Ducati Montageständer Vorne Test: Ein umfassender Überblick

Für Motorradfans gehört ein Motorrad Montageständer zur Grundausstattung in der Garage. Ein Motorrad Montageständer hilft ungemein bei der Wartung, Pflege und Lagerung deines Motorrads und gestaltet das Leben eines Motorradfahrers deutlich einfacher.

Verschiedene Arten von Montageständern

Es gibt verschiedene Arten von Montageständern, die jeweils unterschiedliche Vorteile bieten:

  • Vorder- und Hinterradständer: Radständer sind die gebräuchlichsten Ständer für Sportbike-Fahrer. Diese Motorradständer, auch als Paddock-Ständer bekannt, sind kleine Gestelle, die mithilfe einer Hebelwirkung die Vorder- und Hinterräder eines Motorrads anheben.
  • Einarmständer: Einige Motorräder verfügen über eine besonders schöne Einarmschwinge am Hinterrad. Natürlich passt hier ein regulärer Montageständer nicht.
  • Lenkkopfständer: Diese Art von Montageständern eignet sich hervorragend für Arbeiten an der Gabel.
  • Zentralständer: Der Zentralständer kann viel mehr als ein normaler Montageständer, hebt gleichzeitig beide Räder an. Allerdings hat der Ständer seinen Preis und benötigt relativ viel Platz.

Worauf muss man beim Kauf eines Montageständers achten?

Bevor du dich für ein Produkt entscheidest, prüfe ob es alle notwendigen Kriterien für deine Bedürfnisse / dein Motorrad erfüllt.

  • Die Maße: Stelle sicher, dass der Ständer deiner Wahl zu deinem Motorrad passt! Die meisten Ständer werden mit einer maximalen Reifenbreite oder einem maximalen Schwingenmaß verkauft.
  • Die Materialien: Es ist außerdem wichtig, die verwendeten Materialien zu überprüfen. So solltest du nicht nur auf starke und robuste Metallteile und Komponenten wertlegen, sondern auch nach gummibeschichteten Schutzteilen oder pulverbeschichteten und rostfreien Merkmalen suchen.
  • Die Stabilität: Ein Motorradständer muss stabil sein; das ist Fakt. Einige sind jedoch stabiler als andere. Suche am besten nach zusätzlichen Funktionen, die für einen stabileren und sicheren Stand sorgen könnten.

Aufnahmearten

  • Universalaufnahmen: Die meisten Montageständer werden mit Universalaufnahmen ausgeliefert. Diese gewährleisten die Aufnahme über de Schwinge bzw. die Gabelholme.
  • Rollenaufnahmen / Schwingenadapter: Rollenaufnahmen (Bobbins) sind die stabilere Option und bei vielen hochwertigen Sportmotorrädern sind auch schon die passenden Gewinde in der Schwinge eingebracht.
  • Gabelaufnahmen: So gut wie jede hochwertige Motorradgabel hat auf der Unterseite spezielle Aufnahmen, die das Einführen von Bolzen (Dornaufnahmen) ermöglichen.

Heckständer im Test

Um für Wartungsarbeiten das Motorrad aufzubocken, braucht es einen Heckständer. Fünf Heckständer beziehungsweise Montageständer wurden getestet sowie ergänzend ein Zentralständer. Den Anfang machen die klassischen Heckständer. Diese besitzen alle V-Aufnahmen, um sogenannte Prismabuchsen aufzunehmen, die in die Schwinge verschraubt werden.

Die Heckständer für diesen Vergleich stammen von:

  • Büse (Universal Heckheber plus Extra-V-Aufnahme)
  • Louis (Alu-Motorradheber Racing plus Extra-V-Aufnahme)
  • Polo (HI-Q Tools Montageständer III)
  • Racefoxx (High End)
  • Telefix (Hinterradheber Sport mit Klauenaufnahme).

