Viele Fahrer empfinden den Ducati Streetfigher Originallack "stelth-dark" als zu langweilig. Um einen farblichen Akzent zu setzen, kann man die Seitenteile lackieren. Die Teile werden mit 600 Schleifpapier angeschliffen und mit Kunststoffprimer (Grundierung) vorbehandelt.
Es ist auch möglich, das Heck mitzulackieren, zumal der dünne, schwarze Originallack sehr empfindlich ist und schon an einzelnen Stellen die weiße Grundierung durchkommt. Typisch für Ducati ist, schwarze Kunststoffteile weiß zu grundieren und dann wieder schwarzen Endlack drauf zu lackieren.
Carbonteile und Individualisierung
Von der Fa. Carbonworld kann man sich einen „Auspuffhitzeschutz Carbon matt für Ducati Streetfighter“ leisten, um ihn aber zu individualisieren, entfernt man das Gitter von der Rückseite, das nur an wenigen Punkten auf das Carbonteil angeklebt ist, und lackiert es mit Lackspray hitzefest 300°C rot von Auto K, oder einem der vielen anderen Anbieter am Markt.
Nach Bedienungsanleitung wird der Lack, ohne Vorarbeit einfach aufgesprüht und im „Backofen“ eingebrannt (am besten wenn die Partnerin nicht zu gegen ist!).
Zusätzlich kann man einen HITZESCHUTZ innen aufbringen; MASSE: 25X33CM O. 50X50CM temperaturbeständig bis 500´C) von LOUIS, den man noch im Keller hatte, auf die Rückseite auflegen und von der Vorderseite den Umriss der Blende sowie die Ausschnitte für das Gitter anzeichnen und etwas großzügiger ausschneiden. Dann wird das neu lackierte Gitter wieder in die alte Position der Blende eingelegt und mit neuen hitzebeständigen Tamiya 50171 doppelseitigen Klebeband verklebt.
Auf diese Weise wird das Gitter zusätzlich mit der Carbonblende verbunden und hält nun besser als der Original-Aufbau. Nun noch die Originalschrauben durch rot eloxierte aus dem Fahrradhandel (werden vorwiegend als Schrauben mit M6 Gewinde für Flaschenhalter eingesetzt) ersetzt. Diese gibt es auch auf ebay. Fertig!
Probleme mit dem Rahmenhitzeschild
Ein Problem bei der Ducati Streetfighter ist, dass sich das Rahmenhitzeschild verfärbt (war mal schwarz).FFCarbon ist der einzige Anbieter auf dem Markt, der derzeit, dieses Teil in Carbon MATT anbietet. Allerdings auch nicht gerade in bester Qualität. Auch hier muss man nacharbeiten, denn der werkseitige Alu-Hitzeschutz auf der Rückseite ist zu klein und zu dünn und das Teil läuft auch schon nach kurzer Zeit braun verbrannt an.
Hier kommt wieder der „hitzeschutz-schild-masse-25x33cm-o-50x50cm (tempreraturbeständig bis 500´C) Teilenr.10027024 von Louis, zum Einsatz. Grob anzeichnen ausschneiden draufkleben, Überstand sorgsam drumherum wegschneiden und fertig ist der nun zur DARK passende Rahmenhitzeschutz.
Doch die Enttäuschung war groß als bereits nach weiteren 850km dieses Carbonteil trotz zusätzlicher Hitzeschutzfolie punktuell braun angelaufen war!
Kurzerhand wurde die Rückseite des Originalteils mit der vorgenannten Hitzeschutzfolie beklebt, die Vorderseite mit 300 Schmirgel angeschliffen und mit Auspufflack (von Auto K-Lacke bis 650 Grad) mattschwarz lackiert und mal wieder, der Gesundheit wegen, im Backofen bei einer langsamen Steigerung bis 250 Grad eingebrannt. Ist jetzt zwar optisch nicht der Brüller, sieht aber besser aus als das leuchtende ORANGE.
Das Carbonteil ist eine Fehlinvestition! Jetzt, nach weiteren 3000 km sieht das lackierte Originalteil immer noch aus wie am ersten Tag.
Windschild und Heckspoiler
Eine Scheibe von Puig (Referenz-Nummer 5054F) erinnert an ein Alien und musste für 48 Euro (gebraucht) sofort gekauft werden. Neu kostet sie 126 Euro von MOTIUM (Spanien).
Für den Heckspoiler wurde ein Soziussitz in ebay für 15 Euro erstanden, aufgepolstert und mit Kunstleder überzogen. Löcher durch die Unterseite gebohrt, die Löcher durch das Kunstleder macht man dann mit dem Lötkolben ansonsten reißen die aus.
Der Heckspoiler wurde aus einem uralten und schweren Teil von einer (Kreidler Galactica 50 DD 2.0) in ebay geschossen, der formtechnisch irre gut mit dem Windschild harmoniert. Dazu wurde noch schnell einen, zur Formgebung des Flügels, passenden Halter gebastelt. Mit dem ganzen Konstrukt ist man garantiert 4-5 km/h langsamer. Den schraubt man dann mit vier abgeschrägten Distanzhülsen einfach auf den Soziussitz und fertig.
