E-Bike Akku Anschlüsse: Typen und Kompatibilität

Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne lockt, haben E-Bikes wieder Hochsaison. Damit die Kraftpakete unter den Fahrrädern länger, schneller und weiter fahren, benötigen sie die richtige Tankstelle für den Energienachschub.

Bei E-Bikes ist dies besonders wichtig. Im Gegensatz zu den meisten elektronischen Gadgets gibt es für E-Bikes keine Universalladegeräte. Jeder Hersteller setzt weitestgehend auf ein eigenes Anschlusssystem, das zudem nach Modelljahren eingeteilt ist. Die Leistungsentwicklung ist rasant, die Akkus werden immer schlanker bzw. anders eingebaut. E-Bike-Ladegeräte sind zudem als Versionen zum einfachen Anschluss oder in Ladeschalen-Version erhältlich.

Die Bedeutung des richtigen Ladekabels

Das Ladekabel stellt die Verbindung zu Ihrem E-Bike her und ist für uns somit die wichtigste Komponente für Innovation und top Technik.

Das bike-energy Ladekabel ermöglicht es, E-Bikern überall - bei Gasthäusern, Almen, Bars oder in Tourismusregionen - E-Bikes einfach und sicher aufzuladen. Möglich macht es das innovative und intelligente Ladekabel in Verbindung mit bike-energy Ladestationen.

Das einzigartige Ladekabel von bike-energy ist handlich und klein. Damit sind längere Fahrten und das Erreichen größerer Höhen möglich, weil an allen bike-energy Ladestationen aufgeladen werden kann. Die Ladekabel sind für alle gängigen E-Bike Marken erhältlich.

So finden Sie das richtige Ladekabel

Bei den vielen E-Bike Marken, Antriebsarten und Akku-Marken, die es gibt, ist es schwierig zu wissen, welches bike-energy Kabel man für seinen E-Bike braucht.

In der Ladekabel Übersicht Können sie nach E-Bike Marke und/oder Antrieb Filtern.

So funktioniert es:

  1. Wählen sie zuerst Ihre E-Bike Marke aus der Dropdown-Liste und Klicken Sie auf den ‚Filter‘ Button. Es verbleiben nur eine oder wenige Optionen.
  2. Wenden Sie den ‚Antrieb/Akku‘ Filter an und Klicken Sie auf den ‚Filter‘ Button.
  3. Wenn es jetzt noch mehreren Kabel zur Auswahl gibt, gleichen Sie die Bilder der Stecker ab.

Falls Ihre Marke nicht gelistet ist, versuchen Sie es zuerst mit dem Akku/Antrieb Filter. Der E-Bike Markt ist ständig in Bewegung: Immer wieder gibt es neue E-Bike Marken und Modelle, mit unterschiedlichen Antriebsarten und Akkus. bike-energy bleibt immer am letzten Stand, aber es kann passieren, dass Ihre Marke oder Antrieb noch nicht gelistet ist.

Füllen Sie das untenstehende Formular aus und melden Sie Ihre E-Bike Marke und Antriebs- oder Akku-Marke. Sie müssen zusätzlich ein Bild von Ihrem Bike/Antrieb/Akku anhängen.

Sie entdecken unterwegs eine Ladestation und haben kein eigenes Ladekabel mit dabei? Die bike-energy Ladekabel kann man auch ausleihen.

Falls Sie nicht wissen, welches Ladekabel das richtige für Ihr E-Bike ist, gehen Sie zur Ladekabel Übersicht und verwenden sie den Filter.

Der Markt ändert sich sehr schnell, also kommt es vor, dass Ihre E-Bike-Marke nicht gelistet ist. Für die meisten Modelle mit Panasonic Antrieb/Akku haben wir ein passendes Ladekabel!

Falls das Yamaha-1 Ladekabel nicht auf Anhieb passt, sollte man beim ersten Mal leicht rückeln. Das dürfte genügen. Auch kann es sein, dass sich am Steckereingang Staub oder etwas Schmutz gesammelt hat.

