Ein E-Bike ohne Akku ist wie ein Auto ohne Motor - es funktioniert einfach nicht. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Fahrrad, das mit reiner Muskelkraft betrieben wird, unterstützt ein Elektromotor bei einem E-Bike den Fahrer. Der E-Bike-Akku liefert dem Motor die nötige Energie für diese Tretunterstützung und muss dementsprechend leistungsstark und zuverlässig sein.
Die Position des Akkus wirkt sich auf das Aussehen, das Fahrverhalten und auf die praktische Verwendung des E-Bikes aus. Durch den Akku hat das Elektrofahrrad aber auch ein höheres Gewicht. Zusammen mit unter anderem dem E-Bike-Motor führt der Akku dazu, dass ein elektrisches Fahrrad durchschnittlich sechs Kilogramm schwerer als ein normales Rad ist.
Dabei gilt: Je niedriger der Akku am E-Bike angebracht ist, desto stabiler ist die Straßenlage.
Wenn du beim Laden des Akkus Flexibilität wünschst, dann entscheide dich für einen herausnehmbaren Akku. Dieser wird mit einem Ladegerät geliefert, das an jede Steckdose angeschlossen werden kann. Du musst nur den Akku vom E-Bike trennen und kannst diesen direkt an der nächsten Steckdose aufladen.
Vorteile eines abnehmbaren Akkus
- Du kannst den Akku zum Aufladen und bei extrem warmem oder kaltem Wetter ganz einfach abnehmen.
- Der Akku kann einfach austauscht werden (auch unterwegs gegen einen Reserve-Akku).
- Der Akku kann einfach an jeder Steckdose aufgeladen werden.
Transportierst du dein E-Bike oft auf einem Fahrradträger? In diesem Fall ist es ratsam, ein E-Bike mit abnehmbarem Akku zu kaufen. Ein Elektrofahrrad ist ohne Batterie viel leichter und kann einfacher auf den Halter gehoben werden.
Für die meisten E-Biker ist ein entnehmbarer Akku unverzichtbar. Ob zum Laden in der Wohnung, zur Sicherung gegen Diebstahl oder einfach, um den Energiespeicher flexibel zu nutzen - ein herausnehmbarer Akku gehört mittlerweile zum Standard.
Innovationen bei der Akkuentnahme
Um diese Problematik zu lösen, hat BULLS eine innovative Technik entwickelt: die 45-Grad-Akkuentnahme.
- Dank der schräg nach oben verlaufenden Entnahmerichtung lässt sich der Akku mit wenigen Handgriffen entfernen.
- Durch die schräge Positionierung bleibt der Akku im Rahmen bestens geschützt.
- Ein sauber integrierter Akku ist nicht nur funktional, sondern auch optisch ansprechend.
- Da die Öffnung im Unterrohr durch die 45-Grad-Entnahme kleiner ausfallen kann als bei einer Entnahme nach unten, bleibt der Rahmen stabil und verwindungssteif.
Die 45-Grad-Akkuentnahme von BULLS zeigt, dass sich Komfort und technologische Raffinesse nicht ausschließen müssen. Die durchdachte Lösung erlaubt eine einfache Handhabung, schont den Akku und sorgt für ein ansprechendes Design - ohne die Stabilität des Rahmens zu beeinträchtigen.
Verschiedene Akku-Typen für E-Bikes
Der Akkutyp hat - ebenso wie die Reichweite - einen Einfluss auf die Anzahl Kilometer, die du mit einem E-Bike zurücklegen kannst. Es gibt fünf verschiedene Akkutypen, davon kommen bei aktuellen E-Bikes noch vier vor. Den Typ NiCd - die Abkürzung steht für „Nickel-Cadmium“ - findet man nur noch bei Elektrofahrrädern aus zweiter Hand.
1. NiMh Akku für E-Bikes
Der NiMh-Akku für E-Bikes ist der Nachfolger des NiCd-Akkus und momentan der Standard in Europa. Dieser Akkutyp braucht eine regelmäßige Ladung, auch wenn das E-Bike (längere Zeit) stillsteht. Der Akku muss ständig an das Ladegerät angeschlossen bleiben. Das Ladegerät sorgt nämlich dafür, dass der Akkuzustand optimal bleibt. Bei diesem Akkutyp ist mit einer Ladezeit von 4 bis 6 Stunden zu rechnen.
2. Li-Ion Akku für E-Bikes
Lithium-Ion ist eine Sammelbezeichnung für die vielen Akkus, die Lithium enthalten. Dieser Akkutyp hat eine geringe Selbstentladung und eine lange (bzw. längere) Lebensdauer. Dem steht jedoch ein höherer Preis dieses Akkutyps gegenüber.
