E-Bike aus China bestellen: Erfahrungen und wichtige Aspekte

Immer mehr Menschen begeistern sich für E-Bikes. Es gibt vernünftige Räder aus China. Aber interessant wäre es schön, mal so ein Produkt in der Hand zu halten und zu testen.

Günstige E-Bikes von Aliexpress: Was ist zu erwarten?

Aliexpress E-Bike (25km/h) für 200 Euro? Also für 200€ wäre ich sehr, sehr skeptisch, aber ich habe das Angebot auch nicht sehen können.

Aber ganz gleich welches China-Rad du bestellst: Wenn du nicht selbst Hand anlegen kannst, wirst du nicht glücklich werden.

Bremsen z.B sind sicherheitsrelevant, da sollte es nicht irgendeinen Schrott geben.

Etwas, wo man selbst drauf sitzt und dem man sein Leben anvertraut, gehört jedenfalls nicht zu den erstrebenswerten Produkten!

Worauf man beim Kauf achten sollte

  • Versandlager: Auf Versandlager achten. Ausserhalb EU kommen sonst Einfuhrumsatzsteuer plus evtl.
  • Probefahrt: Wegen der guten Verbreitung in D immer einen Blick wert. Probefahrt ist fast das wichtigste. Und dann natürlich alle Discounter.
  • Sicherheitsrelevante Teile: Bremsen z.B sind sicherheitsrelevant, da sollte es nicht irgendeinen Schrott geben.

Empfehlenswerte E-Bikes aus China

Mittlerweile haben wir fast 40 E-Bikes aus China getestet. Das nur noch 999 Euro teure Fiido C21 gefällt uns am besten. Warum das so ist, zeigen wir im Test.

Fiido war der erste chinesische Hersteller, dessen E-Bike wir Mitte 2020 testeten. Das Fiido M1 (Testbericht) überzeugte uns damals dank seiner martialischen Optik, dem großen Akku, der guten Federung und vor allem wegen seines reizvollen Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Aber auch andere Hersteller aus China beweisen, dass sie gute E-Bikes für den europäischen Markt haben. Hier geht’s zur E-Bike-Übersichtsseite.

Fiido C21 im Detail

Das Fiido C21 zeigt sofort, dass es sich hier um ein besonderes E-Bike handelt. Es kostet direkt bei Fiido derzeit nur 899 Euro. Zum Testzeitpunkt im Juni 2023 wollte der Hersteller noch 1600 Euro für das E-Bike. Als fast baugleiches C22 kommt es sogar in einer Tiefeinsteigervariante mit abgesenkter Rahmenstange zum leichteren Auf- und Absteigen. Wir schauen uns das Fiido C21 im Test ganz genau an.

Aufbau & Optik

Das Fiido C21 kommt wie üblich teilmontiert in einem großen Karton. Auffällig: Fiido verzichtet bei der Verpackung im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bike-Herstellern überwiegend auf Kunststoff, Styropor und Folien. Das Zubehör sitzt übersichtlich sortiert in einem beiliegenden Karton. Für das Montieren von Vorderrad, Lenker, Display, Frontlicht und Pedale benötigen wir etwa 45 Minuten. Dem Lieferumfang liegen außerdem Schutzbleche und ein Hecklicht bei. Optional können Käufer auch einen zusätzlichen Gepäckträger im Fiido-Shop ordern.

Die Optik des Fiido C21 spricht uns voll an. Das mattgraue E-Bike ist schlank und minimalistisch. Der Rahmen ist schmal und die Geometrie sportlich. Weder vom Heckmotor noch vom Akku ist besonders viel zu sehen. Die Logos sind dezent platziert und das Display geschickt integriert. Die fast einzige Farbe geht von den großen 29-Zoll-Reifen aus, die seitlich einen hellbraunen Streifen tragen. Das Design wirkt durchdacht und wie aus einem Guss - abgesehen von der silbernen Klingel, die etwas plump auf dem Lenker sitzt.

Ausstattung

Fiido spricht beim C21 von einem E-Gravelbike. Für ein Gravelbike spricht der tief sitzende Lenker, das verhältnismäßig leichte Gewicht von unter 18 Kilogramm und die fehlende Federgabel. Für uns ist das C21 aber eher ein E-Citybike. Um als E-Gravelbike durchzugehen, fehlen ihm Befestigungsmöglichkeiten für Zubehör am Rahmen und der für Gravelbikes typische, gebogenen Lenker.