Verschiedene Stecker-Typen und ihre Anwendungen

Nein, E-Bike-Ladestecker sind nicht genormt. Die Stecker-Typen unterscheiden sich je nach Hersteller und sind meistens proprietär (nicht untereinander kompatibel). Oft sind die Anschlüsse und Stecker aber wenigstens innerhalb eines Herstellers gleich:

  • Bosch: Bosch verwendet meistens einheitliche Ladegeräte und Stecker für ihre E-Bike-Systeme. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede zwischen älteren und neueren Systemen.
  • Shimano Steps: Shimano nutzt für Steckertypen derselben Generation ebenfalls eine einheitliche Lösung. Allerdings sind dies Eigenentwicklungen (proprietär).
  • Yamaha: Yamaha neigt auch dazu, standardisierte Ladeanschlüsse innerhalb ihrer Systeme zu verwenden.
  • Brose: Auch Brose hat oft einheitliche Ladeanschlüsse für ihre Motoren und Akkus.

Welche Stecker-Typen gibt es bei E-Bikes?

  • DC-Hohlstecker: Ein weit verbreiteter Typ, der aber in verschiedenen Größen und PIN-Konfigurationen vorkommt. Meistens bei günstigeren E-Bikes.
  • Rundstecker: Ähnlich wie DC-Stecker, aber robuster und auch in verschiedenen Größen erhältlich. Wird bei Bosch und teueren E-Bikes verwendet.
  • Rosenberger-Stecker: Ein magnetischer Stecker, der häufig bei Premium-E-Bikes vorkommt.
  • XLR-Stecker: Dieser Stecker-Typ ist seltener, aber robust. Er kommt meistens bei älteren oder speziellen E-Bike-Modellen vor.
  • Anderson-Stecker: Ein Stecker-Typ, der für hohe Strombelastungen ausgelegt ist. Kommt in einigen DIY-E-Bike-Projekten und bei bestimmten kommerziellen E-Bikes vor.
  • Higo-Stecker: Wasserdichte Steckverbindung, die speziell für E-Bikes entwickelt wurde. Kommt häufiger in modernen E-Bike-Systemen europäischer Marken vor.
  • Proprietärer Stecker: Aussehen und Funktionsweise ist eine eigene Entwicklung und in der Regel mit anderen Systemen inkompatibel.

Auch wenn die Stecker augenscheinlich passen, kann dies im schlimmsten Fall Motor und Akku beschädigen, wenn diese eine andere Spannung (V) und/oder Stromstärke erwarten (A). Denn so gut wie alle namhaften Hersteller nutzen proprietäre Stecker, die ihr deshalb in der Regel an keinem Hersteller-fremden Modell nutzen könnt.

Wenn ihr ein Ladegerät für ein E-Bike eines bestimmten Herstellers benötigt, solltet ihr vorher lieber die genauen Spezifikationen prüfen, um sicherzustellen, dass die Ladegeräte und Kabel kompatibel sind.

Schaut dazu in das Benutzerhandbuch des Fahrrads. Lest auch die Stromhinweise auf der Ladegerät-Rückseite, fragt bei eurem örtlichen Händler/Verkäufer und/oder beim Kundendienst des Herstellers nach.

E-Bike Akkus: Aufbau, Funktion und Pflege

Im Inneren eines Akkus werden mehrere aufladbare, einzelne Akkuzellen zu einem Pack verbunden. Als Akkuzellen gibt: Bleigel, Nickel-Cadmium, Nickel-Metallhybrid und Lithium-Ionen. In dieser Reihenfolge nimmt auch die Energiedichte und damit das Speichervermögen einer Zelle zu, weshalb man im modernen E-Bike-Akku nur noch Li-Ionen Zellen findet. Wo man früher über 10 kg Bleigel-Batterien für eine Kapazität von 400 Wh benötigte, kommt man heute mit einer 2,5 kg Li-Ionen Batterie aus.

