Technische Innovationen und Design
Mit der bisherigen Ducati Hypermotard hat die Neue kaum noch eine Schraube gemein. Der luftgekühlte Zweiventil-Motor? Ersetzt durch einen wassergekühlten 821-cm³-Testastretta-Vierventiler. Die obenliegenden Schalldämpfer? In einen trendigen, seitlich montierten Auspuff verwandelt. Das über Schubstangen aktivierte Federbein? Direkt an der Schwinge angelenkt. Das Gitterrohr-Rahmenheck? Durch ein zierliches Aluguss-Teil ersetzt. Und all dies noch garniert mit Ride-by-Wire-Elektronik (drei Fahrmodi, Traktionskontrolle), geänderter Fahrwerksgeometrie (50 Millimeter längerer Radstand, 1,5 Grad flacherer Lenkwinkel) und serienmäßigem ABS. Uff.Erstaunlich, wie sehr sich die Ducati Hypermotard trotz dieser Neukonstruktion in ihrer Anmutung treu geblieben ist. Filigran, schlank, kein Teil zu viel.Motor und Fahrleistungen
Denn zunächst bollert der Motor der neuen Ducati Hypermotard so sonor aus dem untenliegenden Schalldämpfer, als wäre die elektronisch gesteuerte Auspuffklappe bereits bei Standgas auf Durchzug gestellt. Die leicht zu ziehende - und neuerdings über Seilzug statt Hydraulikleitung betätigte - Kupplung kommen lassen, und schon pocht es wieder bis in die Lenkerenden, das typische, sanft massierende Herz des 90-Grad-Vauzwo. Imposant, wie lässig sich der Desmo-Vierventiler aus dem etwas unaufgeräumten Drehzahlkeller unter 3000 Touren herausschüttelt und anschließend mit gut kalkulierbarem linearen Druck durchs Drehzahlband schiebt. Denn neben der geschickt getroffenen Wahl der Schwungmasse tut dem 821er-L-Twin offensichtlich die bereits im Motor der großen Reiseenduro bewährte Ventilüberschneidung von elf Grad gut. Besser noch: Den Hubraumnachteil zum 1198-cm³-Multistrada-Triebwerk münzt der Junior-Testastretta in eine feine Laufkultur und schmissige Drehfreude um. Unwillkürlich nutzt der Treiber der Ducati Hypermotard einen deutlich breiteren Drehzahlbereich als beim dicken Pendant und bemerkt erst dann, dass der neue Treibsatz mit gemessenen 107 PS im Vergleich zu den bisherigen Hypermotards eine dicke Schippe Kohlen nachlegt.Gewaltige 32 PS Differenz sind es zur 796er und immer noch 12 PS zur 1100er-Evo.Die Fahrleistungen der neuen Ducati Hypermotard gerieten in allen Bereichen deutlich besser als die ihrer luftgekühlten Vorgängerinnen. Vor allem die leicht beherrschbare Leistungsentfaltung und die für einen Zweizylinder sehr ordentliche Laufruhe machen den V2-Motor- nicht nur für den sportlichen Einsatz, sondern auch den Alltagsbetrieb gut geeignet.
