Ducati Multistrada 1260 S: Höchstgeschwindigkeit und Technische Daten

Die Ducati Multistrada 1260 S ist eine Ikone unter den Reiseenduros und hat sich direkt in die Herzen der Motorrad-Enthusiasten gefahren. Als Premium-Motorrad sind die Preise am Markt weiterhin hoch, aber ein Blick auf gebrauchte Modelle kann sich lohnen.

Überblick

Die Ducati Multistrada 1260 S wird ab Modelljahr 2018 als Nachfolgerin der Multistrada 1200 S eingeführt. Sie basiert auf dem überarbeiteten Testastretta DVT-Motor mit 1262 cm³, der eine optimierte Drehmomententfaltung im unteren Drehzahlbereich bietet. Laut Ducati stehen 85 % des maximalen Drehmoments bereits bei 3.500 U/min zur Verfügung.

Das Chassis wird gegenüber dem Vorgängermodell überarbeitet: Der Radstand wächst um 55 mm, der Lenkkopfwinkel wird auf 25° reduziert. Diese Änderungen verbessern laut Hersteller die Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten. Die Sitzposition bleibt aufrecht und langstreckentauglich. Die Sitzhöhe ist in zwei Stufen verstellbar (825 mm / 845 mm).

Motor und Leistung

Mit ihrem kraftvollen 1262 cm³ V2-Motor bietet die Ducati Multistrada 1260 S 116,2 kW (158 PS) bei 9.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 129 Nm bei 7.500 U/min, was für dynamisches Fahren sowohl auf der Straße als auch im Gelände sorgt. Der flüssiggekühlte 2-Zylinder-Motor der Ducati Multistrada 1260 S Grand Tour 2019 ist mit einer desmodromischen Ventilsteuerung ausgestattet, die für eine präzise Steuerung der Ventile sorgt.

Ducati attestiert der Multi das höchste Drehmoment aller Konkurrenzbikes bei 4.000 Umdrehungen. Mag sein, dass die Multi hier besser als der Rest ist, aber gut ist sie trotz Shift Cam-Technik immer noch nicht.

Höchstgeschwindigkeit

Die Ducati Multistrada 1260 S Grand Tour 2019 erreicht eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Fahrwerk und Bremsen

Ab Werk ist die Multistrada 1260 S mit dem semi-aktiven Fahrwerk Ducati Skyhook Suspension (DSS) Evolution ausgestattet. Es passt die Dämpfung kontinuierlich an Fahrstil und Fahrbahnbeschaffenheit an. Das Fahrwerk der Ducati Multistrada 1260 S Grand Tour 2019 besteht aus einer Sachs Upside-Down-Gabel vorne mit einem Federweg von 170 mm und einem Sachs Mono-Federbein hinten mit ebenfalls 170 mm Federweg.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Multistrada 1260 S vorne eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Serienmäßig ist ein Bosch Cornering ABS (Kurven-ABS) verbaut, das auch bei Schräglage für maximale Bremsstabilität sorgt.

Ausstattung und Besonderheiten

Ein 6,5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht die Smartphone-Kopplung über die Ducati Multimedia System App. Die Menüführung erfolgt über ein Bedienelement an der linken Lenkerarmatur.

Zur Serienausstattung gehören Bosch Kurven-ABS (Cornering ABS), Ducati Wheelie Control (DWC), Ducati Traction Control (DTC), ein Quickshifter für kupplungsloses Hoch- und Runterschalten sowie Ducati Cornering Lights (DCL) bei aktiviertem Kurvenlicht. Die Multistrada 1260 S wird serienmäßig mit Pirelli Scorpion Trail II-Reifen ausgeliefert.

Der Windschild ist manuell und einhändig in der Höhe verstellbar. Seitenkoffer gehören bei der S-Version zur Serienausstattung, ein Topcase ist über das Ducati Performance Zubehörprogramm erhältlich. Der Tank fasst 20 Liter.

Die Multistrada 1260 S hat nette, aber völlig überflüssige Dinge wie die hinterleuchteten Schalter an Bord.

