidender Grund für die guten Verkaufszahlen sind sicher nicht zuletzt der Werksangehörigen-Rabatt für VW-Angestellte sowie der Standort: Da Ducati seit 2012 über Audi Konzernmarke ist, können Werksangehörige die Motorräder vergünstigt kaufen.
Hinzu kommt das überdurchschnittliche Einkommensniveau in Wolfsburg, da Ducati als Premium-Marke eher im höheren Preissegment zu finden ist.
Prokurist Christian Roth bestätigte unserer Zeitung: „Die Verkaufszahlen in Wolfsburg sind vier Mal so hoch wie im restlichen Bundesgebiet.
Einzigartig ist dabei auch die Kooperation zwischen Ducati und Audi in Wolfsburg, wie Christian Roth erläutert: „Wir sind der einzige Ducati-Store in einem Audi-Gebäude. Das Konzept wurde mit Hilfe von Fachleuten aus dem Headquarter in Bologna entwickelt und umgesetzt. So wirkt alles wie aus einem Guss, alle Vorgaben des Corporate-Identity-Designs konnten realisiert werden.“
Ducati feiert Erfolge im Rennsport und auf dem Motorradmarkt
Neben diesem besonderen Erfolg des Wolfsburger Stores feiert auch die Marke Ducati selbst einen Erfolg nach dem anderen, sowohl im Rennsport als auch auf dem mit Lieferengpässen belasteten Motorradmarkt: Neben dem Sieg in der Königsklasse MotoGP gewann Ducati auch jüngst die Superbike-Weltmeisterschaft.
Darüber hinaus konnten die aktuellen Verkaufszahlen im dritten Quartal 2022 den Absatzrückgang aus der ersten Jahreshälfte kompensieren, der aus Liefer- und Logistikproblemen resultierte.
Serviceerfahrungen auf Sardinien: Ein Bericht
Die Geschichte handelt von einer Reise nach Sardinien mit zwei Motorrädern, einer 2GS und einer K1200GT, wobei letztere mit Zylinderproblemen zu kämpfen hatte.
Leider musste die K mit 3 Zylinder weiter fahren. Hatten gedacht auf der Insel ne Werkstatt aufsuchen und gut is. Leider falsch gedacht. In Olbia ( BMW Werkstatt ) kein Monteur vorhanden.
Dann nach Sassari in die Werkstatt (Service sieht bei uns anders aus ) erst mal warten. Dann kam endlich mal ein Monteur der hatte aber keine Zeit daß Moppet anzustöpseln zur Fehlerdiagnose mehr wollten wir eigendlich nicht, aber keine Chance.
Dann mit BMW München telefoniert die kennen aber die Serviceprobleme auf der Insel. Kann ich nicht nachvollziehen. Ober sticht normalerweise den Unter.
Dann endlich eine nette Frau die hat uns dann einen Termin gegeben und Wo ? in Olbia in der selben Werkstatt wo wir schon waren. Da kriegst du nen Vogel.
Um 8.30 Uhr war der Termin um 10.00 Uhr wurde dann vom selben Techniker wie in Sassari daß Moppet angestöpselt aber keine Fehlerdiagnose angezeigt. Er meinte man könne mit 3 Zylinder weiter fahren mit 2 dann nicht mehr.
Reparatur erst nächste Woche möglich. Das war Donnerstag Samstag ging aber unsere Fähre wieder zurück. Also mit 3 Zylinder weiter fahren.
BMW kriegt das Serviceproblem wahrscheinlich nicht in den Griff. Nach haus sind wir jedenfalls gekommen. Da meinst du, du fährst ne BMW Service weltweit war ne ganz schöne Sch....e.
Hilfsbereitschaft kenn ich eigendlich anders. frechheit sowas...die hätten sofort alles stehen und liegen lassen müssen um sich um dich zu kümmern...ein deutscher auf einer BMW und der wird nicht sofort dran genommen...wo kommen wir denn da hin....
Erstens meinen A..... Zweitens wars ja die K von meinem Freund. Wunder haben wir auch nicht erwartet nur ein wenig hilfsbereitschaft.
