Nun ist sie da, die dunkle Jahreszeit. Deshalb brauchen alle, die weiterfahren, ein ordentliches Licht am Rad. Es sorgt für gute Sicht vor dem Rad, aber auch von uns selbst.
Warum gute Fahrradbeleuchtung wichtig ist
Im Straßenverkehr ist blendfreies Fahrradlicht von großer Bedeutung, da blendendes Licht ein Unfallrisiko darstellt. Einer dänischen Studie nach sind Radfahrer, die tagsüber mit Licht fahren, 19 Prozent weniger an Unfällen beteiligt. Der Grund ist die bessere Früherkennung.
Technologische Fortschritte in der Fahrradbeleuchtung
Aktuelle Lampen sind besser denn je, weil die Technik in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat. Wegweisend war die LED. Sie basiert auf einem Halbleiter-Bauteil, welches Licht emittiert, sobald Strom in Durchlassrichtung fließt. Deshalb auch der Name: Light Emitting Diode. Im Vergleich zu anderen Lampentechnologien ist die LED-Technik effizient, robust und langlebig.
Der zweite Meilenstein sind hochwertige Spiegel und Linsen, die das Licht zielgenau in der Fläche verteilen und damit das Optimum aus der vorhandenen Lichtmenge herausholen.
Beim klassischen Fahrrad wird das Licht mit Wechselstrom betrieben und vom Nabendynamo gespeist. Somit leuchtet die Lampe nur, solange man fährt oder eine Standlichtfunktion besitzt. Anders beim Pedelec: Hier läuft die Lichtanlage mit Gleichstrom, wird an das Stromnetz des Pedelecs angeschlossen und bezieht ihren Strom vom Haupt-Akku. Damit die Lampe bei fast leerem Akku noch Strom für die letzten Kilometer bekommt, schaltet die Motorsteuerung zuerst den Antrieb ab. Weiterhin haben die verschiedenen Antriebshersteller unterschiedliche Voraussetzungen.
Wichtige Aspekte beim Kauf von E-Bike Lampen
Zunächst muss die Leuchte den technischen Vorgaben des Antriebs entsprechen - die Spannung in Volt ist hier am wichtigsten. Achte also genau auf die Angaben zum Produkt und frage im Zweifel bei unserem Service nach. Einige Scheinwerfer sind für eine konkrete Spannung gebaut, einzelne Modelle von Supernova etwa für 12 V, Lupine-Scheinwerfer vertragen 6-12 V und passen so an die meisten Antriebe, andere decken alle Systeme ab, z. B. bei Busch + Müller mit 6-42 bzw. 60 V.
Die StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) schreibt vor, dass Fahrradbeleuchtung blendfrei sein muss und fest am Fahrrad fixiert sein sollte. Helmlampen sind aufgrund ihrer fehlenden Blendfreiheit und der Beweglichkeit daher nicht StVZO-konform.
Moderne Fahrradlampen mit Akku verfügen über leistungsstarke Akkus, die auch bei voller Leuchtleistung für mehr als zwei Stunden Energie liefern. Selbst die schwächeren Leuchtstufen bieten dank moderner LEDs eine hohe Lichtausbeute. Insbesondere in gut ausgeleuchteten städtischen Gebieten reicht oft eine niedrigere Leuchtstufe aus, um von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden.
Lux und Lumen: Was bedeuten die Werte?
Traditionell werden Lampen mit dem Helligkeits-Wert (Einheit Lux) angepriesen, weil für die StVZO-Konformität verschiedene Lichtpunkte in einer Matrix vermessen werden. Der daraus angegebene Wert beschreibt aber lediglich den hellsten Punkt des gesamten Lichtfeldes, was zu einer falschen Interpretation der Lichtqualität einer Lampe führt. Hart gesagt, wäre ein Laserpointer mit seinem extrem hohen Lux-Wert ideal. Das führt dazu, dass er zum Radfahren schlichtweg ungeeignet ist.
Zum Vergleich besser geeignet ist der Lichtstrom (Einheit Lumen), welcher die gesamte Licht-Emission einer Lampe angibt.
