Ducati Supermoto Gerüchte: Was kommt als Nächstes?

Die Motorradwelt ist ständig in Bewegung, und die 1000PS Crew ist immer auf der Suche nach den neuesten Nachrichten, Modellneuheiten und Geschichten über neue Motorradmodelle, Umbauten und Tuningbikes. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Gerüchte rund um eine mögliche Ducati Supermoto und andere interessante Entwicklungen bei Ducati.

Die Ducati Hypermotard: Ein Funbike, das begeistert

Gilt es, die Wörter Funbike und Ducati miteinander zu verbinden, führt kein Weg an der Hypermotard 950 vorbei. Die Hypermotard von Ducati war schon immer eines der Motorräder, an denen sich die Geister scheiden - nicht nur wegen ihres Designs. Das puristische Funbike Hypermotard mit 1000er-Zweiventil-V2 wird in Serie gebaut. Doch der enthusiastische Zuspruch der Fans sowie zwei Designpreise lösten alle Zweifel auf. Trotz längerfristiger Produktionsplanungen, in welche die Hypermotard eingeschoben wird, soll sie im Frühjahr 2007 bei den Händlern stehen. Auswirkungen auf die anderen geplanten Modelle soll das nicht haben.

Seit dem Modelljahr 2020 können sich Ducati-Fans und alle, die auf Funbikes stehen, auch für die Hypermotard 950 RVE entscheiden. Diese platziert sich zwischen dem Standard- und dem SP-Modell und punktet seit jeher mit einer coolen Grafiti-Optik. Für das Modelljahr 2024 präsentiert Ducati die Hyper RVE im neuen Graffiti Livery Evo Design. Die Aufmachung setzt auf eine neue Folierung mit dem Ziel, ein raffiniertes und komplexes grafisches Design zu erhalten, das, wie bei der Vorgängerin, von Werken der Straßenkunst inspiriert ist. Die Grafik streckt sich über das gesamte Motorrad und endet in neuen RVE-Logos am Heck, die eine Airbrush-Malerei imitieren soll.

Technische Details und Ausstattung der Hypermotard 950 RVE

Die Elektronik der Hypermotard 950 RVE ist wie man es von Ducati kennt, sehr umfangreich. Sie besteht aus dem ABS Cornering Bosch EVO, das mit der Funktion Slide by Brake integriert ist, die ein kontrolliertes Powersliding bei der Einfahrt in die Kurve ermöglicht, der Ducati Wheelie Control (DWC) EVO, die jederzeit über das 4,3" TFT-Display überwacht werden kann. Der Fahrer kann außerdem seinen Fahrstil individuell anpassen und die von Ducati festgelegten Betriebsparameter in den drei Riding Modes Sport, Touring und Urban wiederherstellen.

In Deutschland beginnt der Preis für die neue Ducati Hypermotard 950 RVE bei 15.490 Euro (900 Euro mehr als das Standard-Modell) und in der Schweiz bei 16'490 CHF (1'000 CHF mehr als das Standard-Modell).

Die Geschichte der Ducati Hypermotard

Die ersten Hypermotard-Überlegungen gab es schon 1998. Damals lief die Multistrada-Entwicklung auf Hochtouren, und die Idee eines extremeren Schwestermodells war nicht so abwegig. Es dauerte dann aber doch noch sechs Jahre, bis die Supermoto-Formensprache markttauglich war, und Terblanche die Idee wieder aus der Schublade holte. „Die so genannten Erfolge habe ich immer mehr oder weniger allein gemacht und meist in ziemlich kurzer Zeit, nämlich in drei bis vier Monaten. Das gilt auch für die Hypermotard.” Auf den Hype um die Hypermotard angesprochen ruderte Pierre Terblanche in seiner zurückhaltenden Art aber gleich wieder etwas zurück: „Die Hypermotard bietet ein paar hübsche optische Lösungen, aber echte Neuerungen bringt sie im Grunde nicht mit. Sie vereint verschiedene Elemente, die man in dieser Kombination eben noch nicht gesehen hat.”

