Die Scrambler von Ducati feiern ihr 10-jähriges Jubiläum. Was 2014 mit Ducati-untypischen, non-performanten Heritage-Modellen begann, hat sich zu einer festen Größe entwickelt, insbesondere durch das Comeback des luftgekühlten Desmo-Due-Motors mit 803 Kubikzentimetern.
Für das Jahr 2025 frischt Ducati die Icon als Basis und die Full Throttle als Top-Modell auf. Hier sind die wesentlichen Unterschiede und Neuerungen der verschiedenen Modelle.
Ducati Scrambler Icon Dark 2025
Die Ducati Scrambler Icon Dark steht für die Essenz der Scrambler-Reihe. Sie verzichtet auf überflüssige Elemente und setzt auf ein reduziertes Design. Mit ihrer mattschwarzen Lackierung und dem schlichten Erscheinungsbild spiegelt die Icon Dark den unverkennbaren Stil der Ducati Scrambler wider.
Der markante Tropfentank, ein zentrales Design-Merkmal der Scrambler-Familie, zeigt sich hier in komplett schwarzer Lackierung und schafft durch die Kombination unterschiedlicher Materialien ein stimmiges Gesamtbild. Weitere Details wie der vordere Kotflügel und die Luftleitbleche betonen das klare Design.
Mit einem Federweg von 150 mm an der 41-mm-Kayaba-Upside-Down-Gabel und einem ebenso langen Federweg vom einstellbaren Kayaba-Federbein hinten, bietet die Icon Dark ein komfortables Fahrgefühl auf unterschiedlichsten Untergründen. Die Reifendimensionen von 110/80 R 18 vorn und 180/55 R 17 hinten, in Kombination mit Pirelli MT60 RS, ermöglichen eine ausgewogene Fahrdynamik sowohl auf der Straße als auch auf leichtem Schotter. Kurven-ABS ist Grundausstattung, den Quickshifter gibt es optional. Die Icon Dark kostet 2025 ab 9.990 Euro.
Ducati Scrambler Full Throttle 2025
Die Ducati Scrambler Full Throttle ist die sportlichste Version der Scrambler-Modelle und orientiert sich an den US-Flat-Track-Rennen. Auffällig sind die seitlichen Nummernschilder, die die Zahl 62 - das Jahr, in dem die erste Ducati Scrambler vorgestellt wurde - im Tracker-Stil zeigen. Diese Details unterstreichen das sportliche und aggressive Auftreten der Full Throttle.
Neben dem sportlichen Look überzeugt die Ducati Scrambler Full Throttle durch ihre technischen Eigenschaften. Der abgesenkte Lenker mit variablem Querschnitt, ein kurzer vorderer Kotflügel sowie der Termignoni-Schalldämpfer betonen den sportlichen Charakter und das Racing-Erbe des Motorrads. Die schwarze und bronzefarbene Lackierung, inspiriert von den Rennfahrzeugen der 1970er-Jahre, findet sich auf den Aluminiumfelgen wieder.
Die Reifengröße beträgt, wie bei der Icon Dark, 110/80 R 18 vorn und 180/55 R 17 hinten. Die Federwege betragen hier ebenfalls 150 mm vorn und hinten, was sie für den Einsatz auf unterschiedlichstem Terrain geeignet macht. Serienmäßig hat die Full Throttle einen Quickshifter mit Blipper sowie Kurven-ABS und kostet ab 12.690 Euro.
Ducati Scrambler Next-Gen: Moderne Technik trifft auf klassisches Design
Beide Modelle basieren auf der zweiten Generation der Ducati Scrambler, die 2023 eingeführt wurde. Die neue Scrambler-Generation kombiniert klassisches Design mit moderner Technik.
Der luftgekühlte V2 bzw. L2-Motor mit nur 2 desmodromisch gesteuerten Ventilen pro Zylinder misst 803 Kubik, leistet 73 PS bei 8.250 U/min und hat ein maximales Drehmoment von 65 Nm bei 7.000 U/min. Für A2-Führerscheininhaber ist der Motor in einer 48 PS-Version erhältlich.
