Wer seinem Bike-Computer zuverlässige Fahrwerte und Tourendaten entlocken möchte, muss vorab den Radumfang abspeichern. Je präziser diese Angabe ist, desto genauer sind natürlich die Fahrdaten. Eine pauschale Antwort gibt es diesbezüglich leider nicht, da verschiedene Faktoren den Reifenumfang maßgeblich beeinflussen. Am genauesten ist die Ermittlung des Radumfangs durch individuelles Nachmessen. Neben dem verwendeten Reifen fließen so auch der Luftdruck und das Gesamtgewicht (Bike und Rider) ins Messergebnis ein.
Was ist der Radumfang?
Unter dem Radumfang oder Reifenumfang versteht man die Länge der Strecke, die ein Rad zurücklegt, wenn es eine volle Umdrehung macht.
Wie kann man den Radumfang ermitteln?
Nachfolgend werden unterschiedliche Möglichkeiten vorgestellt, wie man den Radumfang bestimmen kann. Sie unterscheiden sich in Genauigkeit und erforderlichem Aufwand.
Radumfang berechnen
Ein einfacher und schneller Weg zur Bestimmung des Radumfangs ist, diesen Anhand des Raddurchmessers zu berechnen.
Benötigte Werkzeuge: Maßband und Taschenrechner
- Schritt 1: Messe den Reifendurchmesser.
- Schritt 2: Multipliziere den Durchmesser mit der Zahl 3,14, das ergibt den Radumfang.
Rechenbeispiel: Angenommen, du misst einen Reifendurchmesser von 700 mm. Diesen multiplizierst du mit 3,14 und erhältst den Radumfang 700 x 3,14 = 2198 mm.
Obiger Reifenumfang-Rechner macht genau dasselbe und du brauchst nicht mal einen Taschenrechner.
Mathematischer Hintergrund: Die exakte Formel zur Berechnung des Umfangs lautet Durchmesser x π, wobei mit π (gesprochen "Pi") die Kreiszahl 3,14159… gemeint ist. Eine kleine Ungenauigkeit ergibt sich aber dadurch, dass das Gewicht des Radfahrers und der Beladung nicht einbezogen werden. Der tatsächliche Radumfang ist durch die vom zusätzlichen Gewicht verursachten Reifenverformung etwas kleiner.
Radumfang messen
Wer den Radumfang lieber direkt messen will, kann wie folgt vorgehen:
Benötigtes Werkzeug: Maßband
- Schritt 1: Lege das Maßband auf den Fußboden.
- Schritt 2: Stelle dein Fahrrad neben das Maßband, sodass das Reifenventil genau unten ist und sich direkt neben dem Anfang des Maßbands befindet.
- Schritt 3: Schiebe das Fahrrad solange entlang des Maßbands vorwärts, bis der Reifen eine volle Umdrehung gemacht hat und das Ventil wieder genau unten ist.
- Schritt 4: Nun lies am Maßband an der Stelle des Radventils die zurückgelegte Strecke ab. Das ist der Radumfang.
Wer den Radumfang für den Praxiseinsatz (z.B. Fahrradcomputer) möglichst präzise wissen will, pumpt die Reifen vorher auf den üblicherweise verwendeten Reifendruck auf und setzt sich beim Schieben des Fahrrads auf den Sattel, da das zusätzliche Gewicht den Reifen etwas eindrückt und damit den Reifenumfang ein klein wenig verringert.
Bewertung: Dies ist die genaueste der hier genannten Methoden, um den Radumfang zu ermitteln.
Für die Ermittlung des Reifenumfangs muss auf ebener Strecke eine komplette Radumdrehung zurückgelegt werden. Die „Fahrt“ muss stehend oder sitzend erfolgen, zudem darf hierbei keine Lenkbewegung das Ergebnis verfälschen. Vor der Messung mit Kreide den tiefsten Punkt des Reifens sowie den Boden mit einem Strich markieren, danach genau eine Radumdrehung zurücklegen - die Markierung des Reifens muss wieder am tiefsten Punkt sein. Boden markieren und die Distanz zwischen den Bodenmarkierungen in mm messen.
