Ducati Streetfighter: Modelle und Unterschiede

Die Ducati Streetfighter hat sich als eine Ikone unter den Naked Bikes etabliert. Mit ihrer aggressiven Optik und der Performance eines Superbikes bietet sie ein Fahrerlebnis, das seinesgleichen sucht. In diesem Artikel werden die verschiedenen Modelle der Ducati Streetfighter, insbesondere die V2 und V4, sowie ihre Unterschiede beleuchtet.

Die Ducati Streetfighter V2 und V4 im Vergleich

Die Ducati Streetfighter V2 und V4 sind zwei herausragende Modelle, die sich in verschiedenen Aspekten unterscheiden.

Motor und Leistung

Der grundlegendste Unterschied liegt im Motor. Die Ducati Streetfighter V2 ist mit einem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 955 Kubik ausgestattet. Im Gegensatz dazu verfügt die Ducati Streetfighter V4 über einen 4-Takt 90 Grad V 4-Zylinder-Motor mit 1.103 Kubik.

Die Streetfighter V4 hat mit 208 PS bei 13.000 Umdrehungen ein ordentliches Mehr an Leistung im Vergleich zur Streetfighter V2 mit 153 PS bei 10.750 U / min. Das maximale Drehmoment der Streetfighter V4 von 123 Newtonmeter bei 9.500 Touren bietet etwas mehr Schub als die 101 Nm Drehmoment bei 9.000 Umdrehungen bei der Streetfighter V2.

Fahrwerk und Bremsen

Beide Modelle setzen auf hochwertige Fahrwerkskomponenten. Bei der Streetfighter V2 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Showa mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Streetfighter V4 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Showa mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Streetfighter V2 vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Streetfighter V4 vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.

Reifen und Abmessungen

Bei der Bereifung setzt Streetfighter V2 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Streetfighter V4 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 200/60-17 hinten.

Der Radstand der Ducati Streetfighter V2 misst 1.465 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 845 Millimeter. Die Ducati Streetfighter V4 ist von Radachse zu Radachse 1.488 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 845 Millimeter.

Gewicht und Tankvolumen

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 201 kg ist die Streetfighter V4 ähnlich schwer wie die Streetfighter V2 mit 200 kg. In den Tank der Streetfighter V2 passen 17 Liter Sprit. Bei der Streetfighter V4 sind es 16 Liter Tankvolumen.

Preis

Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati Streetfighter V2 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 16.574 Euro und ist damit günstiger als der Preis der Ducati Streetfighter V4 mit 18.550 Euro im Durchschnitt.

Verfügbarkeit

Von der Ducati Streetfighter V2 gibt es aktuell 46 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Streetfighter V4 sind derzeit 23 Modelle verfügbar. Damit hast du sehr gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden. Für die Streetfighter V2 gibt es aktuell 24 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Streetfighter V4 wurde derzeit 57 Mal pro Monat gesucht.

Die Streetfighter V4 im Detail

Die neue Streetfighter V4 ist das Ergebnis einer explosiven Formel: Die Panigale V4, ohne Verkleidung, mit hohem Lenker, dem 208 PS starken Desmosedici Stradale und Winglets in Doppeldecker-Konfiguration. Wir dürfen vorstellen: Das neue Ducati Super Naked Bike jetzt auch in eleganter schwarzer Dark Stealth-Lackierung.

Das Motorrad ist voller Adrenalin und exzessiv, ohne jegliche Konkurrenz in diesem Segment, ist sie in der Lage, das „Ego“ ihres Fahrers zu pushen. Mit ihr fühlt sich jede/r FahrerIn wie ein Star auf jeder Straße. Der Geist der Ducati Streetfighter V4 zeigt sich im aggressiven Design des LED-Scheinwerfers und in der Schönheit der Mechanik, von der so viel wie möglich sichtbar bleibt.

Die Panigale V4, ohne Verkleidungen und mit hohem, breitem Lenker. Dies ist kurz gesagt das Grundkonzept der neuen Ducati Streetfighter V4, einem Bike, welches den Nervenkitzel bei jeder Fahrt verstärkt. Das Ergebnis? Eine unvergleichliche Mischung aus modernster Technologie und einem beeindruckenden Design, das pure Leistung verkörpert. Der minimalistische Full-LED-Scheinwerfer fängt den Geist der Streetfighter V4 perfekt ein.

