17-Zoll-Motorradfelgen: Alle Informationen

Im Zentrum der Felgenmaße stehen, wie auch bei Reifen, der Durchmesser und die Breite. Und wie bei Reifen wird auch bei Felgen der Durchmesser in Zoll angegeben. Ein ebenso wichtiges Maß wie der Durchmesser stellt die Breite der Felge dar. Während Reifenbreiten in mm angegeben sind, wird die Felgenbreite meist wie der Durchmesser ebenfalls in Zoll definiert.

Grundlagen der Felgenmaße

So unterschiedlich Alu- und Stahlfelgen in vielerlei Hinsicht sein mögen: In ihren wesentlichen Abmessungen und Eigenschaften unterscheiden sich diese Felgenarten nicht. Geht man genauer ins Detail, haben die Leichtmetallfelgen und Stahlräder natürlich ihre besonderen Eigenarten - nicht nur im Material, aus dem sie gefertigt sind, sondern auch in ihren Produktionsprozessen und den späteren Eigenschaften im Praxiseinsatz am Fahrzeug. Diese Angaben sind beim Kauf von Felgen in den Produktdaten sowie grundsätzlich auch auf bzw. in den Felgen zu finden.

Felgendurchmesser und -breite

Das gängige Spektrum bewegt sich zwischen 13 und 20 Zoll, wobei kleinere und größere Formate keine Ausnahmen bilden (z. B. für Anhänger und Kleinstfahrzeuge abwärts sowie für Luxus-SUV, Supersportwagen oder extreme Tuning-Zwecke weit aufwärts). Gängige Felgenbreiten bewegen sich in 0.5 Zoll Schritten zwischen 5.0 und 10.0 Zoll, wobei auch hier Abweichungen nach unten und oben die Regel bestätigen. Das Maß bezieht sich nicht auf die absolute Breite der Felgen, sondern auf die sogenannte Felgenmaulweite innerhalb der Felgenhörner.

Einpresstiefe (ET)

Die Einpresstiefe (abgekürzt: ET) gibt in mm an, wie weit die Radnabenauflagefläche der Felge nach innen bzw. außen versetzt ist. Als Mitte (ET 0) wird die exakte Mitte der gesamte Felgenbreite gesehen. Bei einer beispielhaften und durchaus üblichen Einpresstiefe von 30 mm (ET 30) ist die Aufnahmefläche der Felge von ihrer Mitte aus gesehen um 30 mm zum Radäußeren hin versetzt. Bei einer negativen Einpresstiefe (ET -10) ist die Auflagefläche ins Innere der Felge versetzt, womit sich das montierte Rad am Fahrzeug weiter nach außen bewegt und insgesamt eine breitere Spur entsteht.

Je geringer die Einpresstiefe, desto breiter wird die gesamte Spur des Fahrzeugs. Generell ist eine Spurabweichung von max. 20 % am Fahrzeug erlaubt, sowohl positiv als auch negativ. Ist die Spurweite eines Fahrzeugs also ab Werk beispielhaft bei 1600 mm, so darf diese höchstens auf insgesamt 1920 mm (+ 160 mm pro Rad/Seite) erweitert bzw. Bei einer geringeren ET der Felgen bleibt zu beachten, dass das Rad beim Fahren und Einfedern nicht mit dem Radkasten/Kotflügel in Kontakt kommt. Im Zweifel können/müssen Radläufe gebördelt werden, um der Rad-Reifen-Kombination den nötigen Spielraum im Fahrbetrieb zu geben.

Auf der anderen Seite können Räder bei einer steigenden ET mit dem Innern des Fahrzeugs kollidieren: Neben der Bremsanlage sind dort bspw. Sollen Felgen mit starken Abweichungen der Einpresstiefe und Spurweite verbaut werden, kann dies außerdem zu Beeinträchtigungen am Fahrzeug und im Fahrverhalten führen. Spur und Sturz können sich verändern und müssen nach Umrüstung ggf. neu vermessen werden. Es kann eine einseitige Abnutzung der Reifen sowie eine generell stärkere Abnutzung von Fahrzeug- und Fahrwerksteilen auftreten.

