Ducati Multistrada 950: Ein umfassender Testbericht

Die Ducati Multistrada 950 steht mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik der Ducati Multistrada 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber.

Fahrwerk und Bremsen

Bei der Multistrada 950 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Multistrada 950 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Multistrada 950 vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Multistrada 950 S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.

Bei der Bereifung setzt Multistrada 950 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Multistrada 950 S Reifen in den Größen 120/70-19 vorne und 170/60-17 hinten.

Abmessungen und Gewicht

Der Radstand der Ducati Multistrada 950 misst 1.594 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 840 Millimeter. Die Ducati Multistrada 950 S ist von Radachse zu Radachse 1.594 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 820 bis 760 Millimeter.

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 230 kg ist die Multistrada 950 S ähnlich schwer wie die Multistrada 950 mit 227 kg. In den Tank der Multistrada 950 passen 20 Liter Sprit. Bei der Multistrada 950 S sind es ebenfalls 20 Liter Tankvolumen.

Preis und Verfügbarkeit

Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati Multistrada 950 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 9.096 Euro und ist damit günstiger als der Preis der Ducati Multistrada 950 S mit 10.409 Euro im Durchschnitt. Von der Ducati Multistrada 950 gibt es aktuell 6 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Multistrada 950 S sind derzeit 4 Modelle verfügbar.

Für die Multistrada 950 gibt es aktuell 83 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Multistrada 950 S wurde derzeit 76 Mal pro Monat gesucht.

Die Multistrada 950 S im Detail

Ducati schickt die „kleine“ 950 jetzt deutlich aufgewertet in den nächsten Lebensabschnitt. Damit wird der Touren-Renner auf den ersten - und zweiten - Blick zum etwas schlankeren Zwilling der „großen“ 1260. Mehr Komfort, mehr Sicherheit, mehr Prestige lautet das Motto des Major-Updates 2019. Nur beim Leistungsabstand bleibt alles beim Alten: Den Motor und die 113 PS hat Ducati nicht angetastet. Die große Schwester bringt es auf 158 PS.

Neues elektronisches Superhirn

Im Kern beruht die technologische Beförderung für das zweirädrige SUV auf dem neuen elektronischen Superhirn der 950: der 6-achsigen Bosch Inertial Measurement Unit (IMU), die familien­intern bislang der 1260 vorbehalten war. Die IMU analysiert und vernetzt nahezu alle Ebenen des Bikes miteinander und erkennt so zum Beispiel Schräglagen. Dadurch ermöglicht sie unter anderem ein fein dosierbares Kurven-ABS und die Berganfahrhilfe Vehicle Hold Control (VHC). Insbesondere mit Beifahrer und Gepäck wird das Anfahren an Steigungen dadurch zu einer recht unkomplizierten Übung. Die softe hydraulische Kupplung trägt ihren Teil dazu bei.

Gefahren wurde ausschließlich auf der neu aufgelegten Multi 950 S. Die hat dank der IMU zudem Kurvenlicht und das hinlänglich bekannte semiaktive Fahrwerk der 1260 S namens Ducati Skyhook Suspension (DSS) EVO System. Die elektronische Federung stimmt die Dämpfung von Gabel und Federbein situ­ativ auf die Beschaffenheit der Fahr­bahnoberfläche ab. Das verleiht der dynamischen 950 S etwas von einem fliegenden Teppich mit Expresszuschlag und hebt sie technologisch auf ein Fahrwerks-niveau mit Wettbewerbern wie der BMW F 850 GS mit Dynamic ESA und der neuen Kawasaki Versys 1000 SE. Gleichzeitig verkleinert es den Prestige-Abstand zum Power-Tourer Multistrada 1260 merklich.