Schon beim Auspacken fällt auf, dass die Hersteller verschiedene Ansätze verfolgen. So sind die meisten Heckheber einteilig ausgeführt, nur die V-Aufnahmen müssen noch montiert werden, während die Ständer von Polo und Telefix aus mehreren Teilen bestehen. Die Montage ist etwas aufwendiger, dafür können diese Ständer bei Nichtgebrauch wieder auseinandergebaut werden. So nehmen sie weniger Raum ein.

Dass es bei einer teilbaren Ausführung auf eine präzise Fertigung besonders der Verbindungsteile ankommt, beweisen die beiden Ständer ebenfalls. Während der Polo-Heber etwas verzogen auf seinen Rollen steht, fluchtet beim schwersten Heckheber, dem Telefix, alles satt ineinander, liegt er solide auf dem Boden. Das kommt auch der Stabilität zugute.

Testergebnisse im Detail

Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse der einzelnen Heckständer:

Polo Hi-Q Tools Montageständer III

Polo Hi-Q Tools Montageständer III: 79,99 Euro. Gewicht: 5,1 kg, Breite: 29-37,5 cm. Winkel- und V-Aufnahme liegen bei, klein zerlegbar, gute Breitenverstellung per Handrad. Der Ständer ist sehr universell geeignet. Ständer in sich leicht verzogen. Dürfte stabiler sein. Die Zerlegbarkeit wirkt sich hier negativ aus. Hoher Kraftaufwand beim Aufbocken.

Fazit: Der Polo-Ständer will alles auf einmal sein: zerlegbar und universell einsetzbar. Das schafft er auch, allerdings führt das beim Kraftaufwand und bei der Stabilität zu Abstrichen.

Louis Rothewald Alu-Motorradheber

Louis Rothewald Alu-Motorradheber: 129,98 Euro. Gewicht: 3,2 kg, Breite: 31-40 cm. Da einteilig, kann der Louis-Ständer sofort eingesetzt werden. Super: Sein geringes Gewicht und der stabile Stand - auch dank der breiten V-Aufnahmen. Die V-Aufnahmen sind wirklich breit, passen nicht zu allen Buchsen. Dazu braucht’s ordentlich Schmackes, um die Blade anzuheben.

Fazit: Der Rothewald-Ständer sieht gut aus, steht selbst belastet stabil und ist dabei noch richtig leicht. Das macht ihn zu einem rundum gelungenen Montageständer.

Büse Universal Heckheber

Büse Universal Heckheber: 63,90 Euro. Gewicht: 4,1 kg, Breite: 22,5-39 cm. Aus der Kiste auf die Piste: Da der Büse aus einem Stück besteht, müssen nur noch die V-Aufnahmen als Extra montiert werden. Dem Büse-Ständer würde mehr Stabilität guttun. Die Fireblade steht zwar satt auf den Aufnahmen, bei anderen aber noch ein wenig satter.

Fazit: Schlicht und gut: Für den Preis bietet der Heckständer von Büse ein gelungenes Gesamtpaket, mausert sich so zum Tipp für Sparfüchse.

Racefoxx Montageständer High End

Racefoxx Montageständer High End: 129,00 Euro. Gewicht: 2,9 kg, Breite: 32-34 cm. Leichter geht es nicht. Schon beim schlichten Heben zaubert der Racefoxx ein Lächeln ins Gesicht, zudem gefallen gute Verarbeitung und geringe Aufbockkraft. Die V-Aufnahmen sind nicht verstellbar, dafür gibt’s gleich zwei verschiedene pro Ständer. Allerdings fallen die instabil aus, die Verstellweite passt nicht zu allen Bikes.

Fazit: Top Material, top Gewicht, nur bei den Aufnahmen hakt es. Daher nur eine Empfehlung, wenn die V-Aufnahmen wirklich zum eigenen Bike passen.

Telefix Heber Sport mit Klauenaufnahmen

Telefix Heber Sport mit Klauenaufnahmen: 99,95 Euro. Gewicht: 7,0 kg, Breite: 7,5-45 cm. Sehr stabiler Stand, besitzt als einziger Ständer eine Höhenverstellung für die V-Aufnahmen. Mehr Verstellmöglichkeiten bietet keiner. Dazu lässt er sich noch platzsparend zerlegen. Mit sieben Kilogramm fällt der Telefix schwer aus, zudem gelingt die Breiten-Verstellung nur mit Werkzeug, ein Handrad wäre besser.