Moderne Li-Ionen Akkus im E-Bike verwenden Becherzellen. Der Name rührt von ihrer zylindrischen Bauform her. Am meisten verbreitet ist der Typ „18650“. Diese Bezeichnung gibt lediglich Auskunft über die Maße (18 mm Durchmesser, 65 mm Länge) - nicht jedoch über die Qualität der Zelle. So gibt es von ein und demselben Batteriehersteller unterschiedliche Qualitäten zur Auswahl. Unterscheidungsmerkmal ist die Reinheit des Elektrolyts in den Zellen. Sie entscheidet über die chemischen Prozesse im Inneren der Zelle - und damit über ihre elektrischen Eigenschaften.

Ein Akku ist mehr als nur die beliebige Aneinanderreihung von Batterien gleicher Bauform. Ein gut funktionierender Akku zeichnet sich durch die gewissenhafte Auswahl elektrisch sich absolut identisch verhaltender Einzelzellen aus. Das ist die sogenannte Konfektionierung. Bei hochwertigen Akkus erfolgt diese Konfektionierung in sehr engen Messtoleranzen. Denn ein Akku ist nur so gut wie seine schwächste Zelle. Im Gehäuse des Akku ist daher noch ein elektronisches Batterie-Management-System (BMS) verbaut, welches jede Zelle innerhalb des Akkus überwacht und ansteuert, um minimale Kapazitätsschwankungen auszugleichen. Das BMS schützt zudem vor kritischen Situationen, wie zum Beispiel vor Tiefentladung. Dann schaltet es das System ab.

So sehr sich die Technologie in den letzten Jahren weiterentwickelt hat - die grundlegende Funktion eines Akkus ist immer die gleiche: beim Aufladen wird elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt und gespeichert - beim Entladen wird diese chemische Energie wieder in elektrische Energie zurückgewandelt.

An einem Pol besteht Elektronenüberschuss, er ist daher negativ geladen. An dem anderen Pol herrscht Elektronenmangel, weswegen er positiv geladen ist. Wird nun durch einen elektrischen Verbraucher der Stromkreislauf geschlossen, wandern Elektronen entlang der Stromrichtung von Minus- zum Pluspol.

Tipps zur optimalen Akku-Nutzung und Pflege

Der altbekannte Zyklus von „immer komplett entladen“ und „stets voll aufladen“ ist mit einem modernen Li-Ionen Akku überholt, da er anders als ältere Akkutypen keinen Memory-Effekt besitzt. Besser sind zum Beispiel kleinere Teilentladungen und Teilladungen - anstatt den Akku immer komplett leer zu fahren und wieder komplett zu füllen. Denn hohe Ladeströme stressen die Akkuzellen. Und auf dem täglichen Weg ins Büro benötigt man auch nicht immer die volle Kapazität. Wer seinen Energiespeicher daher im Bereich von 20% bis 80% hält, kann seine Lebensdauer verdoppeln.

Kälte und Hitze sind die Feinde des Akkus. Deshalb sollte sich der ausgekühlte Akku erst einmal wieder bei Raumtemperatur akklimatisieren, bevor man ihn an das Ladegerät hängt. Hitze schadet entgegen landläufiger Meinung einem Akku mehr, als Kälte. Ist der Kapazitätsverlust durch große Kälte wieder vergessen, wenn der Akku auf Zimmertemperatur kommt, können Temperaturen über 40°C die chemische Prozesse in der Zelle unkontrolliert ablaufen lassen. Dann kann sich die Zelle durch Gasbildung aufblähen, platzen und sich schlagartig entzünden. Ein solcher Akkubrand ist zwar selten - aber umso gefährlicher.