Beide Modelle sind mit einem 6-Gang-Getriebe ausgestattet und verfügen über eine hydraulisch betätigte Anti-Hopping-Kupplung. Das Trockengewicht der Scrambler-Modelle liegt bei 185 kg. Diese Modelle bieten zudem Ride-by-Wire und verschiedene Riding Modes, darunter "Road" und "Wet", was die Fahreigenschaften bei unterschiedlichen Bedingungen optimiert.
Die Ducati-Scrambler-Baureihe wurde technisch gründlich überarbeitet. Und auch am Image der Modelle Icon, Full Throttle und Nightshift wurde gefeilt. Dabei wurde eine ganze Reihe Details nicht nur verändert, sondern gründlich weiterentwickelt.
Primär ist die neue Ducati Scrambler - wir fuhren die Basisversion Icon - moderner und leichter geworden, aber auch bunter: Leuchtende Farben sind gesetzt, alleine für die Icon gibt es sechs Dekorsets, die in unter einer Stunde montiert sein sollen und für überschaubare 285 Euro einen ganz neuen Look bieten.
Ride-by-Wire ersetzt die früheren Bowdenzüge und macht zwei Fahrmodi ("Road", "Sport") möglich. Der Zweizylinder überzeugt durch feine Gasannahme, eine sehr angenehme Leistungsabgabe und genügend Power: Das Zweiventiltriebwerk gibt sich drehfreudig und agil, ist aber für seine Größe nicht sparsam: Unter fünf Liter wird kaum ein Scramber-Fahrer 100 Kilometer weit kommen. Viel mehr als 200 Kilometer am Stück sind im 13,5 Liter-Tank also nicht drin.
Denn die 185 Kilogramm leichte Scrambler ist ein ausgesprochen leicht zu handhabendes, dabei kein bisschen nervöses Motorrad geworden. Schon kleine Kommandos am Lenker genügen und die Italienerin tut, was ihr Fahrer von ihr erwartet. Willig schnappt sie nach jeder Kurve und absolviert diese präzise und stabil, sie federt und dämpft sportlich, aber nicht ungehobelt und bremst stabil und gut dosierbar, wenngleich der Biss eher verhalten erscheint. Die Bedienung ist einfach, der Sitz in leicht zugänglichen 79,5 cm Höhe montiert. Alle Schalter und Hebel sind griffgünstig platziert, der Lenker angenehm geformt.
Eher freut man sich über die neue Technik, denn es gibt nun Voll-LED-Beleuchtung inklusive eines charakteristischen Tagfahrlichts sowie ein gut ablesbares, stilistisch einfach gehaltenes TFT-Display im Cockpit. Das Bordcomputer-Menü ist klar strukturiert und deshalb gut bedienbar. Die Elektronisierung geht allerdings, wenn auch gegen Mehrpreis, noch weiter: Sogar ein Quickshifter zum kupplungslosen Gangwechsel ist lieferbar.
Trotz der umfangreichen Modifikationen vermittelt die Ducati Scrambler in der Icon-Version einen angenehm bodenständigen Eindruck: Ihre Stärken - primär pures, großes Fahrvergnügen - kommen ausgezeichnet zur Geltung. Sie macht Spaß auf jeder Art Straße, gibt sich modern und zeitgemäß, aber nicht überkandidelt.
Der Hersteller sieht die Tribute Pro als Hommage an den luftgekühlten Zweizylinder und feiert damit dessen 50-jähriges Jubiläum bei Ducati. Die spezielle Lackierung "Giallo Ocra" mit dem einst von Giugiaro entworfenen Logo auf dem Tank sowie die schwarzen Speichenräder zeichnen dieses Modell aus. Es gibt drei Riding-Modes, die mit der Traktionskontrolle kombiniert sind.
Wie die Modellbezeichnung bereits anklingen lässt, ist die Urban Motard weniger für große Reisen als vielmehr für das städtische Umfeld konzipiert worden. Stil, Sportlichkeit und Fahrspaß sieht man im Vordergrund. Die Urban Motard rollt auf 17 Zoll Speichenrädern und trägt einen hohen vorderen Kotflügel. Die seitlichen Nummerntafeln greifen den Supermoto-Stil auf.
