Ducati Händler Zweibrücken: Erfahrungen und Perspektiven

Die Wahl des richtigen Händlers und einer kompetenten Werkstatt ist für Ducati-Fahrer von großer Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet Erfahrungen mit Ducati Händlern im Raum Zweibrücken und gibt Einblicke in die Besonderheiten der Marke Ducati.

Moto Mittrach in Zweibrücken

Ein oft genannter Name im Zusammenhang mit Ducati in der Region Zweibrücken ist Moto Mittrach. Kunden berichten von:

  • Top Beratung
  • Hilfreichen Infos
  • Problemlosen Probefahrten

Meine erste Ducati habe ich dort gekauft, nachdem ich mehrere Modelle zur Probe fahren durfte. Alle Werkstattaufenthalte, aber auch Garantiefälle wurden zu meiner vollster Zufriedenheit ausgeführt. Selbst, als ich dort war um eine vermeintliche Reparatur ausführen zu lassen wurde mir schnell und kostenfrei geholfen, statt eine teure Reparatur auszuführen. Mittlerweile fahren wir Monster und Multi und sind immer noch top zufrieden.

Weitere Werkstattempfehlungen

Neben Moto Mittrach gibt es auch weitere Werkstätten, die von Ducati-Fahrern empfohlen werden:

  • Daniels Bike Garage in Marpingen
  • Firma Specht in Spiesen (Aprilia und Vespa Händler, macht alle Marken)
  • Roller Maas in Saarbrücken (Reifenhändler, macht auch Inspektion am Motorrad)

Ducati Ioannoni in Ingolstadt

Ducati Ioannoni in Ingolstadt ist eine absolute Topadresse für jeden Ducatisti. Er liebt Ducatis und lebt für diese. Leider ist er kein Händler mehr. Aber eine erfahrene Werkstatt ist auf lange Sicht eh viel wichtiger. Mitunter trifft man Giuseppe, wenn er mal wieder an seinen Eigenkreationen arbeitet, noch in der Werkstatt an. Ducati Ioannoni, ein absoluter Spezialist, insbesondere für alle V2 Modelle. Schön öfters hat er mir mit gebrauchten Teilen aus seinem Keller aushelfen können.

Der Ducati 916 Strada Biposto im Test

Um die Besonderheiten der Marke Ducati besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Ducati 916 Strada Biposto im Test. Als die Ducati 916 im Jahr 1994 auf den Markt kam, gab es den Top-Test noch nicht, daher die verwegene Idee, sie ausgerechnet zu ihrem 25. Geburtstag durch die Parcours zu jagen. Wie schlägt sie sich im Vergleich zu aktuellen Sportlern? Zu Anfang wollte sie keiner von uns fahren. Sie ist einfach zu schön, die neuwertige, wohlgepflegte Leihgabe von Moto Mittrach aus Zweibrücken. „Die sieht aus wie frisch vom Band gerollt und hat nicht einmal 2.000 Kilometer auf der Uhr, die sollten wir im Stand fotografieren und ansonsten nicht anrühren.“ So die einhellige Meinung aller, die andächtig und mit Respektabstand um die 916 kreisten. Nur allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, dass dieses Motorrad zum Fahren gebaut wurde.

Fahrwerk und Handling

Die Aufgabe des Fotofahrers übernahm Top-Tester Karsten Schwers mit einer Mischung aus Respekt und Skepsis. Verwöhnt von den neuesten Kronen der Supersportler-Schöpfung, begann er seine Mission mit einem zurückhaltenden „Mal sehen.“ Und kehrte tief beeindruckt zurück. „Die Präzision, mit der sie einlenkt, die Rückmeldung vom Vorderreifen und die Sicherheit in tiefen Schräglagen sind immer noch erste Sahne. Das können heutige Motorräder nicht besser.“ Für Hanging-off in Schräglage ist die Sitzposition wie geschaffen, und so liefen Fahrer und Maschine dort zu großer Form auf. Gleichmäßig schräg zirkulierte die 916 um den Pylonenwald - fast hatte es den Anschein, als liege sie dabei entspannt auf dem unteren Teil ihrer schmal geschnittenen Verkleidung.

Motorleistung

Für einen Grundpreis von 28.890 Mark gab es 1995 109 PS. Dem Desmoquattro-V2 bescheinigte Karsten eine „schöne Landstraßencharakteristik“, wenngleich es ihm nach heutigen Maßstäben an Leistung fehle. Zu den heutigen Maßstäben sei ergänzt, dass die Test-916 Strada Biposto in der Liga aktueller Monster 821, Hypermotard 939, SuperSport und Multistrada 950 spielt, mit 109 bis 113 PS. Es ist eine interessante Vorstellung, ein 916-Fahrwerk mit einem dieser Testastretta-V2 zu kombinieren, doch eine solche Kombination würde das Kernpro­blem der 916 Strada nicht lösen: Fahrwerk und Ergonomie prädestinieren sie für die Rennstrecke, für die sie aber nicht mehr genügend Leistung mitbringt.

