Die Ducati Monster ist ein Motorrad, das optisch viele anspricht. Doch welche Monster ist die richtige Wahl und wie schlägt sie sich im Alltag, besonders als Zweisitzer? Dieser Artikel fasst Erfahrungen und Überlegungen zusammen, die bei der Entscheidung helfen können.
Eignung für Anfänger und große Fahrer
Viele Einsteiger finden in der Monster ein geeignetes Motorrad. Das tiefe Sitzen vermittelt viel Gefühl und Sicherheit. Auch die Größe des Fahrers spielt eine Rolle: Personen um die 1,92 m Körpergröße sollten keine Probleme haben. Allerdings kann die Monster etwas zierlich wirken, besonders im Vergleich zu anderen Modellen wie der KTM Superduke.
- Monster als Einsteigerbike: Tiefes Sitzen, viel Gefühl und Sicherheit.
- Größe des Fahrers: Geeignet auch für Personen um die 1,90 m.
Tourentauglichkeit und Gepäcktransport
Die Monster kann durchaus für Touren genutzt werden. Für übliche 3-Tages-Touren von ca. 1200 km gibt es kaum Schmerzen, besonders mit einer Komfortsitzbank. Der Tankinhalt ist oft kein Problem. Für den Gepäcktransport eignet sich eine kleine, festzurrte Tasche. Für längere Strecken mit Sozius empfiehlt es sich jedoch, auf Gepäck zu verzichten.
- Tourentauglichkeit: Mit Komfortsitzbank auch für längere Touren geeignet.
- Gepäcktransport: Kleine Tasche für 3-Tages-Touren ausreichend.
Zweisitzer-Betrieb
Die Monster ist bedingt für den Zweisitzer-Betrieb geeignet. Es gibt eine Abdeckung für den Soziussitz, die das Motorrad wie ein Monoposto aussehen lässt. Für kurze Strecken (ca. 20 km) kann man jemanden mitnehmen, idealerweise eine grazile Person mit ca. 50 kg. Für längere Fahrten zu zweit gibt es jedoch komfortablere Alternativen wie die Ducati ST-2 oder ST-4.
- Soziusbetrieb: Für kurze Strecken bedingt geeignet.
- Alternativen für längere Fahrten zu zweit: Ducati ST-2 oder ST-4.
Motorvarianten und Leistungscharakteristik
Es gibt verschiedene Motorvarianten der Ducati Monster. Für Anfänger kann eine gedrosselte 900er eine gute Wahl sein. Hubraum kann nie schaden, auch nicht bei Anfängern. Die Monster 796 wird oft empfohlen, da sie sehr angenehm zu fahren sein soll. Die Monster 1100EVO hingegen hat eine spitzere Leistungscharakteristik, die nicht jedem gefällt. Hier ist es ratsam, das Mapping auf einem Prüfstand kontrollieren zu lassen.
- Empfehlung für Anfänger: Gedrosselte 900er oder Monster 796.
- Monster 1100EVO: Spitze Leistungscharakteristik, Mapping prüfen lassen.
Reifenwahl
Die Wahl der Reifen hängt vom Fahrstil ab. Für 34 PS-Maschinen wird oft der Metzeler Roadtec Z 6 empfohlen. Für sportlichere Fahrweise eignen sich Michelin Pilot Sport oder Pirelli Diablo. Bei gemütlicher Landstraßenfahrt ist der Michelin Road eine gute Wahl.
- Metzeler Roadtec Z 6: Empfehlung für 34 PS-Maschinen.
- Michelin Pilot Sport/Pirelli Diablo: Für sportlichere Fahrweise.
- Michelin Road: Für gemütliche Landstraßenfahrten.
Sound und Fahrgefühl
Der Sound ist ein wichtiger Aspekt bei der Ducati Monster. Ein BOS-Auspuff sorgt für ein gutes "Sound-Preis-Verhältnis". Das Motorgeruckel bzw. Kettenreißen unter 2000/2500 Umdrehungen gehört zum Charakter der Monster. Durch eine verkürzte Übersetzung kann man dies etwas verbessern.
- Sound: BOS-Auspuff für gutes Sound-Preis-Verhältnis.
- Fahrgefühl: Motorgeruckel gehört zum Charakter der Monster.
Erfahrungen mit der Monster 1100EVO
Einige Fahrer haben mit der Monster 1100EVO negative Erfahrungen gemacht. Die Leistungscharakteristik wird als spitz beschrieben, und das Mapping war teilweise schlecht. Es gab sogar Fälle, in denen der Motor nach dem Mappen kaputt ging, da er zu mager lief. Daher ist eine Prüfstandkontrolle nach Änderungen am Map/Software unbedingt erforderlich.
Tabelle: Vor- und Nachteile der Ducati Monster 1100EVO
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Tolles TT-Design | Spitze Leistungscharakteristik |
| Handliches Fahrverhalten | Schlechtes Mapping möglich |
| - | Hohes Risiko von Motorschäden nach Mappen ohne Prüfstandkontrolle |
Fahrwerksabstimmung und Handling
Die Monster 1100 ist eher auf Handling als auf Stabilität getrimmt. Sie zeichnet sich durch unmittelbares Einlenken aus. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, besonders vorne, was zu glasklarem Feedback führt. Die Schräglagenfreiheit ist mehr als großzügig bemessen.
- Handling: Unmittelbares Einlenken.
- Fahrwerk: Straff abgestimmt, glasklares Feedback.
- Schräglagenfreiheit: Mehr als großzügig bemessen.
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