Aber ich glaub denen hat es des gewurmt, daß wir BMW München angerufen haben. Von da an haben die uns einfach stehen gelassen.
Ich frag mich nur, für was es eigendlich eine Sevicenummer gibt, wenn sie dann da auch nix erreichen. Übrigens die K ist bei uns schon in der Werkstatt Zündspule defekt.
Wir hätten ja selber rep. aber du muß bei der K die halbe Maschine zerlegen um an die Zündspulen zu gelangen Verkleidung, Tank ectr.
Diagnosegerät anstöpseln und Speicher auslesen dauerte 20 min. Also von der Zeit her nix schlimmes . Wir waren vorher in einer Yamaha Werkstatt in Olbia da hatt daß ganz anders ausgesehen der hat uns zwar auch nicht weiterhelfen können.
War aber schon ein Unterschied zur BMW Werkstatt. Des is halt blöd gelaufen das Ganze. Sich in den Kunden reinzuversetzen und 0816 zu machen anstatt 0815 fällt vielen nicht ein.
Ich hatte 12 Tage Zeit habe Jahre auf diesen Urlaub hingearbeitet.
Naja, aber wenn die Werkstatt will, hat irgendeiner immer Zeit über. Nennt sich Planung. Und da scheidet sich die das Heu vom Stroh. Oder so. Ich selber hab auch schon 'n ganzen Tag in 'nem naheliegenden Cafe verbracht, währenddem ich auf die Reparatur meines Motorrades gewartet hab. Und?
Herausforderungen beim Verkauf von gebrauchten Ducati Motorrädern
Die Diskussion dreht sich um den Inzahlungnahmeprozess von gebrauchten Ducati Motorrädern bei Händlern und die Erfahrungen der Besitzer mit dem Wiederverkaufswert ihrer Maschinen.
Als ich 2014 meine 2012 Multistrada 1200 mit 40000 km eintauschen wollte, bot mir der Vertragshändler genau 11000,- € an, was ich dankend abgelehnt habe.
Zwei Monate später habe ich bei einem Unfall in Sardinien fast einen Totalschaden erlitten. Fazit: die Vollkasko zahlte mir den sog. Zeitwert, der noch bei 13500,- € abzüglich der Selbstbeteiligung lag!
Somit habe ich durch den Unfall ungewollt noch Gewinn gemacht und konnte somit bei einem Neukauf sogar noch einen Rabatt heraus handeln.
Nachträglich erklärte mir der Vertragshändler, das Ducati‘s mit hoher km Leistung kaum an den Mann zu bringen sind und deshalb nur ungern in Zahlung genommen würden.
Aus diesem Grund werde ich ab jetzt:
- immer nach zwei Jahren und Garantieende wieder das bike wechseln. Da hier die km Leistungen noch einigermaßen im Rahmen sind.
- in den zwei Jahren durch die Garantie die Sicherheit ohne einer hohen Reparatur besteht. Einzig die Durchsichten sind einzuhalten. Somit ist der finanzielle Rahmen überschaubar und auch gut vorhersehbar.
Bei meiner 2014er Pikes Peak mit über 43000 km war es ähnlich und habe die auch nicht privat verkaufen können. Nur durch Zufall, gepaart mit einer Probefahrt einer V4 und einer 950 S, konnte ich zu einem einigermaßen, fairen Preis das Motorrad in Zahlung geben.
Hier hat es sich doch gelohnt, mehrere Händler anzufahren. Preisunterschiede von bis zu 1500,- € waren da durchaus drin. Da hat sich eine Anfahrt von über 180 km zu diesem Händler letztlich doch gelohnt.
Jeder der schon mal ein Motorrad verkauft hat, weiß, dass man beim Händler weniger Kohle bekommt, als wenn man die Maschine privat verkauft. Der muss ja auf die Maschine etwas draufschlagen um was zu verdienen.
Man bekommt lediglich "mehr" für die Maschine wenn das neue Motorrad ein älteres Modell wo die Marge größer ist. Ohne Inzahlungnahme würde man mehr Rabatt bekommen.
