Ducati Monster 1100 S: Technische Daten und Fahrbericht

Die Ducati Monster 1100 S ist ein faszinierendes Landstraßen-Motorrad. Die Monster 1100 S steht für Leichtigkeit, Kraft, Design und Exklusivität pur. Sie übt sich in der Beschränkung aufs Wesentliche, weniger ist mehr. Klare Linien, sauber verlegte Kabel und Leitungen, kein über-flüssiger Zierrat, selbst der stets etwas schwülstig wirkende Vorschalldämpfer unter der Schwinge ist verschwunden.

Im Zentrum aber prangt der luftgekühlte V2, in seiner aktuellen Ausbaustufe 1078 cm³ groß, laut Datenblatt 90 PS stark. Die Monster 1100 steht gestrafft, entschlackt, drahtig auf den filigranen Marchesini-Rädern. Scheint nicht viel in der heutigen Zeit, das wirkt eher bescheiden. Kühlrippen kontra Maximal-Power.

Design und Ausstattung

Die Monster 1100 S besticht durch ihr markantes Design, das typisch für Ducati ist. Sie basiert auf dem klassischen Monster-Design mit Gitterrohrrahmen, bringt jedoch zahlreiche technische Neuerungen. Mit ihrem schlanken Rahmen und der aggressiven Linienführung zieht sie alle Blicke auf sich. Und mag man sich über den plattgedrückten Scheinwerfer noch streiten, die Einarmschwinge im Stile der Superbikes steht ihr auf jeden Fall ausgezeichnet.

Zur Ausstattung der „S“ gehören eine komplett einstellbare, Titan-Nitrid (TiN) beschichtete Öhlins Gabel mit 43mm Standrohren und ein einstellbares Öhlins Federbein hinten. Die Halterungen für die Vorderen Bremsscheiben sind aus Aluminium gefertigt, um die rotierende Masse zu reduzieren. Zahnriemen Abdeckung, Hitzeschutz und das vordere Schutzblech aus Karbon sparen zusätzlich 1kg Gewicht.

Motor und Leistung

Die Monster 1100 S wird von einem für Ducati charakteristischen, luftgekühlten, desmodromisch gesteuerten Motor mit 1100ccm und 95PS angetrieben. Unter Kennern genießt der große Duc-Zweiventiler ja sowieso den Ruf eines ausgezeichneten Landstraßen-Antriebs. Folgerichtig lässt sich der Twin auch in der Monster nicht lumpen. Die unglaublich lineare Leistungsentfaltung sorgt auch auf der anspruchsvollsten Strecke für eine fantastische Beschleunigung - sofern Sie das wünschen.

Dank seiner wuchtigen Dynamik muss sich das V2-Kraftwerk auch nicht vor wesentlich stärkeren Vierzylindern verstecken. Denn die gemessenen 97 PS sind nur der Gipfel einer astreinen Leistungskurve, die so noch kein Ducati-Zweiventiler vorher gemalt hat. Ganz ohne Hektik. Das Ergebnis: eine Leistungs- und Drehmomentkurve wie aus dem Bilderbuch. Und das Schöne daran: Dieser Spaß findet im legalen Geschwindigkeitsbereich statt.

Die Monster 1100 atmet ihre Frischluft durch ein Zehn-Liter-Teil. Außerdem neu: Für exakte Spritmengen und Zündzeitpunkte sorgt eine Siemens-Elektronik, die zur Regelung auf eine Lambdasonde pro Zylinder zugreift.

Fahrwerk und Handling

Das Fahrverhalten der Monster 1100 S ist ein weiteres Highlight. Im Vergleich zur Monster 796 ist die 1100 S sportlicher abgestimmt, was sie besonders für erfahrene Fahrer attraktiv macht. Sie bietet eine hervorragende Straßenlage und ein agiles Handling, das besonders in Kurven begeistert. Lenkt leichtfüßig ein, fügt sich willig mit problemlosem Handling jeder Kurskorrektur, auch wenn sie nicht ganz so wendig daherkommt wie die kleinere Schwester.

Die komplett einstellbare, Titan-Nitrid (TiN) beschichtete Öhlins Gabel mit 43mm Standrohren und ein einstellbares Öhlins Federbein hinten lassen sich auf Ihren Fahrstil einstellen und geben das perfekte Gefühl für das Motorrad. Die Bremsanlage stammt von Brembo: vorne zwei 320-mm-Scheiben mit radial montierten Vierkolben-Monoblockzangen. Dieses Paket garantiert maximale Verzögerungswerte.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Daten
Motor Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor
Hubraum 1079 cm³
Nennleistung 66,0 kW (90 PS) bei 7500/min
Trockengewicht 168 kg
Tankinhalt 15 Liter
Sitzhöhe 810 mm

Modellhistorie

  • Baujahr 2009-2010: Einführung der Ducati Monster 1100S als sportlichere Variante der Monster 1100.
  • Ab 2011: Die Monster 1100S wird durch die Monster 1100 EVO ersetzt, die über ABS und Traktionskontrolle verfügt.

Vor- und Nachteile

  • Plus: Die Gabel besitzt einen Einstellungsbereich, der für jeden Anspruch von Komfort bis Sport taugt. Die Einarmschwinge erleichtert den Hinterradausbau.
  • Minus: Das Bordwerkzeug ist spärlich bestückt. Rücksicht in den Spiegeln ist durch Vibrationen eingeschränkt.

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