Die Teile wurden abgeschmirgelt, grundiert und lackiert. Fertig! Passt super zum Windschild! Die Macht ist jetzt mit einem, oder so...!
Das Teil wird nur zu Showzwecken verbaut und kommt natürlich wieder weg! Die Löcher im Soziussitz sind natürlich für was Sinnvolleres gedacht. Wie bereits erwähnt mag man weder Tankrucksäcke noch normalen Rucksäcke, die hemmen irgendwie der Bewegungsfreiheit und die Schnürtaschen, mit denen man das ganze Heck zerkratzt mag man schon gar nicht. Dann muss wieder eine individuelle Lösung her. Doch die Löcher sich später für die Gepäckbrücke.
Gepäcklösungen
Für das Daypack wurden die Löcher aus dem Spoileranbau übertragen und gebohrt. Alles mit selbstsichernden Muttern schön tief auf den Soziussitz geschraubt. Der Tankrucksack liegt nirgendwo auf dem Lack des Hecks auf und verursacht somit auch keine Kratzer o.A.
Das Ergebnis sieht so aus. Und wenn das Mädel mal mitfahren sollte, dann Originalsitz drauf und einen Rucksack auf deren Rücken. Fertig! ... da geht auch eine größere Tasche, aber dem abschliebaren Zapfen des Soziussitzes sind Grenzen gesetzt und ist eher für eine Belastung nach unten als nach hinten.
Urlaubsgepäck
Ein weiteres Projekt war, mit der Ducati Streetfighter in den Urlaub zu fahren, aber ohne Tankrucksack noch normalem Rucksack, weil man beides nicht mag. Also Hecktasche, doch alles was es da für die Streetfighter gibt wird mit irgendwelchen Gurten, irgendwie ans Heck geknubbelt und dazu soll man noch Lackschutzfolie auf das Chassis kleben, damit der Lack nicht leidet, sieht dazu auch noch sch… aus.
Nun schon wieder ist eine individuelle Lösung gefragt. Also schnell eine Monoabdeckung (verschrammtes OEM) und eine ALU-Gepäckbrücke besorgt, die mind. 39 cm breite und 27 cm tief ist. Die bekommt man auf ebay günstig, da man keine Motorradbindung hat und man so ziemlich alles nehmen kann. Ich entschloss mich für eine NONAME -Brücke in der Stärke von 4mm (konzipiert für eine BMW R1200 GS Bj 08-12) und div.anderes Material, siehe Bild.
Soziussitz heruntergenommen, dann die vier Halteschrauben für das Heck entfernt, die vorderen Schnappmuttern (M5) gegen 6´er ausgetauscht (die Originalbohrungen geben das her (Änderungen am Rahmen oder Ähnliches gibt es bei mir nicht), also nix bohren oder so… und schon hatte man vier Montagestellen in der Schraubengröße M6 für die Brücke.
(Der grüne Pfeil weißt auf den neu verlegten Anschluss für das CTEK-Ladegerät, an den ich auch den Ladeadapter meiner Hecktasche von SW Motech anschließen kann) vier Distanzbuchsen aufgeschraubt und zumindest mal Vorne die Löcher durch die Gepäckbrücke gebohrt.
WICHTIG; die Aufnahme hinten ist, wegen dem Sitzbankschlosses nicht mittig. So, nun nächstes Problem, wie verhindere ich, dass Regenwasser in Batteriekasten, zum Gleichrichter und im Besonderen in den DDA (Anschluss für Inspektions-Diagnosegerät und ReXXer) läuft. Billige Variante, Gummistopfen vom Hornbach (witterungs- und lichtecht, gibt es in verschiedenen Farben und Größen)
An den Stellen der vier Brückenaufnahmepunkte habe ich in die Sozius-Abdeckung 19 mm- Löcher gebohrt, das Teil mattschwarz lackieren, fertig. (Siehe Materialübersicht oben). Ein paar M6 Distanzhülsen und -Bolzen dazu, noch zwei Kunststoff Rändelmuttern (Außendurchmessser 20mm, o.Ä) für hinten, damit der Kunststoff der Heckverkleidung nicht zu sehr unter dem Druck des späteren Gepäcks leidet und evtl. bricht.
Genau so etwas braucht man auch für Vorne, nur kleiner (max.7,5mm im Durchmesser), hier kamen zwei modifizierte Hülsenmuttern zum Einsatz. Jetzt habe ich blöderweise immer noch genau da ein Loch in der Gabelbrücke, wo die hintere Aufnahme entstehen soll. Dazu brauche ich dann doch noch eine kräftige Aluleiste zum brücken. (hier 15x40mm) Löcher an den zwei Originalbohrungen der Brücke durch, und Maß an den hinteren Gewindebuchsen genommen und auch die passgenau durchgebohrt, alles zusammengeschraubt, jetzt fertig.