3. LiPo Akku für E-Bikes
Der LiPo-Akku ist eine der besseren Akku-Varianten aus dem Sortiment mit Li-Ion-Akkus. Der Akku ist noch kleiner als ein durchschnittlicher Li-Ion-Akku. Nutzt du dein E-Bike längere Zeit nicht, dann wird empfohlen, diesen Akku mit 40 % Ladung zu lagern (vorzugsweise in einer kühlen Umgebung).
4. E-Bike LiFePo4 Akku
Die neueste Akku-Generation trägt den Namen LiFePo4 (oder ein davon abgeleitetes Kürzel: LP4, LFP, LFP4). Dieser Akku wurde in jeder Hinsicht verbessert und ist daher derzeit das Nonplusultra. Dem entspricht aber auch der Preis des Akkus. Rechnerisch ist die Anschaffung eines E-Bikes mit LifePo4-Akku eine Überlegung wert, da der Akku länger hält und die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass er ersetzt werden muss, bevor ein Ersatz des Elektrofahrrads selbst ansteht. Derzeit ist nur ein begrenztes Angebot an E-Bikes mit diesem Akkutyp ausgestattet. Das Angebot wird in Zukunft größer werden.
Leichte E-Bikes im Trend
Dass es einen Trend hin zu leichten Pedelecs mit etwas reduzierter Motorkraft und kleineren Akkus gibt, beobachten wir seit Jahren. Die Gewichtsreduktion ist bei den leichten Rädern unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Stevens E-Strada unterscheidet sich mit seinen 13,8 Kilo beim Gewicht kein bisschen von Tourenrädern ohne Motor - bietet aber natürlich ohne Gepäckträger und Federgabel auch weniger Variabilität.
Ähnlich sieht es beim 17,3 Kilo schweren KTM Macina Cross SX Elite aus, das sich sogar die Spritzschützer spart. Dafür greifen hier gerne diejenigen zu, die am Wochenende oder nach Feierabend sportlich rasant über Feld- und Waldwege zischen wollen. Am KTM zeigt sich, dass der leichte 55-Nm-Bosch-Motor eigentlich eine Lücke zwischen den Full-Power-Aggregaten und den Leichtmotoren à la Mahle und Bafang schließt.
Alltagstauglichkeit leichter E-Bikes
Der Vorteil schwerer Pedelecs: In jeder Lebenslage gibt es Unterstützung satt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn die Luft ohnehin schon raus ist, kann man sich nach Hause schieben lassen. War der Einkauf doch etwas üppiger als geplant, bereiten schwere Packtaschen auch auf steilen Straßen kein Kopfzerbrechen.
Die Qual der Wahl: Welches E-Bike passt zu mir?
Wie immer ist es eine Frage der eigenen Ansprüche und Bedürfnisse, die letztlich den Ausschlag geben, ob ein Full-Power-Bike, ein absolutes Leichtgewicht oder eine Mischung aus beidem die beste Wahl ist. Erfahrene E-Biker finden für sich eine schnelle Antwort. Sie wissen genau, ob und wenn ja wie oft sie mit leerem Akku liegen geblieben sind, in welcher Unterstützungsstufe sie die meiste Zeit unterwegs sind und ob sie eher im Flachen, im welligen Gelände oder doch im Gebirge fahren.
Tipps zur Akkulagerung und -pflege
Laden Sie den Akku ausschließlich entsprechend der Herstellervorgabe mit dem dazugehörigen Ladegerät im Trockenen und bei den vom Hersteller bestimmten Temperaturen. Schützen Sie den Akku beim Abstellen des E-Bikes und insbesondere beim Laden vor Hitze z.B. durch direkte Sonneneinstrahlung. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollten Sie den Akku während des Parkens abnehmen und in einem Raum mit Zimmertemperatur lagern, um Schäden zu vermeiden. Trennen Sie den Akku nach dem Laden vom Ladegerät.
Der ideale Ladezustand des Akkus beträgt je nach Hersteller zwischen 20 und 80 Prozent und ist der Bedienungsanleitung zu entnehmen. Falls der Akku einmal herunterfällt, sollte ein Fachhändler kontrollieren, ob er ausgetauscht werden muss. Der gebrauchte Akku muss zum Tauschen oder zur Entsorgung immer zum Fachhändler gebracht werden.
Wohin mit dem alten Akku?
Ausgediente größere Lithium-Ionen-Akkus (Hochenergie-Akkus) - beispielsweise aus E-Bikes, Pedelecs und E-Scootern - gelten als Industriebatterien und werden kostenfrei von den Vertreibern dieser Batterieart zurückgenommen. Möglicherweise ist das ein Händler von E-Bikes, sofern er Ersatz-Akkus für E-Bikes vertreibt. Auch ausgewählte kommunale Sammelstellen (qualifizierte Sammelstellen) nehmen neben Gerätebatterien auch Industriebatterien kostenfrei zurück.
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