Radumfang schätzen
Schritt 1: Zunächst liest du die ETRTO-Größenangabe vom Reifenmantel ab, z.B. 42-622. Die erste Zahl ist die Reifenbreite in Millimeter und die zweite Zahl gibt den Reifeninnendurchmesser, d.h. den Felgennenndurchmesser, in Millimeter an.
Schritt 2: Nun berechnen wir daraus den Reifendurchmesser wie folgt: Da der Reifenmantel im aufgepumpten Zustand in etwa kreisrund ist, entspricht die Reifenbreite ungefähr der Höhe des Mantels über der Felge. Das ergibt die Formel Reifenaußendurchmesser = 2 x Reifenbreite + Reifeninnendurchmesser. Wir addieren also zweimal die Reifenbreite zum Reifeninnendurchmesser und erhalten so den Reifenaußendurchmesser.
Schritt 3: Schließlich berechnen wir den Reifenumfang, indem wir den Reifenaußendurchmesser mit 3,14 multiplizieren. Dieser Schritt wurde weiter oben schon genauer erklärt.
Rechenbeispiel: Angenommen, du liest auf dem Reifenmantel die Größenangabe 42-622. Daraus berechnen wir einen Reifenaußendurchmesser von 2 x 42 + 622 = 706 mm und letztlich den Reifenumfang mit 706 x 3,14 = 2218 mm (gerundet).
Bewertung: Diese Methode ist etwas ungenau, weil sie den Reifendruck und die Höhe der Profilstollen auf dem Reifenmantel, die sich zudem im Laufe der Zeit durch Abreibung verringert, nicht berücksichtigt.
Radumfang nachschlagen - Die Radumfang-Tabelle
Wer keine Lust oder Zeit hat, den Reifenumfang zu messen, kann auch auf die Werte in unserer Tabelle zurückgreifen. Hierzu wird lediglich die ETRTO Angabe auf der Reifenflanke benötigt. Die Bezeichnung beinhaltet die Breite (erster Wert) und den Innendurchmesser (zweiter Wert) des Reifens. Auch so lässt sich der Reifenumfang bestimmen.
Radumfang-Tabelle
| Zollgröße | ETRTO-Größe | Radumfang in mm |
|---|---|---|
| 16 Zoll | 40-305 | 1210 |
| 47-305 | 1253 | |
| 50-305 | 1272 | |
| 16 Zoll | 30-349 | 1285 |
| 35-349 | 1316 | |
| 37-349 | 1329 | |
| 18 Zoll | 40-355 | 1367 |
| 50-355 | 1429 | |
| 20 Zoll | 23-406 | 1420 |
| 28-406 | 1451 | |
| 35-406 | 1495 | |
| 40-406 | 1527 | |
| 42-406 | 1539 | |
| 47-406 | 1571 | |
| 50-406 | 1590 | |
| 54-406 | 1615 | |
| 55-406 | 1621 | |
| 57-406 | 1634 | |
| 60-406 | 1652 | |
| 24 Zoll | 40-507 | 1844 |
| 47-507 | 1888 | |
| 50-507 | 1907 | |
| 54-507 | 1932 | |
| 57-507 | 1951 | |
| 60-507 | 1970 | |
| 62-507 | 1982 | |
| 24 Zoll | 20-540 | 1822 |
| 25-540 | 1854 | |
| 30-540 | 1885 | |
| 37-540 | 1929 | |
| 40-540 | 1948 | |
| 26 Zoll | 25-559 | 1913 |
| 28-559 | 1932 | |
| 30-559 | 1945 | |
| 35-559 | 1976 | |
| 40-559 | 2007 | |
| 44-559 | 2033 | |
| 47-559 | 2051 | |
| 50-559 | 2070 | |
| 54-559 | 2095 | |
| 57-559 | 2114 | |
| 60-559 | 2133 | |
| 65-559 | 2165 | |
| 70-559 | 2196 | |
| 75-559 | 2227 | |
| 20-571 | 1920 | |
| 23-571 | 1938 | |
| 40-571 | 2045 | |
| 47-571 | 2089 | |
| 27,5 Zoll | 28-584 | 2011 |
| 32-584 | 2036 | |
| 35-584 | 2055 | |
| 37-584 | 2067 | |
| 40-584 | 2086 | |
| 44-584 | 2111 | |
| 50-584 | 2149 | |
| 54-584 | 2174 | |
| 57-584 | 2193 | |
