Ducati Königswelle: Preise, Kosten und Hintergrund

Die Ducati 750 Super Sport wird in Gänze nach diesem technischen Merkmal Königswelle gerufen. Das ist eine Königswelle. Nicht allein der aufwändige Nockenwellenantrieb heißt Königswelle, sondern die Ducati 750 Super Sport wird in Gänze nach diesem technischen Merkmal gerufen.

Entstehung und Seltenheit

Die Königswelle sollte eine straßenzugelassene Rennreplika des Siegerkrads von Imola 1972 werden. Ducati wollte ursprünglich 25 Stück bauen, doch die Fans der Marke und des Rennsports rasteten beim Vorstellen der straßenzugelassenen Königswelle komplett aus. Doch es sollte anders kommen. Zwischen 1972 und 1974 wurden insgesamt 411 Holzkisten mit einer Königswelle als Inhalt von der Rennabteilung in die Welt verschickt.

Eines dieser seltenen Modelle stand im Oktober im Auktionshaus Bonhams zur Auktion und zeigte sich in absolutem Bestzustand. Eine davon kam 1974 sogar zu MOTORRAD und wurde 10.000 Kilometer im Test gefahren. Die Kilometerzahl ist nicht bekannt, jedoch wurde am Motor ein Ölkühler nachgerüstet und auch die ein oder andere Motorschraube wirkt neuer als 48 Jahre.

Auktion und Wert

Bonhams rechnete mit einem Zuschlag zwischen 140.000 und 170.000 Pfund Stirling, also bis zu 200.000 Euro. Trotzdem: Bonhams rechnete mit einem Zuschlag zwischen 140.000 und 170.000 Pfund Stirling, also bis zu 200.000 Euro. Die Auktion fand am 16. Oktober 2022 in Stafford statt, der Hammer für die Königswelle fiel bei 172.500 Pfund, also 198.000 Euro.

Technische Überlegenheit

Für damalige Zeiten waren 73 PS aus 748 Kubik für die Straße fast unglaublich. Die Super Sport mit ihrem Twin war damit deutlich stärker als die CB 750 Four mit doppelt so vielen Zylindern und gleicher Nenndrehzahl von 8.000 Touren. Dazu ist die Ducati 35 Kilo leichter als die Honda und das italienische Chassis war direkt bereit für die Rennstrecke. Das Wackelchassis der Honda war davon meilenweit entfernt. Es trennten diese beiden 750er Welten.

Ebenfalls beim Preis.

Beispielhafte Angebote und Preise von Ducati Motorrädern (nicht Königswelle)

Hier eine Auflistung von Preisen verschiedener Ducati Modelle, die auf dem Gebrauchtmarkt angeboten werden. Diese Preise geben einen Eindruck von der Preisspanne, sind aber nicht direkt mit dem Wert einer Königswelle vergleichbar:

Preis Kilometerstand Erstzulassung Leistung Ort
€ 1.995 58.000 km 04/1993 57 kW (77 PS) DE-53797 Lohmar
€ 2.500 50.722 km 06/1993 57 kW (77 PS) DE-88719 Stetten
€ 2.699 25.100 km 05/2001 59 kW (80 PS) DE-67346 Speyer
€ 4.600 32.000 km 04/1992 57 kW (77 PS) DE-53797 Lohmar
€ 4.600 30.000 km 08/1992 57 kW (77 PS) DE-31655 Stadthagen
€ 4.600 30.000 km 05/1993 55 kW (75 PS) DE-54568 Gerolstein
€ 4.950 39.042 km 08/1993 57 kW (77 PS) DE-80939 München
€ 5.000 34.846 km 03/1992 57 kW (77 PS) DE-41516 Grevenbroich
€ 10.250 42.046 km 02/1998 57 kW (77 PS) DE-34253 Lohfelden
€ 23.500 28.358 km 03/1982 48 kW (65 PS) DE-82335 Berg
€ 25.900 64.000 km 07/1979 51 kW (69 PS) DE-93437 Furth im Wald
€ 27.900 24.375 km 06/1977 51 kW (69 PS) DE-65191 Wiesbaden

Umbauten & Zubehör (Beispiel)

Hier ein Beispiel für Umbauten & Zubehör einer Ducati 900 SS Königswelle:

  • Gabel Forcella Italia, Durchm. 38mm, Federung und Dämpfung einstellbar
  • Borrani Felgen MT02 und MT03 mit neuer Bereifung 110/90 V 18 und 130/80 V 18
  • Koni Stoßdämpfer
  • Stahlflex Bremsleitungen vorne und hinten
  • Dell? Orto Vergaser PHM 40 mit offenen Trichtern aus Alu ohne Scheibe
  • Conti Schalldämpfer, Krümmer eng am Rahmen verlegt
  • Surflex Kupplung
  • Gehäuse Ölfilter und Entlüfter aus Aluminium
  • Verkleidung Liegme (schmaler als das Original)
  • Kotflügel Liegme (schmaler als das Original)
  • Sitzbank Liegme
  • Kleines Rücklicht
  • Blinker am Lenker (Ochsenaugen)
  • Aluplatte für Instrumente
  • Ölthermometer

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