Die Ducati Scrambler Urban Enduro ist mehr als nur ein Motorrad, sie ist ein Lebensgefühl. Mit ihrem markanten Design und der kraftvollen Leistung zieht sie nicht nur die Blicke auf sich, sondern bietet auch ein unvergleichliches Fahrerlebnis. Dieser Artikel beleuchtet die Stärken und Schwächen der Scrambler Urban Enduro im Vergleich zu den anderen Modellen der Scrambler-Baureihe.
Design und Ergonomie
Die Scrambler Urban Enduro besticht durch ihr robustes und zugleich elegantes Design. Mit der typischen Scrambler-Optik, die an die Wurzeln des Offroad-Fahrens erinnert, ist sie ein echter Hingucker. Im Vergleich zur Scrambler Icon, die eher auf urbanen Fahrspaß ausgelegt ist, bietet die Urban Enduro eine höhere Sitzposition und eine bessere Ergonomie für längere Touren. Die breiten Stollenreifen und der hohe Lenker sorgen für einen aggressiven Look und ein sicheres Fahrgefühl, besonders auf unbefestigten Wegen.
Motor und Leistung
Der Motor der Scrambler Urban Enduro ist ein 803 cm³ L-Twin, der für seine kraftvolle Leistung bekannt ist. Im Vergleich zur Scrambler Full Throttle, die auf sportliche Performance ausgelegt ist, bietet die Urban Enduro eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Fahrkomfort. Die Beschleunigung ist beeindruckend und ermöglicht schnelle Überholvorgänge, während die sanfte Leistungsentfaltung auch im Stadtverkehr angenehm ist. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht, das das Handling erleichtert und den Fahrspaß steigert.
Fahrverhalten und Handling
Das Fahrverhalten der Scrambler Urban Enduro ist sowohl auf der Straße als auch abseits befestigter Wege bemerkenswert. Im Vergleich zur Scrambler Café Racer, die für sportliches Fahren konzipiert ist, bietet die Urban Enduro mehr Stabilität und Kontrolle auf unebenem Untergrund. Die Federung ist gut abgestimmt und sorgt auch auf holprigen Wegen für ein angenehmes Fahrgefühl. Die Kombination aus robustem Rahmen und hochwertiger Federung macht sie zum idealen Begleiter für Abenteuerlustige.
Ausstattung und Technik
In Sachen Ausstattung hat die Scrambler Urban Enduro einiges zu bieten. Sie ist mit modernen Features ausgestattet, die das Fahren sicherer und komfortabler machen. Im Vergleich zur Scrambler Desert Sled, die mehr auf Geländetauglichkeit ausgelegt ist, bietet die Urban Enduro eine ausgewogene Ausstattung, die sowohl für Stadtfahrten als auch für Ausflüge ins Gelände geeignet ist. Die LED-Beleuchtung sorgt für gute Sicht, während das digitale Cockpit alle wichtigen Informationen auf einen Blick liefert.
Die Sitzhöhe im Detail
Der Radstand der Ducati Scrambler Urban Enduro misst 1.445 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Die Ducati Scrambler Desert Sled ist von Radachse zu Radachse 1.585 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter. Optional gibt es auch eine zwei Zentimeter niedrigere Sitzgelegenheit.
Vergleich der technischen Daten: Ducati Scrambler Urban Enduro vs. Desert Sled
| Merkmal | Ducati Scrambler Urban Enduro | Ducati Scrambler Desert Sled |
|---|---|---|
| Motor | 2-Zylinder, 803 Kubik | 4-Takt V 2-Zylinder, 803 Kubik |
| Max. Drehmoment | 68 Nm bei 5.750 U/min | 67 Nm bei 5.750 U/min |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down von Kayaba | In Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 46 Millimeter Standrohr-Durchmesser |
| Federung hinten | Monofederbein von Kayaba | In Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba |
| Bremse vorne | Vierkolben-Zange | Einzelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo |
| Bremse hinten | Scheibe Einkolben-Zange | Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Einkolben-Zange |
| Bereifung vorne | 110 / 80 - 18 | 120/70-19 |
| Bereifung hinten | 180 / 55 - 17 | 170/60-17 |
| Radstand | 1.445 Millimeter | 1.585 Millimeter |
| Sitzhöhe | 790 Millimeter | 860 Millimeter |
| Gewicht fahrbereit | 186 kg | 207 kg |
| Tankvolumen | 13,5 Liter | 13,5 Liter |
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 207 kg ist die Scrambler Desert Sled viel schwerer als die Scrambler Urban Enduro mit 186 kg. In den Tank der Scrambler Urban Enduro passen 13,5 Liter Sprit. Bei der Scrambler Desert Sled sind es ebenfalls 13,5 Liter Tankvolumen.
Die Ducati Scrambler Desert Sled
Die Scrambler-Baureihe wird um die Ducati Scrambler Desert Sled erweitert, also den Wüstenschlitten. Eine stilvolle Maschine mit durchaus ernst gemeinten Offroad-Ambitionen. Ducati hat alle Register gezogen und präsentiert die Ducati Scrambler Desert Sled - den „Wüstenschlitten“ - in der einzigen Wüste Europas. Sie liegt bei Tabernas im südöstlichen Zipfel Spaniens, diente schon als Kulisse für viele Spielfilme: „Lawrence von Arabien“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ oder „Für eine Handvoll Dollar“.