Einerseits erinnert es an die Front der Panigale V4 und andererseits an das verrückte Grinsen des Jokers (der Comic-Figur, von der sich das Ducati Style Center in Bologna für dieses neue Modell inspirieren ließ). Der V-förmige DRL, der bereits an der Panigale V4 und SuperSport zu sehen ist, ist ein weiteres klares Ducati-Merkmal.

High Power

Die neue Streetfighter V4 wird von einem 1103 cm³ Desmosedici Stradale Motor angetrieben. In dieser Konfiguration liefert der 90° V4 208 PS (153 kW) bei 12.750 U/min, ein konkurrenzloses Leistungsniveau innerhalb des Naked Segments, das perfekt mit dem umfassenden Charakter der neuen Streetfighter V4 übereinstimmt. Dank der speziellen Triebwerkszuordnung können Fahrer die Leistung der Streetfighter V4 auf der Straße sicher nutzen.

Das Endübersetzungsverhältnis, kürzer als das der Panigale V4, liefert ein um +10% höheres Raddrehmoment, was eine sofortige Reaktion auf den Gasbefehl gewährleistet.

Leistung und Drehmoment können auf 220 PS (162 kW) und 130 Nm (13,2 kgm) erhöht werden, indem der vollrassige Ducati Performance Auspuff von Akrapovič montiert wird, der auch das Gewicht nochmal um - 6 kg reduziert. Im Vergleich zur Panigale V4 wurde die Fahrposition - mit einer Höhe von 845 mm über dem Boden - gemäß den Vorgaben eines Naked Modells neu definiert. Im Einklang mit der Streetfighterkultur wurde der Halblenker durch einen hohen, breiten Lenker ersetz.

Ducati Streetfighter S

Robert GlückGenreDer Ursprung alles Übels waren gestürzte, zerschredderte Supersport-Bikes. Irgendwann Anfang der 80er-Jahre kamen pfiffige Jungs mit wenig Kohle auf die Idee, ihre geschroteten Joghurtbecher gänzlich ohne Verkleidung zu reanimieren. Diese Sparmaßnahmen kreierten einen Tuning- und Umbau-Trend, der sich zur Streetfighter-Szene entwickelte. Außerdem legten sie den Grundstein für die im Moment sehr gern gefahrenen Power-Nakeds, die annähernd die Performance und die Fahrwerksqualitäten eines Supersportlers besitzen, sich aber auf die klassische, nackte Tugend des Motorradfahrens besinnen und den Piloten aufrecht sitzend hinter einem dicken Rohrlenker unterbringen.

Die konsequentesten Interpretationen dieser Klasse kamen bislang aus Italien; daneben sehen die meisten Beiträge aus Fernost wie übergewichtige Spießercabrios aus. Und jetzt der nächste Nackenschlag für die zaudernden japanischen Produktplaner: Die Ducati Streetfighter S ist ein waschechtes Derivat aus 1098-Power, 1198-Chassis, Leichtbau und italienischem Design; eine Göttin, in der Planung auf das Wesentliche reduziert, mit diesem Wesentlichen im Überfluss ausgestattet, konsequent in Szene gesetzt - und genau so radikal gebaut.

Maße und Ergonomie

Aufrecht und nah an der Lenkstrange positioniert die Ducati Streetfighter S den Piloten.

Trotz ihrer großen Nähe zur 1198 wurden natürlich maßgebliche Dinge geändert, um der Nackten mehr Stabilität zu verleihen. Der Lenkkopf steht ein Grad flacher (nun 64,5°), der Nachlauf wuchs um 10 auf 114 Millimeter, und eine 35 mm längere Schwinge vergrößert den Radstand auf 1475 mm. Der Hauptrahmen ist bis auf eine Querstrebe im Lenkkopfbereich, welche die geänderte Ansaugluftführung nötig machte, mit denen von 1098 und 1198 identisch. Er trägt ein neues, stählernes und daher recht schweres Rahmenheck.

Der Tank ist 25 mm kürzer als an den Superbikes, fasst trotzdem einen Liter mehr Kraftstoff. Dies positioniert den Piloten aufrecht sitzend und näher an der Lenkstange. Er ist auf der Ducati Streetfighter S überhaupt sehr bequem gebettet: Der Kniewinkel ist im Vergleich zur 1198 deutlich entspannter, die gesamte Körperhaltung im Vergleich zu Ducatis ehemaligen Top-Naked, der Monster S4Rs, stark modernisiert, also kompakter. Das Sitzkissen mutet jetzt wie eine bequeme Couch an. Soweit die Ergonomie.