Weitere serienmäßige S-Zutaten aus dem Geschwister-Regal sind unter anderem das vollfarbige, fünf Zoll große TFT-Display, Voll-LED-Scheinwerfer, Tempomat, Funkschlüssel (Hands-Free System), hinterleuchtete Lenkerarmaturen und der Quickshifter, den es für die Standardversion immerhin als aufpreispflichtiges Extra gibt. Heizgriffe können für beide Versionen separat oder in Kombination mit Hauptständer und Gepäckbrücke als „Touring Pack“ (rund 1.000,-- Euro) geordert werden. Gleiches gilt für die Ingredienzien der drei weiteren Zubehör-Pakete Urban (u. a. Topcase und USB-Ladeanschluss), Enduro (u. a. Kühler- und Ölwannenschutz aus Alu) und Sport (u. a. LED-Blinker und Performance-Endschalldämpfer von Termignoni).

Clevere Blinker-Automatik

Eine zeitgemäße und segensreiche Verbesserung ist die neue automatische Abschaltfunktion der Blinker. Das Management fürs Blinker-Aus übernimmt ein Gyrosensor: Je nach Schräglage beziehungsweise gefahrener Strecke (abhängig vom Tempo beim Einschalten des Blinkers) stoppt er das Fahrtrichtungs-Stroboskop.

Mehr als 400 Einstellungen im Bordmenü

Über die neuen großen Bedientasten links am Lenker wird die Fahrlaune der Ducati bestimmt. Vier Fahrmodi stehen zur Wahl. Übers Bordmenü kann man sie auch selbst komponieren und beispielsweise dreistufig die Leistungsentfaltung voreinstellen. Insgesamt gibt es mehr als 400 Konfigurationsmöglichkeiten bei der 950 S. Wer den „Sport“-Modus aufruft, erlebt das ungestüme, fast krawallige Temperament, das Ducati groß gemacht hat. Die charakteristische desmodromische Ventilbetätigung kratzt die Leistung in jedem Winkel des Brennraums zusammen. Das merkt und hört man in allen Drehzahllagen. Sound und Performance machen einfach Laune. Die durchgestylte Reise-Enduro ist sauschnell unterwegs und spürbar mehr für Stadt/Serpentinen/Autobahn gemacht als fürs Gelände, wo sie durchaus was kann.

Wie die Ducati Multistrada 1260 Enduro ist die 950 vorn mit einem 19-Zoll-Rad bestückt. Der Zweizylinder-L-Twin liefert souveräne 96 Newtonmeter Drehmoment. Heißt: Sobald man ein Stück freie Straße vor sich hat, zieht einem die kleine Multi die Arme lang, wenn man es darauf anlegt.

Je nach Modus volle 113 PS oder moderate 75 PS

Die 950 kann aber auch anders: Sanfte Gasannahme, kommodes Federn - der „Touring“-Modus wird bei Fahrern, die Wert auf Komfort legen, vermutlich zur Dauereinstellung. Es sei denn, sie bevorzugen es, mit abgespeckter Leistung im „Urban“-Modus durch die Stadt zu cruisen oder sich im Enduro-Fahrprogramm abseits befestigter Straßen zu vergnügen, was mit 170 mm Federweg und nur in diesem Modus abschaltbarem ABS durchaus drin ist. Auch bei regennasser Fahrbahn macht das Power-Downsizing in Urban und Enduro auf 75 PS Sinn.

Ungewollte Kapriolen bremst das serien­mäßige Ducati Safety Pack ein: achtstufige Traktionskontrolle, dreistufiges Kurven-ABS - die Elektronik bürgt für Sicherheit. Smartphone-Fans dürfen sich über die optimierte Ducati Link App freuen, die sich über das optionale Bluetooth-Modul mit dem Multimedia-System des Bikes verbindet. Die Fahrprogramme können via Smartphone voreingestellt werden. Parameter wie Schräglagenwinkel, maximal gefahrenes Tempo oder Durchschnittsgeschwindigkeit werden penibel dokumentiert. Wer will, teilt die Daten auf Social-Media-Seiten oder mit der Ducati-Community.

