Ducati im Wohnzimmer erlaubt? Überlegungen und Meinungen

Die Idee, eine Ducati im Wohnzimmer aufzubewahren, mag für viele Motorradliebhaber verlockend sein. Es gibt jedoch einige wichtige Überlegungen und Meinungen, die man berücksichtigen sollte, bevor man diesen Schritt unternimmt.

Feuerpolizeiliche Bedenken

Ein Kraftfahrzeug hat aus "feuerpolizeilichen" Gründen nichts in einem Wohnhaus zu suchen. Weder in der Wohnung, noch im Keller, auch nicht im Fahrradkeller. Bei Wohneigentum macht man es halt auf eigene Gefahr, sollte es zum Brand kommen (muss nicht vom Moped ausgelöst werden!), dann wirkt das Moped als Brandbeschleuniger und die Brandversicherung hat eine fantastische Ausrede, warum sie nicht zahlen muss. Das war es dann mit Deinem Häuschen. Bei Mietwohnungen riskiert man nicht nur den eigenen Wohnraum, sondern auch die Wohnungen der anderen Mieter im Haus. Hast Du einen Ar*** als Mieter im Haus, und der verpfeift Dich, dann gibt es Ärger.

Benzindämpfe sollte man nicht unterschätzen, insbesondere durch das krebserregende Benzol im Benzin. Gesetzlich darf der Anteil im Benzin nicht über 1% liegen, die Hersteller geben an, zwischen 0% und 1% Benzol zu verwenden - sind da also nicht sehr auskunftsfreudig. Kraftstofffrei sollten eingestellte Mopeds daher schon sein. Natürlich könntest Du zur Sicherheit den kompletten Sprit rausmachen, aber beweis das mal hinterher, wenn es gebrannt hat.

Geruchsemissionen

Einige Motorradbesitzer haben Bedenken wegen des Geruchs, wenn sie ihre Ducati im Wohnzimmer aufbewahren. Neue Reifen sollen in geschlossenen Räumen extrem stinken. Regelmäßiges Lüften ist wichtig, um Geruchsprobleme zu minimieren. Auch mit guter Lüftung riecht man das Benzin und fühlt sich entsprechend.

Weitere Tipps zur Aufbewahrung im Innenbereich

Es gibt einige Vorkehrungen, die man treffen kann, um die Ducati sicher und schonend im Haus aufzubewahren:

  • Tank leeren: Um Geruchs- und Brandgefahr zu minimieren, sollte der Tank komplett leer sein.
  • Montageständer verwenden: Die Moppeds stehen hinten auf einem Montagestaender, der Vorderreifen hat einen deutlich erhoehten Luftdruck, weil er sich sonst platt steht.
  • Batteriepflege: Batterien sind bei 996 und 998 im Mopped und angeschlossen, den Tricklecharger werfe ich alle paar Monate mal an. Bei der MV ist die Batterie im Mopped, aber abgeklemmt, da der Hobel staendig etwas Strom zieht - Tricklecharger steht aber auch fuer die Kleine zur Verfuegung.
  • UV-Schutz: Um den Lack und die Gummiteile vor UV-Strahlen zu schuetzen, stehen die Moppeds unter einer entsprechenden Abdeckung.

Die Ducati als Designobjekt und Sammlerstück

Viele Motorradliebhaber sehen ihre Ducati nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch als Designobjekt und Sammlerstück. Für sie ist es eine Möglichkeit, ihre Leidenschaft und ihren Stil zum Ausdruck zu bringen. Regelmässig Lüften brauch ich nicht bzw. Erfahrungen habe ich persönlich nicht, aber früher in der Gang war es teilweise üblich die edlen Italo- Böcke über den Winter, u.a. zwecks "Anbetung", in das Wohnzimmer zu stellen.

Ducati: Eine Frage des Geschmacks

Die schönste Duc ist und bleibt immer noch die 916er bzw. 916 SENNA. Ein Traum von Bike. Wie schon gesagt wurde, kann man Ducati schlecht mit Yamaha vergleichen. Das ist wie Ferrari und z.B. BMW. Vom Bauch her baut Ducati tolle Maschinen. Sobald man sich infiziert hat mit dem sogenannten Ducati Virus reagiert man wie frisch verliebt. Man sieht die Schwächen und kleinen Macken einfach nicht.

Ducati ist eine Entscheidung des Bauches, der dicken Geldbörse oder beidem. Aber egal, entscheidend ist immer, dass man für sich das richtige Bike findet. Manche Leute fahren nur 2000 km im Jahr, putzen aber 100 Stunden und betrachten sich Ihr Bike jedes Wochenende zusammen mit einer Flasche Bier und einer Zigarette. Ja ducati fahrer sind schon was für sich!

Technische Aspekte und Zuverlässigkeit

Die technischen Schwächen haben immer die gleichen Ursachen. So ist z.B. oft von hinteren Heckrahmenbrüchen zu lesen oder von Elektrikgeistern. Der Grund liegt meiner Meinung nach in der Größe des Werkes und in der Philosophie der Herstellung. Ein kleines Werk verfügt nicht über Mittel von Berechnungs- und Entwicklungskapazitäten eines Großserienherstelllers.