Manche Hersteller nennen die Leistungsfähigkeit ihrer Lampen meist in Lumen (z. B. Lupine), andere in Lux (z. B. Busch + Müller), wieder andere nennen beide Werte (z. B. Supernova). Lumen ist die internationale Einheit (SI) für den Lichtstrom und gibt an, wie viel Licht eine Lampe pro Zeit abgibt. Lux ist die SI-Einheit für die Beleuchtungsstärke und gibt an, wie viel Licht auf einer Fläche auftrifft. Beide Einheiten hängen zwar physikalisch eng zusammen, direkt vergleichbar sind die Werte trotzdem nicht. Oder kürzer: 100 Lumen sind nicht besser als 50 Lux. Diese Zahlen sagen aber noch nichts darüber, wo wie viel Licht vor dem Rad auf den Boden trifft. Die Lichtbilder sind unterschiedlich - wie Du auch in unserem Vergleichstest oben auf dieser Seite sehen kannst.
Ausleuchtung des Fahrweges
Je nach Einsatzort der Fahrradlampe ist eine unterschiedliche Ausleuchtung des Fahrweges erforderlich. Einige Fahrradlampen leuchten den Bereich unmittelbar vor dem Vorderrad kaum aus. Dies kann für unerfahrene Radfahrer gefährlich sein, da sie die Distanz zum Bordstein oder anderen Hindernissen falsch einschätzen könnten.
Während bei langsamen Geschwindigkeiten die Ausleuchtung im Nahfeldbereich eine große Rolle spielt, nimmt die Relevanz des Mittel- und Fernbereiches mit der Geschwindigkeit zu, weil der Blick damit weiter nach vorne schweift. Die Ausleuchtung der Seitenränder spielt in der Stadt sowie außerorts eine sehr wichtige Rolle, um andere Verkehrsteilnehmer oder anderweitige Gefahren an der Seite schneller wahrzunehmen.
Bedienung und Montage
Achten Sie darauf, dass die Montage der Fahrradlampe einfach und stabil ist. Beleuchtete Schalter und Taster sind vorteilhaft, um die Bedienung bei Dunkelheit zu erleichtern.
Testverfahren und Ergebnisse
Damit die wichtigsten Lampendaten miteinander vergleichbar sind, haben wir alle Lampen auf den Prüfständen des Herstellers Supernova in Freiburg untersucht. Dabei lag für jede Lampe die Spannung von 12 Volt an. Beim ersten Test wurde überprüft, ob alle Lampen konform mit den StVZO-Vorgaben sind. Dabei fährt ein vorgegebenes Programm verschiedene Lichtpunkte im Leuchtbild an und vermisst diese. Der zweite Test misst den hellsten Punkt, wodurch eine gute Vergleichbarkeit der maximalen Helligkeit besteht.
Beim Test des gesamten Licht-Outputs werden die Lampen in einer Ulbrichtkugel vermessen.
Beim Gewicht messen wir auf einer Digitalwaage auf ein Gramm genau. Alle Lampen werden dabei ohne Montagehalter, mit zehn Zentimeter langem Stromkabel sowie Fernlicht-Taster (wenn vorhanden) gewogen.
Die besten Prüfstandwerte sind nichts wert, wenn das Lichtbild in der Praxis nicht taugt. Deshalb haben wir alle Lampen an einen 12 Volt Anschluss (Bosch) angeschlossen und sind eine definierte Strecke gefahren. Der Untergrund variierte dabei zwischen Asphalt, Kopfsteinpflaster und leichtem Waldweg. Am Ende wurden alle Lampen noch mal in einem 35 Meter langen Tunnel mit der gleichen Kameraeinstellung abfotografiert.
Ergebnisse im Detail
- Abblendlicht: Die hellsten Lampen kommen von Smart, Supernova (beide) und SON. Die teuren Lampen von SON, Busch + Müller, Supernova, Lezyne, Lupine und Herrmans gehen getrost als echte Flutlichter durch.
