Reifentest und Empfehlungen für die Ducati Monster 796

Die Wahl des richtigen Reifens ist entscheidend für das Fahrerlebnis und die Performance eines Motorrads. Dieser Artikel bietet einen Überblick über verschiedene Reifenoptionen für die Ducati Monster 796, wobei sowohl Touren- als auch Sportreifen berücksichtigt werden.

Allgemeine Überlegungen zur Reifenauswahl

Die Fahreigenschaften, die bei der Maschine hervorstechen sollen, sind entscheidend für die Reifenauswahl. Wer das "nach vorne Schieben" der 796 bevorzugt, sollte einen mittig grippigen, eventuell "flacheren" Reifen wählen. Für Fahrer, die gerne viel Schräglage fahren, ist ein spitzerer Reifen mit viel "gerader" Fläche an der Flanke gut geeignet.

Es ist wichtig zu beachten, dass Reifen sehr individuell vom Wohlfühlfaktor abhängen. Reifentests in Zeitschriften können nur bedingt helfen, da sie oft auf anderen Motorrädern und Reifendimensionen durchgeführt werden. Selbst von ein und demselben Reifen gibt es nicht selten verschiedene Spezifikationen.

Grundsätzlich kann man mit einem Reifen eines der großen Hersteller nicht viel falsch machen. Die Frage ist, ob es der Angel, Rosso, M9 oder ein anderer Reifen sein soll.

Empfehlungen für sportlich orientierte Fahrer

Wer die Monster sportlich orientiert fahren möchte, macht mit Pirelli eigentlich nichts verkehrt. Im Regen sind diese Reifen vielleicht nicht die besten, aber wer möchte da schon schnell fahren?

Für die Monster ist der Continental Road Attack ein Spitzenreifen. Ein moderner Tourenreifen kann auf der Landstraße auch "sportlich" gefahren werden. Es gibt viele Leute, die den Metzler M9RR ganz toll finden.

Wenn man nur bei schönem Wetter fährt, können vermutlich alle gängigen Markenreifen mehr, als man ihnen abverlangt. Sportreifen haben eher mal ihre "Kaltstartprobleme" als Tourenreifen und halten natürlich nicht so lange.

Da die gefahrene Kilometerleistung nicht sehr hoch ist, würde ich etwas suchen, was möglichst schnell arbeitet/Grip aufbaut, also tendenziell einen "tourigen" Reifen.

Continental Road Attack 4 im Detail

Der Road Attack 4 ersetzt ab 2022 den bekannt guten Road Attack 3. Grundsätzlich sind sich die Reifen im Fahrverhalten sehr ähnlich. Der neue 4er lenkt eine Spur präziser ein, hat dafür aber ein klein wenig von seiner "Schmatzigkeit" beim Abrollen verloren. Weiterhin ist die Eigendämpfung aber als gut zu bezeichnen.

Der Reifen wurde hauptsächlich in der Profilstruktur / Design verändert. Diese Änderungen (geschlossene Schulter) sorgen für weniger Blockbewegung bei forcierter Fahrt und geben ein noch besseres Feedback und Impulsverhalten.

Wird der Road Attack 4 etwas beansprucht, zeigt er weiterhin das typische "Conti"-Ablaufbild, aber bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie beim 3er-Modell. Zu keinem Zeitpunkt ist der Reifen jetzt aber überbeansprucht und verändert sein Grenzbereichsverhalten. Man kann sogar sagen, da fühlt er sich richtig wohl.

Continental verspricht eine etwas bessere Nässehaftung. Ob das nottut? Der "alte" 3er war im Regen auch kein Angstmacher. Grundsätzlich bietet der Road Attack 4, wie auch schon der 3er ein "sich sofort Wohlfühlen". Was Continental da anders macht als die Mitbewerber ist uns nicht klar, aber auf den Road Attack 3 und 4 stellt sich das Vertrauen in den Reifen sehr schnell ein.

Hersteller Marketing

Continental positioniert den Reifen als Hyper-Touring-Reifen und positioniert dieses neue Reifensegment sportlich über dem Tourensportsegment. Die innovative Kombination aus herausragenden Touring Eigenschaften (Neutralität, Komfort, Laufleistung und Stabilität) und der Agilität und Zielgenauigkeit eines Supersportreifens.