Fazit: Präzise Fertigung und großer Verstellbereich machen den Telefix zum stabilen Universalheber für verschiedenste Bikes und damit auch zum Testsieger unter den Heckständern.

Testkriterien

Der Test der Heckständer erfolgt nach sechs unterschiedlichen Gesichtspunkten mit unterschiedlicher Wertung. Als Testmotorrad diente eine Honda Fireblade aus dem MOTORRAD-Dauertest-Fuhrpark.

  1. Verarbeitung und Aufbau: Beim Aufbau sind einteilige Grundständer im Vorteil. Hier müssen nur noch die V-Aufnahmen angebracht werden.
  2. Einfädeln: Wie sicher und simpel finden V-Aufnahme und Schwinge der Honda Fireblade zusammen?
  3. Kraftaufwand: Braucht man Arme wie ein Bodybuilder, um die Fireblade in die Höhe zu wuchten oder geht’s auch leichter?
  4. Stabilität solo und mit Frontständer: Wie stabil steht das Bike auf den V-Aufnahmen, wenn am Motorrad gearbeitet wird?
  5. Platzbedarf: Zerlegbare Ständer liegen vorne. Danach ist die reine Größe wichtig.

Zentralständer

Der Bursig-Zentralständer kann natürlich noch mehr. Dank zusätzlicher Rollen lässt sich das angehobene Motorrad sogar noch frei bewegen. Ein weiterer Vorteil: Das Federbein ist zugänglich, eine Demontage möglich, da die Schwinge nicht belastet wird. Für Vielschrauber ist er dennoch eine überlegenswerte Alternative zu den reinen Heckhebern.

Bursig Zentralmontageständer

Bursig Zentralmontageständer inkl. Rollen: Gewicht: 12,8 kg, Breite: beliebig, Preis: 429 Euro. Vorder- und Hinterrad der Fireblade sind gleichzeitig entlastet. Wird der Ständer nicht benötigt, nimmt er viel Platz ein. Die Erstmontage ist zudem etwas aufwendiger, dazu kommt sein im Vergleich zu den anderen Ständern hohes Gewicht.

LV8 ELEVATE U-Stand Montageständer

Mit den brandneuen U-Stand Paddock Ständern möchte LV8 ELEVATE, ein italienischer Produzent hochwertiger Hebebühnen und Motorradständer, nun den Spagat zwischen Universalität und Stabilität bei geringstmöglichem Platzbedarf geschafft haben. Im Handumdrehen lassen sie sich verdrehsicher zusammenbauen und mittels ihrer in der Breite einstellbaren L-, V- und Kegel-Aufnahmen aus Polyamid an nahezu jedes Motorradmodell anpassen.

Die LV8 U-Stands werden vollständig zerlegt in stabilen, äußerst kompakten Kartons geliefert und sind - bestmöglich geschützt und versandkostengünstig - in vielen Online-Shops und im Fachhandel erhältlich.

Die präzise Fertigung, der stabile Stand und der große Verstellbereich machen die LV8 U-Stands zu rundum gelungenen Universalhebern für verschiedenste Bikes.

Empfehlungen

Anbei haben wir dir ein paar der besten Montageständer fürs Motorrad zusammengestellt:

  • Ein qualitativ hochwertiger Lenkkopfständer, der universal passend ist und über die mitgelieferten Adapter so gut wie jedes Motorrad aufbocken kann.
  • Mit dem Racefoxx Set bekommst du ein stylisches Montageständer-Set, das sich für eine Vielzahl von Arbeiten anbietet.
  • Der Motorrad Einarmschwingenständer sorgt für eine Aufnahme direkt an der Schwinge.
  • Der Costway Ständer hat mit seinen universell passenden Schwingenaufnahmen eine gute Passgenauigkeit bei vielen Motorradmodellen.
  • Der ConStands Ständer ist gut verarbeitet und bietet einen stabilen Stand.

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