| 60-584 | 2212 | |
| 65-584 | 2243 | |
| 70-584 | 2275 | |
| 75-584 | 2306 | |
| 26 Zoll | 20-590 | 1979 |
| 25-590 | 2011 | |
| 32-590 | 2055 | |
| 37-590 | 2086 | |
| 40-590 | 2105 | |
| 28 Zoll | 18-622 | 2067 |
| 20-622 | 2080 | |
| 23-622 | 2099 | |
| 24-622 | 2105 | |
| 25-622 | 2111 | |
| 28-622 | 2130 | |
| 30-622 | 2143 | |
| 32-622 | 2155 | |
| 33-622 | 2161 | |
| 35-622 | 2174 | |
| 37-622 | 2187 | |
| 40-622 | 2205 | |
| 42-622 | 2218 | |
| 44-622 | 2231 | |
| 47-622 | 2249 | |
| 29 Zoll | 50-622 | 2268 |
| 54-622 | 2293 | |
| 55-622 | 2300 | |
| 57-622 | 2312 | |
| 60-622 | 2331 | |
| 62-622 | 2344 | |
| 75-622 | 2425 | |
| 27 Zoll | 20-630 | 2105 |
| 25-630 | 2136 | |
| 28-630 | 2155 | |
| 32-630 | 2180 | |
| 35-630 | 2199 | |
| 28 Zoll | 32-635 | 2196 |
| 40-635 | 2246 | |
| 28-642 | 2193 | |
| 37-641 | 2246 |
Obige Tabelle enthält einen Auszug aus der Fahrradreifen-Größentabelle und gibt den entsprechenden rechnerischen Reifenumfang an. Der Reifenumfang wurde anhand obiger Schätzmethode ermittelt, also über die Formel Reifenaußendurchmesser = 2 x Reifenbreite + Reifeninnendurchmesser.
Bewertung: Diese Methode ist etwas ungenau, weil sie den Reifendruck und die Höhe der Profilstollen auf dem Reifenmantel, die sich zudem im Laufe der Zeit durch Abreibung verringert, nicht berücksichtigt. Der Vorteil der Tabelle ist, dass man weder Maßband noch Taschenrechner braucht.
Wofür benötigt man den Reifenumfang?
Der häufigste Anwendungsfall, bei dem man den Reifenumfang kennen muss, betrifft die Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit im Fahrradtacho. Der Tacho zählt mittels eines Magnetkontakts an einer Speiche die Anzahl der Radumdrehungen pro Zeitabschnitt und berechnet daraus die Geschwindigkeit des Fahrrads. Damit der Tacho weiß, wie weit man nach einer Radumdrehung gefahren ist, muss man erst den Reifenumfang einstellen. Dies erfolgt typischerweise über die Eingabe einer vierstelligen Zahl - den Reifenumfang in Millimetern.
Bei Fahrradcomputern mit GPS und GPS-Geräten kommt meist kein Radsensor zum Einsatz; die aktuelle Geschwindigkeit wird hier über die zeitliche Veränderung der GPS-Koordinaten ermittelt.
Wie genau muss ich den Radumfang kennen?
Wie schlimm ist es, wenn ich den Umfang nicht ganz genau gemessen habe? Muss es wirklich so genau sein, oder reicht auch der Wert aus der Radumfang-Tabelle?
Bei dieser Frage geht es um den Messfehler und wie stark sich dieser in der Praxis auswirkt.
- Beispiel 1: Nehmen wir an, wir haben uns um ganze 10 cm (!) vermessen, bei einen 28"-Reifen mit in Wirklichkeit 2200 mm Radumfang. Das ergibt einen Fehler von 100 / 2200 = 0,045, also 4,5 %. Bei einem Fahrtempo von 20 km/h würde unser Tacho stattdessen etwa 19 bzw. 21 km/h anzeigen. Wenn wir hingegen mit 40 km/h unterwegs sind, würde er etwa 38 bzw. 42 km/h anzeigen. Und nach einer Fahrtstrecke von tatsächlich 100 km würde unser Tacho abweichend einen zurückgelegten Weg von 95,5 bzw. 104,5 km anzeigen.
