Motorrad-Batterieladegeräte im Test: Welches ist das Beste für Ihre Ducati Euro 5?

Moderne Motorrad-Starterbatterien erfordern moderne Ladetechnik, um ihre Lebensdauer zu verlängern und einen problemlosen Start zu gewährleisten. Ein umfassender Vergleichstest von 15 Batterieladegeräten, speziell für Motorradbatterien, bietet wertvolle Einblicke bei der Auswahl des richtigen Geräts.

Warum ein Batterieladegerät für Ihr Motorrad wichtig ist

Viele Motorradfahrer lagern ihr Bike über den Winter ein. Die lange Standzeit kann sich jedoch negativ auf die Batterie auswirken. Um zu verhindern, dass die Batterie leer ist, sollte man mit einem Ladegerät über den Winter die Spannung der Batterie aufrechterhalten. Wer mit einem modernen Ladegerät über den Winter die Spannung aufrechterhält, sorgt nicht nur für einen problemlosen Start, sondern senkt auch die Ersatzteilkosten.

Die Testergebnisse im Überblick

Im Test von MOTORRAD und GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) wurden 15 Batterieladegeräte untersucht, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen. Hier sind die Top-Platzierten:

  1. Platz 1: CTEK CT5 Powersport
    • Anbieter: CTEK
    • Preis: 89,99 Euro
    • Urteil: sehr gut
  2. Platz 2: Gys Gysflash 6.12
    • Anbieter: Gystech
    • Preis: 85,79 Euro
    • Urteil: gut
  3. Platz 3: Bosch C3 6V/12V
    • Anbieter: Bosch
    • Preis: 48,97 Euro
    • Urteil: gut
  4. Platz 4: Pro Charger 4000
    • Anbieter: Louis
    • Preis: 99,99 Euro
    • Urteil: gut
  5. Platz 5: Kooroom TKB7 6V/12V
    • Anbieter: Polo
    • Preis: 64,90 Euro
    • Urteil: gut

Die GTÜ hat 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen. Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“" wurde das CTEK CT5 Power Sport, das sich die Auszeichnung in überzeugender Weise verdiente. Es bekam mit über 450 Zählern mehr als 90 Prozent der 500 möglichen Wertungspunkte. Vier weitere sehr empfehlenswerte Ladegeräte knackten die 400-Punkte-Marke. In der Rangfolge ihrer Platzierung waren das Gysflash 6.12, Bosch C3, Kooroom TKB7 und Dino 12V/5A.

Als „empfehlenswert“ stuften die GTÜ-Tester sieben Ladegeräte ein: Optimate 4, APA Mikroprozessor 6V/12V 5A, Pro Charger 4000, AEG LD 5.0, hi-Q Tools Ladegerät 900, Black & Decker BDVO90 6V/12V sowie Shido DC3. Das Eufab EAL 6V/12V, Einhell CC-BC 6 M und Excelvan 6V/12V 5A erwiesen sich nur als „bedingt empfehlenswert“.

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Informationen aus dem Test zusammenfasst:

Platz Produkt Anbieter Preis Urteil
1 CTEK CT5 Powersport CTEK 89,99 Euro sehr gut
2 Gys Gysflash 6.12 Gystech 85,79 Euro gut
3 Bosch C3 6V/12V Bosch 48,97 Euro gut
4 Pro Charger 4000 Louis 99,99 Euro gut
5 Kooroom TKB7 6V/12V Polo 64,90 Euro gut

Wichtige Testkriterien

Bei den Tests wurden die Geräte in verschiedenen Kategorien geprüft, darunter Sichtprüfung, Bedienung, Funktionsumfang, elektrische Prüfungen und Qualitätsprüfung. Ein besonders wichtiges Kriterium war die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens.

Das IUoU-Ladeverfahren

Ein gutes Ladegerät sollte die Akkus schonend bis zur Ladeschlussspannung aufladen, eine Nachladephase einleiten und dann in einen Erhaltungsmodus wechseln. Techniker sprechen in diesem Zusammenhang vom IUoU-Ladeverfahren. Im Test erreichten nur die Geräte von CTEK und Dino in dieser Kategorie die maximale Punktzahl.

Regenerierungsfunktion

CTEK und Dino bieten zusätzlich eine spezielle Regenerierungsfunktion, mit der bereits angeschlagene Batterien unter Umständen reaktiviert werden können. Dabei wird die Batterie kurzzeitig zum Gasen gebracht, um eine mögliche Säureschichtung aufzubrechen.

Tiefentladene Batterien

Fast alle Testgeräte sind in der Lage, selbst auf bis zu drei Volt tiefentladene Batterien wieder mit neuem Saft zu versorgen. Nur bei hi-Q und Dino liegen diese Grenzen etwas höher, bei 4,5 bzw. sechs Volt.

Falltest

Als letzte Prüfung unterwarfen die GTÜ-Ingenieure alle Kandidaten einem Falltest aus einem Meter Höhe auf Betonboden. Acht Geräte überstanden diese Härteprüfung ohne jegliche Einschränkungen. AEG und Shido waren danach nicht mehr zu gebrauchen.

Besondere Aspekte bei Lithium-Batterien

Bei Motorrädern mit modernen Lithium-Batterien (LiFePo4) ist zu beachten, dass diese durch Standzeiten völlig entladen sein können. Lithium-Batterien haben oft weniger Kapazität als ältere Original-Batterien und sind daher schneller leer. Viele elektronische Ladegeräte erkennen diese Batterien nicht oder lehnen sie als defekt ab. Moderne LiFePo4-Batterien verfügen jedoch über einen Tiefenladungsschutz. Shido, Absaar und andere spezielle Lithium-Ladegeräte können bereits bei sehr geringen Spannungswerten mit der Ladung beginnen.

Empfehlungen

Basierend auf den Testergebnissen werden CTEK, Absaar, BAAS, GYS und TecMate empfohlen. Shido wird in der Nachfolge-Generation (DC1 und DC4) interessanter, da dort wieder die 6/12V Variante und ein Rettungsprogramm für tiefentladene LiFEPo4 Batterien vorhanden sind.

Optimate 3: Ein besonderes Ladegerät

Das Optimate3 Ladegerät schützt Ihre Batterie optimal und verlängert ihre Lebensdauer um bis zu 400%. Es optimiert die Batterieleistung und ist für AGM/MF-, Standard-, GEL- und Spiralzellenbatterien geeignet (2 Ah bis 35 Ah Nennkapazität). Die Programmsteuerung erfolgt vollautomatisch in 5 Phasen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0