Für das Fahren ohne Gepäck, Brücke runter, Blindstopfen drauf, fällt dann gar nicht mehr auf, dass man optional einen sportlich anmutenden Lastesel hat.
Ständerplatte
Durch das höhere Gewicht mit Gepäck aber auch ohne versinkt der schmale Ständer bei weichem Untergrund ziemlich schnell ins Erdreich. Und mit Ständerplatten habe ich bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht.
Rein optisch sieht das, in ebay zu 13,62 Euro angebotene „Seitenständer Verlängerungs-Pad für die BMW S1000RR 2009-2014“ aus, als ob es mit wenigen Veränderungen passen könnte. Bestellt, bezahlt, geliefert!
Den alten 20mm Forstnerbohrer in die Ständerbohrmaschine eingespannt, das unnötige Alu(gelb umrandet) ausgebohrt, noch ein 5mm Gewinde für eine vierte Schraube (orange) geschnitten, alles entgratet und das ohnehin schwarze Teil nachlackiert, fertig!
Scottoiler eSystem
Nachdem jahrelang ein Scottoiler (Untrerdrucksystem) an einer alten Diva (900 SS i.e) verbaut war und man mit dem Ergebnis der Kettenschmierung total zufrieden war, wurde entschlossen, sich dieses sündhaftteuren Scottoiler eSystem, zu 239.- Euronen bei Amazon zu bestellen. Da keine "langen Leitungen" gewünscht sind, wurde kurzerhand entschiedenen, die Kette am vorderen Ritzel (unter der Ritzelabdeckung) zu schmieren.
Dann los, für alle einzelnen Einheiten einen guten Montageplatz gesucht und ….Probleme über Probleme; wo soll man denn die Displayeinheit montieren, am Lenker ist da nirgendwo Platz? Zudem wäre der mitgelieferte Kabelbaum ohnehin zu kurz, denn die Batterie der Streetfighter sitzt im Heck! Der Öler hängt auch noch dauerhaft an der Batterie ?!; wird die dann nicht auch schneller leer? Nun, einfach anfangen! Also eine Ritzelabdeckung (Original in Kunststoff) zu 8 Euro in ebay ergattert.
Das Reservoir (Einheit mit Pumpe [in nachfolgenden Text als „EmP“ bezeichnet]) wird unter der rechten Sozius-Fußrasterhalterung mit Kabelbinder montiert. Der Kabelbaum des Oilers wird mit der Batterie verbunden, noch einen spritzwassergeschützen Schalter zwischengeschaltet (man weiß ja nie). Übrigens, im Gegensatz zur Unterdruckanlage muss hier das Auslassventil nach oben zeigen.
Ein Aufnahmeblech für die Öldüse (aus Edelstahl, Kupfer wäre besser, da weicher und besser zu bearbeiten, jedenfalls Material das nicht rostet) wird zurechtgeschnitten, so dass es an der oberen und unteren Schraube der Abdeckung fixiert werden kann. Dann Förderschlaucheinheit mit den mitgelieferten Kabelbindern daran befestigt. Die im Lieferumfang enthaltene Schlauchschelle wäre besser, trägt aber zu sehr auf.
WICHTIG; darauf achten, dass die Förderspitze ziemlich genau zwischen Kette und berührungsfrei zur Haltemutter des Ritzels anliegt, ansonsten wird sie beim Rückwärts-Rangieren der Maschine abgeknickt oder bricht gar ab. An der Ritzelabdeckung ein Spalt für die Durchführung des Förderschlauches ausgesägt und den Schlauch mit Kabelbindern bis zum EmP verlegen.
Es musste nur noch einen Platz für die mistige Steuereinheit gefunden werden. Das Rahmendreieck über der Ritzelabdeckung erschien hier am sinnvollsten, ist sie zumindest da, worauf sie wirkt, beim Öler. Das Teil wurde mit dem mitgelieferten Montageblech und einem Universalhalter für Fahrradlenker montiert. Ganz glücklich bin ich mit der Lösung noch nicht, allerdings in Ermangelung von einer besseren Idee bleibt es jetzt mal so.
Die in senkrechter Position angebrachte Steuereinheit funktioniert so nicht und schaltet selbsttätig aus. Also war ein anderer Platz zu suchen und dank Stefans Tip war der auch schnell gefunden. Nämlich linke Seite oberhalb des großen Wasserkühlers. Montage direkt an der Kühlerhalteschraube mit dem mitgeliederten Halter des Ölers.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Supersport 950: Leistung, Daten & Testbericht
- Ducati Supersport 950 S 35 kW: Test, Daten & Fakten
- Ducati Monster Buch: Geschichte, Modelle & Pflege
- Rohloff Schaltung: Die überraschenden Vor- und Nachteile, die du kennen musst!
- Radfahren schneller werden: Tipps & Tricks für mehr Geschwindigkeit
Kommentar schreiben