Die Stromkosten von E-Bikes und Pedelecs

Egal, ob E-Bike oder Pedelec: Elektrofahrräder liegen im Trend. Fast jedes zweite verkaufte Fahrrad war 2022 ein E-Bike (48 Prozent). Für 2023 geht der Zweirad-Industrie-Verband davon aus, dass erstmalig mehr motorisierte als unmotorisierte Fahrräder verkauft werden.

Die Anschaffungskosten haben sich in den letzten Jahren deutlich verringert, sodass sie für immer mehr Menschen erschwinglich sind. Doch welche Folgekosten kommen auf E-Rad-Besitzer für das regelmäßige Nachladen ihres Akkus zu? Wir rechnen es vor.

Akkukapazität und Stromverbrauch

Bei Pedelecs haben sich Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) als Energiespeicher durchgesetzt. Diese weisen ein relativ geringes Gewicht von etwa zwei bis drei Kilogramm auf und überzeugen mit einer kurzen Ladezeit. Einsatzfähig sind viele Pedelec-Modelle bereits nach etwa 1,5 Stunden am Strom.

Der Stromverbrauch eines Pedelecs bei der Ladung hängt von der Kapazität seines Akkus ab. Bei den meisten Modellen beträgt sie etwa 500 Wattstunden, somit verbraucht eine Akkuladung im Schnitt 0,5 Kilowattstunden Strom.

Die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus beträgt im Schnitt 500 bis 1000 Ladezyklen. Somit liegen die Stromkosten für ein E-Bike über die gesamte Nutzungsdauer zwischen 120 und 240 Euro. Muss der Akku ausgetauscht werden, werden allerdings größere Folgeinvestitionen von 200 Euro und mehr fällig.

Wie weit reicht eine Akku-Ladung?

Die Reichweite eines Pedelecs hängt nicht nur von den Eigenschaften des Akkus ab. Weitere Faktoren sind Rücken- oder Gegenwind, Temperatur, Geschwindigkeit, Steigung, Fahrergewicht, Gangwahl, Beladung mit Gepäck, Auslastung des Elektroantriebs sowie die Höhe der gewählten Unterstützungsstufe.

Als grober Richtwert kann folgende Berechnung dienen: Pedelecs oder E-Bikes, die über einen handelsüblichen 500-Wattstunden-Akku verfügen, kommen auf einer weitgehend ebenen Strecke bei einer sogenannten gemischten Fahrweise, also bei der Kombination aus Trittkraft und Leistungszuschuss durch den Elektroantrieb, etwa bis zu 100 Kilometer weit.

Stromverbrauch auf 100 km

Auch hier lassen sich keine pauschalen Aussagen über den Stromverbrauch von E-Bikes treffen. Ausgehend vom oben genannten Rechenbeispiel mit einem E-Bike oder Pedelec, das über einen handelsüblichen 500-Wattstunden-Akku verfügt, werden bei einer größtenteils ebenen Strecke und gemischter Fahrweise auf 100 Kilometern etwa 0,5 Kilowattstunden, also eine volle Akkuladung verbraucht.

Monatliche Kosten: Ein Rechenbeispiel

Pendelt ein Fahrradfahrer mit seinem Pedelec an drei Tagen pro Woche 3,5 Kilometer zu seiner Ausbildungs- oder Arbeitsstätte und zurück, legt er in einem Monat insgesamt gut 90 Kilometer zurück. Ist die tägliche Pendelstrecke 10 Kilometer lang und wird an fünf Tagen pro Woche zurückgelegt, beläuft sich die insgesamt im Monat gefahrene Strecke auf 430 Kilometer.

Förderung von E-Bikes

Wer auf das Auto verzichtet und stattdessen mit dem Elektrofahrrad fährt, ist umweltfreundlicher und gesünder unterwegs. Doch eine bundesweit einheitliche Förderung von E-Bikes gibt es leider nicht. Lediglich gewerblich genutzte E-Lastenräder werden mit 25 Prozent der Anschaffungskosten gefördert.

Einzelne Bundesländer und Kommunen schaffen jedoch auch für Privatpersonen Anreize. So zum Beispiel die Stadt München: Verbraucher werden mit 25 Prozent des Nettopreises bzw. mit bis zu 1000 Euro beim Kauf eines E-Bikes unterstützt.