Lochkreisdurchmesser

Rund um die Felgenmitte spielen sich weitere wichtige Werte ab, die unumgänglich sind, um eine Felge zum Fahrzeug passend auszuwählen. Der Lochkreisdurchmesser bezeichnet den Durchmesser des Rings, auf dem die Schraubenlöcher angeordnet sind. Hier gibt es viel unterschiedliche Standardwerte, die grundsätzlich in mm angegeben werden. Besonders gängige Lochkreise sind z. B.

Der Lochkreisdurchmesser wird immer in Verbindung mit der Lochanzahl angegeben, bspw. im Format 5x112. Dieser Wert sagt also aus, dass die Felge 5 Schraubenlöcher hat, die in einem Durchmesser von 120 mm angeordnet sind. Bei modernen Fahrzeugen und gängigen Felgenmodellen sind meist 4, häufiger noch 5 Radbolzen oder Schrauben vorhanden. Auch ein Lochkreis mit 3 Löchern (bei kleineren/leichteren Fahrzeugen wie z. B. Smart) oder mit 6 Löchern (tendenziell bei größeren/schwereren Fahrzeugen) kommt vor.

Auch finden Sie bei der Felgensuche im Reifen24.de Onlineshop die Lochzahl 1, wobei es sich entweder um Felgen für Anhänger oder aber um spezielle Rennsportfelgen mit Zentralverschluss (z. B. häufig bei Porsche 911) handeln kann. Das Zusammenspiel aus Lochzahl und Lochkreisdurchmesser spielt sich um die Mittenbohrung herum ab, die das zentrale Loch in der Felgenmitte bildet und auf den Radflansch des Fahrzeugs gesetzt wird.

Hierbei gibt es viele unterschiedliche Durchmesser, die von 50 bis über 100 mm in kleinteiligen Schritten unterschieden werden - mitunter auch mit Nachkommastellen wie z. B. Die passende Größe des Mittenlochs zum Fahrzeug ist selbstverständlich entscheidend für die Suche und Verwendung von Felgen, auch wenn dieser Wert bei den primären Maßen von Felgen oft nicht mit angegeben wird. Ein Blick in die Detailangaben ist also wichtig.

Felgenhornausführung und Humps

Die Felgenbreite wird in Verbindung mit einem Buchstaben angegeben, in unserem Beispiel: 7.5J. Dieser Buchstabe kennzeichnet die Felgenhornausführung. Bei nahezu allen modernen PKW-Felgen handelt es sich dabei um den Wert J. In selteneren Fällen könnte an dieser Stelle stattdessen u. a.

Das x (oder X) zwischen der Breite und dem Durchmesser (7.5Jx17) sagt aus, dass es sich hierbei um eine Tiefbettfelge handelt. Häufig findet sich außerdem der Buchstabe H oder alternativ die Kennziffer H2 oder EH2 in der Felgenbezeichnung wieder. Dies steht für Humps und damit für Erhöhungen innerhalb des Felgenmauls, die dazu dienen, den Reifen zuverlässiger und sicherer auf der Felge zu halten.

Ein einzelnes H steht für einen Hump, H2 dementsprechend für 2 Humps, auch Doppelhump genannt. Neben einzelnem und Doppelhump gibt es weitere Varianten, so bspw. auch EH2 und EH2+. Das E steht für Extended und ist vor allem für Runflat-Reifen relevant.

Felgen und Reifen: Eine Kombination

Etwas Allgemeinwissen vorab: Der Begriff „Felge“ hat sich im Volksmund zwar durchgesetzt, wird aber sowohl Stahl- als auch Leichtmetallrädern nicht in Gänze gerecht. Felge bezeichnet lediglich den äußeren Rand des Rads, also den Radkranz. Damit ist der Felgenstern bestehend aus den Speichen sowie die zentrale Radaufnahmefläche noch nicht berücksichtigt.

