Die Ducati Hypermotard 1100 ist ein Supermoto-orientiertes Straßenmotorrad, das von 2007 bis 2009 in zwei Varianten angeboten wurde: als Standardmodell und als Hypermotard 1100 S. Beide Versionen basieren auf dem luftgekühlten Zweiventil-L-Twin der Desmodue-Baureihe, der aus der Ducati Multistrada 1100 stammt. Die S-Version unterscheidet sich durch hochwertigere Fahrwerkskomponenten und leichtere Anbauteile.
Die Hypermotard 1100 wird von einem luftgekühlten 2-Zylinder-Motor mit 1.078 cm³ Hubraum angetrieben.
Technische Daten im Überblick
Hier ist eine Übersicht über die technischen Daten einiger Modelle der Ducati Hypermotard 1100:
| Modell | kW/PS | Hubraum | Drehmoment | Leergewicht | Maximales Gewicht | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hypermotard 1100 (2009) | 62 kW / 84 PS | 1.079 cm³ | 94 Nm | k.A. | 390 kg | 11.445 € |
| Hypermotard Evo SP (2011) | 67 kW / 91 PS | 1.079 cm³ | 105 Nm | k.A. | 390 kg | 13.990 € |
| Hypermotard 1100 S (2007) | 62 kW / 84 PS | 1.079 cm³ | 94 Nm | k.A. | 390 kg | 13.500 € |
| Hypermotard 1100 Evo (2012) | 67 kW / 91 PS | 1.079 cm³ | 105 Nm | k.A. | 390 kg | k.A. |
Fahrwerk und Bremsen
Die Hypermotard 1100 ist mit einer Einarmschwinge aus Aluminium ausgestattet. Die Bremsanlage stammt von Brembo, mit radial montierten Monoblock-Zangen vorn. Die S-Version erhält zusätzlich Brembo-Radialpumpen.
Die S-Version ist mit einer voll einstellbaren 50-mm-Marzochi-Upside-Down-Gabel und einem Öhlins-Federbein ausgestattet. Die Standardversion nutzt eine Marzocchi-Gabel und ein Sachs-Federbein.
Design und Ausstattung
Die Sitzposition ist aufrecht und motard-typisch, mit breitem Lenker und schmalem Tank. Die Sitzhöhe beträgt 845 mm. Ein LC-Display ersetzt klassische Rundinstrumente. Es zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Drehzahl, Uhrzeit und Kilometerzähler an. Ein Schaltblitz ist integriert.
Die Reifen sind ab Werk Pirelli Diablo Corsa III in den Dimensionen 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR17 hinten.
Unterschiede zwischen Hypermotard 1100 und 1100 S
- Die 1100 S unterscheidet sich durch Öhlins-Federbein, voll einstellbare Marzocchi-Gabel, leichtere Marchesini-Schmiederäder, Carbonteile (Kotflügel, Zahnriemenabdeckung) und Brembo-Radialpumpen.
- Der Motor ist identisch.
Fahreigenschaften und Fazit
Die Hypermotard 1100 weckt Emotionen, aber Optik ist nicht alles. Eine gewöhnungsbedürftige Sitzposition, ein kippeliges Lenkverhalten oder ein kleiner Tank - da sollten auch bei Designerbikes die Spielregeln der Technik gelten. Immerhin: Die brachialen Bremsen und der durchzugsstarke Motor beeindrucken und das Styling eben auch.
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