Solange man fährt, wärmt sich ein Akku selbst. Durch seine exotherme Reaktion in seinem Inneren ist er selbst bei kalten Aussentemperaturen im optimalen Temperaturbereich und daher im optimale Wirkungsgrad. Markenakkus sind aufgrund höherwertigen Elektrolyts in den Zellen weniger anfällig für Kapazitätsverluste im Winter als Akkus von Discounter-E-Bikes, wie die DEKRA bewiesen hat.

Damit Kapazitätsverluste durch Kälte möglichst gering bleiben, nimmt man am besten den Akku direkt von der Steckdose, hängt ihn ans E-Bike und fährt direkt mit größter Unterstützung los. So hat der Akku selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sofort seine optimale Innentemperatur.

Einen Akku sollte man grundsätzlich trocken und kühl bei ca. 15°C bis 20°C lagern. Wenn er über mehrere Wochen oder Monate nicht gebraucht wird, tut es ihm gut, wenn man ihn mit ca. 30% bis 60% (zwei bis drei Ladebalken von fünf) seiner Kapazität aufbewahrt. Eine dauerhaft höhere Ladung stresst den Akku - wie ein leerer Akku sich auch selbst tiefentladen kann.

Bei einem Akku im tägliche Gebrauch verhindert zwar das BMS wirkungsvoll die Tiefentladung. Bei einem eingelagerten leeren Akku kann jedoch die Selbstentladung von ca. 0,5% bis 2% pro Monat für eine Tiefentladung sorgen, welches auch das BMS nicht verhindern kann. Ein tiefentladener Akku verweigert dann meist das aufladen.

Akku-Refreshing und Entsorgung

Ein Akku altert. Dann besitzt er nur nur noch ca. 70% seiner Kapazität. Dann gibt man den Akku beim Hersteller ab, welcher ihn dem „Gemeinsamen Rücknahme System Batterien“ zuführt. Jeder E-Bike Hersteller führt pro verkauftem E-Bike einen gewissen Betrag an die „GRS Batterien“ ab, damit diese die Akkus fachgerecht entsorgt und sich um das Recycling kümmert.

Oder aber, man lässt ein sogenanntes „Akku-Refreshing“ durchführen. Bei einem solchem „Auffrischen“ werden diese Akkuzellen von Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, ausgetauscht. Das sollte man tunlichst nicht selbst mit einem Lötkolben machen, denn Akkuzellen müssen mit einem kurzen Impuls miteinander verschweißt oder verlötet werden.

Einflussfaktoren auf die Reichweite

Die Antwort auf die Frage, wie weit man mit einer Akkuladung auf dem E-Bike kommt ist sehr komplex. Es hängt von weitaus mehr Faktoren als nur der reinen Akkukapazität ab. Je nachdem, welche Motorunterstützung man wählt, bzw. wieviel Leistung der Mensch selbst ins System einbringt und mit welcher Trittfrequenz er pedaliert, kann die Reichweite bei ein und demselben Fahrer auf dem gleiche E-Bike schwanken. Und natürlich hat das Fahrergewicht, da Streckenprofil, die gefahrenen Höhenmeter und die Anzahl an Stops und Anfahrt Einfluss darauf, welche Strecke man mit einem Akku zurücklegen kann.

Den größten Einfluß jedoch haben die Fahrwiderstände, allen voran der Rollwiderstand. Manche Fahrer bemängeln einen drastischen Reichweitenverlust im Winter - und schieben es auf den Akku. Es ist es jedoch weniger der Leistungsabfall eines Akkus, weshalb die Reichweite abnimmt, sondern die zum Teil drastische Zunahme der Fahrwiderstände durch schlechte Fahrbahnzustände, weitere Kleidung, zähere Schmierung im gesamten Antriebsstrang und auch wieder den Faktor Mensch, der bei Kälte auch weniger Leistung ins System einbringt.

