Die Ducati Monster 600 ist ein Klassiker unter den Motorrädern. Mit ihren 50-53 PS bietet sie eine beeindruckende Leistung. Dank der modernen Technologie und des hochwertigen Materials ist sie ein zuverlässiges Fahrzeug, das jeden Tag aufs Neue begeistert.
Ducati Monster 600 Dark: Eine preisgünstige Option
Die Monster Dark bietet die preisgünstigste Möglichkeit, als Ducati-Pilot Farbe zu bekennen. Die großzügige Verwendung mattschwarzer Farbe hebt die Maschine aus der Masse farbig herausgeputzter Motorräder heraus und spart Lackierungskosten. Das macht die kleine Schwarze einen glatten Tausender billiger als die weiterhin lieferbare Hochglanzausführung der M 600.
In ihrer konsequentesten Darreichungsform präsentiert sich die Dark mit schwarzem Rahmen und schwarzen Rädern als leibhaftiges Nachtgespenst. Wahlweise sind die Fahrwerkszutaten aber auch in Rot oder in Gelb erhältlich. Ein Kontrastprogramm, das etwas Licht ins Dunkel bringt.
Motorisierung und Leistung
Mit 600 Kubik und nominell 50 PS ist ihr zweiventiliger Desmo-V2 nicht angetan, Respekt oder gar Furcht zu verbreiten. Spektakuläre Kunststücke, die man von einem zweirädrigen Monster erwarten mag - schwarze Striche auf den Asphalt radieren oder erhobenen Hauptes aus engen Kehren herausbrechen - hat die M 600 nicht in ihrem Repertoire.
Daß sich das Leben an der 50 PS-Grenze gleichwohl recht unterhaltsam gestaltet, ist der benutzerfreundlichen Art zuzuschreiben, in der sich die Leistungsabgabe des kleinen V2 gestaltet. Wenns sein muß, dreht der Kurzhubmotor klaglos und ohne nennenswerte Vibrationen bis zum Gehtnichtmehr. Derart ausgepreßt, läßt er die Maschine in standesgemäßen fünf Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h schnalzen. Doch der Kleine kann auch anders: Sauber, mit Nachdruck und ohne größere Unmutsäußerungen befreit er sich im Handumdrehn aus dem unteren Drehzahldrittel - eine Übung, bei der es viele hubraumstarke Twins buchstäblich schüttelt.
Lediglich im Wirkungsbereich der Leerlaufdüsen seiner zwei Mikuni-Gleichdruckvergaser kommt der 600er ins Stolpern: Bei minimal geöffneten Drosselklappen gerät der Motorlauf zum ruckligen Stop and go-Betrieb - kein Spaß bei den Wechselfällen innerstädtischen Verkehrsgeschehens. Gut in diesem Zusammenhang, daß wenigstens die Kraftübertragung keine zusätzlichen Steine in den Weg legt. Das Spiel im Antriebsstrang ist nahe Null, und das Getriebe schaltet sich präzise, wenn auch nicht immer geräuschlos.
Fahrverhalten und Handling
Abgesehen von den kleinen Unstimmigkeiten in der Vergaserabstimmung, ist die M 600 eigentlich prädestiniert für die Bewältigung fahrtechnisch kniffliger Situationen. Zumindet suggeriert sie dies auf psycholgisch höchst geschickte Weise: Monster hin, Dark her - diese Ducati legt es nicht darauf an, Distanz zu schaffen. Klein und zierlich wie sie ist, weckt sie eher Beschützerinstinkte denn Berührungsängste. Auch nach Inbesitznahme zeigt sich die kleine Monster von der einschmeichelnden Seite. Niedrige Sitzposition, schmaler Tank, breiter, dem Fahrer zugetaner Lenker und geringes Gewicht - lauter vertrauenerweckende Merkmale, die auf zwanglose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Monster hoffen lassen.
Tatsächlich gelingt es der M 600, ihre spielzeughaften Züge bis in die letzten Winkel des Straßennetzes zu tragen. Zackig im Kurvenansatz, präzise im Bogenschlag, munter auf dem Sprung zum nächsten Eck, vertrauenswürdig auf der Bremse - und das alles begleitet von einer schauerlich-schönen Geräuschkulisse, wie sie nur 90-Grad-V2-Motoren zustande bringen.
Es soll freilich nicht verschwiegen werden, daß sich fahrwerksseitig immer wieder Trommelschläge ins Konzert der M 600 mischen: Obgleich die Maschine vorn und hinten weich gefedert ist, scheitern Gabel und Zentralfederbein an der Aufgabe, kurze, trockene Stöße zu verarbeiten. Kommen diese in Serie, bietet die Ducati sogar die Gelegenheit, beim Beschleunigen das Phänomen »Lenkerschlagen« kennenzulernen - bei Solobetrieb in milder Ausprägung, im Zweipersonenbetrieb auch in etwas heftigerer Form.