Stromverbrauch und Folgekosten

Besitzer von E-Bikes können, wenn sie ebenfalls die gemischte Fahrweise ausüben, mit vergleichbaren Stromkosten für ihr Zweirad rechnen. Auch die sonstigen Unterhaltskosten für die verkehrsrechtlich als Kleinkrafträder geltenden E-Bikes sind höher: Durch die Kennzeichnungs- und Versicherungspflicht fallen hier leicht mehr als 100 weitere Euro im Jahr an.

Die unterschiedlichen Unterstützungsstufen von Pedelec- und E-Bike-Motoren lassen sich bequem per Knopfdruck wählen. Ist keine E-Ladestation in der Nähe, können Pedelecs und E-Bikes auch an normalen Steckdosen geladen werden.

Unterwegs aufladen

Gerade bei längeren Touren, die die 100-Kilometer-Marke überschreiten, sollte man vorab mögliche Ladestopps für sein Strom-Fahrrad einplanen. Entsprechende Ladegeräte nimmt der Zweiradbesitzer dabei am besten selbst mit auf Reisen. Aufgeladen werden kann das Pedelec oder E-Bike an E-Ladestationen, die viele Gemeinden und öffentliche Gebäude mittlerweile zur Verfügung stellen.

Wer mehr Zeit mitbringt, kann sein Pedelec oder E-Bike aber auch an ganz normalen Steckdosen laden. Hier kann eine vollständige Ladung allerdings fünf bis sechs Stunden dauern.

Berechnung der Ladekosten

Für die Ermittlung der Ladekosten Ihres E-Bike Akkus spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle:

  • Strompreis: Die Preise für Elektroenergie haben sich in den letzten Jahren teilweise verdoppelt. Gerade im privaten Verbrauch sind die Stromkosten für viele Haushalte zum Problem geworden.
  • Akkukapazität: Moderne Lithium-Ionen-Akkus von E-Bikes haben heute durchschnittliche Kapazitäten von 400 bis 750 Wattstunden (Wh). Dies entspricht 0,4 bzw.
  • Fahrgewohnheiten: Um beim E-Bike Laden die Kosten zu berechnen, spielt auch Ihre individuelle Fahrpraxis eine Rolle. Pendeln Sie täglich mit dem Pedelec ins Büro oder unternehmen Sie nur gelegentlich an den Wochenenden eine Radtour?

Bevor wir uns an eine beispielhafte Berechnung von E-Bike-Ladekosten machen, sei noch eine Meldung von Check24 eingeschoben. Das Vergleichsportal hatte den Anteil von Strom- und Gasrechnungen am Haushaltseinkommen analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass ein durchschnittlicher Einpersonenhaushalt in Westdeutschland 5,2 Prozent des Einkommens für Energie ausgibt, in Ostdeutschland sogar sechs Prozent.

Was kostet also das E-Bike-Laden? Weil der Wirkungsgrad eines E-Bike-Motors fast an die 100 Prozent reicht, lässt sich seine Kapazität in Kilowattstunde gut mit dem Strompreis in Kilowattstunde verrechnen. Gehen wir von gedeckelten 40 Cent aus, dann kostet eine einzige Akkuladung bezogen auf eine Kapazität von 0,5 kWh 20 Cent.

Abhängig vom konkreten Stromtarif und der Batteriegröße sind Abweichungen nach unten und oben möglich. Allerdings setzt der Ladevorgang Wärmeenergie frei. Der Ausgleich dieses rund 20-prozentigen Energieverlusts kostet auf unser Beispiel bezogen noch einmal etwa 4 Cent pro Ladung.

Außerdem bezieht sich unsere Musterberechnung auf den Idealzustand des nahezu vollständigen Aufladens eines E-Bike Akkus, der zuvor fast leer war. In der Praxis werden Sie natürlich geringere Ladekapazitäten und damit Stromkosten haben.

Ein Durchschnittsakku mit 0,5 kWh Kapazität bringt Sie bei moderater, steigungsfreier Fahrweise rund 100 Kilometer weit. Sie können dafür pro Akkuladung um die 25 Cent veranschlagen. Damit haben Sie auch eine gute Vergleichsgröße für die Pendeltour zur Arbeit und zurück. Ausgehend von Ihrem täglichen Radweg können Sie so die Ladekosten übers Jahr annähernd zusammenrechnen.