- Fernlicht: Beim Fernlicht begeistern die Modelle von Herrmans, Busch + Müller und vor allem Supernova, weil sie im Verhältnis zum Abblendlicht deutlich heller werden. Die besten Modelle stellen Herrmans und Supernova, weil das Licht weit nach oben reicht und somit sogar für echte Mountainbike-Einsätze taugt. Bleibt man vor allem auf der Straße, sind auch Lezyne und Lupine absolut empfehlenswert.
- Gewicht: Die leichtesten Standardlampen bieten Lunivo, Union und SON. Bei den Modellen mit Fernlicht überraschen vor allem Litemove RX-E90, Büchel und Lupine.
- Ausleuchtung: Am Ende überzeugen bei der Ausleuchtung vor allem Busch + Müller, Supernova, Lezyne, SON, Lupine und Herrmans.
- Bedienung: Beim Check der Bedienhebel geht es um Erreichbarkeit, Größe, Ergonomie sowie deren Kabellängen und Steckverbindungen.
- Qualität und Haptik: Herausragend schneiden hier die hochpreisigen Modelle von Busch + Müller, Herrmans, Lezyne, Lupine und Supernova ab. Pluspunkte gibt es für Gehäuse aus Aluminium, weil sie eine höhere Bruchfestigkeit sowie eine bessere Wärmeleitfähigkeit aufweisen.
Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps
Wer bestes Licht sucht, greift dann aber zum Bumm IQ-X E oder dem farbigen SON. Den Testsieg heimst überraschend der eher unbekannte Herrmans Nordic Pro ein. Bei den Lampen mit Fernlicht überzeugt im unteren Preisbereich Fuxon am meisten und holt sich den Preis-Leistungs-Tipp. Im höherpreisigen Segment überzeugt Lupine mit einem kompakten Gehäuse und leuchtstarken Lichtbild. Die Testsiege gehen am Ende dann aber an die teuren Modelle von Herrmans und Supernova.
Zusätzliche Tipps für mehr Sicherheit
- Fahren mit Licht am Tag: Für beste Sicherheit am Tag sollte man immer mit Licht fahren.
- Seitenfenster: Eine Lampe kann auch durch intelligent angebrachte Seitenfenster die Sicherheit erhöhen, weil man von der Seite besser erkennbar wird, was gerade in der Stadt mit vielen querenden Straßen ein Vorteil ist. Vor allem Busch + Müller IQ-XL, Contec, Lunivo, Trelock sind hier top.
- Reflektoren: Und wer auf Reflektoren setzt, muss bei Busch + Müller IQ-XL, Cateye, Herrmans, Lezyne, Lupine, SON und Supernova nachrüsten. Bei allen anderen sind abnehmbare Reflektoren verbaut.
Montage und rechtliche Aspekte
Die Montage oder der Austausch von Beleuchtungselementen am E-Bike ist teils deutlich komplizierter als am Fahrrad ohne Motor. Fehler können hier schwerwiegendere Auswirkungen haben und die Garantie des Herstellers erlöschen lassen.
Wir haben ein How To erstellt, das Dir einige grundsätzliche Tipps zum Vorgehen bei der Montage an unterschiedlichen Motoren (Shimano, Bosch, Brose)gibt. Wenn Du nicht selbst die entsprechende Erfahrung in Sachen Elektro- oder Fahrzeugtechnik mitbringst, raten wir Dir, den Job von einer Fachwerkstatt erledigen zu lassen.
Um sich nachts mit dem E-MTB regelkonform im Straßenverkehr zu bewegen, gibt es ein paar Dinge mehr zu beachten. Zuerst muss die genutzte Lampe der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Sie braucht also das deutsche Prüfzeichen - die K-Nummer. Eine Helmlampe ist keine zugelassene (E-)Bike-Beleuchtung. Wer ohne oder mit einer nicht zugelassenen Lampe unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle bis zu 35 Euro blechen. Noch schlimmer ist aber, dass man bei einem Unfall zumindest eine Teilschuld trägt.