Akkupositionen und Bauformen

Die Bauform eines Akkus hat sich in den letzten zwei Jahren stark verändert. Ließen die Rahmenakkus am Unterrohr oder Sattelrohr bereits von weitem erkennen, dass es sich um ein E-Bike handelt, kann man heutzutage nahezu unerkannt auf einem E-Bike unterwegs sein. „Systemintegration“ heißt das Stichwort.

Der Käufer eines E-Bikes hat heutzutage die Wahl aus vier unterschiedlichen Akkupositionen: Rahmenakku, semi-integrierter Akku, vollintegrierter Akku und Gepäckträger-Akku.

  • Der Rahmenakku ist meist kompakter in seiner Bauform. Er sitzt dadurch nah am Tretlager auf dem Unterrohr, oder am Sattelrohr. Das ermöglicht einen tiefen Schwerpunkt.
  • Der vollintegrierte Akku hat den Vorteil, sich optisch unaufälliger ins E-Bike zu fügen. Der Akku sitzt geschützt im inneren des Unterrohres. Die Form des Unterrohres kann freier gestaltet werden.
  • Der semi-integrierte Akku besitzt eigentlich die Vorteile der beiden vorherigen: er fügt sich optisch angenehm ins E-Bike - die Stabilität des Rahmens bleibt aber unberührt. Oftmals wird der semi-integrierte Akku mit einer Verkleidung oder Deckel abgedeckt.
  • Der Gepäckträgerakku ist die einfachste Möglichkeit, einen Akku am E-Bike unterzubekommen. Das Rahmendesign wird nicht durch de Akku beeinflusst. Unterrohre bleiben filigraner, bei Tiefeinsteigern bleibt der Durchstieg frei.

Die Rolle der Wattstunden

Nicht immer ist der größere Akku auch immer der bessere. Zwar gilt das Sprichwort: Reichweite ist durch nichts zu ersetzen - außer durch noch mehr Reichweite. Seit letztem Jahr drängen E-Rennräder auf den Markt, deren Motor nicht permanent mitläuft, da man sich auf einem Rennrad aus eigener Kraft leicht über 25km/h fortbewegt. Da hilft der Motor nur beim Beschleunigen und bei Bergfahrten. Und weil der Motor nur ab und an zuarbeitet, sind 250Wh völlig ausreichend.

Ein Mountainbike hingegen bekommt von Wattstunden nie genug. Noch mehr Höhenmeter, noch steilere Rampen, noch größere Schwierigkeiten - das alles fordert seinen Tribut. Und zwar in Form von Strom. Daher darf es beim E-MTB auch gerne ein wenig mehr sein.

Neue Entwicklungen bei Akku-Zellen

Das Thema Akku bleibt auch weiterhin spannend. Seit zwei Jahren werden nennenswerte Stückzahlen einer neue Bauform von Li-Ionen-Akkuzellen gebaut, welche ab Herbst 2019 auch ins eBike Einzug halten wird: der Typ „21700“. (21 mm Durchmesser, 70 mm Länge).

Dieser Zellentyp soll primär für Elektro-Autos der Firma Tesla entwickelt worden sein und kommt erstmals im Rotwild R.X750 zum Einsatz, das Ende Juni 2019 präsentiert werden wird. Durch das größere Volumen dieser Becherzellen, kann die Leistung ohne besonderen Entwicklungsaufwand an der Technik deutlich gesteigert werden.

Die nächste Performancesteigerung ist dann fast nur noch durch höhere Energiedichten zu erreichen. Das geht jedoch bei den bekannten Li-Ionen Akkus nicht ohne Weiteres. Neue Verbindungen wie zum Beispiel beim Lithium-Schwefel Akku oder im Magnesium-Ionen Akku sind gefragt. Die Energie ließe sich bei diesen Akkutypen auf das fünffache bei gleicher Größe bzw. gleichem Gewicht steigern.

Doch nicht nur die reine Reichweite wird in Zukunft ein Thema beim Akku sein. Sondern auch Nachhaltigkeit und Recyclebarkeit.