Felgen, wie sie gemeinhin bezeichnet werden, sind also streng genommen in ihrer Gesamtheit als Stahlräder oder Aluräder bzw. Werden auf Alu- oder Stahlräder Reifen aufgezogen, so ist dies die Rad-Reifen-Kombination, auch Alu-Komplettrad bzw. Stahl-Komplettrad. Und um so ein Komplettrad richtig zu konfigurieren, müssen alle Maße und Eigenschaften zueinander passen.

Zum Teil werden für Felgenmaße und Reifengrößen die gleichen Parameter genutzt, während andere Werte zumindest in unterschiedlichen Maßeinheiten identifiziert werden. Den Durchmesser von Felgen und Reifen aufeinander abzustimmen, ist keine Wissenschaft, denn bei beiden Komponenten ist dieser Wert in Zoll angegeben. Abweichungen sind hier nicht möglich: Die Durchmesser in Zoll müssen identisch sein.

Felgen- vs. Reifenbreite

Bei der Breite von Felgen und Reifen sieht das etwas anders aus. Während die Reifenbreite in mm angegeben ist, wird die Felgenbreite ebenfalls in Zoll gemessen. Hinzu kommt, dass die Felgenbreite sich auf die Maulweite ohne Berücksichtigung der Felgenhörner bezieht.

Das bedeutet aber nicht, dass auf diese Felgenbreite am besten 185 oder 195 mm breite Reifen passen. Vielmehr bewegt sich das Spektrum der theoretisch möglichen Reifengrößen in diesem Fall zwischen min. 205 mm und max. 235 mm. Bei einer Felgenbreite von 6.0 Zoll wären theoretisch 175 - 205 mm breite Reifen möglich. Bei einer Felgenbreite von 9.0 Zoll betragen die min. und max. Werte 235 und 265 mm. Schon aufgrund der ganz unterschiedlichen Materialien, Formen und Bauarten sowie die abweichenden Messgrundlagen bei der Breite gibt es also durchaus Spielraum, um Felgen- und Reifenbreite aufeinander abzustimmen.

Runflat-Reifen

Es gibt Runflat-Reifen und auch spezielle Felgen für diese Art von Reifen. Einschränkungen entstehen Ihnen dadurch aber nicht. Ebenso ist es möglich, Reifen ohne Runflat-Technologie auf besondere Runflat-Felgen zu montieren. Solange alle anderen Parameter harmonieren, gibt es in dieser Hinsicht also keine besonderen Regeln zu berücksichtigen.

Auswuchten

Die fertige Rad-Reifen-Kombination muss rund laufen. Um dies zu gewährleisten, gibt es in Werkstätten Wuchtmaschinen und Ausgleichsgewichte. Die Maschine erkennt Unwuchten in Kompletträdern sofort und zeigt an, an welcher Stelle des Reifens bzw. Im klassischen Sinne werden die Wuchtgewichte am Felgenhorn festgeklemmt.

Montage und Zubehör

Rund ums Rad gibt es noch weitaus mehr, als nur die reinen Maße und Eigenschaften der Felgen und Reifen. Grundsätzlich können Räder, egal ob Stahlfelge oder Leichtmetallrad, auf zwei Arten am Fahrzeug montiert werden. Im Falle der Stehbolzen sind die Gewinde nach außen gerichtet und die Löcher der Felge werden auf die Bolzen geschoben. Die Befestigung erfolgt dann per Radmuttern auf den Stehbolzen.

Da die Löcher der Felgen unabhängig von der Befestigungsart am Fahrzeug designt sind, gibt es sowohl Radschrauben als auch Radmuttern (als Gegenstück zu Stehbolzen) entweder einen Kugelbund oder einen Kegelbund. Das richtige Anzugsdrehmoment ist weder vom Gewinde oder dem Bund, noch von der Felge abhängig. Hierfür gibt es spezifische Vorgaben je nach Fahrzeughersteller und Modell.