Optisch voll auf 1260er-Kurs

Mit dem 2019er-Line-up bekommt die kleine Multi die vordere Seitenverkleidung der großen Schwester. Optisch ist die S-Variante mit ihren Voll-LED-Scheinwerfern von schräg vorne nicht von der 1260 S zu unterscheiden. Kennern fallen natürlich die Unterschiede an der Flanke auf: andere Räder, anderer Endschalldämpfer, andere Aluschwinge. Innerhalb der 950er-Palette kennzeichnet ein roter Zierstreifen auf den Rädern die S-Version.

Die nur in Rot lieferbare Multistrada 950 kostet ab 13.345,-- Euro, die 950 S gibt es ab 15.395,-- Euro (rot) bzw. 15.590,-- Euro (grau).

Trotz der um 45 PS geringeren Leistung bietet die Multistrada 950 S letztlich vergleichbaren Fahrspaß für kleineres Geld. Und bewahrt Ducati davor, die elektronisch aufgerüsteten Premium-Mittelklasse-Wettbewerber technologisch vorbeiziehen lassen zu müssen.

Ducati Multistrada 950 im Dauertest

Nur 15 Monate dauerte es, bis die Ducati Multistrada 950 die Dauertest-Distanz bei MOTORRAD abgespult hatte. Wer die 950er für eine Urlaubs- oder Wochenendtour ergattern wollte, musste zeitig reservieren. Die Italienerin war quasi permanent auf Tour, spulte durchschnittlich 3.300 Kilometer pro Monat herunter und hatte nach 15 Monaten die Dauertest-Distanz hinter sich. Ein Ritterschlag für einen Dauerläufer. Ordentli-cher Sitzkomfort, gelungener Windschutz, super Bremsen und tolles Lenkverhalten - die Lobeshymnen über den roten Flitzer wiederholten sich in den Fahrtenbüchern.

Dauerthema rupfende Kupplung

Allerdings auch die Schimpftiraden auf die rupfende Kupplung. Vor allem nach dem Kaltstart biss das Plattenpaket beim ersten Kraftschluss aggressiv zu, ließ sich beim Anfahren kaum dosieren. Wer den Zweizylinder nicht gleich abwürgte, sorgte mit einem Hoppelstart für erheiterte Aufmerksamkeit der Mitmenschen. Ein Phänomen, das sich wie ein roter Faden durch die meisten Zuschriften zog und auch die Dauertest-Ducati 950 Multistrada bis zuletzt begleitete.

Der technische Hintergrund liegt laut Ducati in der sogenannten Beölung der Kupplung. Gerät zu viel Motoröl in die Kupplung, trennen die Beläge durch die erhöhten Adhäsionskräfte (Verklebung) nicht mehr vollständig. Als Folge lässt sich auch der Leerlauf nur schwer finden. Ob auch die kritische Dosierbarkeit mit der Ölversorgung begründet werden kann, ist unklar. Eine technische Querverbindung zur Kupplung der ersten Modellreihe der BMW R 1200 GS im Jahr 2013 könnte zumindest darauf hinweisen. Auch deren Kupplung reagierte empfindlich auf die Ölversorgung, trennte bisweilen unvollständig und ließ sich nur schwer dosieren. Sowohl die BMW-Kupplung als auch das Pendant in der Ducati 950 Multistrada stammen vom renommierten japanischen Produzenten FCC.

Die Ducati 950 Multistrada hat nur einen echten Schwachpunkt: die im kalten Zustand quasi nicht dosierbare Kupplung. Wie auch immer, weil der Öldruck über ein vor dem Kettenritzel sitzendes federbelastetes Kugelventil geregelt werden kann, wurde er bei Kilometerstand 15.610 im Rahmen der ersten Inspektion von 0,4 bar auf den Sollwert von 0,2 bar reduziert. Besserung brachte die Maßnahme allerdings nur kurzzeitig.