Das Zusammenspiel von Akku und Ladegerät

Ob E-Bike, Tablet oder Werkzeug: Damit elektronische Geräte lange halten und ihren Job beherrschen, sollten der Akku und das Ladegerätals perfekt eingespieltes Team arbeiten.

Die Leistungseinheit Watt (W) ist für den E-Bike-Akku und sein Ladegerät vor allem hinsichtlich der Ladedauer interessant. Die elektrische Leistung ist das Produkt von Spannung (in V) und Stromstärke (in A).

Ein Rechenbeispiel: Ein Panasonic-E-Bike-Ladegerät besitzt eine Leistung von 118 Watt pro Stunde (Ausgangsleistung 29,6 Volt und 4A). Somit kann es einen passenden Panasonic-E-Bike-Akku mit einer Kapazität von 468Wh in rund vier Stunden komplett aufladen. Das gilt allerdings unter rein rechnerischen, idealen Bedingungen. Dieses Verhältnis lässt sich auch für jedes andere Powerduo ermitteln: Ein Bosch E-Bike-Ladegerät mit 5A und 42 V (= 210 Watt) hilft einem Akku mit starken 745 Wh ebenfalls in etwa 4 Stunden wieder auf die Beine.

Ladeverhalten und Akkulebensdauer

Um stets zu wissen, wie es um den aktuellen Ladestand des Akkus bestellt ist, kann es sich lohnen, ihn zu kalibrieren. Zwei Kilometer mit E-Unterstützung zum Bäcker radeln und den Akku danach direkt laden? Das ist weder notwendig noch sinnvoll. Wie bei allen Lithium-Ionen-Powerzellen liegt der ideale Ladestand eines E-Bike-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent. Denn bei jedem Aufladen werden die elektrochemischen Reaktionspartner wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Je öfter das geschieht, desto eher sind diese Reaktionspartner erschöpft. Dabei ist es unerheblich, ob dieses Zurückversetzen einmal lange oder ständig kurz geschieht - Ladezyklus ist Ladezyklus, jeder Akku hat davon nur eine endliche Anzahl.

Obwohl hochwertige E-Bike-Ladegeräte nach dem vollständigen Laden abschalten, sollte der Akku nicht an der Powerstation verbleiben. Denn das Ladegerät nimmt seinen Job sofort wieder auf, sobald sich der Akkustand nur ein wenig nach unten bewegt.

Aufgrund ihrer generellen Power sind E-Bike-Akkus darüber hinaus temperatur- und witterungsempfindlicher als kleinere Akkutypen. Zudem sind sie am Fahrrad stärker den Elementen ausgesetzt. Auch das wirkt sich auf das korrekte Laden und nicht zuletzt die Aufbewahrung aus: E-Bike-Akkus sollten zum Überwintern sorgfältig verpackt und eingelagert werden. Wird das Fahrrad länger nicht genutzt, sollte der Akku ebenfalls separat gelagert und wenigstens alle paar Monate geladen werden.

Powerbanks und alternative Lademöglichkeiten

Klingt eigentlich logisch: Da E-Bikes mit Lithium-Ionen-Akkus bestückt sind, sollten sie sich unterwegs theoretisch auch mit einer Powerbank aufladen lassen. Hier gehen Theorie und Praxis jedoch auseinander. E-Bike-Akkus haben keine einfachen USB-Anschlüsse, sondern werden über spezielle Steckerformen mit ihrem Ladegerät verbunden.

Wer mit seinem elektrischen Fahrrad unterwegs Nachschub braucht, kann sich eine öffentliche Steckdose suchen und ein Schnellladegerät ins Gepäck tun. Auch gibt es immer mehr Fahrrad-Ladesäulen, die ähnlich wie bei E-Autos den notwendigen Strom zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es spezielle Powerbanks. Diese sogenannten Range Extender werden auch für E-Autos angeboten. Fürs Fahrrad werden sie so gebaut, dass sie sich am Rahmen befestigen lassen und mit Kapazitäten über 250 Wh wesentlich E-Bike-Akku-tauglicher sind.