Technische Details und Ausstattung der Ducati Monster 600 Dark (1998-2001)
Die Ducati Monster 600 Dark wurde ab dem Modelljahr 1998 als eigenständige Variante innerhalb der Monster-Baureihe eingeführt. Sie basiert technisch auf der Monster 600, unterscheidet sich jedoch durch eine reduzierte Ausstattung und ein matt schwarzes Finish. Die Modellbezeichnung „Dark“ steht bei Ducati für eine bewusst puristische Ausführung mit Fokus auf Funktionalität. Die Produktion der Monster 600 Dark endet mit dem Modelljahr 2001.
Design und Ausstattung
Die Monster 600 Dark ist ausschließlich in mattem Schwarz lackiert. Auch der Gitterrohrrahmen ist schwarz pulverbeschichtet. Im Vergleich zur Standardversion verzichtet die Dark auf verchromte Bauteile und aufwendige Lackierungen. Die Instrumentierung besteht aus zwei analogen Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Drehzahl. Ein LC-Display ist nicht vorhanden. Ein Windschild gehört nicht zur Serienausstattung und ist werkseitig nicht verstellbar erhältlich. Die Beleuchtung entspricht der Standardausführung mit Halogen-Leuchtmitteln.
Fahrwerk und Bremsen
Das Fahrwerk der Monster 600 Dark entspricht der regulären Monster 600. An der Front arbeitet eine nicht einstellbare 41-mm-Showa-Telegabel, hinten ein Monofederbein mit einstellbarer Federvorspannung. Ein Antiblockiersystem (ABS) ist in diesem Modellzeitraum nicht verfügbar. Laut Ducati-Ersatzteilkatalogen ist die Erstausrüstung mit Pirelli MTR01 (vorn) und MTR02 (hinten) dokumentiert.
Sitzposition und Soziustauglichkeit
Die Sitzposition ist leicht nach vorne geneigt, typisch für Naked Bikes mit sportlicher Auslegung. Der Lenker ist flach montiert, die Fußrasten sind moderat zurückversetzt. Die Sitzbank ist zweigeteilt und bietet Platz für Fahrer und Beifahrer. Ein Soziusgriff ist nicht serienmäßig vorhanden, jedoch sind Halteschlaufen in die Sitzbank integriert. Die Soziustauglichkeit ist gegeben, jedoch ohne besonderen Komfort für längere Strecken.
Tankinhalt und Reichweite
Der Tankinhalt beträgt laut offizieller Ducati-Angabe 16 Liter, davon 3,5 Liter Reserve. Bei einem im Handbuch angegebenen Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern pro 100 Kilometer ergibt sich eine rechnerische Reichweite von rund 290 Kilometern. Ein Kraftstoffverbrauchsdisplay ist nicht vorhanden.
Wartung
Die Wartungsintervalle betragen laut Ducati-Wartungsplan 10.000 Kilometer oder einmal jährlich. Besonders relevant ist die regelmäßige Kontrolle und Einstellung des desmodromischen Ventiltriebs. Ducati empfiehlt die Verwendung von Originalteilen und autorisierte Werkstätten für Servicearbeiten.
Technische Daten - Ducati M 900 Monster
Ducati M 900 Monster Technische Daten:
| Motor | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, je zwei obenliegende, zahnriemengetriebene Nockenwellen, zwei desmodromische betätigte Ventile pro Zylinder, zwei Mikuni-Gleichdruckvergaser, 0 38 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 904 cm³, Nennleistung 54 kW (74 PS) bei 7000/min, Fünfganggetriebe, O-Ring-kette, E-Starter. |
|---|---|
| Fahrwerk | Gitterrohrrahmen aus Stahl, Upside-down. Gabel, Gleitrohrdurchmesser 41 mm, Zweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem mit verstellbarer Federbasis und Zugstufendämpfung, Doppelscheibenbremse mit Vierkolbensätteln vorn, 320 mm, Scheibenbremse hinten, 245 mm, Leichtmetall-Gußräder, Federweg vorn /hinten 120/144 mm |
| Maße und Gewichte | Sitzhöhe 770 mm, Tankinhalt/Reserve 16,5/3,5Liter, Gewicht vollgetankt 204 kg |
| Service-Intervalle | alle 10 000km |
| Testwerte | Höchstgeschwindigkeit solo/mit Sozius 197/180 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h solo/mit Sozius 3,9/5,3 sek, Verbrauch 5,2Liter Kraftstoff Super |
Stärken und Schwächen
- Stärken: Extravagantes Outfit, Spurstabiles Fahrwerk
- Schwächen: Vergaser-Motor im Antritt unkultiviert, Zu straffe Gabel, Aufwendige Wartung, Zu knapper Lenkeinschlag
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