Danach schrubbte die Ducati 950 Multistrada Kilometer um Kilometer. Nicht erst auf der gemeinsamen Herbstausfahrt aller Dauertest-Maschinen durchs pittoreske Slowenien stellte sich heraus, dass sich der 937er-V2 gern ein wenig Öl gönnt. Rund 0,4 Liter je 1.000 Kilometer sollte sich der L-Motor durchschnittlich im Lauf der Dauertest-Distanz genehmigen. Ein laut Ducati-Techniker zwar üppiger, aber akzeptabler Wert.

Reifenempfehlungen für die Ducati 950 Multistrada

Lediglich vier Satz verschliss die kleine Multistrada auf der Dauertestdistanz von 50.000 Kilometer. In Sachen Fahreigenschaften übertrumpfte die Original-Bereifung Pirelli Scorpion Trail 2 die Paarungen von Michelin (Pilot Road 4 und Anakee III), beim Thema Laufleistung überzeugten die Bridgestone A40. Die bei 35.000 Kilometern montierten Allrounder überstanden die komplette Distanz bis zum Testende. Erstaunlich.

Mit erfreulichem Ergebnis. Sämtliche Teile lagen innerhalb der Verschleißgrenze. Getriebe und die viel kritisierte Kupplung wiesen nur geringste Laufspuren auf, Kolben, Zylinder und Lager zeigten sich in gutem Zustand. Selbst die aufwendige Desmodromik überstand die Distanz quasi unbeeindruckt. Lediglich die Führungen der Einlassventile waren in der Mitte zwar noch maßhaltig, an den Enden aber über die Verschleißgrenze konisch aufgeweitet. Laut Ducati entscheidet für die Maßhaltigkeit jedoch lediglich das Ventilschaftspiel in der Führungsmitte.

Weil auch das Fahrwerk tadellos in Schuss ist und die Elektronik nie zickte, rechtfertigt die Dauertest- Ducati 950 Multistrada die positive DAT-Restwertschätzung. Der von den Experten ermittelte Wertverlust von 33,3 Prozent ist der zweitgeringste aller jemals bei MOTORRAD gefahrenen Dauertest-Bikes.

Gesammelte Notizen zum Dauertest:

  • Kilometerstand: 48.700, 07/2018
  • Kilometerstand: 38.795, 06/2018
  • Kilometerstand: 35.105, 5/2018
  • Kilometerstand 26.900, 2/2018

Vergleichstest Reiseenduro 2019

Die Ducati lässt mit ihren 113 PS die Muskeln spielen. Die angenehme, tiefe Sitzposition und das spielerische Einlenkverhalten der 19-Zoll-Räder haben es angetan. Auch der Motor gefällt mit seiner Sportlichkeit. Die Motorcharakteristik, Sitzposition und die gesamte Ergonomie lassen eine klare Straßen-Orientierung erkennen.

Die tiefe Sitzposition, von welcher er kein großer Fan ist, verstärkt diesen Eindruck noch. Von unseren Testfahrzeugen macht die Multistrada die beste Figur auf der Straße. Bremsen und Fahrwerk funktionieren top am Asphalt und vor allem der kräftige Motor macht richtig Spaß.

So sehr die Ducati auf der Straße brilliert, Offroad kann sie nicht überzeugen. Die Motorcharakteristik ist dafür eher ungeeignet und auch die Armaturen sind für stehendes Fahren nicht korrekt angeordnet. Der Bremshebel wirkt komplett fehl am Platz.

Umtausch Multi 950 in 950S sinnvoll?

Einige Fahrer, die von der Multistrada 950 auf die 950S umgestiegen sind, berichten von einem deutlichen Unterschied und bereuen den Tausch keine Sekunde. Die 950 S bietet mehr an Sicherheit und Komfort. Das Farbdisplay ist im Vergleich zum normalen deutlich schöner und besser. Das Semiaktive Fahrwerk ist unterhaltsam, Kurven-ABS bedeutet einen Sicherheitsgewinn. Die beleuchteten Schalter finden viele Fahrer "endgeil".