Ducati hat immer noch den Ruf alter englischer Autos inne. Bloß nicht kaufen wenn sie gefahren worden sind. Eine Duc mit 3.000 Km bekommt man natürlich verkauft.
Als ich vor einigen Jahren meine S4R mit 70.000 Km einen Händler anbot, schaute der mich nur fragend an und korrigierte 17.000 Km? Es kam nicht zur Inzahlungnahme.
Ich hatte jetzt meine DVT S mit gerade 48.000 Km einem Ducatihändler angeboten und zurückbekommen „ …es gibt zwei problematische Kilometerstände …über 20.000 und jenseits von 40.000 Km“. Beide sind nur schwer verkäuflich.
Er bot mir für eine Inzahlungnahme € 7.000 an…Ich habe die sehr gut gepflegte 2015 mit guten Fotos dann sechs Wochen inseriert und genau zwei ernsthafte Anfragen gehabt. Einer hat für einen gerade noch akzeptablen Preis gekauft und ich freue mich auch für ihn.Ich bin die Multistrada komplett stressfrei ohne irgendeine Panne gefahren. Und habe sie auch guten Gewissens verkauft. Aber es war gar nicht einfach. Eine GS wäre deutlich besser weggegangen.
Aussage - nicht nur eines Ducati-Händlers - war in meinem Fall, dass er keinesfalls (m)eine Multi mit mehr als 45.000 Km in Zahlung nimmt.
Ich habe für meine 1200S DVT mit 96000 km beim Ducatihändler 5000 Euro bekommen als ich dort eine gebrauchte 1260S gekauft hatte. Wahrscheinlich hätte ich auch noch mehr rausschinden können.
Ein anderer Ducatihändler hat mir 6900 Euro geboten, dafür hatte er keine so günstige 1260S. Meine hat mit Urban- und Touringpaket und 26000 km mit frischem 30000er Service 14500 Euro gekostet.
Die wollte ich unbedingt haben, mein Ziel war es nicht, noch möglichst viel Geld für die alte Multi herauszuschlagen, der Händler muss ja auch von etwas leben.
Der Preisverfall einer Multi1260 S 2018-2019 liegt zwischen 5500 und 6000€ das ist schon sehr heftig!Insofern ist der Preis von 14500€ vom Händler vollkommen in Ordnung!
Was anderes wäre es gewesen ich hätte ein nagelneues Motorrad für 25000 Euro gekauft, dann hätte ich für meine Gebrauchte bestimmt noch etwas mehr bekommen.
Letztendlich sind es aber doch garnicht die paar 100€ Rabatt die mich als Kunden glücklich machen, sondern das entgegen gebrachte Interesse an mir, mich als Kunden zu schätzen und zu halten.
Kein Wunder.. hab mir ja erst neulich eine 1200er S DVT mit 26000 km gekauft. Das ist schon ok aber die werten Händler wissen ja auch was ein Desmo kostet und wollen halt dann auch nichts nachgeben.
Hab mir einige angeschaut um die km Stände aber entweder war es dann "im Kundenauftrag" oder privat mit fragwürdiger Historie, z. B. letzte Services bei Händlern anderer Marken. Da braucht sich dann auch keiner Wundern warum er die Maschine nicht los bekommt.
Meine war nun recht günstig hat aber einen Materialfehler im Scheinwerferglas wegen dem ich nochmal meckern muss aber meine verkaufte Aprilia hatte fast 75000km und ich hab sie auch privat verkauft.
Der Preis muss halt passen und ich hatte sie auch 6 Monate rumstehen.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Supersport 950: Leistung, Daten & Testbericht
- Ducati Supersport 950 S 35 kW: Test, Daten & Fakten
- Ducati Monster Buch: Geschichte, Modelle & Pflege
- Fahrrad Belastbarkeit 180 kg: Ultimative Tipps für starke und sichere Bikes!
- Ultimativer Mountainbike-Knieprotektoren-Test: Finden Sie den perfekten Schutz für Ihre Abenteuer!
Kommentar schreiben