- Beispiel 2: Sehen wir uns ein realistischeres Beispiel an. Nehmen wir an, wir liegen bei unserer Messung um etwa 2 cm daneben. Das ergibt einen Fehler von nur 20 / 2200 = 0,009, also knapp 1 %. Bei einer Fahrt mit 20 km/h würde unser Tacho in etwa 19,8 bzw. 20,2 km/h anzeigen, und bei einer Fahrt von 40 km/h einen Wert von 39,6 bzw. 40,4 km/h. Wenn der Tacho keine Nachkommastellen hat, würde man die Abweichung also nicht mal sehen können. Nach 100 km Weglänge würde der Tacho 99,1 bzw. 100,9 km anzeigen.
Wie man an den beiden Rechenbeispielen schön sehen kann, wirkt sich ein Messfehler in der Praxis gar nicht so stark aus, wie vielleicht gedacht. Wie hoch die Messgenauigkeit letztlich sein muss, hängt also eher vom eigenen Anspruch ab, den man an das Ergebnis hat.
Einfluss auf das Radfahren
Der Radumfang und damit die Radgröße hat einen wesentlichen Einfluss auf den Fahrkomfort. Große Reifen von 26 bis 29 Zoll rollen mühelos über kleine Unebenheiten im Untergrund hinweg und sind bei Mountainbikes, Trakking- und Cityrädern der Standard.
Kleinere Reifen wie 20-Zoll-Reifen bei BMX-Rädern haben den Vorteil, dass sie sich schneller beschleunigen lassen und wendiger sind. Sie wären aber offroad und auf Waldwegen deutlich weniger angenehm zu fahren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie ist der Radumfang bei 28 Zoll?
Fahrradreifen in 28 Zoll können einen Radumfang von ungefähr 2067 bis 2249 mm haben, siehe Reifenumfang-Tabelle oben. Diese Angabe allein reicht also nicht aus, um einen einigermaßen genauen Wert für den Fahrradreifen-Umfang zu ermitteln. Verwende den Radumfang-Rechner oben oder wende eine der beschriebenen Möglichkeiten an, um den Radumfang zu ermitteln.
Wie ist der Radumfang bei 29 Zoll?
Fahrradreifen in 29 Zoll können einen Radumfang von ungefähr 2268 bis 2425 mm haben, siehe Radumfang-Tabelle oben. Der Reifenumfang-Rechner oben hilft dir, einen konkreteren Wert zu ermitteln. Alternativ wende eine der oben beschriebenen Möglichkeiten an, um den Radumfang zu bestimmen.
Was bedeutet Radumfang 700C?
Die Zahl 700 steht für einen Außendurchmesser von 700 mm (das C steht in der französischen Reifenbezeichnung für eine Reifenbreite von ca. 39 mm). In der Regel fallen Fahrradreifen immer etwas schmaler aus, damit sichergestellt ist, dass sie in den Rahmen passen. Abhängig von der Bauform und der Innenmaulweite der Felge kann dieses Maß jedoch variieren. Daher nutzen die meisten Reifenhersteller bei der Angabe der Reifenmasse den zulässigen Toleranzbereich von (+/- 3mm) in den meisten Fällen nach unten aus. Ein frisch montierter Reifen kann sich mit der Zeit noch ein wenig ausdehnen und weiten, ebenso spielt auch der Luftdruck eine Rolle. Bei maximalem Luftdruck wird der Reifen breiter als bei geringem Druck. Bitte habe Verständnis dafür, dass wir bei der Vielzahl an Fahrradmodellen nicht alle Rahmen auf die Kompatibilität zu den verschiedenen Reifen überprüfen können. Ein sehr viel schmalerer Reifen reduziert den Abstand zwischen Pedalen und dem Untergrund, wohingegen ein breiterer Reifen möglicherweise am Rahmen oder den Anbauteilen schleifen kann. Der Reifeninnendurchmesser muss mit dem Felgenschulterdurchmesser übereinstimmen. Die Reifengröße 37-622 passt z. B. Außerdem müssen Reifenbreite und Felgeninnenmaulweite aufeinander abgestimmt sein. Hookless bzw. Die vom Laufrad-/Felgenhersteller angegeben, kompatiblen Typen (Tubeless) und Reifenbreiten müssen berücksichtigt werden. Zur genauen Programmierung des Radcomputers wird häufig nach exakten Umfängen der Reifen gefragt. Der Radumfang variiert in Abhängigkeit von Felgeninnenmaulweite, Pannenschutz im Reifen, Luftdruck und Gewichtsbelastung. Aus diesem Grund können wir die exakten Radumfänge nicht angeben.
