Die Individualisierung des eigenen Motorrads ist für viele Fahrer ein wichtiger Aspekt. Ein beliebtes Thema ist dabei der Umbau der Scheinwerfer, um die Optik zu verbessern und die Lichtausbeute zu erhöhen. Besonders bei der Ducati Monster 1200 gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Scheinwerfer zu modifizieren. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung und wichtige Informationen rund um das Thema.
Anleitungs- und Instandhaltungsheft
Es ist ratsam, die vorliegende Betriebsanleitung aufmerksam durchzulesen, um Ihr Motorrad dabei kennenzulernen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Vertragshändler oder eine Vertragswerkstatt. Die Informationen, die Ihnen in dieser Weise übermittelt werden, könnten Ihnen während Ihren Fahrten behilflich sein.
Allgemeine Hinweise
Beachten Sie die nationalen und örtlichen Gesetze und Regelungen. Halten Sie immer die Geschwindigkeitsbegrenzungen ein und überschreiten Sie niemals die Geschwindigkeit, die von den Sichtbedingungen, der Fahrbahn und den Verkehrsverhältnissen gegeben wird.
Fahrten mit voller Ladung
Dieses Motorrad wurde so entworfen, dass man auch auf langen Fahrten mit voller Ladung vollkommen sicher reisen kann. Die Verteilung der Lasten am Motorrad ist sehr wichtig, um diese Sicherheitsstandards aufrecht erhalten und um Schwierigkeiten bei plötzlichen Fahrmanövern oder beim Befahren von unebenen Straßenabschnitten vermeiden zu können.
Erkennungsdaten
Jedes Ducati-Motorrad ist mit zwei Erkennungsnummern versehen; eine für den Rahmen und eine für den Motor. Diese Nummern kennzeichnen das jeweilige Motorradmodell und sind bei Ersatzteilbestellungen stets anzugeben.
Umbau des Scheinwerfers: Schritt für Schritt
Der Umbau des Scheinwerfers erfordert etwas Geschick und Geduld. Hier eine detaillierte Anleitung, basierend auf den Erfahrungen anderer Ducati-Fahrer:
- Vorbereitung: Besorgen Sie sich einen originalen Scheinwerfer, um Ihren aktuellen nicht zu beschädigen.
- Demontage: Zerlegen Sie den Scheinwerfer. Das Glas kann schwierig zu entfernen sein. Viele öffnen ihre Scheinwerfer durch "Backen". Beginnen Sie mit niedrigen Temperaturen (50°C für 8 Minuten, 70°C für 10 Minuten, 100°C für 5 Minuten) und steigern Sie diese langsam. Bei 180-200°C für 10-15 Minuten sollte sich das Glas lösen. Seien Sie vorsichtig, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Doppelscheinwerfer-Montage: Überprüfen Sie, ob die Doppelscheinwerfer in das originale Gehäuse passen.
- Reflektor bearbeiten: Demontieren Sie die Linseneinheit aus dem originalen Reflektor. Sägen Sie den Reflektor auf, um die einzelnen Rundscheinwerfer einzusetzen.
- Neue Maske anfertigen: Formen Sie das originale Glas ab, um eine Negativ-Form zu erhalten. Laminieren Sie damit eine neue Maske mit Kohlefaser.
- Anpassung und Montage: Passen Sie die Maske an und verkleben Sie sie. Montieren Sie den neuen Scheinwerfer anstelle des alten.
Zusätzliche Tipps und Tricks
- Zusatzhalterung: Die Zusatzhalterung kommt unten ans Gehäuse.
- Befestigung: Verwenden Sie eigene Schrauben (M5, Scheibe und Mutter) für die Befestigung.
- Buchse platzieren: Platzieren Sie die Buchse unter dem hinteren Teil des Spoilers, um Spannungen zu vermeiden.
- Cockpitverkleidung: Montieren Sie die Ducati Cockpitverkleidung eventuell "lose" vormontieren, ohne die Schrauben festzuziehen, um mehr Spielraum für den Scheinwerfer zu haben.
LED-Nachrüstung: Was ist zu beachten?
Motorräder sind heutzutage oftmals ab Werk mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Diese erlauben ein modernes und markenspezifisches Erscheinungsbild - plus natürlich eine gute und oftmals punktgenaue Ausleuchtung. All das bietet eine Umrüstung auf LED bei älteren Motorrädern zwar nicht, dennoch ist die Leuchtdiode womöglich auch hier eine reizvolle Option. Schließlich gefällt die LED (light emitting diode) mit hoher Leuchtkraft bei zugleich vergleichsweise niedrigem Stromverbrauch.