Die Ducati Scrambler der neuen Generation, wurde 2014 vorgestellt und kam dann ab 2015 in den Handel. Angetrieben werden die Scrambler von einem Luftgekühlten V2-Motor mit desmodromischer Ventilsteuerung. Die kleine Sixty2 hat eine Hubraum von 399 ccm. Der Motor leistet 30KW bei 8750 U/Min. Der 800er Motor, der ursprünglich in der Ducati Monster 796 zum Einsatz kam, hat einen Hub von 66 mm bei einer Bohrung von 88 mm und kommt so auf 803ccm. Der Motor leistet 50KW bei 8250 U/Min.
Ab 2020 wurde die Ducati Scrambler Icon Dark angeboten. Es wurden hier keine USB-Lademöglichkeit, mechanisch bearbeitete Felgen, kein LED-Licht verbaut. Die Rückspiegel unterschieden sich zur normalen Icon. Die Icon Dark war der günstigste Einstieg in die Ducati Scrambler Welt.
Die Full Throttle wurde 2020 vom Modell Nightshift abgelöst. Die Nighshift zeichnet sich durch Speichenräder, anderen Lenker und einer anderen Sitzbank aus.
Zum Modelljahr 2023 wurde die 800er Baureihe komplett überarbeitet. Das LCD-Display wurde gegen einen TFT - Display eingetauscht, das Fahrwerk überarbeitet. Dies hat nun ein Zentralfederbein in der Mitte der Schwinge und nicht mehr an der linken Fahrzeigseite. Die Krümmerführung wurde überarbeitet, aber der Motor ist immer noch der bekannte V2 Motor, nun allerdings mit Drive-by-Wire on Board. Das ermöglicht den Einsatz von Quickshifter und zwei Fahrmodis. Insgesamt wurden nochmal ca. 4 KG Gewicht eingespart.
Technische Daten im Vergleich
Hier ist ein Vergleich der technischen Daten der Ducati Scrambler Icon und Full Throttle:
| Merkmal | Ducati Scrambler Icon | Ducati Scrambler Full Throttle |
|---|---|---|
| Motor | 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder | 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder |
| Hubraum | 803 ccm | 803 ccm |
| Max. Drehmoment | 66 Nm bei 5.750 U/min | 65 Nm bei 7.000 U/min |
| Federung vorne | Kayaba Upside-Down Telegabel, 41 mm | Kayaba Upside-Down Telegabel, 41 mm |
| Federung hinten | Kayaba Monofederbein, Federvorspannung, Zugstufe einstellbar | Kayaba Monofederbein, Federvorspannung, Zugstufe einstellbar |
| Bremse vorne | Einzelscheibe, 330 mm, Vierkolben-Zange | Einzelscheibe, 330 mm, Vierkolben-Zange (Brembo) |
| Bremse hinten | Scheibe, 245 mm, Einkolben-Zange | Scheibe, 245 mm, Einkolben-Zange |
| Reifen vorne | 110/80 - 18 | 110/80-18 |
| Reifen hinten | 180/55 - 17 | 180/55-17 |
| Radstand | 1.445 mm | 1.449 mm |
| Sitzhöhe | 798 mm | N/A |
| Gewicht fahrfertig | 189 kg | 185 kg |
| Tankinhalt | 13,5 Liter | 13,5 Liter |
| Durchschnittspreis | 8.007 Euro | 9.939 Euro |
Die Scrambler-Palette hat in den letzten Jahren bereits unzählige Fans in ihren Bann gezogen. Doch mit der stärker werdenden Konkurrenz schienen die Nakeds von Ducati etwas angestaubt. Natürlich war auch das Ziel, eine neue und jüngere Kundengruppe an die Marke zu binden - sprich Einsteiger, die sich den Traum vom ersten Motorrad erfüllen wollen.
Dank Ridy by Wire finden wir nun neben dem bereits bekannten Kurven-ABS auch die Fahrmodi Road und Wet, eine 4-stufig verstellbare und abschaltbare Traktionskontrolle und sogar einen Quickshifter mit Blipper-Funktion in den Scrambler Modellen vor. Letzteres ist aber leider nur in der Full Throttle serienmäßig mit an Bord.
Auf den ersten Blick hat sich nämlich nicht so viel an der Optik geändert. Beim genaueren Betrachten werden die Unterschiede zu den Vorjahresmodellen ersichtlich. So ist das LED-Tagfahrlicht eleganter gezogen und auch der Rest der Lichtelemente baut nun komplett auf LED. Der 13,5 Liter große Stahltank erhielt zudem eine leicht überarbeitete Form und verfügt weiterhin über die austauschbaren Plastik-Abdeckungen.