Die 6 E-Bike-Scheinwerfer im Vergleich
Sechs E-Bike-Lenkerlampen mit dem entsprechenden Prüfzeichen haben wir in Labor und Praxis getestet. Alle werden direkt am Lichtausgang des Motors angeschlossen und ziehen damit die nötige Energie aus dem Haupt-Akku. Die Montage ist deshalb zwar aufwändig, aber dafür sind die Strahler immer dabei und maximal zuverlässig. Doch wie viel Licht braucht man eigentlich auf Radwegen oder im Straßenverkehr? Kommt es eher auf die Helligkeit oder auf die optimale Verteilung des Lichts an? Um das zu klären, haben wir Lampen von 97 bis 350 Euro zum Test geordert.
Schon bei der Helligkeit ist die Streuung groß: Im Abblend-Modus bewegt sie sich zwischen 270 (Cube) und 416 Lumen (Supernova), die Lupine SLX markiert mit 691 Lumen einen einsamen Spitzenwert.
E-Bike Scheinwerfer mit Fernlicht im Test
Die Busch & Müller bildet im Abblend-Modus einen langen, breiten Lichtkegel mit Spot-Beleuchtung in der Ferne. Hier hat die Lampe die stärkste Strahlkraft. Die Meter vor dem Vorderrad und links und rechts des Weges bekommen nur gedimmt Licht ab. Mit dem Zuschalten des Fernlichts blickt der Fahrer deutlich weiter in die Ferne. Die seitliche Ausleuchtung leidet darunter. Enge Kurven leuchtet die IQ-XM zuverlässig aus - wenn auch nicht mit überragender Helligkeit. Gemessen am Preis ist die Verarbeitung eher bescheiden.
Die dicke Lezyne wirkt am E-MTB-Lenker wie die Lichtleiste auf dem Dach eines Rallye-Trucks. Sie leuchtet hell und weit. Fern- und Abblendlicht unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft kaum. Die Lichtbilder beider Helligkeitsstufen bestehen aus zwei Feldern, die ein klarer Dunkelstreifen trennt. Der schmale Lichtkegel bündelt fast die gesamte Lichtleistung auf einen schmalen, sehr hellen Streifen. Die Breiten abseits des Streifen saufen ab. Hier wird die Kurvenfahrt wortwörtlich zum Blindflug. Ansonsten überzeugt die solide Verarbeitung.
Mit 275 Lumen Vorsprung überstrahlt die Lupine SL X im Abblend-Modus den Großteil des Testfelds um Längen. Nur die Supernova kann hier mithalten. Ausgezeichnete Reichweite, gleichmäßige Lichtverteilung, gute Ausleuchtung auch in den Randbereichen direkt vor dem Vorderrad. Wer das Maximum herauskitzeln will, schaltet das Fernlicht zu. So leuchtet die Lupine noch besser in die Ferne, der Öffnungswinkel nach oben fällt aber nur mittelmäßig aus. Enge Kurven hingegen erstrahlen in beiden Beleuchtungsstufen in hellem Glanz. Zusätzlich gibt es ein Tagfahrlicht.
In Sachen Fernlicht macht dem Supernova-Scheinwerfer M99 Mini Pro so schnell keiner was vor. Der Öffnungswinkel fällt nach oben fast doppelt so hoch aus wie bei den Mitstreitern - trotz eintauchender Federgabel hat man alles im Blick. Die Leuchtbilder von Abblendlicht und Fernlicht sind sehr ähnlich. Beide verfügen über ein sehr helles, homogenes Zentrum. Bei der Leuchtkraft unterscheiden sich die Modi aber deutlich. Die Randbereiche sind angenehm hell. Bei der Ausleuchtung in Kurven liegen die Freiburger mit Lupine auf einem Niveau. Sehr angenehmes Abblendlicht.
E-Bike Scheinwerfer ohne Fernlicht im Test
Die kompakte und leichte Cube geht im direkten Leuchtvergleich mit der teureren Konkurrenz mit Fernlicht naturgemäß etwas unter. Sie liefert das schwächste Abblendlicht im Test. Für den Gebrauch im Straßenverkehr reicht sie jedoch allemal. Hohe Geschwindigkeiten sind bei der mäßigen Ausleuchtung aber nicht drin. Die Lichtverteilung konzentriert sich sehr auf das Zentrum. Am Rand des Lichtkegels fällt die Helligkeit abrupt ab. Bereiche abseits des Weges bekommen nur spärlich Licht ab, was die rasante Kurvenfahrt beeinträchtigt.