Antrieb

Was einen wirklich anmacht, aufreißt und am ausgestrecken Arm verhungern lässt, wenn man es nicht mehr hat, ist das kräftig pulsierende Herz zwischen den Schenkeln des Fahrers, der unwiderstehliche Big Twin, das Triebwerk der anderen, der mächtigen Art. Es ist eine Mixtur aus 1098- und 1198-Bauteilen: Motorgehäuse inklusive Innereien wie Getriebe und Kurbelwelle steuert die 1198 bei. Oberhalb der Gehäusehälften werkeln 1098-Teile, also Zylinder, Kolben, Köpfe, Nockenwellen und Einspritzanlage. Sogar die Airbox wurde unverändert übernommen, lediglich die Ansaugschnorchel stark verkürzt, was um die 5 PS Spitzenleistung kostet.

Sie ist weit entfernt vom unkontrolierbaren Wheelie-Biest, lässt sich schon ab tiefer Schräg-lage kräftig beschleunigen und liefert dabei sehr gute Rückmeldung vom Hinterreifen. Sicherlich muss diese Stärke der längeren Schwinge zugerechnet werden, welche das direkt von der 1198S übernommene, sehr straff abgestimmte Federbein schön zum Arbeiten bringt. Etwa 10 Prozent weicher sei die Gesamtabstimmung des Hecks eben wegen der längeren Schwinge, sagt Ducati. Der Fahreindruck bestätigt das; und diese 10 Prozent stünden dem Superbike sicher auch gut zu Gesicht.

Fahrwerk

Leider ist die Gabel der Ducati Streetfighter S zu weich, taucht beim Anlegen der giftigen Brembos weit ab und lässt etwas das Gefühl fürs Vorderrad vermissen. Erst Korrekturen an Federbasis und Dämpfung brachten etwas mehr Vertrauen, konnten aber das Abtauchen nicht abstellen.

Sie liegt neutral in Schräglage, nimmt diese auch willig, fast spielerisch ein, doch ist und bleibt sie nervös - nämlich in der Hinsicht, dass sie ein sehr starkes, sehr leichtes Motorrad mit breitem Lenker ist. Ein solches reagiert eben empfindlich, weil direkt, auf Lenkimpulse. Wer das verstanden hat, wird mit einem weichen Fahrstil auf der Ducati Streetfighter S furchtbar schnell unterwegs sein und auf der Rennstrecke so manchen Superbiker entzaubern. Bei einer gepflegten Landstraßenschlacht sollte das ohnehin kein großes Problem werden.

Technische Daten Ducati Streetfighter S

Hier eine Übersicht der technischen Daten der Ducati Streetfighter S:

Merkmal Daten
Antrieb Zweizylinder-V-Motor, 4 Ventile/Zylinder
Leistung 114 kW (155 PS) bei 9500/min*
Drehmoment 115 Nm bei 9500/min*
Hubraum 1099 cm³
Bohrung/Hub 104,0/64,7 mm
Verdichtung 12,5:1
Gewicht (trocken) 167 kg*
Tankinhalt 16,5 Liter Super

Die Streetfighter V4 im Modelljahr 2025

Die Streetfighter V4 des Modelljahres 2025 verfügt über ein umfassendes Paket moderner elektronischer Steuerungen: Ducati Traction Control, Ducati Vehicle Observer, Ducati Slide Control, Ducati Wheelie Control DVO, Ducati Power Launch DVO, Engine Brake Control und Ducati Quick Shift 2.0.

Das System DQS 2.0 verwendet eine Strategie, die ausschließlich auf dem Winkelstellungssensor der Getriebetrommel basiert. Dadurch kann auf den sonst üblichen Mikroschalter verzichtet werden.

Das neue 6,9 Zoll große Farbdisplay mit einem Seitenverhältnis von 8:3 bietet maximale Ablesbarkeit und fügt sich perfekt in die Linie der neuen Streetfighter ein. Der Bildschirm nutzt die Optical Bonding Technologie, um auch bei Tag eine optimale Ablesbarkeit auf schwarzem Hintergrund zu gewährleisten.

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