Nach einem Rechnenmodell, bezogen auf 20 Kilometer Fahrweg, kommt etwa das Magazin Ökotest auf 60 Euro E-Bike Kosten pro Jahr, wenn Sie den Motor täglich fordern. Damit Sie Ihr E-Bike möglichst ökonomisch nutzen können, sollten Sie auf die Pflege des Akkus achten und die Laufleistung des E-Bikes im Hinterkopf haben - zwei Dinge, die in die Kosten-Nutzen-Rechnung einfließen.

Ein E-Bike Akku schafft standardmäßig auf jeden Fall 500 bis 700 Ladezyklen, kann aber je nach Modell durchaus auch bis zu 1.000-mal aufgeladen werden. Bis er ausgetauscht werden muss, vergehen meist vier bis sechs Jahre. Eine neue Batterie kostet Sie etwa 700 Euro.

Indem Sie den Akku vor dem Aufladen nie vollständig leerfahren, können Sie seine Kapazität lange Zeit bewahren. Der Motor hält in der Regel ein paar Jahre länger und treibt Ihr Pedelec 10.000 bis 20.000 Kilometer an.

Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs

Alle Tricks und Kniffe, mit denen Sie die Akku-Reichweite steigern, minimieren auch die Ladezyklen und schonen so die Batterie des Pedelecs. Reichweiten-orientiertes Fahren ist immer auch eine sinnvolle Sparmaßnahme.

  • Unterstützung nach Maß. Wählen Sie die Unterstützungsstufen des Elektromotors nach den Gegebenheiten der Strecke und Ihrer Kondition.
  • Vorausschauend fahren. Nicht immer ist der schnellste Weg der Kürzeste. Planen Sie gerade regelmäßige Fahrten so, dass Sie möglichst ökonomisch ans Ziel kommen. Vermeiden Sie während der Fahrt unnötiges Stop-and-go und nutzen Sie in Kurven den Schwung Ihres Bikes gut aus.
  • Trittfrequenz optimieren. Achten Sie darauf, dass Sie stets zwischen 60 und 80 Kurbelumdrehungen pro Minute erreichen. Dann kann der Antrieb Ihres E-Bikes seine Wirkung am besten entfalten. So paradox es klingen mag: Schnelles Treten bringt auch elektrisch unterstützt mehr Reichweite, langsameres Treten hingegen macht den schwer arbeitenden Motor zum Stromfresser. Wichtig ist auch gleichmäßiges Pedalieren.
  • Antrieb gut schmieren.
  • Gewicht reduzieren. Einkäufe, schwere Rucksäcke oder Arbeitsmaterialien reduzieren die Akkureichweite.

Ökologische Aspekte

Ihr Entscheidung zum Kauf eines E-Bikes war womöglich zu einem gute Teil vom Wunsch getragen, ein ausgesprochen umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzen zu können. Damit Ihr Pedelec im Stadtverkehr oder bei längeren Radtouren auch wirklich eine CO₂-neutrale Alternative zum Verbrenner-Auto darstellt, sollten Sie beim Laden des E-Bikes zuhause darauf achten, dass aus Ihrer Steckdose Ökostrom kommt. Hier gilt es, wirtschaftliche und ökologische Überlegungen in Einklang zu bringen.

Am besten sind Sie auf Achse, wenn Sie Ihre Radfahrten gleichermaßen verbrauchsbewusst und sauber angehen. Bei längeren Touren jenseits der 100-Kilometer-Grenze werden Sie mit nur einer Akkuladung nicht auskommen. Auch wenn Sie keinen Wechselakku dabeihaben, ist das weiter kein Problem. In Deutschland gibt es eine übergreifende Struktur öffentlicher Ladestationen, an denen Sie unterwegs Ihre E-Bike aufladen können.

Der Nachteil: Je nach Ladestation müssen Sie Ihre Radtour mit einer mehrstündigen Pause unterbrechen. In dieser Zeit können Sie aber getrost ein Restaurant, ein Museum oder eine lokale Sehenswürdigkeit besuchen. Und der Vorteil: An vielen Ladepunkten können Sie Ihr E-Bike kostenlos laden.