Natürlich basiert die Hypermotard auf der Multistrada, Rahmen und Motor sind nahezu baugleich mit den Teilen des zumindest in Deutschland nur mäßig erfolgreichen Schwestermodells. Dazu kommen das Getriebe des Supersportlers 1098 und ein paar edle, aber doch handelsübliche Zulieferteile - eben ein typisches Baukastenprodukt. Doch wie es Terblanche geschafft hat, mit so wenig Anbauteilen ein dermaßen eigenständiges Design hinzubekommen, ist einfach genial.

So muskulös die Hypermotard auf Fotos wirken mag, so überraschend zierlich kommt sie live rüber. Terblanche wollte ein Motorrad „mit der Optik einer 500er, aber der Power einer 1000er” - das ist ihm tadellos gelungen. Stilbildend sind der rote Gitterrohrrahmen mit dem filigranen Rahmenheck, die massige Alu-Einarmschwinge, der schmale Tank, die beiden hoch gelegten Auspuffrohre und das noch höher liegende LED-Rücklicht, dessen Anbauteile als Soziushaltegriff und Spoiler dienen, der breite Crosslenker, der kurze Frontschnabel und das Mini-Cockpit im Enduro-Stil.

Die Sitzposition wirkt (zumindest kurzfristig) sehr bequem. Die abschüssige, sehr weit vorn eine Kuhle bildende Sitzbank läßt den Fahrer weit in Richtung Vorderrad rutschen. Angriffslustig und mit weit ausgebreiteten Armen hockt er ziemlich nah am Lenker, die breite Stange liegt gefühlsmäßig in Schlagdistanz zum Bauchnabel. Je größer der Fahrer, desto unangenehmer oder zumindest ungewohnter ist diese extreme Vorderradorientierung. Aber von der Sitzbank-Front gibt’s auch durchaus positive Meldungen: Das Sitzmöbel ist im hinteren Bereich recht breit und damit durchaus soziustauglich geformt. Die Beifahrerfußrasten sind ebenfalls menschenwürdig montiert.

Ein herrliches Gimmick sind die klappbaren Rückspiegel, die gleichzeitig die LED-Blinker integrieren. Alles zusammen gehört zu den Handprotektoren, hinter denen verstellbare Hebel auf Fahrerhände lauern. Die Spiegel zeigen zwar erstaunlich klar das rückwärtige Geschehen, nur leider liegen sie völlig außerhalb des normalen Fahrer-Sichtfeldes, nämlich sehr weit unten und noch weiter außen. Mit üppigen 1,20 Meter Durchfahrtsbreite liegt die bespiegelte Hypermotard auf Goldwing-Niveau, was dem innerstädtischen Kolonnen-Durchschlängeln einen ganz besonderen Reiz verleiht.

Weitere Ducati-Projekte und Gerüchte

Neben der Hypermotard gibt es auch Gerüchte über andere interessante Projekte bei Ducati. Auf einer Pressekonferenz erwähnte Claudio Domenicali (CEO Ducati) zwei Scrambler-Modelle, die das Potenzial haben in Serien zu gehen. Ein ADV-Motorrad (Adventure) und eine Supermoto. Das Vorderrad hat 21 Zoll, das Hinterrad 18 Zoll im Durchmesser. Neben einem großen Tank an der üblichen Stelle befindet sich auch einer am Heck, was auf eine recht hohe Reichweite schließen lässt.

Die Supermoto trägt den Namen Ducati Scrambler Motard und steht vorn und hinten auf 17 Zoll Rädern. Der Auspuff wurde weit oben geführt. Der Fender vorn wurde gekürzt. Angetrieben wird die Scrambler Motard von einem luftgekühlten 800cc V-Twin mit 54 kW (73 PS - 72 hp). Ob die beiden Modelle gebaut werden hängt von den Reaktionen der Besucher auf der Eicma ab. Dort werden die beiden Modelle zum ersten mal zu sehen sein.

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