Fahrverhalten und Handling
Ellbogen hoch, Oberkörper und Kopf nach vorn - die Hypermotard platziert auch nach der fahrwerksgeometrischen Überarbeitung ihren Reiter nach wie vor angriffslustig frontorientiert. Denn Fakt ist: Neutralität ist nach wie vor nicht die Stärke der Ducati. Vor allem in engen Kehren kippt das Vorderrad zur Kurveninnenseite, muss mit Gegendruck am Lenker auf Kurs gebracht werden. Je holpriger der Belag, desto mehr. Ein sicheres Gefühl will sich erst einstellen, wenn die Ducati Hypermotard auf Zug gehalten und das Vorderrad entlastet wird. Früh bremsen und schon beim Kurveneingang ans Gas gehen, das ist das Rezept für den sauberen Strich auf der Italienerin.Toll, wie mühelos sich das Spaßmobil in Wechselkurven von einer in die nächste Schräglage werfen lässt, mit schlanker Taille und schmalem Knieschluss ein Gefühl der Leichtigkeit vermittelt.Auspuffanlagen im Vergleich
Viele Besitzer entscheiden sich für einen Nachrüstauspuff, bei dem die beiden Auspuffrohre unter der Sitzbank durch einen einzelnen, hoch montierten Schalldämpfer ersetzt werden.Es gibt viele Diskussionen darüber, welcher Auspuff der beste für die Ducati Hypermotard 1100 ist. Einige bevorzugen den SC Project Twin CR-T, während andere den Termignoni als die bessere Option ansehen.Einige Fahrer haben festgestellt, dass der Sound des Termignoni im Vergleich zum SC Project Twin etwas besser ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Sound je nach Video und persönlicher Präferenz variieren kann. Es ist ratsam, beide Auspuffanlagen live anzuhören, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.Beim Thema Auspuff scheiden sich ja die Geister. Dachte auch immer je teurer desto besser. Wurde eines besseren belehrt.Einige Fahrer haben auch festgestellt, dass der MIVV Auspuff einen besseren Klang hat als teurere Optionen.Termignoni
Viele Fahrer sind von der Qualität und dem Klang des Termignoni Auspuffs überzeugt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Termignoni Auspuff möglicherweise ein Up-Map benötigt, um richtig zu funktionieren.P.S Diesen Termi Racing Kit - mit zugelassenen Puff, aber ohne Euro 3 - gab es meines Wissens nur für die 1100 S. Ab der 1100 EVO, gab es den Termi Puff nur noch mit Euro 3 . Also ohne Racing Steuergerät für fetten Motorlauf.SC Project
Der SC Project Slip-On Auspuff ist eine beliebte Option für die Ducati Hypermotard 1100. Einige Fahrer haben jedoch Probleme mit dem Einbau und der Passform des Auspuffs festgestellt. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass alle Rohre und Teile, die im Lieferumfang enthalten sind, korrekt montiert sind.Hi Chris, kann nur den sc-twin empfehlen.MIVV
Einige Fahrer haben festgestellt, dass der MIVV Auspuff einen besseren Klang hat als teurere Optionen.Weitere Aspekte
Einige Fahrer haben Probleme mit der Elektrik der Ducati Hypermotard 1100 nach dem Einbau eines Aftermarket-Auspuffs festgestellt. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass alle Kabel und Anschlüsse korrekt verbunden sind, um Probleme mit dem Licht und anderen elektrischen Komponenten zu vermeiden.
Es ist auch wichtig, die örtlichen Gesetze und Vorschriften bezüglich Auspuffanlagen zu beachten. Einige Auspuffanlagen sind möglicherweise nicht für den Straßenverkehr zugelassen und können zu Problemen mit den Behörden führen.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten technischen Daten der Ducati Hypermotard 1100 Evo SP und der Ducati Hypermotard 950 SP vergleicht:| Modell | Ducati Hypermotard 1100 Evo SP | Ducati Hypermotard 950 SP |
|---|---|---|
| Motor | 2-Zylinder-Motor | 4-Takt V 2-Zylinder-Motor |
| Hubraum | 1.078 cm³ | 937 cm³ |
| Leistung | 95 PS bei 7.500 U / min | 114 PS bei 9.000 Umdrehungen |
| Drehmoment | 105 Newtonmeter bei 5.750 Touren | 96 Nm Drehmoment bei 7.250 Umdrehungen |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down von Marzocchi | in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser |
| Federung hinten | Federbein von Marzocchi | auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins |
| Bremse vorne | Doppelscheibe Vierkolben-Zange | Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo |
| Bremse hinten | Scheibe Zweikolben-Zange | Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut |
| Reifen vorne | 120 / 70 - 17 | 120/70-17 |
| Reifen hinten | 180 / 55 - 17 | 180/55-17 |
| Radstand | k.A. | 1.493 mm |
| Sitzhöhe | k.A. | 890 Millimeter |
| Tankinhalt | 12 Liter | k.A. |
Die neue neue Ducati Hypermotard ist ihren Vorgängermodellen in jeder Beziehung überlegen. Der 821er-Motor vereint Charakter, Laufkultur und Universalität, die Optik wirkt noch gefälliger, das ABS regelt erstklassig und das Fahrverhalten fällt deutlich neutraler aus. Letzteres bleibt jedoch relativ. Ihr Lenkverhalten ist - zumindest mit den Serienreifen - noch immer nervös, die Federung könnte komfortabler abgestimmt sein.
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