Fahrradreifen-Größe
Am einfachsten lässt sich die Größe eines Fahrradreifens anhand der Reifenkennzeichnung bestimmen. Auf der Seitenwand des Reifens steht in der Regel eine Größenangabe in der Form "XX-YYY" oder "XX x YYY", wobei XX für die Breite des Reifens in Millimetern und YYY für den Durchmesser des Reifens in Millimetern steht. Diese Angaben sind jedoch nicht immer einheitlich und können zu Verwirrung führen.
Die Größen von Fahrradreifen werden heute nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization) bezeichnet. In der Praxis werden aber auch die älteren, englischen und französischen Bezeichnungen verwendet. Die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) gibt die Breite (37 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (622 mm) an. Diese Bezeichnung ist eindeutig und erlaubt eine klare Zuordnung zur Felgengröße. Die Zollbezeichnung (z. B. 28 x 1.40) gibt den ungefähren Außendurchmesser (28 Zoll) und die Reifenbreite (1.40 Zoll) an. Es gibt die Zollbezeichnung auch noch in der Form 28 x 1 5⁄8 x 1 3⁄8 (ungefährer Außendurchmesser x Reifenhöhe x Reifenbreite). Die Zollangaben sind nicht präzise und nicht eindeutig. Zum Beispiel werden die Durchmesser 559 mm (MTB), 571 mm (Triathlon) und 590 mm (holländische Tourenräder) alle mit 26-Zoll bezeichnet. Reifen mit dem Durchmesser von 622 und 635 mm bezeichnet man beide als 28 Zoll. Kurioserweise werden Reifen mit einem Innendurchmesser von 630 mm als 27 Zoll betitelt.
Die französische Größenangabe (z. B. 700 x 35C) gibt den ungefähren Außendurchmesser (700 mm) und die Reifenbreite (35mm) an. Der Buchstabe am Ende gibt einen Hinweis auf den Innendurchmesser des Reifen. Das C steht in diesem Fall für 622 mm. Die französische Bezeichnung gibt es nicht für alle Reifengrößen, so wird sie z. B. verwendet werden oder früher verwendet wurden. angegeben. Beide Reifengrößen benutzen den gleichen Innendurchmesser von 622 mm und lassen sich damit theoretisch auch auf die gleichen Felgen montieren.
Reifengröße und Fahrradtyp
Die Wahl der optimalen Reifengröße fürs Fahrrad ist ein entscheidender Faktor für die Fahreigenschaften. Die Auswahl ist groß. Darauf sollten Sie achten.
- Reifengröße und Fahrradtyp hängen immer zusammen
- Reifendruck und Felgengröße sollte man im Blick haben
Tabelle: Körper- und Reifengrößen
| Reifengröße in Zoll | Empfohlen für Körpergröße in cm |
|---|---|
| 12 | 70 bis 90 |
| 16 | 90 bis 120 |
| 20 | 120 bis 140 |
| 24 | 140 bis 160 |
| 26 | 160 bis 180 |
| 28 | ab 180 |
| 29 | ab 185 |
Fahrradreifen 29 Zoll / MTB-Reifen 29 Zoll
29-Zoll-Fahrradreifen sind besonders breite Reifen ab 50 mm Reifenbreite. Meistens werden sie am Mountainbike (MTB) montiert und als 29-Zoll-MTB-Reifen bezeichnet.
