Ducati Superbike Fahrer Liste: Eine Übersicht der Erfolge in der Superbike-WM

Die Superbike-Weltmeisterschaft (WorldSBK) wurde 1988 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer der bedeutendsten Rennserien für seriennahe Motorräder entwickelt. Von Beginn an war die Kategorie für Viertakt-Motorräder bis 750 cm³ mit Vierzylinder-Motoren gedacht. Dazu waren Zweizylinder-Motoren bis 1000 cm³ zugelassen. Im Laufe der Jahre gab es Anpassungen des Hubraumlimits, um die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Motorenkonzepte zu gewährleisten. Insbesondere die V2-Triebwerke von Ducati und Aprilia hatten mit diesem Reglement zu kämpfen. Seit 2008 dürfen Zweizylinder-Motoren bis 1200 cm³ Hubraum haben.

Ducati hat sich in dieser Meisterschaft besonders hervorgetan. Mit bisher 16 Fahrer- und 18 Herstellertiteln führt Ducati die Statistik klar an.

Die Anfänge der Superbike-WM

Die erste Superbike-WM Saison im Jahr 1988 war von einem fragwürdigen Reglement geprägt. Anfänglich wurden die Resultate beider Läufe noch zusammengezählt, doch nach dem ersten Event setzte sich eine Zählweise pro Lauf durch. Zuerst mit halben Punkten pro Rennen und ab dem Jahr 1989 erhielt der Sieger 20 Punkte. Platz zwei gab deren 17 und für Rang drei wurden damals 15 Zähler gutgeschrieben. Die restliche Zählweise entsprach dem Prinzip wie heute.

Das erste Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft wurde am 3. April 1988 in Donington ausgetragen. Davide Tardozzi gewann dieses Rennen auf Bimota vor Marco Lucchinelli (Ducati) und TT-Legende Joey Dunlop (Honda). Den zweiten Lauf entschied Lucchinelli für sich, während Tardozzi eine Runde vor Schluss stürzte und danach wurden die Runden und Zeiten addiert.

Viele Ausfälle prägten den Serien- und Saisonauftakt in England. Insgesamt sahen ganze 10 Fahrer im ersten Rennen die Zielflagge nicht, deren 6 davon durch Sturz.

Verbessertes Reglement ab der zweiten Runde

Ein solch fragwürdiges und ungerechtes Reglement konnte nicht fortgesetzt werden. Daher wertete man bereits ab der zweiten WM-Runde die Läufe einzeln, allerdings im ersten Jahr noch mit halben Punkten. Selbstverständlich war auch dies ziemlicher Unfug, weshalb ab 1989 jeder Lauf voll gezählt wurde.

Ducati Fahrer und ihre Erfolge

In der Saison 1990 beschert Raymond Roche dem italienischen Hersteller den ersten WM-Erfolg. In den 1990ern schreibt Carl Fogarty auf der legendären 916 die Geschichte der seriennahen Meisterschaft um und holt insgesamt vier WM-Titel (1994, 1995, 1998 und 1999).

Troy Bayliss ist eine weitere Ducati-Ikone. Der Australier tritt nach der Jahrtausendwende in die Fußstapfen von "Foggy" und wird zur Ducati-Speerspitze. Bayliss gewinnt mit drei verschiedenen Ducati-Superbikes die Meisterschaft: mit der 996, mit der 999 und mit der 1098.

Alvaro Bautista beendet 2022 eine seit 2011 andauernde Durststrecke und beschert Ducati den 15. Im Jahr darauf schreibt der Spanier Geschichte, indem er auf dem Weg zu Ducatis 16. Fahrertitel 27 von 36 Rennen gewinnt.

Weitere bemerkenswerte Fahrer

Neben den genannten Fahrern gab es viele weitere, die auf Ducati Erfolge feierten oder zumindest in den Starterlisten der Superbike-WM zu finden waren. Marco Lucchinelli, Davide Tardozzi und viele weitere zumindest national sehr bekannten Namen zierten die Entry-List von Donington.

Die Bedeutung der Importeure und Teams

Die lange Liste der teilnehmenden Teams unterstreicht auch, wie viele nationalen Importeure sich damals im Spitzen-Rennsport engagierten. Insbesondere aus deutscher Sicht war schlicht sensationell, wie breit abgestützt die Vertretung im Vergleich zu heute in dieser Zeit war.

Hier eine Übersicht der erfolgreichsten Werke in der Superbike-WM:

Platz Hersteller Fahrer-Titel Hersteller-Titel
1 Ducati 16 18
2 Kawasaki 8 6
3 Honda 6 4
4 Aprilia 3 4
5 Yamaha 2 2
6 Suzuki 1 1
7 BMW 0 0
8 Bimota 0 0
9 Foggy Petronas 0 0
10 MV Agusta 0 0
11 Benelli 0 0
12 EBR/Buell 0 0

Superbike WM 2010 - Auszug aus der Starterliste nach Startnummern

  • 2 Camier, Leon Aprilia Racing - Aprilia RSV4 1000 F.
  • 3 Biaggi, Max Aprilia Racing - Aprilia RSV4 1000 F.
  • 7 Checa, Carlos Althea Racing - Ducati 1098R
  • 11 Corser, Troy BMW Motorrad Motorsport - BMW S1000 RR
  • 23 Parkes, Broc ECHO CRS Grand Prix - Honda CBR1000RR
  • 31 Iannuzzo, Vittorio Squadra Corse Italia - Honda CBR1000RR
  • 35 Crutchlow, Cal Yamaha Sterilgarda Team - Yamaha YZF R1
  • 41 Haga, Noriyuki Ducati Xerox Team - Ducati 1098R
  • 49 Tamada, Makoto Pro-Ride World Superbike Racing Team - Honda CBR1000RR
  • 50 Guintoli, Sylvain Team Suzuki Alstare - Suzuki GSX-R1000
  • 52 Toseland, James Yamaha Sterilgarda - Team Yamaha YZF R1
  • 65 Rea, Jonathan HANNspree Ten Kate Honda - Honda CBR1000RR
  • 66 Sykes, Tom Kawasaki Racing Team - Kawasaki ZX 10R
  • 67 Byrne, Shane Althea Racing - Ducati 1098R
  • 76 Neukirchner, Max HANNspree Ten Kate Honda - Honda CBR1000RR
  • 77 Vermeulen, Chris Kawasaki Racing Team - Kawasaki ZX 10R
  • 84 Fabrizio, Michel Ducati Xerox Team - Ducati 1098R
  • 88 Pitt, Andrew Reitwagen Racing - BMW S1000 RR
  • 91 Haslam, Leon Team Suzuki Alstare - Suzuki GSX-R1000
  • 95 Hayden, Roger Lee Team Pedercini - Kawasaki ZX 10R
  • 96 Smrz, Jakub Borciani-Guandalini Racing Team - Aprilia RSV4 1000 F.

Ducati hat sich in der Superbike-WM als einer der erfolgreichsten Hersteller etabliert. Die Fahrer von Ducati haben zahlreiche Siege und Titel errungen und die Geschichte dieser Meisterschaft maßgeblich geprägt.

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