S-Pedelecs

Sie besitzen ein S-Pedelec, das 45 km/h schnell ist und gesetzlichen Regelungen unterworfen ist, die für klassische E-Bikes nicht gelten? Das „S“ steht für „Speed“ und erfordert im Durchschnitt größere Akku-Kapazitäten als bei konventionellen Elektrorädern. Um die Batterie dieses schnellen E-Bikes zu laden, müssen Sie mit höheren Kosten rechnen. Aber auch diese werden sich in Grenzen halten.

Vor allem längere E-Bike-Touren sollten so geplant werden, dass unterwegs der Akku aufgeladen werden kann.

Kostenübersicht

Die Stromkosten für das Laden eines E-Bike-Akkus lassen sich ganz einfach berechnen. Der Wirkungsgrad eines E-Bike-Motors liegt bei etwa 95 Prozent. Das heißt, dass die meiste Energie effizient genutzt wird. Derzeit liegt der Strompreis in Deutschland bei rund 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh).

Eine vollständige Ladung eines typischen 400 bis 500 Wh Akkus kostet dich etwa 13 bis 15 Cent. Diese Berechnung basiert nur auf den reinen Stromkosten, die jedoch je nach Anbieter leicht variieren können.

Da ein E-Bike-Akku nach einer bestimmten Anzahl von Ladezyklen ausgetauscht werden muss, lohnt es sich, die Anschaffungskosten eines neuen Akkus in die Berechnung einzubeziehen. Wenn ein Akku 700 Ladezyklen schafft und 700 Euro kostet, kannst du pro Ladung etwa 1 Euro dazurechnen.

Du musst nicht für jeden Ladevorgang Geld ausgeben. Es gibt viele Ladestationen, an denen du dein E-Bike kostenlos aufladen kannst. Mit der richtigen App findest du solche Stationen in deiner Nähe und kannst so deine Unterhaltungskosten senken.

Weitere Kostenfaktoren

E-Bikes sind schon ziemlich robust, aber wie jedes technische Gerät unterliegen sie einem gewissen Verschleiß. Vor allem die Teile, die den Motor antreiben - also Kette und Ritzel - müssen bei E-Bikes mit Mittelmotor regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.

Ein neuer Nabenmotor kostet etwa 300 Euro, ein spezielles Antriebsritzel für Elektromotoren ist dagegen günstiger. Es ist wichtig, die Kette und das Ritzel regelmäßig zu warten, um teure Reparaturen zu vermeiden. Für diese Wartungsarbeiten musst du mit Kosten zwischen 50 und 100 Euro rechnen.

Auch Bremsen, Reifen, Schläuche und Züge nutzen sich mit der Zeit ab. Je nachdem, wie du fährst und welches Modell du hast, liegen die Kosten dafür zwischen 20 und 100 Euro pro Jahr.

Wenn du Geld sparen möchtest, könnte ein E-Bike mit Riemenantrieb was für dich sein. Der ist haltbarer als eine Kette und braucht weniger Wartung. Dadurch kannst du auf lange Sicht gesehen Kosten einsparen.

Pflege und Wartung

Um die Lebensdauer deines E-Bikes zu maximieren und die Funktionalität zu erhalten, ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich. Dies umfasst sowohl die Reinigung als auch die regelmäßige Wartung, was zu den laufenden Unterhaltungskosten beiträgt.

Ein spezielles E-Bike-Reinigungsmittel kostet zwischen 10 und 20 Euro, während ein gutes Bürstenset ab 10 Euro erhältlich ist. Wenn du dein E-Bike in einer Waschanlage reinigst, liegen die Kosten pro Waschgang bei etwa 5 bis 10 Euro.

Dein E-Bike sollte mindestens einmal im Jahr zur Inspektion. Je nachdem, wie es um dein E-Bike bestellt ist und wie stark es verschlissen ist, musst du mit Kosten biz zu 130 Euro rechnen. Ersatzteile werden extra berechnet.