Rundenzeiten und Fahrgefühl

Was nicht heißen soll, dass sie nicht immer noch für beachtliche Rundenzeiten gut wäre, wenn ein geübter Fahrer allein mit ihr seine Kreise zieht. Wer heute eine 916 erwerben will oder auch nur die Messwerte aus dem Top-Test-Parcours analysiert, sollte um diesen Zwiespalt wissen: Das Fahrwerk ist viel schneller als der Motor. Wie schnell, wird erst so richtig klar, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die Rundenzeiten in beiden Slalom­parcours aus dem stehenden Start gemessen werden, wir der roten Schönheit aber keine ganz scharfen Anfahrmanöver zumuteten. Das eine oder andere Zehntel, das ihr in der Zeit auf das Referenzmotorrad 848 Evo fehlt, geht auf Kosten schonenden Umgangs mit der Kupplung. Und selbst im schnellen Slalom schafft sie ausgezeichnete Werte, obwohl ihr einziges Fahrwerksproblem dort deutlich zutage tritt. Es handelt sich um eine mit steigendem Tempo zunehmende Sturheit des ­Geradeauslaufs, welche die 916 schon bei etwa 100 km/h ziemlich hüftsteif macht.

Bremsleistung

40,6 Meter braucht die 916 von 100 km/h bis zum Stillstand. Für ihre Bremsen waren die ersten Jahrgänge der 916 geradezu berüchtigt. Dafür sind die schon erwähnten Bremsscheiben mitverantwortlich, in erster Linie ist es aber die Bremspumpe. Mit zunehmendem Weg des Bremshebels drückt dessen Knebel in immer ungünstigerem Winkel auf den Hydraulikkolben, sodass bereits die unvermeidlichen Begleiterscheinungen starken Verzögerns, wie sich weitende Zangen, aufgeheizte Bremsflüssigkeit und Gummileitungen, einen weichen Druckpunkt nach sich ziehen.

Ergonomie

Dabei wird einem wieder bewusst, warum ihre Ergonomie seit jeher als anstrengend empfunden wurde. Der Höhenunterschied zwischen Fahrersitz und Lenkergriffen ist nicht ex­trem, doch zum einen sind die Lenkerhälften schmal ausgelegt, zum andern wirkt der Tank wegen seiner steil aufragenden hinteren Seite sehr lang. So fällt es dem Fahrer nicht leicht, das Gewicht seines Oberkörpers zu halten. Entweder er stützt sich steif auf dem Lenker ab, oder die Muskulatur von Armen, Bauch, Schultern und Nacken wird stark beansprucht.

Die Ducati 916 auf der Landstraße

So bereitwillig sich die 916 in die Parcours geworfen hatte, so sehr schien sie nach dieser Erfahrung doch erleichtert gewesen zu sein, als wir sie am Nachmittag zu einer flotten Landstraßenrunde einluden. Im ­direkten Vergleich mit ihrer Vorturnerin, einer Triumph Street Triple RS, traten ihre besonderen Charaktermerkmale noch einmal deutlich hervor. In eng geschlungenen, passähnlichen Abfahrten ins Donautal galt es, vor den Kurven rechtzeitig zu bremsen und mit engagiertem Körpereinsatz die Schräglagen zu wechseln, während die leichtfüßige Streety mit ihrer punktgenau dosierbaren Bremse förmlich durch die Wechselkurven tänzelte.

Gesamtwertung

Von maximal 1000 Punkten in der Gesamtwertung erreicht die legendäre Ducati 540 Punkte.

Logistische Herausforderungen bei weiter entfernten Händlern

Viele Ducati-Fahrer stehen vor der Frage, wie sie den Service gestalten, wenn der Händler weiter entfernt ist. Einige Aspekte, die dabei eine Rolle spielen:

  • Transport des Motorrads (Hänger, Transporter)
  • Zeitaufwand für An- und Abreise
  • Möglichkeit der Überbrückung der Wartezeit beim Händler
  • Abhol- und Bringservice (Kosten?)

Einige Fahrer verbinden den Werkstattbesuch mit einer schönen Tour oder einem Ausflug in die Region. Andere nutzen die Winterzeit für Inspektionen und vereinbaren Termine, die es ermöglichen, das Motorrad am selben Tag wieder abzuholen. Es gibt auch Händler, die einen Abhol- und Bringservice anbieten, wobei die Kosten je nach Entfernung variieren können.

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