Horizontale vs. Vertikale Bosch PowerTube Akkus

Seit der Einführung seiner ersten Intube-Akkus bietet Bosch den Herstellern zwei Optionen für die Integration des Energiespeichers im Fahrradrahmen an. Folglich könnt ihr bereits von Anfang an auch diese zwei unterschiedlichen Versionen eines PowerTube mit der entsprechenden Anzahl an Wattstunden kaufen. Im Eifer des Gefechts sind der horizontale Akku und der vertikale Akku allerdings schon einmal leicht miteinander verwechselt. Oder zumindest ertappt man sich, wenn es darauf ankommt, bei der Frage, welche Version eigentlich im eigenen E-Bike steckt.

Je nach Rahmenform und der Querschnitte der jeweiligen Unterrohre entscheiden sich die Fahrradhersteller für den horizontalen oder vertikalen Akku. Davon hängt oft auch ab, wie sich der Akku aus dem E-Bike entnehmen lässt. Beim Herausnehmen nach unter beziehungsweise oben ist in der Regel ein horizontaler Akku verbaut.

Aufschlussreicher ist stattdessen ein Blick auf den Querschnitt des entsprechenden PowerTube. Er liefert den offensichtlichsten Hinweis darauf, um welche Bauform es sich handelt. Als horizontalen Akku bezeichnet man die Bauart, bei der Ober- und Unterseite eine deutlich größere Kantenlänge haben als die Seiten. Hier finden sich die vier in das Gehäuse eingelassenen längsverlaufenden Nuten links und rechts in den Seitenflächen.

Bei einem vertikalen Akku hingegen durchziehen die Nuten die Ober- und Unterseite. Die Kantenlängen von Ober- und Unterseite sind kleiner als die der Seiten.

Identifizierung über Herstellernummern

Eine gute Vorlage zur Unterscheidung hat Bosch mit der Vergabe der entsprechenden Herstellernummern gegeben. Alle, die auf ein X enden, kennzeichnen einen horizontalen Akku. Herstellernummern mit einem W am Schluss weisen auf einen vertikalen Akku hin.

Diejenigen, deren E-Bike von Boschs Smart System angetrieben wird, stoßen zum Beispiel beim Display Kiox 300 in den Einstellungen auf den Menüpunkt „Mein eBike“. Darunter befindet sich das Untermenü „Komponenten“. Und dort landet ihr nach einigem Herunterscrollen beim PowerTube und dessen „Typteilenummer“.

Relevanz für Ersatzteile und Reparaturen

Solang das E-Bike problemlos fährt und der Akku keine wesentlichen Ermüdungserscheinungen zeigt, spielt die Tatsache, ob im Rahmen ein horizontaler oder vertikaler Akku integriert ist, vermutlich keine entscheidende Rolle. Sobald aber ein Bauteil im Akkufach getauscht werden muss - oder der Akku selbst - ändert sich dies.

Es kommt nämlich einiges zusammen, was im Zweifelsfall benötigt werden könnte. Das beginnt bei dem schon sehr umfangreichen Montage-Kit. Das hilft euch weiter, wenn bei eurem E-Bike die Halterung für den PowerTube defekt ist.

Wird der Akku an eurem E-Bike von unten in ein geschlossenes Unterrohr geschoben, müsst ihr wissen, welche Ausrichtung ihr benötigt. Weiter geht’s zur Montageschiene, auf welcher der Akku im Akkufach montiert ist. Die Anschraubplatten für die Stirnseiten des Akkus, kleine Sockel, mit denen die Position des Akkus auf der Montageschiene genau justiert wird oder die Montagelehre für den Einbau - all das sind Dinge, bei denen zwischen horizontaler und vertikaler Bauart unterschieden wird.

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