Der größte Fortschritt ist jedoch im Cockpit passiert. Dahin ist das alte und schlecht ablesbare LC-Display.
Die Unterschiede zwischen Scrambler Icon, Nightshift und Full Throttle
Die drei Varianten Icon, Nightshift und Full Throttle unterscheiden sich in der Grundauslegung: Die Icon bleibt das Original. Breiter Lenker, der sich jetzt etwas flacher stärker zum Fahrer neigt, 795 mm Sitzhöhe, 150 mm Federweg - wer unkomplizierten Fahrspaß und lässige Optik sucht, ist hier genau richtig. Gelb, Rot und Schwarz sind die drei Standardfarben, hinzu kommen drei neue Matt- und drei Metallicfarben.
Die kernige Full Throttle mit kurzem Heck übernimmt den sportlichen Part im Scrambler-Trio. Das vordere Schutzblech ist kürzer, der Lenker niedriger als bei der Icon. Die Nummerntafel ziert die 62 (das Geburtsjahr der ersten Ducati Scrambler), dazu gibt es unter anderem ein spezielles Finish für die Sitzbank, Performance-LED-Blinker und einen Sport-Endschalldämpfer von Termignoni.
Elegant und dezent sportlich wird es mit der Nightshift. Dunkelblau (Nebula Blue) lackiert, dunkelbraune Sitzbank, gestrippt wie die Full Throttle (Kurzheck, kein hinteres Schutzblech), flacher gerader Lenker mit Lenkerendenspiegeln, schwarze Speichenfelgen - die Nightshift macht keinen Hehl aus ihren Café-Racer-Ambitionen. Sie löst das aktuelle Modell so gesehen eins zu eins ab in puncto Ausrichtung.
Mit der Scrambler -Reihe tat Ducati 2015 einen Glücksgriff: Der im Vergleich zum restlichen Modellprogramm gelassene und günstige Zweizylinder verkaufte sich bislang über 100.000 Mal, in immer wieder anderen, zeitgeistigen Versionen.
Neu ist eine Achtscheibenkupplung, die weicher und präziser arbeiten soll und es erlaubt, einen Quickshifter zu montieren - gegen Aufpreis, versteht sich.
Optisch wirkt das Motorrad technik-affiner als bislang, was vor allem daran liegt, dass die neue Krümmerführung mehr vom Motor freigibt, den auffällige Abdeckungen in den Blick rücken. Den traditionellen Gitterrohrrahmen gestalteten die Entwickler leichter, dazu gesellen sich eine neue Schwinge und ein jetzt verschraubtes Rahmenheck. Insgesamt spart die 800er-Scrambler vier Kilogramm Gewicht ein, wiegt ab dem Modelljahr 2023 also 185 Kilo, was ihrem jetzt schon spielerischen Handling weiter zugute kommen soll.
2 Fahrmodi und Traktionskontrolle
Erstmals spendiert Ducati den 800ern die elektronische Gassteuerung Ride-by-Wire, die eine Traktionskontrolle und zwei Fahrmodi namens "Road" und "Wet" ermöglicht; Kurven-ABS ist schon seit dem letzten Update an Bord.
Das Basismodell Icon, jetzt mit etwas niedrigerem Lenker, gibt es in Gelb, Schwarz und Rot, doch die bunte Scrambler-Vielfalt erschöpft sich damit nicht: Weitere sechs Farben sind optional als Kit erhältlich, der Tank- und Lampenverkleidung, Kotflügel und die farbigen Tags an den Rädern umfasst.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Supersport 950: Leistung, Daten & Testbericht
- Ducati Supersport 950 S 35 kW: Test, Daten & Fakten
- Ducati Monster Buch: Geschichte, Modelle & Pflege
- Ducati Monster 696 Sozius: Anbau, Komfort & Sicherheit
- Fahrradfahren Kalorien verbrennen: So viele Kalorien verbrennst du wirklich beim Radeln!
- Internationales DMV-Motocross Holzgerlingen: Alle Highlights & Zeitplan im Überblick!
Kommentar schreiben