Am Lenker selbst sitzt neben der Klingel, der Gangschaltung und den Bremsen mittig das Display. Es ist farbig und auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar - außer man trägt eine polarisierende Sonnenbrille. Es zeigt in großen Lettern die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe und die Akkukapazität in fünf Balken.

Unterhalb des Displays sitzen vier Tasten. Mit ihnen schaltet der Fahrer unter anderem auf Wunsch in einen anderen Anzeigenmodus, der die gefahrenen Kilometer, die Maximalgeschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die gefahrene Zeit anzeigt. Außerdem spendiert Fiido dem C21 eine weitere Steuereinheit auf der linken Seite des Lenkers, damit der Fahrer die Unterstützungsstufe regulieren kann, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen.

Das Frontlicht sitzt mittig vor dem Lenker. Es ist ausreichend hell und in der Höhe variabel. Fiido legt dem C21 ein Rücklicht zur Montage am Rahmen bei. Es hängt nicht am Stromkreislauf, muss also zusätzlich ein- und ausgeschaltet werden. Geladen wird es über USB-C.

Fahren

Das Fiido C21 gibt es in drei Rahmengrößen. Wir sind 186 Zentimeter groß und fahren den größten Rahmen. Gefühlt sollte er auch für 2-Meter-Personen gut passen. Die Reifen haben ein tiefes Profil.

Das wirklich Besondere am Fiido C21 ist sein hervorragendes Fahrverhalten. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen China-E-Bikes mit Heckmotor nutzt das Fiido C21 einen Drehmoment-Sensor. Der macht sich auch sofort bemerkbar. Während andere mindestens eine halbe Pedalumdrehung benötigen, bis der Motor mit voller Kraft mitzieht, aktiviert ihn beim C21 bereits ein sanfter Pedaltritt. Genauso schnell schaltet er sich auch wieder ab, wenn wir nicht mehr in die Pedale treten. So muss das sein! Tatsächlich fühlt sich der Heckmotor des C21 ähnlich natürlich an wie sonst nur ein Mittelmotor (Ratgeber).

Zum tollen Fahrgefühl trägt auch bei, dass die Unterstützungsstufen nicht wie sonst bei billigen E-Bikes üblich nur die maximal unterstützte Endgeschwindigkeit begrenzen. Das C21 fährt immer bis 25 Kilometer pro Stunde, die Unterstützungsstufe regelt lediglich die Kraft des Motors.

Allerdings hat das C21 eine vergleichbare Problematik wie damals die E-Bikes von Vanmoof. Mit einem einfachen Tastendruck hebt der Fahrer die maximale Endgeschwindigkeit auf 32 Kilometer pro Stunde an. Das ist in Deutschland so nicht erlaubt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, warum sich das Fiido C21 so gut fährt, ist sein geringes Eigengewicht von unter 18 Kilogramm. So ist es hier kein Problem, die vom Motor unterstützten 25 Kilometer pro Stunde mit reiner Muskelkraft auf 30 Kilometer pro Stunde oder mehr auszubauen. Das wäre etwa bei E-Fatbike Himiway Cruiser Step-Thru (Testbericht) nur schwer unmöglich. Außerdem nett: Der Motor surrt nur leise vor sich hin und ist für andere kaum zu hören.

Das Fiido C21 hat eine 9-Gangschaltung von L-Twoo. In unserem Fall benötigte sie etwas Feintuning. Ihr niedrigster Gang geht weit genug nach unten, um bequem anfahren zu können oder auch moderate Berge zu erklimmen. Der höchste Gang erlaubt entspanntes Pedalieren bei 25 Kilometer pro Stunde. Mit ihm ist es aber auch möglich, per Muskelkraft 35 Kilometer pro Stunde zu erreichen. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helmes (Ratgeber).

Statt den sonst bei den meisten chinesischen E-Bikes üblichen mechanischen Scheibenbremsen baut Fiido beim C21 hydraulische Scheibenbremsen von Tektro ein, die beim Bremsen beherzt zugreifen.