  • NASSHAFTUNG + WARM UP: Neu zusammengesetztes Compound für herausragenden Grip und ein noch schnelleres Aufwärmverhalten bei Nässe und kalten Temperaturen.
  • TROCKEN-GRIP: Reifenschultern ohne Profilschnitt ermöglichen maximalen Grip und Vertrauen in tiefen Schräglagen.
  • DEIN REIFEN: Nutze die volle Performance deines Motorrads, lass dich nicht durch deine Reifen limitieren! Entwickelt für die immer leistungsstärkeren Sport Touring Maschinen. Für Maschinen früheren Baujahrs ein Performance-Update für mehr Agilität und Sportlichkeit.

Metzeler Roadtec 02: Eine neue Reifengattung?

Metzeler hat mit dem Roadtec 02 eine neue Reifengattung erfunden: Supersport-Touring. Egal auf welchem Bike und bei welchem Wetter, der Roadtec 02 harmoniert hervorragend. Zwar gab es mehr Wet-Experience, doch auch auf den paar trockenen Abschnitten zeigte der Roadtec 02 sein supersporttaugliches Gesicht. Im Nassen überzeugt er auf ganzer Linie mit hohem Gripniveau.

Der Roadtec 02 kombiniert moderne technologische Innovationen der Marke. Mit der patentierten adaptiven Laufflächentechnologie Dynatread passt sich der Reifen an den Fahrstil des Fahrers an, was eine vielseitige Nutzung ermöglichen soll.

Der Roadtec 02 besteht zu über 43 Prozent aus biobasierten und recycelten Materialien, was vom unabhängigen Zertifizierungsinstitut Bureau Veritas bestätigt wurde. Metzeler verspricht, dass diese Materialien eine hervorragende Performance bieten und den Reifen sich für Sport-Touring-, Naked-, Crossover-, Adventure- und Supersport-Maschinen eignet.

Neue Spezifikation: Roadtec 02 M

Neben der Standardversion des Roadtec 02 gibt es nun die Spezifikation Roadtec 02 M in den Größen 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17. Diese Variante wurde hinsichtlich des Laufflächenprofils am Vorderreifen und der Struktur des Hinterreifens weiterentwickelt. Dadurch ist der Roadtec 02 M auch für schwerere Motorräder, sowohl mit als auch ohne Beladung, geeignet.

Weitere Reifenoptionen

Neben den bereits genannten Reifen gibt es noch weitere Optionen, die für die Ducati Monster 796 in Frage kommen:

  • MICHELIN Power 6
  • Bridgestone BATTLAX HYPERSPORT S23
  • MICHELIN ROAD 6
  • Bridgestone Battlax Hypersport S22
  • Metzeler Sportec M7 RR
  • Metzeler Sportec M5
  • Metzeler Sportec M3

Ducati Monster 796 Fahrbericht

Die Ducati Monster 796 besteht aus einem aufgebohrten 696er-Motor und dem Chassis der Monster 1100. Der erste Eindruck ist leidenschaftlich. Der Engländer nennt so etwas schlicht urban. Lenken fühlt sich fast so an, als hätte man das Rad selbst in der Hand.

Die Toskana lockt mit einem Straßengeflecht, das nichts zu wünschen übrig lässt. Haarnadelkehren und weite Bögen, oft verbunden durch kurze Geraden, auf denen das Herz der Maschine schneller schlagen darf. Und muss. Hier ist der Desmodue-Motor in seinem Element.

Die 796er-Monster ist allein durch ihre Kraftentfaltung ein wunderbares Puzzlestück, das die Lücke zwischen einem eventuellen Leistungsdefizit der 696 und -überfluss der 1100er schließt. Mit 9495 Euro ist die in Deutschland ausschließlich als ABS-Version erhältliche Goldene-Mitte-Monster 1505 Euro günstiger als die große 1100er-Schwester, verfügt aber mindestens über ebenso viele technische Leckereien wie Einarmschwinge und leichte Aluräder mit Y-Speichen.

Technische Daten

MOTOR:Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, Kurbelwelle quer liegend, je eine obenliegende, zahnriemengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, Einspritzung, geregelter Katalysator, Lichtmaschine 480 W, Batterie 12 V/10 Ah, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung (Anti-Hopping), Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette, Sekundärübersetzung 39:15.

Bohrung x Hub 88,0 x 66,0 mm

Hubraum 803 cm³

Verdichtungsverhältnis 11:1

Nennleistung 64,0 kW (87 PS) bei 8250/min

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