Die Entscheidung kommt letztendlich aus dem Bauch und nicht aus dem Kopf, und der will Gimmicks Flair und .... Ein Motorrad (und in dieser Preisklasse erst recht) ist i. d. R. kein Gebrauchsgegenstand sondern ein Statement!

Die 950er S ist wirklich ein ausgereiftes und solides Motorrad, was ich nach einem halben Jahr und fast 7000 km Fahrt nur empfehlen kann.

Ducati Multistrada 950 S im Fahrbericht

Ducati hat seinen Allround-Enduro-Sporttourer Multistrada 950 erheblich aufgewertet. Es ist ein bisschen wie bei Ducatis Konzernmutter Audi. Da erwarten die Kunden ja auch keinen spartanisch ausgestatteten Kleinwagen. Sondern sportlich-elegante Autos mit allem Schnick und Schnack.

Die 2019er- Multistrada 950 hat in der Basisversion folgende Features neu: eine 6-achsige Bosch IMU (Inertial Measurement Unit), mit dreistufig regelbarem Kurven-ABS, die Berganfahrhilfe Vehicle Hold Control (VHC) für leichteres Anfahren am Berg (insbesondere mit Beifahrer und Gepäck), eine hydraulisch betätigte Kupplung mit geändertem Innenleben, eine um 500 Gramm erleichterte Schwinge aus der 1260 Enduro, ebenfalls 500 Gramm (in Summe) leichtere Leichtmetallguss-Räder, Blinker mit automatischer Abschaltfunktion (abhängig von Schräglage und Wegstrecke), ein überarbeitetes LCD-Cockpit, Radiale Bremspumpe und Kombi-Bremsfunktion (Handhebel aktiviert angepasst auch die Hinterradbremse).

Die S-Version der Multistrada 950 trägt das komplette Elektronik-Paket für noch mehr (Bedien-)Komfort. Dazu zählen: Das Elektronische, semiaktive Fahrwerk „Ducati Skyhook Suspension“ (DSS), Schaltassistent Ducati Quick Shift (DQS) für kupplungsfreies Hoch-und Herunterschalten, Voll-LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Funktion (Ducati Cornering Lights DCL), ein hochauflösendes, buntes 5-Zoll-TFT-Display, Tempomat und hintergrundbeleuchtete Lenkerarmaturen, Konnektivität mit Smartphone inklusive Freisprecheinrichtung, optionale Speichenräder ab Werk (600 Euro Aufpreis).

Das Ausstattungspaket erinnert eher an Luxuslimousinen als an die obere Mittelklasse der Reise-Enduros. Enduros? Ja, warum denn nicht, denn immerhin lässt die Multistrada 950 (S) vorn einen 19-Zöller rotieren. Und zwar gripstarke Pirellis „Made in Germany“. 170 Millimeter Federweg vorn wie hinten sprechen zwar eher gegen harte Offroad-Einsätze. Aber genug für komfortables Gleiten ist das allemal.

Technische Daten

Hier ist eine Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten der Ducati Multistrada 950 und 950 S:

Merkmal Ducati Multistrada 950 Ducati Multistrada 950 S
Motor 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder
Hubraum 937 ccm 937 ccm
Vorderradaufhängung Kayaba Telegabel Upside-Down Kayaba Telegabel Upside-Down
Hinterradaufhängung Sachs Monofederbein Sachs Monofederbein
Vorderradbremse Doppelscheibe 320 mm, Brembo Vierkolben-Zange Doppelscheibe 320 mm, Brembo Vierkolben-Zange
Hinterradbremse Scheibe 265 mm, Zweikolben-Zange Scheibe 265 mm, Zweikolben-Zange
Vorderreifen 120/70-19 120/70-19
Hinterreifen 170/60-17 170/60-17
Radstand 1.594 mm 1.594 mm
Sitzhöhe 840 mm 820-760 mm
Gewicht fahrbereit 227 kg 230 kg
Tankvolumen 20 Liter 20 Liter

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