Tabelle 1: Vor- und Nachteile des Fiido C21

Vorteile Nachteile
Natürliche Motorunterstützung dank Drehmomentsensor Akku mit 209 Wattstunden eher klein
Geringes Eigengewicht von unter 18 Kilogramm Akku nicht entnehmbar
Hydraulische Scheibenbremsen von Tektro Reichweite unter realistischen Bedingungen nur ca. 25 Kilometer
Ansprechende Optik und umweltfreundliche Verpackung

Akku

Die vielleicht größte Schwachstelle des C21 ist sein Akku. Dieser ist zwar kaum zu sehen und perfekt in den Rahmen integriert, kann aber nicht zum Laden entnommen werden. Außerdem ist er mit gerade einmal 209 Wattstunden nicht gerade groß. Fiido spricht dennoch von einer maximalen Reichweite von 80 Kilometern. Wir wissen nicht, unter welchen offensichtlich perfekten Bedingungen dieser Wert ermittelt wurde. Denn in unserem Test ist die tatsächliche Reichweite auf mittlerer Unterstützungsstufe, einem Fahrer mit einem Gewicht von 75 Kilogramm und viel Stopp-&-Go deutlich geringer. Wir kommen eher auf 25 Kilometer. Die tatsächliche Reichweite kann jedoch je nach Fahrerverhalten stark variieren.

Preis

Das Fiido C21 ist aktuell ausschließlich im Fiido-Shop erhältlich. Es kostet unabhängig von der Rahmengröße 899 Euro. Auch die Tiefeinsteigervariante C22 kostet 899 Euro. Sie ist in weiten Teilen baugleich zum C22. Zum Testzeitpunkt wollte Fido noch 1600 Euro. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten E-Gravebikes und E-Rennräder anderer Hersteller.

Fazit

Das Fiido C21 ist das beste China-E-Bike aus unseren Tests. Mit seinem Preis von 899 Euro bietet es ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders beeindruckend ist seine natürliche Motorunterstützung dank des Drehmomentsensors, das Fahrverhalten, die leichte Bauweise und die ansprechende Optik. Auch die umweltfreundliche Verpackung und die gute Ausstattung, einschließlich einer hydraulischen Scheibenbremse und einem gut ablesbaren Display, machen das Fiido C21 zu einer guten Wahl.

Allerdings gibt es auch Nachteile. So ist der eingebaute Akku mit 209 Wattstunden eher klein und nicht entnehmbar, was die Reichweite und Flexibilität des Fahrrads begrenzt. Trotz der vom Hersteller angegebenen maximalen Reichweite von 80 Kilometern, erreichen wir in unserem Test unter realistischen Bedingungen nur etwa 25 Kilometer.

Trotzdem ist das Fiido C21 ein bemerkenswertes E-Bike und die beste Wahl unter den von uns getesteten chinesischen Modellen. Für den Preis von 899 Euro erhalten Käufer ein verhältnismäßig hochwertiges, gut ausgestattetes und angenehm zu fahrendes E-Bike.

Engwe P26 im Dauertest

Neu im Dauertest: Ein E-Bike mit semi-integriertem Akku für knapp 1.200€. Deshalb ist jetzt ein E-Bike von Engwe für knapp 1.200€ bei VeloStrom im Dauertest. Engwe ist ein E-Bike-Hersteller aus China.

Die Produkte von Engwe werden nur online verkauft, unser Testbike wurde bei buybestgear* bestellt. Im Shop gibt es einige E-Bikes. Doch viele Pedelecs sind nicht StVZO-konform. Sei es auf Grund der Leistung oder der Möglichkeit, die Bikes als E-Mofa, also ohne zu Treten nur mit E-Unterstützung zu fahren. Da muss man schon etwas aufpassen, sonst hat man sich ruck-zuck verklickt.

Ich habe mich schließlich für das ENGWE P26 entschieden. Es handelt sich dabei um ein schickes E-Bike mit Hinterradnabenmotor, Licht, Schutzblechen, Gepäckträger und Seitenständer. Mit den leicht profilierte 26-Zoll Reifen ist das ENGWE P26 ein fast schon klassisches Trekking-E-Bike. Die Kettenschaltung verfügt über 7 Gänge, gebremst wird mit mechanischen Scheibenbremsen. Die Energie für den Motor kommt aus einem teilintegrierten Akku mit 17 Ah Kapazität. Der Akku kann zum Laden entnommen werden.

Der Kauf über den Shop war unproblematisch, zahlen kann man mit Visa, Master, Klarna oder PayPal. Als Lieferzeit waren 7-10 Werktage angegeben, geliefert wird aus dem Lager in Tschechien oder Polen. Drei Tage später die Überraschung: Es klingelt, vor der Tür steht ein freundlicher Lieferdienstmitarbeiter, vor sich bereits den aus dem Lieferwagen ausgeladenen Karton mit dem großen ENGWE-Logo drauf. Das E-Bike ist da!