Eine klasse Kulisse: In der ausrangierten Westernstadt „Fort Bravo“ hat das Basislager Quartier bezogen. Zwischen Saloon, Post Office und „Grand Central Bank“ stehen 30, 40 bildschöne Motorräder, quasi moderne XT 500 mit knackigem, kraftvoll wirkendem Design - doch leider in strömendem Regen und bei bitterer Kälte. Kann da echte Fahrfreude aufkommen? Oh ja! Denn dieses neue, so ästhetische Motorrad trifft nicht nur optisch einen Nerv. Die Ducati Scrambler Desert Sled zieht sich auf lehmig-schlammigem Untergrund und im durchweichten Sand beachtlich aus der Affäre.
Doch vorher wollen 860 Millimeter Sitzhöhe auch von Leuten unter 1,75 Meter erklommen werden. Immerhin ist die bequeme Bank vorne schön schmal geschnitten. Optional gibt es auch eine zwei Zentimeter niedrigere Sitzgelegenheit. Herrlich sind die Aluminium-Abdeckungen seitlich am Tank.
Fahrwerk und Fahreigenschaften der Desert Sled
Prima liegt der breite Endurolenker mit schicker Querstrebe zur Hand, vielleicht ein wenig weit vorn. Die Sitzposition ist relaxed, vermittelt mit schmalem Knieschluss und gezackten Endurofußrasten guten Kontakt zur Maschine. Rund 210 Kilogramm vollgetankt soll die Ducati Scrambler Desert Sled wiegen. Sie ist kein Blender, auch wenn die Bedingungen tricky sind. In tiefen Spurrinnen laufen Vorder- und Hinterrad schnell mal in getrennten Bahnen. Logische Folge: Die Fuhre stellt sich quer. Macht gar nichts, denn ein beherzter Gasstoß reicht, und wie von Zauberhand reiht sich das Hinterrad wieder brav in Linie ein.
Hilfreich wirken gute Führungsqualitäten des von der Multistrada Enduro übernommenen 19-Zöllers vorn; ferner der durch die 25 Millimeter längere Schwinge auf 1505 Millimeter verlängerte Radstand. Dieser Scrambler erzählt dir viel, beim Betrachten und beim Fahren. Ducati spendierte vorn und hinten komplett neue Federelemente mit satten 20 Zentimeter Federweg. Sie geben sich schluckfreudig, sprechen fein genug an. Kleinere Sprünge steckt das verstärkte Federbein mit Ausgleichsbehälter locker weg. Erstmals in der Scrambler-Baureihe ist die Upside-down-Gabel von Kayaba voll einstellbar, dazu stabile 46 statt schmaler 41 Millimeter stark. Obere und untere Gabelbrücke liegen bei der Ducati Scrambler Desert Sled 30 statt bei den anderen Scramblern 22 Zentimeter auseinander.
Weitere Details der Desert Sled
Satte 238 Millimeter Bodenfreiheit nehmen die Angst vor kindskopfgroßen Steinen im Geröll. Doch Obacht: Der kurze Motorschutz aus Aluminium ist zwar markant, lässt aber den vorderen Zylinderkopf samt Krümmer ungeschützt. Mit dem breiten, aber kurzen Enduroschutzblech saut sich die adrette Ducati Scrambler Desert Sled ziemlich ein. Der stählerne Gitterrohrrahmen spannt den V2 nicht mehr tragend ein. Und präsentiert sich verstärkt durch eine zusätzliche Längsstrebe links vom stehenden Zylinder.
Nun, die Desert Sled knüpft als Krönung der Scrambler-Baureihe an Ducatis Geländetradition an: Im Jahr 1969 gewann ein Einzylinder-Scrambler aus Bologna die berühmte Baja California. Etwas umständlich über Bordmenü lässt sich das ABS abschalten, jedoch nur komplett vorn/hinten. Nun lässt sich die Ducati Scrambler Desert Sled auf Schotter anstellen und dabei gut kontrollieren. Die im Gelände wichtige Hinterradbremse ist trotz plump gestanzten Pedals feinfühlig dosierbar, der vordere Vierkolbensattel wirkt dagegen etwas matschig am Hebel.
Kompliment für die speziell auf die Desert Sled abgestimmten Pirelli Reifen Scorpion Rally STR: Ihr schönes Stollenprofil bietet tatsächlich viel Traktion. Nach schlammigen Passagen reinigt sich das Negativprofil auf trockenem Untergrund rasch wieder von allein. Und diese Grobstöller haften selbst auf klatschnassem kaltem Asphalt klasse.
Alternativen und Empfehlungen
Es gibt verschiedene Alternativen und Empfehlungen für Motorradfahrer, die ein vielseitiges Motorrad suchen, das sowohl für die Straße als auch für leichtes Gelände geeignet ist:
- Ducati Scrambler Urban Enduro (gedrosselt): Eine gute Option für kleinere Fahrer, da sie eine passende Sitzhöhe und ein einfaches Handling bietet.
- BMW F750GS oder Triumph Tiger 800 (tiefergelegt): Diese Modelle sind ab Werk in tiefergelegten Versionen erhältlich und bieten eine gute Balance zwischen Straßen- und Geländetauglichkeit.
- Aprilia Pegaso 650 (tiefergelegt): Eine kostengünstige Option, die sich für längere Touren eignet.
Wichtiger als alle technischen Features ist jedoch, dass das Motorrad gefällt und ein gutes Gefühl vermittelt. Ein Besuch bei einem großen Motorradhändler, der verschiedene Marken führt, kann bei der Entscheidung helfen.
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