E-Bikes erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Herzstück von E-Bike, Pedelec und E-Scooter ist der Akku. Damit auch auf längeren Touren nicht die Power fehlt, sollte der Akku immer ausreichend geladen sein. Einen Akku zu laden, ist gar nicht schwer. Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten, damit die Akkuleistung optimal bleibt.
Die richtige Umgebung zum Laden
Der Akku bevorzugt trockene, staubfreie Umgebungen. Feuchtigkeit und Schmutz beeinträchtigen ihn. Laden Sie den Akku separat, liegt er idealerweise zum Laden auf einer feuerfesten, stabilen Unterlage. Batterien halten länger, wenn es gelingt, sie vor Überhitzung durch direkte Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Akkuzellen sowie die Steuerung sind temperaturempfindlich. Eine trockene Umgebung ist wichtig, aber zu viel direkte Sonne auf dem Akku beeinträchtigt seine Lebensdauer. Die ideale Betriebstemperatur liegt bei 20 °C. Zu starke Hitze und extreme Kälte schaden der Batterie.
Im Winter gilt also die Faustregel: Laden Sie den Akku drinnen und setzen Sie ihn erst kurz vor der Fahrt ein. Laden Sie das E-Bike direkt, stellen Sie es dafür im Winter am besten in einen wärmeren Raum. Am Anfang der Wintertour braucht der Akku eine mittlere Unterstützung, damit er seine Betriebstemperatur erreichen kann. Im Sommer achten sie darauf, dass der Akku beim Laden nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist. Suchen Sie ihm einen Schattenplatz, auch wenn Sie nur Pause machen.
Was Sie beim Laden beachten sollten
Zuerst einmal lohnt es sich, einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen. Falls es für Ihr E-Bike Besonderheiten gibt, auf die Sie achten sollten, finden Sie sie dort. Doch unabhängig davon, welches Modell Sie besitzen, verwenden Sie bitte beim Laden des Akkus Ihres E-Bikes nur Originalteile! Ladegerät und Batterie sind bei Ihrem E-Bike eine aufeinander abgestimmte Einheit. Nutzen Sie ausschließlich die Originalteile. Damit erhalten Sie die Herstellergarantie und vermeiden Schäden an der Batterie.
Schritte zum Laden des E-Bike-Akkus:
- Stecken Sie das Ladegerät an die Steckdose.
- Schließen Sie den E-Bike-Akku an das Ladegerät an.
- Beobachten Sie den Ladevorgang. So merken Sie, ob der Akku voll ist oder eine Fehlermeldung auftritt.
- Ziehen Sie das Netzteil aus der Steckdose, sobald der Akku geladen ist.
- Entfernen Sie das Kabel vom E-Bike oder vom Akku.
- Checken Sie hinterher nochmal, ob die Abdeckklappe auf dem Ladeport oder E-Bike-Rahmen sitzt. Sie verhindert das Eindringen von Wasser in die Elektronik.
Spezielle Steckdosen und Ladestationen
Komfortabel lassen sich Akkus von Elektro-Fahrrad und Co mit einer E-Bike Steckdose direkt im Haus aufladen. Die Aufputz-Steckdose kann man als Ladestation in Garage, Carport und Keller nachrüsten. Die E-Bike SCHUKO® Steckdose von JUNG ist ideal zum Aufladen der Akkus von E-Bikes oder E-Scootern im Eigenheim. Die E-Bike SCHUKO® Steckdose sorgt schnell und sicher für nachhaltigen Fahrspaß, egal ob in Garage, Carport oder Keller. Mit der neuen E-Bike Steckdose laden Sie Ihr Fahrrad oder den Elektroscooter schnell wieder auf. Auch in einer zweifachen Anordnung erhältlich, hat jedes Fahrrad stets seinen Platz zum Aufladen. Mit einem vollen Akku steht der nächsten E-Bike-Tour nichts im Wege.
Dank des Schutzgrads IP44 ist die E-Bike Steckdose von JUNG ideal für den Einsatz im überdachten Freien geeignet. Spritzwasser und Verunreinigungen durch beispielsweise Sand können ihr nichts anhaben. Für weitere Sicherheit sorgt die Variante mit Sicherheitsschloss: In öffentlich zugänglichen Bereichen verhindert es, dass Unbefugte die Steckdose benutzen.
Laden unterwegs: Optionen und Tipps
Unbeschwert mit dem E-Bike unterwegs sein macht enorm viel Spaß. Wären da nicht ab und zu die Gedanken an den Akku. Wie weit komme mit der aktuellen Ladung noch? Wo kann ich ihn am besten aufladen? Auf diese Fragen gibt es heutzutage ganz verschiedene Antworten. Meist spielt es eine Rolle, wo ihr euch gerade befindet, welchen Anlass eure aktuelle Fahrt hat und wie weit euer Ziel entfernt ist.
Komfortabler als an einer gut gewarteten Ladestation ladet ihr euer E-Bike wahrscheinlich nur zuhause auf. Kein Ladegerät, höchstens ein passendes Ladekabel oder einen Adapter - mehr braucht es dafür nicht. Sowohl in touristischen Regionen als auch im urbanen Raum an zentralen Orten wie Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Einkaufscentern oder so manchen öffentlichen Einrichtungen finden sich solche Ladestationen. In Gegenden, in den viele Menschen ihren Urlaub verbringen, sind Restaurants, Hotels oder Museen die jeweiligen Anlaufstellen. Habt daher zur Sicherheit das Ladekabel für euer E-Bike lieber griffbereit.