Aufbau und erste Eindrücke

Als ich den Karton öffne bin ich überrascht: Denn das Bike ist sehr sorgfältig verpackt. Alles, was mit Folie oder Polstermaterial umwickelt sein kann, ist umwickelt. Das Vorderrad ist ausgebaut, die Gabelfüße mit einer Achse (!) auf einer kleinen Plastikplattform verschraubt.

Genau deshalb lasse ich das Werkzeug auch in der Tasche, nutze mein eigenes und mache mich an die Arbeit. Am längsten dauert noch das Entfernen des Polstermaterials. Das Verschrauben des Vorderrads und der Frontlampe und das Anbringen des Lenkers ist schnell erledigt. Die Wellgo-Pedale montiere ich zum Schluss. Unübersehbare Aufkleber machen an diesen wichtigen Stellen deutlich, wie die Pedale einzuschrauben sind. Nach knapp 30 Minuten steht ein stämmiges Trekking E-Bike vor mir, das bis auf je einen fehlenden Reflektor am Laufrad (vorgeschrieben sind zwei) offenbar StVZO-konform ist.

Doch ein näherer Blick auf die Beleuchtung zeigt: Die KBA-Nummern fehlen. Die Lenkergriffe am schmalen Lenker sind ergonomisch geformt und machen einen guten Eindruck. Am rechten Lenkerende findet sich ein Drehgriff. Doch der ist nicht für die Schaltung gedacht, sondern für die Schiebehilfe.

Auffällig sind die großvolumigen Rohre des Gepäckträgers, die sorgfältig pulverbeschichtet sind. Der Lack des Rahmens macht einen ebenso einen guten Eindruck wie die ordentlich gezogenen Schweißnähte.

In der Mitte des Lenkers thront ein großes, elegantes Display, das Bedienteil am linken Lenkerende ist eher dezent. Die wichtigsten Tasten zum Wechsel der Unterstützungsstufe sind groß dimensioniert und lassen sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Tasten wie die zum Einschalten des Lichts oder zum Wechsel der Displayanzeige sind deutlich kleiner.

Der Akku ist leicht zu entnehmen und schon vorgeladen. Also noch eben schnell die Sattelhöhe angepasst, doch das ist leider nicht möglich: Laut Shop ist das ENGWE P26 für Menschen mit einer Körpergröße zwischen 155 und 210 cm geeignet. Ich bin 179 cm groß, wenn ich das Sattelrohr auf die passende Höhe ausziehe, ist es etwa 3 Zentimeter weiter als zur markierten maximalen Auszughöhe draußen. Sicherheitshalber lasse ich das Sattelrohr also nur bis zur Markierung ausgezogen. Das ist für meine Knie nicht ideal weil ich zu tief sitze. Aber für die ersten paar Kilometer wird es funktionieren.

Fahrtest und erste Probleme

Wie üblich fahre ich in der kleinsten Unterstützungsstufe los. Am Ende der Straße halte ich an, die mechanischen Scheibenbremsen sind über den Bowdenzug leicht zu bedienen und verzögern das ENGWE P26 gut. Dass es sich nicht um hydraulische Scheibenbremsen handelt ist zu verschmerzen. Beim Anhalten fiel mir schon auf, dass ich nicht leichter als bis zum dritten Gang schalten konnte: Der Hebel ließ sich nicht auf die “2” oder die “1” schieben.

Wo ich gerade bei der Schaltung bin: Die stammt aus der einfachen Ausstattungslinie von Shimano. Ungewohnt ist, das mit dem Hebel in einen leichteren Gang, mit der Taste “+” in einen schwereren Gang geschaltet wird. Das kenne ich bereits vom Himiway Cruiser und habe mich schnell daran gewöhnt. Einfach muss nicht schlecht heißen: Ein Bekannter hat diese Schaltung an einigen seiner Lastenräder, die im Kurierdienst laufen. Bei ihm halten die Schalthebel ca.