Als zweite Lampe ohne Fernlicht im Testfeld liefert sich die Litemove ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cube. Auch wenn sie sich optisch kaum unterscheiden, nach mehrfachen Praxistests haben sich die Laborwerte bestätigt: Schaut man genau hin, ist die Litemove minimal heller. Dabei wirkt sich die höhere Lumen-Zahl besonders im vorderen Teil des Lichtkegels aus. Hier produziert der Mini-Strahler ein sehr helles Licht, das in die Weite konstant dunkler wird. Bei der Ausleuchtung sind die beiden Kontrahenten gleichauf.
Fallbeispiele und Fazits einzelner Fahrradlichter
Busch + Müller IXON Space
Mit dem Fahrradlicht IXON Space präsentiert Busch + Müller ein erstklassiges Beleuchtungssystem, das den Anforderungen der StVZO gerecht wird. Die Beleuchtung zeichnet sich durch ihre intensive Helligkeit, weitreichende und gleichmäßige Lichtverteilung aus, welche auch in Kurven eine gute Sicht gewährleistet. Die Leuchtdauer des Akkus überzeugt mit einer Dauer von 2,5 Stunden bei maximaler Intensität. Dies macht das Licht besonders attraktiv für Radfahrer, die sich in ländlichen Gebieten ohne Straßenbeleuchtung bewegen.
Knog Blinder 120 StVZO
Diejenigen, die das einzigartige Lichtmuster des Knog Blinder 120 StVZO zu schätzen wissen, werden mit einem erstklassigen Fahrradlicht zu einem gerechtfertigten Preis belohnt. Die Lampe zeichnet sich durch eine weitreichende Beleuchtung in der Nähe und eine intensive Leuchtkraft in der Ferne aus, was sie zu einem verlässlichen Partner für Touren durch das Land und Gebiete mit geringer Beleuchtung macht. Die verfügbaren Leuchtmodi sind praktisch und gut ausgewählt. Knog überzeugt in Bezug auf die Befestigung am Lenker mit einem der führenden Systeme im Testumfeld, möglicherweise sogar dem führenden. Die Bedienung der Leuchte ist zudem einfach und problemlos, mit leichten Abstrichen bei der Nutzung mit sehr dicken Handschuhen.
Trelock LS 760 I-GO Vision
Die Handhabung und das Bedienen des Fahrradlichts Trelock LS 760 I-GO Vision könnten kaum einfacher und benutzerfreundlicher sein. Selbst mit Handschuhen lässt sich die Lampe problemlos bedienen, was sie zum idealen Begleiter in der kalten Jahreszeit macht. Die Straße wird hell und gleichmäßig ausgeleuchtet, obwohl das Lichtfeld in engen Kurven tendenziell etwas schmaler ausfällt. Zudem könnte der Bereich direkt vor dem Vorderrad eine hellere und gleichmäßigere Ausleuchtung vertragen. Dies sind jedoch nur kleine Kritikpunkte auf einem sonst hohen Qualitätsniveau - die Trelock LS 760 I-GO Vision ist dennoch eine ausgezeichnete StVZO-konforme Fahrradleuchte. Die leichten Defizite im Lichtfeld macht sie mit ihrer außergewöhnlichen Bedienfreundlichkeit wett. Mit einer Leuchtdauer von 2 Stunden und 15 Minuten bei maximaler Leistung ist sie für die meisten Touren mehr als geeignet. Das System lässt sich zudem sehr kostengünstig erweitern, um es an mehreren Fahrrädern zu nutzen. Bedauerlich ist allerdings, dass Trelock keinen Austauschakku anbietet - das bedeutet, dass das Ende der Akkulaufzeit auch das Ende der Lampe bedeutet.
Lunivo Lynx F100 Daylight
Mit dem Lunivo Lynx F100 Daylight erhalten Käufer ein leistungsstarkes Fahrradlicht zu einem angemessenen Preis. Das Lichtfeld ist zwar für Fahrten durch kurviges Gelände und ländliche Regionen begrenzt, wodurch die Leuchte vorzugsweise für städtische Umgebungen geeignet ist. Die Lampe bietet gut abgestufte Helligkeitsstufen, allerdings sind die Bedienelemente nicht beleuchtet. Die Handhabung mit Handschuhen funktioniert fast uneingeschränkt, was die Lampe winterfest macht.
