Die Ducati Scrambler hat sich seit ihrer Einführung zu einer fast eigenständigen Submarke entwickelt. Mit Modellen wie der Icon, Classic, Full Throttle, Street Classic, Desert Sled und der Café Racer bietet die Baureihe eine breite Palette an Optionen.
Ducati Scrambler Café Racer: Eine ungewöhnliche Kombination?
Die Scrambler CR mag auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirken, doch schon nach wenigen Kilometern überzeugt sie mit ihrem eigenwilligen Crossover-Charakter. Die moderat positionierten Alu-Stummellenker und die sportliche, nach vorn gebeugte Haltung vermitteln echtes Café-Racer-Feeling. Dieses Gefühl wird durch den Höcker über dem Soziussitz und die Startnummerntafeln verstärkt.
Obwohl das digitale Rundinstrument nicht jedermanns Geschmack trifft, bietet es die üblichen Informationen wie zwei Tripmaster, Gesamtkilometer, Außentemperatur und Uhr. Der Drehzahlmesser mit grober Einteilung und der wenig feinfühlig dosierbare hintere Stopper sind jedoch weniger zufriedenstellend.
Die CR lässt sich mit dem 17 Zoll großen Pirelli Diablo Rosso II punktgenau steuern und zeigt auch beim Verzögern in Schräglage keinerlei Aufstellneigung. So verwundert es nicht, dass man sich mit dem italienischen Espresso Racer auf der Landstraße häufig im für Flensburger Strafpunkte empfindlichen Bereich bewegt.
Der 75 PS starke Motor nimmt ab 2700, 2800 Umdrehungen pro Minute ruckfrei Gas an. Zwischen 4000 und 6000 Umdrehungen pro Minute begeistert der 803 Kubikzentimeter große Zweizylinder mit sattem Durchzug und unmittelbarer Gasannahme. Bei 7000 Touren liegen im letzten Gang 140 km/h an, und darüber beginnt eh das große Kribbeln auf der Sitzbank.
Die gattungstypische Lampenverkleidung verrichtet ihren Dienst trotz ihres Minimalismusses überraschend effektiv. Bei höherem Tempo ruhen die Schultern auf dem Fahrtwindpolster und Oberkörper und Arme werden ausreichend entlastet. Das sorgt auf der Autobahn für relativ hohe Durchschnittstempi.
Das Startnummernfeld trägt übrigens nicht zufällig die Zahl 54. Damit erinnert Ducati an den Motorradrennfahrer Bruno Spaggiari, der vor 50 Jahren mit eben jener Zahl und einer 350er Scrambler am Straßenrennen Mototemporada Romagnola teilnahm.
Die neue Generation der Ducati Scrambler
Die Ducati-Scrambler-Baureihe wurde technisch gründlich überarbeitet. Eine neue Generation wird als "Next Gen Freedom" angepriesen und ist für knapp 11.000 Euro erhältlich.
Die neue Ducati Scrambler Icon ist moderner, leichter und bunter geworden. Ride-by-Wire ersetzt die früheren Bowdenzüge und ermöglicht zwei Fahrmodi ("Road", "Sport"). Der Zweizylinder überzeugt durch feine Gasannahme und eine sehr angenehme Leistungsabgabe. Allerdings ist der Antrieb für seine Größe nicht sparsam.
Die 185 Kilogramm leichte Scrambler ist ein ausgesprochen leicht zu handhabendes, dabei kein bisschen nervöses Motorrad. Ducati hat nun fast alles integriert, was heute en vogue ist: Die schräglagenabhängig regelnde Traktionskontrolle ist vierstufig einstell- oder auch abschaltbar, dazu hält sich ein Kurven-ABS in Reserve.
Es gibt nun Voll-LED-Beleuchtung inklusive eines charakteristischen Tagfahrlichts sowie ein gut ablesbares, stilistisch einfach gehaltenes TFT-Display im Cockpit. Sogar ein Quickshifter zum kupplungslosen Gangwechsel ist lieferbar.