Ducati Multistrada 1260 S Grand Tour

Die Ducati Multistrada 1260 S Grand Tour wird 2020 als Sondermodell innerhalb der Multistrada-1260-Baureihe vorgestellt. Sie basiert technisch auf der Multistrada 1260 S, ergänzt diese jedoch um eine umfangreiche Serienausstattung, die auf Langstreckenkomfort und Tourentauglichkeit ausgelegt ist. Die Grand Tour ist ausschließlich im Modelljahr 2020 erhältlich und wird nicht überarbeitet oder in weiteren Baujahren fortgeführt.

Zur Sonderausstattung zählen beheizbare Griffe, ein Hauptständer, ein Reifendruckkontrollsystem (TPMS) sowie ein Keyless-System (Ducati Hands Free). Die serienmäßigen Seitenkoffer sind farblich auf die Lackierung abgestimmt. Die Lackierung ist exklusiv in „Sandstone Grey“ mit roten Akzenten erhältlich.

Technische Daten im Überblick

Hier eine Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten der Ducati Multistrada 1260 S:

Merkmal Daten
Motor Flüssigkeitsgekühlter 1262 cm³ Testastretta DVT V2
Leistung 116,2 kW (158 PS) bei 9.500 U/min
Drehmoment 129 Nm bei 7.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Trockengewicht 235 kg
Tankinhalt 20 Liter
Sitzhöhe 825-845 mm

Multistrada 1260 S vs. Multistrada 1260 Pikes Peak

Die Ducati Multistrada 1260 Pikes Peak ist eine weitere Variante, die sich in einigen Punkten von der S-Version unterscheidet:

  • Fahrwerk: Die Pikes Peak setzt auf ein Öhlins-Fahrwerk, während die S-Version mit einem Sachs-Fahrwerk ausgestattet ist.
  • Gewicht: Die Pikes Peak ist mit 229 kg etwas leichter als die S-Version mit 235 kg.
  • Optik: Die Pikes Peak verfügt über Carbon-Teile und einen Termignoni-Schalldämpfer.

Fahrbericht und Fahreigenschaften

Ducati rüstet die Multistrada mit mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Elektronik auf. Doch statt noch extremer wird die Ducati Multistrada 1260 S vor allem eins: deutlich kultivierter.

Schon im Leerlauf macht der V2 klar, wo der Frosch die Locken hat. Obwohl die KTM 1290 ganze 2 PS mehr hat, ist das rotzfreche Wesen der Multi einfach unglaublich. Die Duc ist aller Konkurrenz zum Trotz immer noch die Abteilungsbeste in Sachen Rabatz und aggressiver Sportlichkeit.

Schnell einen Blick aufs übersichtliche, klar gegliederte Display: Alles richtig eingestellt? Falls nicht: Ducati glänzt mit bislang eher ungewohnten Fähigkeiten, denn für die Bedienung aller Funktionen braucht‘s nur einen Schalter, der mit einem Finger bedienbar ist.

Der prächtige V2 prägt das Fahren mit der Duc wie bei keinem anderen Adventure-Bike. Leistungshungrig geht in die richtige Richtung, aber es beschreibt die quicklebendige Sportlichkeit, ja Aggressivität, nur unzureichend.

Ist die Ducati Multistrada 1260 S für Anfänger geeignet?

Die Multistrada 1260 S richtet sich mit ihrer umfangreichen Elektronik, dem hohen Gewicht und der starken Motorisierung an erfahrene Fahrer. Für Einsteiger ist sie nicht primär konzipiert.

Vergleich mit der Ducati Multistrada V2 S

Die Ducati Multistrada 1260 S steht der Ducati Multistrada V2 S gegenüber. Hier ein kurzer Vergleich:

  • Die Multistrada 1260 S hat mit 158 PS mehr Leistung als die Multistrada V2 S mit 113 PS.
  • Das maximale Drehmoment der Multistrada 1260 S beträgt 130 Nm, während die Multistrada V2 S 94 Nm bietet.
  • Die Multistrada 1260 S ist mit 235 kg etwas schwerer als die Multistrada V2 S mit 225 kg.

Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati Multistrada 1260 S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 14.193 Euro und ist damit günstiger als der Preis der Ducati Multistrada V2 S mit 16.220 Euro im Durchschnitt.

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