Gerade bei hochwertigen Leichtmetallfelgen und Kompletträdern ist Diebstahl keine Seltenheit. Hierfür sind spezielle Felgenschlösser erhältlich, bei denen bspw. Aus verschiedenen Gründen können zusätzliche Platten zwischen der Radaufnahme des Fahrzeugs und den Felgen angebracht werden. Mit Adapterplatten können so z. B. Unterschiede zwischen den Lochkreisen ausgeglichen werden. Felgen, die unter regulären Umständen nicht an ein spezifisches Fahrzeug passen würden, können mithilfe der Adapterscheiben ggf.

Mit Distanzscheiben und Spurverbreiterungen kann eine nicht passende Einpresstiefe ausgeglichen werden. Ist die ET einer Felge zu hoch, sodass das Rad mit der Bremsanlage oder anderen Fahrzeugteilen in Berührung käme, so können Distanzscheiben helfen, den Abstand zu vergrößern. Häufig werden solche Distanzplatten und Adapter auch zu ästhetischen Zwecken und in der Tuningszene verwendet, um dem Fahrzeug durch die breitere Spur einen kraftvolleren Auftritt zu verleihen oder das Fahrverhalten sportlicher zu gestalten.

Auf dem Mittenloch einer Felge wird nach(!) korrekter Montage am Fahrzeug der Nabendeckel aufgesteckt. Bei den meisten Felgen bzw. Nabendeckeln verhält es sich so, dass dieser (einmal aufgesteckt) nur wieder abgenommen werden kann, wenn die Felge nicht am Fahrzeug montiert ist. Um auch bei schneller, dynamischer Fahrt festen und sicheren Halt zu gewährleisten, fixieren sich Nabendeckel meist durch ein Spannring im Innern.

In Einzelfällen, je nach Felgenmodell und Zierdeckel, können diese auch mit Spezial-Equipment (Bordwerkzeug) durch ein kleines Loch herausgezogen werden. Ein ähnliches Prinzip herrscht bei Radschraubenkappen. Die Cover können nach erfolgreicher Radmontage auf die Schrauben- bzw. Mutternköpfe gesteckt werden, werten so die Optik auf und schützen das Material vor Schmutz und Korrosion. Diese Schutzkappen sind mit einem speziellen Klammerwerkzeug im Handumdrehen wieder abgelöst und können mit etwas Feingefühl auch ohne diese Klammer entnommen werden.

Motorrad-Reifengrößen erklärt

Mit falschen Reifen ist die Sicherheit während der Fahrt gefährdet. Zudem riskieren Sie neben dem Verlust der allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) Ihres Bikes auch den Versicherungsschutz. In diesem Beitrag erfahren Sie alles rund um die verschiedenen Reifengrößen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie diese mit einer Reifengrößen-Motorrad-Tabelle richtig umrechnen.

Tabelle zum Umrechnen

Reifengrößen für Motorräder können sowohl nach dem metrischen Prinzip als auch in Zoll angegeben werden. Die Angaben unterscheiden sich deutlich und sind auf den ersten Blick schwer zu vergleichen. Die folgende Reifengrößen-Tabelle fürs Motorrad zeigt Ihnen, welche Größe im metrischen System welcher Reifengröße in Zoll entspricht:

