Ducati Lederkombi 2 Teiler Herren Test: Ein umfassender Erfahrungsbericht und Vergleich

Im Internet gibt es äußerst wenig Berichte oder Erfahrungswerte zum Projekt SuMisura von Ducati in Kooperation mit Dainese. Dieser Artikel soll zukünftige Ducatisti mit meinen Erfahrungen unterstützen.

Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsbericht, der sich in jeglicher Hinsicht nur auf meine persönliche Erfahrung beschränkt, und es kann bestimmt Unterschiede zwischen den Händlern geben. In diesem Thread gehe ich nicht explizit auf jedes Detail im genauen Ablauf/Beratung ein.

Seit etwa drei Jahren besitze ich eine zweiteilige Lederkombi von Alpinestars in der einheitlichen Farbe Schwarz, welche mittlerweile deutlich zu groß wurde. Dadurch würden die gesamten Protektoren bei einem Unfall keinen zuverlässigen Schutz mehr leisten. Somit musste ich mir für die neue Saison eine neue Lederkombi zulegen und bin dabei ziemlich schnell auf Ducati Lederkombis von Dainese gestoßen.

Ein großer Punkt war für mich natürlich die perfekte farbliche Gestaltung der Kombis in Zusammenspiel mit der Hypermotard. Am Anfang wollte ich mich für ein reduziertes Exemplar des Vorjahresmodells entscheiden, welches mir allerdings aufgrund meines Körperbaus überhaupt nicht passte. Somit kam nur eine Maßkombi in Frage.

Die Beratung und der Weg zur perfekten Passform

Ich habe wirklich selten eine derart umfangreiche und kundenorientierte Beratung wie in diesem Fall erfahren. In ersten Gesprächen wurden die genauen Wünsche und Erwartungen besprochen und genau auf den Ablauf eingegangen. Dazu wurde nahezu der gesamte Produktionsablauf und alle Serviceleistungen von Dainese erklärt.

Außerdem wurden verschiedene Ducati Lederkombis anprobiert und anhand vom Probesitzen auf einem Motorrad die deutlichen Defizite der Standardgrößen wegen meinem Körperbau nachvollziehbar erklärt. Die Beratung hat bei mir ungefähr zwei Stunden in Anspruch genommen.

Ich habe mich letztendlich für die aktuelle perforierte Rindsleder Einteiler Lederkombi von Ducati entschieden in den Standardfarben. Im Anschluss des Beratungsgesprächs wird ein Termin zur Vermessung vereinbart.

Es sollte genügend Zeit eingeplant werden, da die Vermessung und der Auftrag sehr umfangreich bearbeitet werden. Bei der Vermessung werden mögliche vorhandene Funktionsunterwäsche, Rücken- oder Brustprotektoren, Modell der Stiefel sowie die Handschuhe mit angegeben. Damit die Produktion anhand der Daten die Lederkombi entsprechend anpassen kann.

Ebenso wird das Fahrzeugmodell und der gewünschte Schnitt zur perfekten Optimierung notiert und berücksichtigt. Mit dem italienischen Dokument von Dainese wird zuletzt die farbliche Gestaltung und mögliche Wünsche wie Wunschbeschriftungen überprüft und bestätigt.

Das ist die „controllo finale“ vor dem Produktionsbeginn. Immer wieder hatte ich Kontakt mit der Schneiderin, welche mich immer wieder über den aktuellen Status informiert hat. Beim letzten Termin zur Abnahme konnte ich endlich die neue Lederkombi anprobieren und dann wurde die Passform von den kritischen Augen der Schneiderin genaustens kontrolliert.

Wichtig ist, dass die Lederkombi direkt mit allen zusätzlichen Bekleidungsstücken anprobiert wird. Als Kunde wurde ich wirklich sehr zuvorkommend und mit hoher Qualität beraten und während der gesamten Wartezeit begleitet. Dazu sitzt die Lederkombi wie eine zweite Haut und bin bereits mehrere hunderte Kilometer damit gefahren und absolut zufrieden.

Der einzige Nachteil ist, dass man natürlich eine rot/weiße Lederkombi nach jeder Fahrt reinigen muss. Das fertige Endergebnis seht ihr in meinem Profilbild.

Testergebnisse und Kaufberatung: Lederkombis im Vergleich

Hier ist eine Übersicht verschiedener Lederkombis, basierend auf Testergebnissen und Produktbeschreibungen:

Produkt Passgenauigkeit Material/Verarbeitung Tragekomfort Praxistauglichkeit Ausstattung Sicherheit Preis (ca.)
Bering Ultimat-R Gut Sehr gut Gut Gut Umfangreich Sehr gut ab 741,99 Euro
Dainese Laguna Seca 4 Gut Sehr gut Gut Gut Umfangreich Gut ab 934,00 Euro
Alpinestars GP-Tech V3 Sehr gut Sehr gut Sehr gut Gut Umfangreich Sehr gut 1799.95 Euro (UVP)
Spidi Laser Touring Gut Gut Gut Gut Umfangreich Gut ab 599,99 Euro
Held Expite 1-Teiler - - - - Umfangreich Sehr gut ab 419,95 Euro
RST Tractech Evo 5 1-Teiler - - Sehr gut - Umfangreich - ab 559,96 Euro
FLM Le Mans GP - - - - - - ab 749,00 Euro
FLM Assen - - - - Umfangreich - ab 599,00 Euro
Spidi Sport Warrior Touring 2-Teiler - - - - Umfangreich - ab 934,92 Euro
Spidi Sport Warrior Pro Perforierte Pro 1-Teiler - - - - Umfangreich - ab 934,92 Euro
Dainese Avro 4 2-Teiler - - - - Umfangreich - ab 699,99 Euro
Alpinestars Honda GP Force 1-Teiler - - - - Umfangreich - ab 824,00 Euro
Alpinestars GP Plus V3 Graphite 2-Teiler - - - - Umfangreich - 1099,95 Euro (UVP)
Alpinestars Stella GP Plus - - - - Umfangreich - ab 339,00 Euro
Alpinestars Missile V2 2-Teiler - - - - Umfangreich - ab 851,00 Euro
Alpinestars GP Plus V4 1-Teiler - - - - Umfangreich - 1399,95 Euro (UVP)

Weitere wichtige Punkte bei der Kaufentscheidung:

  • Passform: Die Kombi muss in Fahrposition auf dem Bike ausreichend Bewegungsfreiheit bieten und darf keine Falten werfen.
  • Protektoren: Stelle sicher, dass Protektoren an allen neuralgischen Stellen (Schulter, Ellbogen, Hüfte, Rücken, Steiß und Knie) vorhanden sind.
  • Material: Leder bietet in Sachen Abriebschutz Vorteile gegenüber Textil.

Lederkombi Testsieger: Held Slade

Die Held Slade glänzt mit hervorragender Schutzwirkung und leistet sich nirgends eine echte Schwäche. Mit ein paar Punkten Differenz folgen Gimoto und Alpinestars. Beide Kombis schlagen sich sehr wacker, liegen im Preis aber deutlich höher. Die Gimoto brilliert mit Maßanfertigung, die Alpinestars kontert mit etwas besserer Ausstattung.

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