Fahrleistungen und Verbrauch
- Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
- Normverbrauch: 5,2 l/100 km
Fahrwerk
- Stahl-Gitterrohrrahmen
- 41 mm ø USD-Telegabel vorne, 150 mm Federweg
- Aluminiumguss-Schwinge hinten, Zentralfederbein, Vorspannung einstellbar, 150 km Federweg
- Aluminiumgussräder
- Reifen vorne 110/80 R 18, hinten 180/55 R 17
- 330 mm ø Einscheibenbremse vorne, 245 mm ø Einscheibenbremse hinten
Assistenzsysteme
- Zwei Fahrmodi
- Kurven-ABS
- Schräglagenfähige Traktionskontrolle
Maße und Gewichte
- Radstand: 1449 mm
- Sitzhöhe: 795 mm
- Gewicht fahrfertig vollgetankt: 185 kg
- Zuladung: 173 kg
- Standgeräusch: 93 dB(A).
- Tankinhalt: 13,5 l
Die Ducati Scrambler 1100
Die "große" Scrambler 1100 ging 2018 als klassisches Retrobike an den Start. Der 1,1-Liter-V2 meldet sich sofort kräftig zum Dienst. Druckvoll genug und doch angenehm weich geht der Motor stets zu Werke. Dank Elektronik kommt die Kraft jederzeit berechenbar auf die Straße. Das Zusammenspiel mit dem klaglos agierenden Getriebe funktioniert vorbildlich.
Im Vergleich zu den davor verfügbaren 1100er-Scramblern zeichnen sich die Pro-Versionen durch einen hochgelegten, doppelläufigen Endschalldämpfer sowie ein Stummelheck mit geänderter Sitzbank aus. Die Sport Pro bietet als Besonderheiten ein Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen mit radial montierten Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln sowie einen tieferen Lenker mit Rückspiegeln im Café-Racer-Stil.
Auch die Pro-Varianten werden von einem 63 kW/86 PS starken Euro-5-V2 angetrieben und bringen fahrfertig knapp über 200 Kilogramm auf die Waage.
Ducati Scrambler Urban Motard
Wie die Modellbezeichnung bereits anklingen lässt, ist die Urban Motard weniger für große Reisen als vielmehr für das städtische Umfeld konzipiert worden. In der Urban Motard arbeitet der 803 Kubikzentimeter große "kleine" Twin mit einer Leistung von 53,7 kW/73 PS. Die Urban Motard rollt auf 17 Zoll Speichenrädern und trägt einen hohen vorderen Kotflügel.
Vergleich: Ducati Scrambler 1100 vs. 800
Die Ducati Scrambler 1100 ist nicht nur ein Motorrad, sondern ein Lebensgefühl. Mit ihrem markanten Design und ihrer kraftvollen Leistung zieht sie sowohl erfahrene Biker als auch Einsteiger in ihren Bann. Dieser Artikel vergleicht die Scrambler 1100 mit den anderen Modellen der Scrambler-Reihe, um ihre Stärken und Schwächen herauszuarbeiten.
Design und Ergonomie
Das Design der Scrambler 1100 ist ein echter Hingucker. Der breitere Lenker und die ergonomisch geformte Sitzbank sorgen vor allem auf längeren Strecken für ein angenehmes Fahrgefühl.
Motor und Leistung
Der Motor der Scrambler 1100 bietet eine beeindruckende Leistung, die sich deutlich von der 800er Version abhebt. Damit ist sie ideal für Fahrerinnen und Fahrer, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände unterwegs sein wollen.
Technologie und Ausstattung
Technologisch hat die Scrambler 1100 einiges zu bieten. Im Vergleich zur 800er-Version sind die Assistenzsysteme wie ABS und Traktionskontrolle bei der 1100er ausgefeilter und bieten mehr Sicherheit, vor allem auf rutschigem Untergrund.