Reifengröße (Zoll)Reifengröße (metrisch)
2.75-1680/100-16, 80/90-16, 90/80-16
3.00-1690/100-16, 90/90-16, 100/80-16
3.25-16100/100-16, 100/90-16, 110/80-16
3.50-16100/100-16, 100/90-16, 110/80-16
4.60-16100/100-16, 110/90-16, 120/80-16
2.75-1780/100-17, 80/90-17, 90/80-17
3.00-1790/100-17, 90/90-17, 100/80-17
4.50-17110/100-17, 130/90-17, 140/80-17
4.60-17100/100-17, 110/90-17, 120/80-17
5.10-17110/100-17, 130/90-17, 140/80-17
2.75-1880/100-18, 80/90-18, 90/80-18
3.00-1890/100-18, 90/90-18, 100/80-18
3.25-18100/100-18, 100/90-18, 110/80-18
3.50-18100/100-18, 100/90-18, 110/80-18
3.60-18100/100-18, 90/90-18, 100/80-18
4.00-18110/100-18, 120/90-18, 130/80-18
4.10-18100/100-18, 100/90-18, 110/80-18
4.25-18110/100-18, 120/90-18, 130/80-18
4.60-18100/100-18, 120/90-18, 130/80-18
3.00-1990/100-19, 90/90-19, 100/80-19
3.25-19100/100-19, 100/90-19, 110/80-19
3.50-19100/100-19, 100/90-19, 110/80-19
3.60-19100/100-19, 90/90-19, 100/80-19
2.75-2180/100-21, 80/90-21, 90/80-21
3.00-2190/100-21, 90/90-21, 100/80-21

Welche Reifengröße ist erlaubt?

Welche Reifengröße Sie für Ihr Motorrad benötigen, hängt von den Angaben im Fahrzeugschein ab. Haben Sie noch einen alten Fahrzeugschein, sind die vorgeschriebenen Reifendimensionen in den Zeilen 22 bis 23 ausgewiesen. Im Feld 33 kann außerdem eine Reifenfabrikatsbindung angegeben sein. Falls hier keine Angabe vorhanden ist, dürfen Sie jeden Reifen montieren, der der notierten Dimension entspricht.

In der neueren Zulassungsbescheinigung Teil I ist die Reifengröße für Ihr Motorrad in den Feldern 15.1 und 15.2 angegeben. Eine etwaige Fabrikatsbindung finden Sie im Feld 22.

Reifenfabrikatsbindung

Liegt eine Reifenfabrikatsbindung vor, müssen Sie zwingend die Bereifung eines bestimmten Herstellers nutzen. Möchten Sie andere Reifen montieren, wird es schwierig. Früher konnten Sie dafür eine vom Reifenhersteller ausgestellte Unbedenklichkeitserklärung nutzen, um die Eignung der Pneus nachzuweisen. Diese Unbedenklichkeitsbescheinigung ist jedoch nach einer Neuregelung seit 2019 nicht mehr ausreichend.

Werden Sie mit anderen Reifen erwischt als in Ihrer Zulassungsbescheinigung angegeben, erlischt die Betriebserlaubnis. Die Unbedenklichkeitserklärung des Reifenherstellers ändert nichts daran. Möchten Sie also ein anderes Reifenfabrikat oder eine andere Größe auf Ihrem Motorrad montieren, bleibt Ihnen eigentlich nur noch der Weg zum TÜV oder zur DEKRA. Dort können Sie eine Abnahme durchführen lassen, sodass die Änderung in den Fahrzeugpapieren eingetragen wird.

Was die Reifengrößen aussagen

Sowohl in der Zulassungsbescheinigung des Motorrads als auch auf den Flanken Ihrer Reifen können Sie die Reifengröße ablesen. Doch was bedeutet die Kombination aus Buchstaben und Ziffern? Sie können daraus diese Informationen ablesen:

  • die Reifenbreite in Millimetern
  • das Querschnittsverhältnis (in Prozent von der Reifenbreite)
  • den Felgendurchmesser in Zoll
  • die zulässige Höchstgeschwindigkeit als Buchstabe (z. B. Geschwindigkeitsindex W = maximal 270 km/h)
  • die Bauweise (z. B. R = Radialbauweise)
  • M/C steht für Motorradreifen (als Abgrenzung zu Autoreifen)
  • Tragfähigkeitskennzahl (z. B. 58 = Tragfähigkeit von 236 Kilogramm)

Motorrad-Reifengrößen erklärt

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die Größe eines Reifens bestimmen. Wie Sie sehen werden, geht es nicht nur um das Verhältnis von Höhe zu Breite.