Wenn du dein E-Bike regelmäßig pflegst, hält es länger und du sparst auch noch Geld. Indem du selbst kleinere Wartungsarbeiten durchführst und dein E-Bike sauber hältst, nutzt es sich nicht so schnell ab und wichtige Teile halten länger.

Versicherungskosten

Je nach E-Bike-Typ können Versicherungskosten anfallen. Während ein normales Pedelec keine Versicherungspflicht hat, sieht es bei S-Pedelecs anders aus.

Für ein S-Pedelec brauchst du eine Haftpflichtversicherung. Die kostet dich jährlich etwa 50 Euro. Diese Versicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und springt ein, wenn du anderen einen Schaden zufügst.

Eine zusätzliche Vollkaskoversicherung für dein S-Pedelec kann zwischen 75 und 120 Euro pro Jahr kosten, je nachdem wie viel dein E-Bike wert ist und welchen Tarif du wählst. Vergleiche die Angebote verschiedener Versicherer sorgfältig.

Die Rolle des Akkus

Die Ladekosten beim E-Bike hängen natürlich von der Größe des eingebauten Akkus ab. Dabei gilt: Je mehr Kapazität, desto stromdurstiger, aber desto größer auch die abgegebene Leistung. Wie viel genau? Das sagt eine schlichte Multiplikation.

Marktübliche E-Bikes verfügen zurzeit über Akkukapazitäten zwischen 400 und 750 Wattstunden, was 0,4 bzw. 0,75 Kilowattstunden entspricht. Es kostet 14,8 Cent (37 Cent/kWh * 0,4 kWh), um einen kleinen E-Bike-Akku aufzuladen, und 27,75 Cent (37 Cent/kWh * 0,75 kWh), um eine größere Batterie zu füllen.

Weil beim Laden aber unweigerlich Energie in Form von Wärme verlorengeht, sollte man die Beträge um mindestens 20 Prozent aufrunden, also auf etwa 18 bzw.

Da sich die Akkukapazität bei den meisten Pedelecs inzwischen ungefähr bei 0,5 kWh eingependelt hat, dürfte Ihr Elektro-Rad beim Aufladen um die 22 Cent kosten - vorausgesetzt, der Akku war zuvor auch wirklich (so gut wie) leer und ist hinterher (so gut wie) voll.

Auf welchen Betrag sich die Ladekosten Ihres E-Rads im Laufe eines Jahres summieren, hängt davon ab, wie oft Sie es aus der Garage oder dem Keller holen. Wer mit dem Pedelec täglich 20 Kilometer zur Arbeit pendelt und dabei den Motor kräftig strapaziert, kommt rechnerisch vielleicht auf 50 Euro Stromkosten im Jahr. Wer das E-Bike vor allem am Wochenende hervorholt, wenn die Sonne und ein Radausflug locken, dürfte kaum mehr als zehn Euro im Jahr in den elektrischen Tank laden.

Umgang mit dem Akku

Wie alle anderen Komponenten am E-Bike profitiert auch der Akku von einem schonenden Umgang. Gleichzeitig kann man damit aber auch Fehler machen, die seine Leistung und Lebensdauer schmälern.

  • Niedrige Beanspruchung: Sie müssen den Elektromotor bei der Fahrt natürlich nicht ausschalten, um den Akku zu schonen, dann bringt ja das ganze E-Bike nichts.
  • Schatten nutzen: Stellen Sie Ihr E-Bike möglichst an schattigen und kühlen Plätzen ab.
  • Hohe Beanspruchung: Wer viel fährt, der muss in der Regel auch viel laden. Sowohl eine hohe Beanspruchung des Akkus während der Fahrt, als auch das Aufladen selbst, kann die Spannung im Akku und seine Temperatur erhöhen.
  • Auf den Ladestand achten: Lithium-Akkus sollten generell nicht mit maximaler Ladung gelagert werden.

Die Technik hinter Lithium-Akkus

Lithium-Akkus treiben Motoren mithilfe freigesetzter Elektronen an, die im Akku von der negativen Anode über die Antriebseinheit zur positiven Kathode fließen. Die Lithium-Teilchen im Energiespeicher sorgen bei diesem Prozess für einen Ausgleich: Sie geben bei der Entladung Elektronen ab und wandern anschließend als positiv geladene Ionen über den Elektrolyten im Akku zur Kathode.

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