NG Lavandee 50
Die NG Lavandee 50 bietet eine solide Beleuchtungsleistung und ein angenehmes Lichtspektrum. Obwohl sie in ihrer Preiskategorie nicht an die Leistung teurerer Mitbewerber heranreicht, bekommt man dennoch ein überzeugendes Beleuchtungsset für sein Geld. Leider schmälern begrenzte Befestigungsoptionen am Lenker den Gesamtwert. Käufer sollten deshalb vorab den zur Verfügung stehenden Platz am Lenker für die Montage prüfen.
Decathlon FL510
Die Decathlon FL510 ist eine preiswerte StVZO-konforme Fahrradleuchte, die trotz ihres niedrigen Preises eine beeindruckende Beleuchtung des Weges, einschließlich der Kurven, bietet. Mit einer Leuchtstärke von nur 20 Lux eignet sie sich allerdings am besten für entspannte Radfahrer. Einige Kompromisse bei der Bedienfreundlichkeit und der Lenkerbefestigung sind angesichts des Preises zu erwarten. Trotzdem bietet das Licht ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Decathlon ST510
Die Decathlon ST510 stellt eine attraktive Beleuchtungsoption für Radfahrer dar, die in gut beleuchteten Stadtgebieten unterwegs sind und eine Beleuchtungslösung für mehrere Fahrräder suchen, ohne mehrere Lampen kaufen zu müssen. Dank des einfachen Befestigungssystems mit einem Gummiriemen kann die Lampe schnell und problemlos zwischen verschiedenen Rädern getauscht werden. Dies macht sie, zusammen mit ihrem leichten Gewicht, auch für Mountainbiker interessant, die im Straßenverkehr auf StVZO-konforme Beleuchtung achten. In städtischen Gebieten ist die Leuchtkraft von 25 Lux in der Regel ausreichend. Für Fahrten über Land mit vielen Kurven empfiehlt sich jedoch ein stärkeres Licht mit einem breiteren Lichtfeld.
Trelock Lighthammer LS 930-HB im Praxistest
Moderne E-Bikes sind von Haus aus mit vernünftigen LED-Leuchten ausgestattet, die schon um Welten besser sind als Glühbirnen von früher, die über einen jaulenden Reifendynamo betrieben wurden. Doch wenn man abseits der Straßenbeleuchtung im Dunkeln fährt, kommt bei 25 km/h schnell der Wunsch nach noch mehr Licht auf.
Für E-Bikes und normale Fahrräder kündigte die Traditionsmarke Trelock aus Münster Ende 2022 seine Scheinwerfer-Serie "Lighthammer" an. Bei 60 Lux geht es los und reicht mittlerweile bis zum 200 Lux starken Top-Modell LS 990 Lighthammer Pro 250 E mit Fernlicht, Level-Funktion und Tagfahrlicht für E-Bikes. Alle Varianten sind auf Wasserfestigkeit getestet und StVZO-konform. Entwickelt in Deutschland, produziert in Frankreich.
Montage
Im Prinzip ist die Umrüstung recht einfach. Für die Montage des Scheinwerfers und des per Kabel verbundenen Fernlichtschalters braucht es nur einen Inbusschlüssel, mit dem Sie zwei Schräubchen anziehen.
Der Strom kommt aus dem E-Bike-Akku. Dazu knipsen sie das Kabel der montierten Standardbeleuchtung durch, aber lieber in Nähe der alten Lampe und nicht da, wo die Strippe aus dem Rahmen kommt, denn der Lighthammer ist etwas knauserig, was die Stromleitung angeht. Anschließend müssen Sie die zwei Leitungen verbinden. Im einfachsten Fall reicht verdrillen und isolieren. Besser und dauerhafter ist Löten oder die Verwendung von Quetsch-Steckern und Schrumpfschläuchen.
