Ducati Monster 750: Schwachstellen und Probleme

Die Ducati Monster 750 ist ein beliebtes Motorrad, das für seinen extravaganten Charakter und sein klassisches Design bekannt ist. Wie bei jedem Motorradmodell gibt es jedoch auch bei der Monster 750 bestimmte Schwachstellen und Probleme, auf die man beim Kauf oder bei der Wartung achten sollte. Im Folgenden werden einige dieser Punkte näher beleuchtet.

Bekannte Schwachstellen der Ducati Monster 750

Einige der häufig genannten Schwachstellen der Ducati Monster 750 umfassen:

  • Ventilführungen: Ärger können ausgeschlagene Ventilführungen bereiten, die sich aber durch entsprechende mechanische Geräusche bemerkbar machen.
  • Regler: Lediglich bei ganz frühen Modellen sorgten die Lichtmaschinenregler für Unmut.
  • Zuganker: Zylinderzuganker der 1. Serie (glänzende Ausführung) reißen wegen Versprödung durch galvanische Behandlung.
  • Kupplung: Stress kann die Trockenkupplung bereiten. Das typische Rasseln im Leerlauf, das für Laien nach einem sich selbst zerlegenden Motor klingt, ist völlig normal. Rupfen und schlechtes Trennen im Fahrbetrieb sind es nicht. Meist ist dann der Kupplungskorb verschlissen und muss getauscht werden.
  • Tank: Der Tank rostet linksseitig an der tiefsten Stelle durch.
  • Lima Deckeldichtung: LiMa Deckeldichtung drückt sich am tiefsten Punkt aus dem Gehäuse - durch Silikondichtmasse ersetzen.
  • Aluschwinge: Aluschwinge reißt an der Federbeinaufnahme und an der Schwingenachsklemmung! Achtung: LEBENSGEFAHR!!!
  • Zahnriemenräder: Zahnriemenräder der 1. Serie verlieren Kragen zur Führung des Steuerriemens - Motorexitus droht!

Motor und Getriebe

Der Zweiventiler gilt als standfest und vor allem dicht. Vereinzelt kann der Kupplungskorb verschlissen sein. Auch ausgeschlagene Ventilführungen können vorkommen. Lediglich bei ganz frühen Modellen sorgten die Lichtmaschinenregler für Unmut. Bei den Scheinwerfern sollte man ab und an nach den Reflektoren schauen. Sie verblassen im Laufe der Jahre und werfen dann nur noch müde funzelndes Licht in die Nacht.

Fahrwerk und Bremsen

Gabel wie Rahmen sind in der Regel problemfrei, Verarbeitung und vor allem die Maßhaltigkeit tadellos. Ein knarzendes oder ruckelndes Lenkkopflager ist in den meisten Fällen auf übertriebene Pflege zurückzuführen. Waschorgien mit dem Dampfstrahler mag die Monster, wie alle Motorräder, nämlich überhaupt nicht. Je nach Laufleistung kann es zu Undichtigkeiten an den Simmerringen kommen. Das Lenkkopflager dagegen ist robust, nur die ständige Bearbeitung mit dem Hochdruckreiniger rächt sich.

Die Bremsanlage selbst kann weder mit einem klar definierten Druckpunkt noch mit überzeugender Wirkung dienen. Gewiß, die M 750 besitzt nur eine Scheibe im Vorderrad, doch ist dies noch keine hinreichende Erklärung dafür, daß einem ein gerade mal 191 Kilogramm schweres Motorrad beim Bremsen wegläuft wie ein alter Camembert.

Wartung und Inspektion

Wie alle Ducati-Motoren braucht das Monster M 900-Triebwerk penible Wartung: Problematisch sind vor allem Vergaser und Kupplung. Auch Ventile und Zahnriemen benötigen innerhalb der 10000-Kilometer-Inspektionsintervalle penibler Pflege, und der Zahnriemen sollte bei jedem zweiten Intervall ausgetauscht werden.

Die Inspektionsintervalle liegen bei etwa 10.000 km. Dabei können Kosten von 800 € oder mehr entstehen, insbesondere wenn größere Inspektionen mit Ventilspielkontrolle und Zahnriemenwechsel durchgeführt werden müssen. Es ist ratsam, die Inspektionsrechnungen des Vorbesitzers einzusehen, um den Wartungszustand des Motorrads zu überprüfen.

Worauf man beim Gebrauchtkauf achten sollte

Wie alle Gebrauchten sollte auch die Ur-Monster ­sorgfältig in Augenschein genommen werden. Wie ist der Gesamtzustand, welchen Eindruck macht das Motorrad? Auch wenn die Mehrheit der Monster-Besitzer ihre Schätzchen pflegt, gibt es Aus­reißer. Deshalb unbedingt nach der Historie ­fragen und sich das Scheckheft zeigen lassen. Teuer und rar. Eine gepflegte Monster 900 ist selten für unter 3.000 Euro zu bekommen. Ganz entscheidend sind die schon beschrie­benen Grundvoraussetzungen für ein ­langes ­Motorleben: der Zahnriemenwechsel und der regelmäßige Tausch des Motoröls.

Achte auf Riefen in den Scheiben sowie auf verschlissene Beläge. Risse im Lichtmaschinendeckel deuten auf ein ausgeschlagenes Kurbelwellenstützlager. Modelle mit Vergaser können im Spätjahr vereinzelt unter Vereisung leiden. Dann sollte die ­Ver­gaservorwärmung überprüft werden.

Alternativen zur Ducati Monster 750

Konkurrenz zur Ducati Monster sind die Buell S1 Ligthning und die Triumph Speed Triple. Die von Monster-Designer Galluzzi neukreierte Cagiva Raptor mit dem Suzuki TL 1000-Triebwerk kommt preislich für ein Gebrauchtangebot noch nicht in Frage.

Zusammenfassende Tabelle

Problem Mögliche Ursachen/Symptome Lösung/Prävention
Ausgeschlagene Ventilführungen Mechanische Geräusche Regelmäßige Ventilspielkontrolle und ggf. Austausch
Gerissene Zylinderzuganker Materialversprödung Überprüfung und ggf. Austausch
Verschlissener Kupplungskorb Rupfen, schlechtes Trennen Austausch des Kupplungskorbs
Gerosteter Tank Rostbildung im Tank Regelmäßige Reinigung und Rostschutzmaßnahmen
Undichte Lima Deckeldichtung Ölaustritt Austausch der Dichtung

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0