Wichtig sind jedoch zwei Punkte: Zum einen natürlich die Zulassung, denn nur dann dürfen LED-Lampen auch im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Zu Redaktionsschluss bietet nur Philips eine Einsatzerlaubnis für Motorräder, Osram will Mitte Oktober aber ebenfalls Zweirad-Zulassungen für die Night Breaker LED anbieten. Auf der jeweiligen Hersteller-Homepage können sich Interessenten dann informieren, ob die Lampen auch für ihr Motorrad zugelassen sind - und sich die mitzuführende Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) herunterladen.
Tagfahrlicht, Positionsleuchten und Zusatzscheinwerfer - was ist legal?
Generell gilt: Am Motorrad darf nur jene Art von Beleuchtung montiert werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder zusätzlich erlaubt ist (also beispielsweise keine Unterbodenbeleuchtung oder LED-Lichterkette). Außerdem müssen alle Leuchten und Reflektoren über ein ECE- (großes E plus Ziffer) oder EG-Prüfzeichen (kleines e plus Ziffer), also eine Zulassung verfügen.
So dürfen Tagfahrlicht und Abblendlicht beispielsweise nicht gleichzeitig leuchten. Mittlerweile sollte sich auch die Legalität von in den Blinkern integrierten, gelben Positions- bzw. Begrenzungsleuchten herumgesprochen haben, wie sie Honda ab Werk verbaut. Diese sind seit 2016 laut UNECE- Vorschrift 53.01 erlaubt und dürfen prinzipiell auch selbst nachgerüstet werden.
Mehr Lichtleistung durch Reinigung
Tatsächlich erhöht die gründliche Reinigung des Scheinwerferglases die Lichtleistung um bis zu 20 Prozent! Denn auch wenn das Scheinwerfergehäuse eigentlich gegenüber Staub und Nässe abgedichtet ist, kann sich hier über die Jahre eine hinderliche Schmutzschicht ansammeln. Dann kann die Birne noch so hell leuchten, das Licht kommt schlicht nicht dort an, wo es hin soll.
Alternative Scheinwerfer Optionen
Es gibt auch alternative Scheinwerfer Optionen von Drittanbietern, wie z.B. von J.W. Speaker.
J.W. Speaker Scheinwerfer
J.W. Speaker bietet adaptive Kurvenlichter für Motorräder an. Diese Scheinwerfer haben eine E-Zulassung und leuchten auch in Schräglage waagerecht die Kurve aus.
Funktionsweise:
- Reagiert auf Lenkbewegungen und Schräglagen.
- Verfügt über einen Bewegungs- und Schräglagensensor.
- Die Ausleuchtung bleibt immer waagerecht.
- LED-Leuchtelemente werden adaptiv angesteuert.
Diese Kurvenscheinwerfer haben ein stabiles Aluminiumgehäuse mit Kühlrippen und ein kratzfestes Polycarbonat-Frontglas (mit E-Nummer). Die Befestigung ist meist in den serienmäßigen Lampengehäusen oder mittels eines Haltebügels möglich.
Passende Modelle
Bei Ducati sind quasi alle Monster- und Scrambler-Modelle abgedeckt.
Kosten und Verfügbarkeit
Die Kosten für die Scheinwerfer liegen bei Polo zwischen 739€ und 859€, je nach Größe und Ausführung. Die Kosten für einen kompletten Umbau mit neuen Scheinwerfern und Maske können also schnell 420€ übersteigen.
Der "Alte" Scheinwerfer ging in der Bucht für 186€ weg. Naja, also Gesamtkosten von ca. 420 Euro.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Supersport 950: Leistung, Daten & Testbericht
- Ducati Supersport 950 S 35 kW: Test, Daten & Fakten
- Ducati Monster Buch: Geschichte, Modelle & Pflege
- Ducati Monster 696 Sozius: Anbau, Komfort & Sicherheit
- Vorfahrtsverstöße von Radfahrern: Hohe Bußgelder und dramatische rechtliche Folgen!
- Unglaublich! Warum das Eskute Star E-Bike jetzt alle begeistert – Unser großer Test enthüllt die Wahrheit!
Kommentar schreiben