Alternativen zur Ducati

Es gibt viele andere Motorradmarken und -modelle, die für Sammler und Liebhaber interessant sein könnten. Einige Beispiele sind:

  • MV Agusta
  • Honda VFR750R NC 30
  • Kawasaki Z1
  • Honda CB750 K1

Kaufberatung: Ducati 750 GT

Die Begehrlichkeiten nach Rundmotor-Ducatis schlagen seltsame Blüten: Man kann vielleicht noch verstehen, dass jemand erstens eine Ducati 750 SS „Imola Replica“ haben möchte, weil er 1972 beim 200-Meilen-Rennen in Imola dabei war und erlebte, wie Paul Smart und Bruno Spaggiari den Rest der Welt glorreich hinter sich ließen, zweitens nur 411 Stück gebaut wurden, drittens ihm dieses Motorrad besonders gut gefällt oder er viertens in seinem Wohnzimmer noch Platz für einen echten Fabio Taglioni hat. Oder er kündigt umgehend seine Lebensversicherung, weil er den Finanzmärkten in aller Welt nicht traut.

Dass die Preise für annähernd serienmäßige Ducati 750 GT seit einigen Monaten in den Himmel steigen, hätte noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Vielleicht liegt es daran, dass der Markt der rundmotorigen 750 SS endgültig leergefegt ist und man sich eben jetzt daran erinnert, dass die 750 GT der eigentliche Ursprung aller Ducati-V2 ist. Ein um 15 Grad zur Waagerechten leicht nach hinten gekippter V2-Motor mit längs im 90-Grad-Winkel angeordneten Zylindern und je einer obenliegenden Nockenwelle, der in einem Stahlrohr-Fahrwerk mit langem Radstand hängt. Die 750 GT hat übrigens keine desmodromische Ventilsteuerung, sondern Kipphebel und Ventilfedern.

Technische Details der Ducati 750 GT

1970 rollten die ersten Prototypen, Ducati-„stilecht“ mit Lenkerstummeln bestückt. Im Januar 1971 präsentierte Ducati auf der Londoner Motorcycle Show die endgültige Version der 750 GT mit 19-Zoll-Vorderrad und Scheibenbremse, sowie 18-Zoll-Hinterrad mit Trommelbremse. Bis die Produktion wirklich anlaufen konnte, dauerte es noch einige Monate, denn Ducati war damals faktisch pleite, die Zulieferer wollten nicht länger auf ihren Rechnungen sitzen bleiben. Deswegen entstanden 1971 nur 82 Stück. Von 1972 bis 1974 baute Ducati etwas mehr als 4000 Stück, die meisten gingen nach USA und Australien.

Mit 57 PS bei 7800/min war die 750 GT weder übermotorisiert, noch konnte sie den damaligen Mitbewerbern Honda CB 750 Four mit 67 PS und Kawasaki Z 900 mit 78 bis 82 PS Paroli bieten. Nur die Engländer mit den beiden Schwestermodellen Triumph Trident und BSA Rocket 3, deren Angaben „etwas mehr als 60 PS“ lauteten, waren vergleichbar. Die BMW R 75/5 lag mit nur 50 PS hinter der Ducati 750 GT. Aber trotz des guten Fahrwerks und des durchzugsstarken Motors wollte eigentlich keiner eine 750 GT haben, sie schlief gegen Ende 1974 sanft ein. Auf Bestellung des australischen Importeurs wurden Anfang 1978 die letzten 41 Stück aus Ersatzteilen in Borgo Panigale gebaut.

Worauf man beim Kauf einer Ducati 750 GT achten sollte

  • Originalität prüfen: Viele GTs wurden umgebaut, daher ist Originalität selten.
  • Zustand des Tanks: Rost im Tank vermeiden.
  • Bremsen prüfen: Funktionieren Vorder- und Hinterradbremse?
  • Reifenalter beachten: Gummis, die älter als sieben Jahre sind, haben auf einer Fahr-Maschine nichts zu suchen, weil sie härter sind als italienisches Olivenholz und beim ersten Regentropfen die Haftung verlieren.

Bleibt als Fazit: Kaufen Sie eine Ducati 750 GT, wenn Sie eine erwischen, egal in welchem Zustand. Unsere Kaufberatung soll Ihnen eine kleine Hilfe geben, Ihr Geld sicherer anzulegen als bei der Griechischen Staatsbank...

Fazit

Die Entscheidung, eine Ducati im Wohnzimmer aufzubewahren, ist eine persönliche Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Es ist wichtig, die feuerpolizeilichen Bedenken, Geruchsemissionen und praktischen Aspekte zu berücksichtigen, bevor man diesen Schritt unternimmt. Wenn man jedoch die notwendigen Vorkehrungen trifft, kann die Ducati im Wohnzimmer zu einem einzigartigen und stilvollen Blickfang werden.

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