Ladestationen gelistet: aktuell ca. Ladestationen gelistet: aktuell ca. Wer mehrere Apps nutzt, erhöht die Chancen, in der Nähe einen Treffer zu erhalten. Alternativ zu den genannten Apps könnt ihr Apps zum Anzeigen von Ladestation für E-Autos nutzen. Oftmals erlauben diese ein Filtern der Suchergebnisse nach „Schuko-Stecker“.
Je nach Gegend findet ihr eher eine Tankstelle als per App eine Ladestation zum Laden des Akkus. Wer dort höflich nach einer Erlaubnis zum Aufladen fragt, wird wohl nur selten abgelehnt. Und wenn ihr bei der Gelegenheit noch etwas zu trinken oder essen bestellt, gibt’s den Strom am Ende vielleicht sogar gratis.
Ladegeräte für unterwegs
Trotz Ladestationen kommt die Sprache beim Laden des E-Bikes unterwegs schnell auf das Ladegerät. Sein Mitführen versetzt euch schnell in die Lage, flexibel auf verschiedene Gegebenheiten reagieren zu können. Für viele E-Bike-Systeme von Bosch, Shimano, Mahle, Fazua, TQ, Brose, Pinion und Co. werden nur noch ein, höchstens zwei Ladegeräte angeboten. Häufig beträgt deren Ladestrom zwischen zwei Ampere und vier Ampere. Die frühere Vielfalt hatte ganz praktische Gründe. Nur die wenigsten waren bereit, etwa ein Gerät wie das Schnellladegerät von Bosch für ältere Versionen von Performance Line und Bosch Active Line auf der Tour dabeizuhaben, das ein Kilogramm wiegt. Ladegeräte wiegen inzwischen etliche Gramm weniger als noch vor fünf oder zehn Jahren.
Beispiele für Ladegeräte:
- Amflow 12A Ladegerät für DJI Avinox - ca.
- Fazua Ride 60 3A Ladegerät - ca.
- Sram Eagle Powertrain 4A Ladegerät - ca.
- TQ 4A Ladegerät - ca.
Ob ihr unterwegs lieber ein Ladegerät bei euch habt oder nicht, richtet sich vermutlich meist nach dem Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen. Neue Dynamik in eine solche Abwägung hat Amflow mit dem Ladegerät für den DJI Avinox gebracht. Zurecht trägt es die Bezeichnung Schnellladegerät.
Akkus und Reichweite
Wollt ihr zwei Akkus nutzen, liegt es nahe, sie von Anfang an im beziehungsweise am Rahmen zu montieren. Alle, die ein E-Bike mit Bosch-Antrieb fahren, können dafür theoretisch auf die Option Bosch DualBattery zurückgreifen. Bosch Dualbattery ermöglicht den gleichzeitigen Einsatz zweier Akkus und damit das Verdoppeln der Reichweite oder sogar größere Steigerungen. Oftmals werden ein Intube-Akku mit einem Rahmenakku oder einem Gepäckträgerakku kombiniert. Das E-Bike-System greift abwechselnd auf beide Akkus zu und entlädt sie so möglichst schonend.
So gut wie jeder Hersteller eines E-Antriebs, der etwas auf sich hält, führt inzwischen einen Range Extender m Programm. Im Grunde handelt es sich um eine abgewandelte Form der DualBattery-Variante. Allerdings verfügt der zweite Akku absichtlich über eine geringere Kapazität. So lässt sich zwar weniger zusätzliche Reichweite generieren. Dafür schrumpft der Akku auf das Maß ähnlich einer herkömmlichen Trinkflasche und lässt sich so mit geringem Aufwand im E-Bike-System und am Rahmen hinzufügen.
Wichtige Hinweise zur Akkupflege
- Verwenden Sie keine falschen oder defekten Geräte.
- Lassen Sie den Akku während des Ladevorgangs außerhalb der Reichweite von brennbaren Materialien stehen.
- Kommt es dennoch zu einem Brand, dann löschen Sie das Feuer nur mit Decken oder Sand, denn das Lithium in den Akkus reagiert mit Wasser.
Zusammenfassung der wichtigsten Tipps
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Tipps zum Laden Ihres E-Bike-Akkus:
- Beim Laden des E-Bikes nur Originalteile verwenden
- E-Bike oder Akku nach dem Laden vom Strom nehmen
- Wenn möglich den Akku des E-Bikes bei optimaler Temperatur laden, ca. 20°C
- Akku vor direkter Sonneneinstrahlung, Hitze und extremer Kälte bewahren
- Ladezustand zwischen 30% bis 60% halten
- Vollständige Entleerung des Akkus vermeiden
- Kurze Ladezyklen schaden dem Akku nicht
- Moderne, hochwertige Lithium-Ionen-Akkus benötigen keine Kalibrierung.
Marken-Akkus haben von Natur aus eine hohe Lebensdauer. Mit unseren Tipps zum richtigen Laden Ihres E-Bikes schöpfen Sie die Kapazität Ihres wertvollen Antriebs voll aus. Es lohnt sich! Besonders leistungsfähige Akkus erreichen bei sachgemäßer Bedienung sogar bis zu 1500 Ladezyklen. Wenn Sie Ihren Akku also richtig laden und gut behandeln, dann fahren Sie auf jeden Fall länger und weiter.
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