Fahrverhalten und Handling
Das Fahrverhalten der Scrambler 1100 ist ein weiteres Highlight. Die Federung ist komfortabler und absorbiert Unebenheiten besser, was vor allem auf langen Strecken von Vorteil ist. Während die 800er eher sportlich ausgelegt ist, bietet die 1100er ein ausgewogenes Fahrverhalten, das sowohl für entspannte Touren als auch für sportliche Fahrten geeignet ist.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Scrambler 1100 liegt in einer höheren Preisklasse als die 800er Version, bietet aber auch mehr Leistung und Ausstattung. Im Vergleich zur Konkurrenz in dieser Preisklasse bietet die Scrambler 1100 ein gutes Gesamtpaket, das sowohl Design als auch Leistung umfasst.
BMW R nineT Scrambler vs. Ducati Scrambler 1100 (2018)
Die beiden Retro-Bikes BMW R nineT Scrambler und Ducati Scrambler 1100 sind zwei kernig gestylte Zweizylinder für alle Tage. Die BMW hat den besseren, weil lebendigeren Motor, die Ducati das homogenere Fahrverhalten und mit Kurven-ABS die modernere Technik an Bord. Ausstattungsbereinigt sind beide mit rund 15.000 Euro gleich teuer.
Geschwindigkeitsmessungen und Beschleunigung
Die Messung der Geschwindigkeit bei Motorrädern, insbesondere im Bereich von 50 bis 120 km/h, ist ein wichtiger Aspekt der Leistungserfassung und Sicherheitsbewertung. Mit dem Einsatz von GPS-Technologie hat sich die Möglichkeit, Geschwindigkeit exakt und in Echtzeit zu messen, revolutioniert.
Hier eine Auflistung von Motorrädern und deren gemessene Beschleunigung von 50-120 km/h:
- Kawasaki (Sporttourer): 2,599 s
- Suzuki (Vierzylinder): 2,601 s
- Aprilia Tuono Factory: 2,707 s
- Ducati Racing Power (Zweizylinder): 2,762 s
- Ducati Panigale V4 (Hyper-Naked): 2,809 s
- Harley Davidson Sportster S: 2,816 s
- Adventure Bike: 2,994 s
- Ducati Supersport 950: 3,035 s
- Suzuki GSX-S950: 3,302 s
- Husqvarna Norden 901 Expedition: 3,320 s
- Naked Bike (Retro-Look): 3,422 s
- Kawasaki Versys (SE Modell): 3,533 s
- Yamaha Niken GT: 3,561 s
- Harley Davidson (Sportster): 3,620 s
- Motorrad (Kraftvoll & Leicht): 3,717 s
- Ducati (Modern & Klassisch): 3,743 s
- Honda CB1000 Hornet (999 ccm, 152 PS): N/A
- Honda Transalp: 3,948 s
- Fantic Caballero 700: 4,037 s
- Aprilia Tuareg: 4,055 s
- Kawasaki Ninja (Sporttourer): 4,139 s
- Ducati Scrambler Nighshift: 4,177 s
- Yamaha Tenere: 4,373 s
- Ducati Scrambler Desert Sled: 4,587 s
- Motorrad (Vielseitig & Spaßig): 4,940 s
- Indian (Hubraumverliebt): 5,009 s
- QJ Motor (ADV Bike): 5,185 s
- Kawasaki Ninja (Supersport): 5,610 s
- Motorrad (Freiheit & Sicherheit): 5,914 s
- Motorrad (Alleskönner): 6,001 s
- Motorrad (Stilbewusst): 6,700 s
- Custom Cruiser: 5,929 s
- QJ Motor (Supersportler): 7,941 s
- Honda Rebel 500: 7,989 s
- Brixton (Großer Motor): 8,279 s
- Motorrad (Kraftvoll & Leicht): 8,541 s
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