Vergleich der Lichtbilder
Schon im normalen Modus mit 130 Lux ist die Ausleuchtung wesentlich breiter und reicht weiter als mit der E-Bike-Standardleuchte. Hier bleiben kaum Wünsche offen, das Licht ist super.
Das Fernlicht legt dann mit 150 Lux trotzdem noch merklich zu, insbesondere - nun ja - in der Ferne. Der Unterschied ist enorm.
Fazit zum Trelock Lighthammer LS 930-HB
Eine Umrüstung auf den Trelock Lighthammer LS 930-HB sorgt für ein ganz anderes Fahrgefühl bei Dunkelheit als mit der Standardbeleuchtung. In der Stadt dürfte das weniger auffallen, aber in dunklen Gegenden ist der Unterschied so eklatant wie zwischen Standlicht und Abblendlicht beim Auto. Jeder Meter, den man weiter gucken kann, sorgt für etwas mehr Sicherheit, weil man Hindernisse, Personen oder Straßenschäden früher erkennt. Da ist jeder Euro gut angelegt.
Weitere Testkandidaten im Überblick
Auch unter den Plätze drei bis sechs finden sich attraktive Sets.
Workshop E-Bike-Beleuchtung am Akku anschließen
Der Strom kommt aus der Steckdose. Doch bevor ihn der Scheinwerfer in Lux und Lumen verwandelt, muss er durch den E-Bike-Akku. Das Anschließen ist nicht trivial, eventuell muss die Werkstatt helfen. Doch diese vier Check-Punkte bringen den Strahler garantiert zum Leuchten.
Vor dem Kauf einer E-Bike-Beleuchtung gibt es zwei grundlegende Dinge zu klären: Wie viel Spannung liegt am Lichtport meines E-Bike-Motors an? Und für welche Spannung ist meine Lampe ausgelegt? Im schlimmsten Fall zerstört die falsche Kombination den Scheinwerfer. Sprich: Greift man zu einer Lampe, die nur für 6 Volt Spannung ausgelegt ist und stöpselt sie an einen Motor, an dessen Lichtport 12 Volt anliegen, leuchtet die Lampe nicht oder wird beschädigt. Viele Hersteller bieten deshalb ihre Lampen für 6 oder 12 Volt an. Manche Modelle verfügen auch über eine automatische Leistungsanpassung an die Anschlussspannung des Motors. Das bedeutet, dass die Scheinwerfer an einem 12-Volt-Anschluss genauso funktionieren wie an einem 6-Volt-Anschluss.
Die Kontakte für das Verbindungskabel der E-Bike-Lampe liegen direkt am Motor. Um sie zu erreichen, muss man die Motorabdeckung entfernen. Will man von dort aus die Kabel durch den Rahmen verlegen, muss bei Bosch und Shimano der Motor ausgehängt werden. Bei Brose genügt es, die seitliche Abdeckung abzunehmen, um das Kabel durch den Rahmen zum Kontaktstecker zu führen. Beim Anschließen am Shimano-Motor müssen möglicherweise vorher die Kontakte mit einer Abisolierzange freigelegt werden.
Wichtige Schutzklassen
Wasserabweisend, regenfest, spritzwassergeschützt, wasserdicht - die Begriffe der Hersteller sind vielfältig und nicht immer eindeutig. Wie gut die Beleuchtung tatsächlich vor Nässe - und auch Staub - geschützt ist, verrät der zweistellige „IP“-Code. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für den Wasserschutz. Wird eine Ziffer nicht angegeben, tritt an deren Stelle ein X. Die wichtigsten Schutzklassen können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen. Beispiel: Eine im Handel häufig anzutreffende Bezeichnung ist „IP54“. Das bedeutet, dass die Leuchte sowohl gegen Staub „in schadhafter Menge“ als auch gegen Spritzwasser geschützt ist. Dieses Schutzniveau reicht in der Regel völlig aus.
| 1. Ziffer Schutz gegen Fremdkörper | 2. Ziffer Wasserschutz |
|---|---|
| IPX4: Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen | IPX5: Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen |
| IPX6: Schutz gegen starkes Strahlwasser | IPX7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen |
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