Die Reifengröße 29 Zoll ist eigentlich ein Marketingausdruck für besonders dicke 28-Zoll-Fahrradreifen. Beide Zoll-Größen haben denselben Reifeninnendurchmesser von 622 mm. Theoretisch lassen sie sich also auf die gleichen Felgen montieren, allerdings sollte die Reifenbreite auch zur Felgenbreite (Maulweite) passen.
Tabelle: Fahrradreifen 29 Zoll
| Reifeninnendurchmesser | Reifenbreite | ETRTO | Zoll-Größe |
|---|---|---|---|
| 622 mm | 50 mm | 50-622 | 29 x 2.00 / 28 x 2.00 |
| 622 mm | 54 mm | 54-622 | 29 x 2.10 / 28 x 2.10 |
| 622 mm | 55 mm | 55-622 | 29 x 2.15 / 28 x 2.15 |
| 622 mm | 57 mm | 57-622 | 29 x 2.25 |
| 622 mm | 60 mm | 60-622 | 29 x 2.35 / 28 x 2.35 |
| 622 mm | 75 mm | 75-622 | 29 x 3.00 |
Fahrradreifen 28 Zoll
28-Zoll-Reifen sind auf den meisten Fahrrädern für Erwachsene zu finden. Sie sind üblicherweise auf dem Rennrad, Trekkingrad, Citybike und E-Bike montiert.
28-Zoll-Fahrradreifen haben meist einen Innendurchmesser von 622 mm, vereinzelt auch 635 mm oder 642 mm. Ab 50 mm Reifenbreite spricht man auch von 29-Zoll-Fahrradreifen, daher haben diese Reifen in nachfolgender Größentabelle die Zoll-Größen 28" und 29". Aufgrund der verschiedenen Reifeninnendurchmesser sollte beim Kauf eines Reifens unbedingt auf die standardisierte ETRTO-Größenbezeichnung geachtet werden.
So findest du die passende Reifen-Felgenkombination
Zu der Maulweite einer Felge passen verschiedene Reifenbreiten. Wie du in dieser Tabelle siehst, gibt die ETRTO selbst einen verhältnisweise kleinen Spielraum für mögliche Felgen- und Reifenkombinationen an.
Viele Reifen- und Felgenhersteller geben allerdings eine größere Spanne an möglichen Kombinationen an. Daher solltest du stets die Angaben des Felgen- bzw.Reifenherstellers beachten, wenn du überprüfen willst, ob Felge und Reifen zueinander passen.
Regelmäßiger Check der Reifen
Ein regelmäßiger Check ist daher für die Sicherheit beim Fahrradfahren unerlässlich. Fahrrad. Erst durch einen ausreichenden Luftdruck ist der Reifen in der Lage, das Fahrrad zu tragen. Auf der Straße gilt: Je höher der Luftdruck, desto geringer der Rollwiderstand des Reifens. Auch die Pannenanfälligkeit ist bei hohem Druck geringer. häufig zum vorzeitigen Verschleiß des Reifens. Rissbildung an der Seitenwand ist die typische Folge. Auch der Abrieb ist dann unnötig hoch.
Die Qual Der Wahl
In Europa ist 28 Zoll eine traditionelle Größe für Tourenräder. Außerhalb von Europa wurde der Felgendurchmesser von 622 mm eher selten verwendet. Radreisende, die versuchen irgendwo in der Welt Ersatzreifen für ein 28" Tourenrad zu bekommen, können ein Lied davon singen. 29 Zoll wurde vor einigen Jahren als neue Laufradgröße für Mountainbikes in Amerika eingeführt. Die Bezeichnung ist entstanden, weil die MTB Reifen voluminöser sind und der Außendurchmesser ungefähr 29" entspricht. Ein schmaler 28" Reifen, z. B. mit der Reifenbreite 23 mm, wie es beim Rennrad üblich ist, hat in Wahrheit nur einen Außendurchmesser von etwas über 26". Bei einer Reifenbreite von 40 mm stimmt es ungefähr, dass der Außendurchmesser 28" hat.
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