Das Anfahren im dritten Gang leicht bergauf ist natürlich etwas schwerer. Gut, dass ich zuvor auf die 5te Unterstützungsstufe geschaltet habe. Damit der Antrieb anläuft benötigt es jedoch eine gute Kurbelumdrehung. Das liegt an der Kadenzunterstützung und ist bei vielen günstigen E-Bikes so: Statt die Unterstützung mittels Sensorik an die eingebrachte Tretkraft zu koppeln, wird unterstützt, sobald sich die Kurbel dreht. Der Antrieb selbst schiebt mich bergan. Ich würde gerne in einen schweren Gang schalten, doch weiter als Gang 5 komme ich nicht. Das ist verwunderlich, da muss ich nachher mal danach schauen.

Die Straße weist ein paar kleine Schlaglöcher auf, auf die die Stahlfedergabel erstaunlich gut reagiert. Zwischenzeitlich geht es bergab, das ENGWE P26 wird zügig schneller. Bis ich bremsen muss werde ich 33 km/h schnell. Eine Geschwindigkeit, von der sich das Bike nicht beeindrucken lässt. Bewusst eingeleitete Störungen klingen schnell ab, das Pedelec bleibt stabil. Ob sich das auch bei Beladung so verhält, bleibt abzuwarten.

Probleme mit der Schaltung

Eine Überraschung erwartet mich allerdings, als ich mir, zurück in der Garage, die Schaltung vornehme. Denn es stellt sich heraus, dass das Schaltwerk vom montierten Schutzbügel daran gehindert wird, die Kette auf die Gänger 6 und 7 zu heben! Das Problem ist schnell erkannt, doch die Beseitigung dauert ein wenig: Der Bügel muss demontiert werden. Doch er ist mit der Achsmutter am Rad befestigt, zudem verläuft das Steuerkabel in den Motor durch diese Seite der Achse.

Nachdem jetzt die oberen Gänge nutzbar sind, kümmere ich mich um die unteren Gänge. Er ist nicht straff genug gezogen, um das Schaltwerk weit genug schwenken zu können. Das ist schnell geändert, die Justierung der Schaltung danach ist aufwändiger. Ergebnis: Die Schaltung funktioniert!

Das Treten ist zwar besser, aber immer noch unrund. Also liegt es wohl auch an der Kurbel rechts. Entweder ist die Kurbel verbogen, oder das Gewinde ist nicht ganz gerade geschnitten.

Fazit zum ersten Eindruck

Das ENGWE P26 macht einen sehr guten ersten Eindruck, die Ausstattung ist praxisgerecht, die Verarbeitung routiniert. Dass zwei Reflektoren fehlen ist kein großes Problem und lässt sich schnell beheben. Das zu kurze Sattelrohr gegen ein längeres zu ersetzen ist da schon aufwändiger. Gut, dass es unserem Dauertestfahrer offenbar passt.

Doch die nicht justierte Schaltung, der zu kurze Schaltwerkschutz und das Problem mit der Kurbel werfen kein gutes Licht auf die Qualitätskontrolle. Doch Fehler können passieren, es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Mal sehen, wie Buybestgear die Reklamation bearbeitet. Auf jeden Fall bleibt es spannend, wie sich das ENGWE P26 im Dauertestalltag schlägt.

Rechtliche Aspekte beim Import von E-Bikes aus China

Hallo! Ich heiße Roman und wohne in der Nähe von München. Bike hat einen Gasgriff, also, es ist kein Pedelec. Bis jetzt habe ich in Deutschland diese Art von Bikes überhaupt nicht getroffen, obwohl sie schon ziemlich lange (ca. seit 2010) in anderen Länder (z.B.

  • Illegale Fahrzeuge: Also erstens, das Fahrzeug ist in Deutschland illegal.
  • Strafzoll: Zweitens, in Europa gibt es einen Strafzoll von bis zu 73,9% auf ebikes, der dich gegebenenfalls trifft.
  • Zusätzliche Kosten: zum zoll kämen dann noch die kosten für eine einzelabnahme beim tüv.

Falls es rauskommt, dass etwas fehlt, kann man es doch technich realisieren und wieder überprüfen lassen. Das Aussehen ist ja gar kein rechtliches Problem. Man fällt halt schneller auf damit. Und wenn das Ding dann schneller als 25 KMH geht, bei einem Unfall oder bei einer Kontrolle, dann wird es wirklich kritisch.

Achtung: Der Kaufpreis für die Kiste liegt bei gut 12000 Euro, schade ums Geld, wenn Du dann nur auf dem Hof oder bei Trialveranstaltungen damit fahren könntest.

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