Die Ducati Hyperstrada 821 wurde im Jahr 2013 als neues Modell vorgestellt und basiert technisch auf der Hypermotard 821. Sie ist als tourenorientierte Variante konzipiert und ergänzt die Hypermotard-Baureihe um eine alltagstauglichere Ausführung.
Ausstattung und Merkmale
Die Hyperstrada 821 ist serienmäßig mit einem verstellbaren Windschild, semi-rigiden Seitenkoffern (je 25 Liter), einem komfortableren Sitz, einem breiteren Lenker sowie einem Hauptständer ausgestattet. Diese Merkmale unterscheiden sie klar von der sportlicher ausgelegten Hypermotard 821.
Die Sitzhöhe beträgt 850 mm. In Kombination mit der aufrechten Sitzposition ergibt sich eine ergonomische Sitzhaltung, die auf längere Strecken ausgelegt ist. Die Hyperstrada ist mit dem Ducati Safety Pack ausgestattet, das ein 3-stufiges ABS sowie eine 8-stufige Traktionskontrolle umfasst. Die Fahrmodi Sport, Touring und Urban lassen sich über das monochrome LC-Display anwählen. Dieses zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Drehzahl, Fahrmodus und Tankinhalt an.
Das Fahrwerk besteht vorn aus einer 43-mm-Kayaba-Upside-Down-Gabel, hinten arbeitet ein Sachs-Federbein mit einstellbarer Federvorspannung. Ab Werk ist die Hyperstrada mit Pirelli Diablo Rosso II Reifen in den Dimensionen 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR17 hinten ausgestattet. Der Tankinhalt beträgt 16 Liter.
Ducati gibt keine offizielle Reichweite an, Erfahrungswerte liegen je nach Fahrweise bei etwa 200 bis 250 km.
Technische Daten im Überblick
Hier eine Übersicht der wichtigsten technischen Daten der Ducati Hyperstrada 821:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Motor | Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor |
| Hubraum | 821 cm³ |
| Nennleistung | 81,0 kW (110 PS) bei 9250/min |
| Max. Drehmoment | 89 Nm bei 7750/min |
| Tankinhalt | 16,0 Liter |
| Sitzhöhe | 850 mm |
| Gewicht vollgetankt | 207 kg |
Modelljahre
Im Modelljahr 2014 blieb die Ducati Hyperstrada 821 technisch unverändert. Ausstattung, Motorisierung und Fahrwerkskomponenten entsprechen dem Vorjahresmodell. Auch die Farbvarianten blieben identisch.
2015 wurde die Hyperstrada 821 letztmalig produziert. Im selben Jahr stellte Ducati die Nachfolgerin Hyperstrada 939 vor, die mit einem überarbeiteten 937 cm³ Testastretta 11°-Motor sowie weiteren technischen Modifikationen erschien. Die Hyperstrada 821 wurde damit nach drei Modelljahren eingestellt.
Ducati Hyperstrada 821 vs. Hypermotard 821 - Unterschiede
Die Hyperstrada 821 basiert auf der Hypermotard 821, bietet jedoch tourentaugliche Ausstattung wie Seitenkoffer, Windschild, Hauptständer und einen komfortableren Sitz.
Fahrverhalten und Handling
Die Ducati Hypermotard kommt deutlich sportlicher daher, ziemlich hochbeinig und mehr SuMo als die MT. Die ersten Meter sind zum dran gewöhnen, was mit der Duc recht schnellgeht, es passt einfach alles und die Komponenten funktionieren alle leicht und ohne Beanstandung Das Aggregat hängt auch sehr sauber am Gas, hat zwar nicht den allzeit vehementen Druck der MT, lässt sich aber irgendwie besser mit arbeiten. Das Vorderrad strebt genauso zum Himmel und man braucht eigentlich nur einen Gang für die gesamte Runde . . und dann ist da noch der bollernde Sound des V2 Die Bremsen sind wie bei der MT tadellos, das Fahrwerk scheint einen Tick agiler . . . kann aber auch an der Einstellung liegen, die passt wahrscheinlich zufällig besser zu meinen Maßen.
Die Zutaten hierfür: höherer Windschild, Hauptständer und die jeweils 25 Liter fassenden Softbags, die das Heck mächtig breit machen und erst durch zusätzliche -Innentaschen auch wetterfest werden. Um 20 Millimeter gekürzte Federwege vorne und eine entsprechend reduzierte Sitzhöhe gehören ebenso dazu wie der etwas höher gelagerte Lenker, zwei Bordsteckdosen und die neu konturierte Sitzbank. Im Maschinenraum blieb alles beim Alten. Folglich begeistert der kleine Testastretta auch hier mit famoser Drehfreude, tollem Antritt ab 3000/min und einem breiten nutzbaren Drehzahlband, das den Druck genau da bereithält, wo man ihn für knackigen Landstraßenspaß braucht.
Zu diesem dynamischen Charakter passt auch die aktive Sitzposition auf der Hyperstrada, die den Piloten in einer Sitzbankmulde nah am Lenker fixiert. Der hohe Windschild spendet ohne lästige Turbulenzen etwas mehr Windschutz. Sie verlangt ein wenig Druck am Lenker, sticht dann aber gierig in die Kurven. Da zeigen sich die sportlichen Gene. Das Federbein gestattet dank weicherer Feder etwas mehr Komfort als jenes der Hypermotard. Doch trotz aller sportlichen Attitüde: Gekürzte Federwege und weichere Abstimmung setzen Grenzen. Fürs Toben durchs Winkelwerk sind Hypermotard und ihre SP-Variante geeigneter. Doch ist die Hyperstrada praktischer veranlagt. Und gepflegtes Sporttouren kann sie durchaus.
Ducati Monster 821 vs. Ducati Hyperstrada 939
Die Ducati Monster 821 besticht durch ihr klassisches Naked-Bike-Design. Mit aggressiver Linienführung und kompakter Erscheinung zieht sie die Blicke auf sich. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht zu extrem, was längere Fahrten angenehm macht. Im Gegensatz dazu bietet die Hyperstrada 939 ein eher tourenorientiertes Design mit höherem Lenker und aufrechterer Sitzposition.
Beide Motorräder sind mit leistungsstarken Motoren ausgestattet, die für viel Fahrspaß sorgen. Die Monster 821 ist mit einem 821 ccm Testastretta-Motor ausgestattet, der eine beeindruckende Leistung liefert und sich hervorragend für sportliches Fahren eignet. Die Hyperstrada 939 hingegen hat einen 937-cm³-Motor, der etwas mehr Drehmoment bietet, was vor allem beim Fahren mit Sozius oder Gepäck von Vorteil ist.
Fragen und Antworten
- Ist die Ducati Hyperstrada 821 für Anfänger geeignet? Die Hyperstrada 821 richtet sich primär an erfahrene Fahrer. Die Sitzhöhe, das Ansprechverhalten des Motors und die Fahrwerksabstimmung setzen Vorkenntnisse voraus.
- Hat die Ducati Hyperstrada 821 ABS? Ja, serienmäßig ist ein 3-stufiges ABS verbaut. Es ist Bestandteil des Ducati Safety Pack.
- Kann man mit der Ducati Hyperstrada 821 zu zweit fahren? Ja, die Hyperstrada 821 ist für zwei Personen ausgelegt.
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