  • ZR: Das „R“ steht für Radialbauweise.
  • (73 W): Die Zahl steht für die Tragfähigkeit des Reifens und der darauf folgende Buchstabe für die Geschwindigkeitsklasse. Entsprechende Tabellen zeigen, welche maximale Last der Reifen tragen und mit welcher Höchstgeschwindigkeit er gefahren werden kann. In diesem Beispiel bedeutet 73, dass der Reifen eine Last von bis zu 365 kg tragen kann. Das (W) bedeutet, dass er mit über 270 km/h gefahren werden kann.

Radialreifen bieten mehr Komfort bei hohen Geschwindigkeiten, da ihre weichen Seitenwände die Stoßwirkung von unregelmäßigen Fahrbahnoberflächen dämpfen. Radialreifen werden für leistungsstarke Fahrzeuge mit sehr steifem Fahrgestell und für sportliche Zwecke benötigt. Ein Radialreifen ist durch den Buchstaben R auf dem Reifen gekennzeichnet.

Diagonalreifen können ein höheres Gewicht tragen, da ihre Seitenwände steifer sind. Ein Diagonalreifen ist durch einen Bindestrich gekennzeichnet (z.B.: 120/70 - 12). Diagonal-Gürtelreifen werden so genannt, weil der Reifenquerschnitt durch einen „Gürtel“ verstärkt wird. Ein Diagonal-Gürtelreifen (Bias-Belted) ist durch den Buchstaben B auf dem Reifen gekennzeichnet (z.B.: 180/65 B 16).

Motorrad-Reifengrößen für den Straßenverkehr

Wenn Sie im Straßenverkehr unterwegs sind, müssen Sie laut Gesetz die vom Hersteller Ihres Motorrads empfohlenen Abmessungen einhalten. Diese Abmessungen sind auf Ihren Originalreifen angegeben, insofern Sie diese nie gewechselt haben.

Motorrad-Reifengröße für den Geländeeinsatz

Sie sind nur abseits des Straßenverkehrs unterwegs? Dann sind Sie nicht an die gesetzlichen Vorschriften für den Straßenverkehr gebunden. Deshalb können Sie die Reifengröße nach Kriterien wählen, die für Ihren Einsatz relevant sind. Im Enduro- und Motocross-Bereich entscheiden sich manche Fahrer für einen schmaleren Reifen, um ein besseres Handling zu erreichen. Andere wählen einen breiteren Reifen für mehr Grip mit Stollen. Beachten Sie, dass die Abmessungen für diese beiden Offroad-Disziplinen nicht identisch sind.

Die Breite von Motocross-Reifen wird an der Unterseite der Stollen gemessen, während die Breite von Enduro-Reifen an der breitesten Stelle, d.h. an der Oberseite der Stollen, gemessen wird.

Reifengrößen für Retro-Motorräder

Wenn Sie ein älteres Motorrad besitzen, haben Sie vielleicht Schwierigkeiten, die richtige Größe für Ihren neuen Reifen zu finden, da sich die Nomenklatur im Laufe der Zeit geändert hat.

In dieser Tabelle finden Sie die entsprechenden Maße in Zoll und in Millimetern:

DIMENSIONS IN MMDIMENSIONS IN INCHES
50/1002.00
60/1002.25
70/1002.50
80/802.75
80/902.75 - 3.00
90/903.00 - 3.25 - 3.60
100/903.50 - 4.10
110/904.00 - 4.10 - 4.60
120/804.25 - 4.50 - 4.60
120/904.25 - 4.50
130/804.50 - 4.60 - 5.10
130/904.50 - 4.60 - 5.10
140/804.50 - 5.10 - 5.50
140/905.10 - 5.50

Beachten Sie außerdem, dass das alphanumerische System noch immer bei bestimmten Reifen von Harley Davidson und anderen amerikanischen Custombikes verwendet wird.

ALPHANUMERIC SIZE MARKINGSMETRIC SIZE MARKINGS
MH9080/90
MJ9090/90
MM90100/90
MN90110/90
MP85110/90
MR90120/90
MT90130/90
MU85/MU90140/90
MV85150/80, 150/90

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