E-Bike Test und Vergleich: Die besten Modelle bis 4000 Euro

Motorisierte E-Bikes und Pedelecs erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und sorgen für mehr Spaß bei Radtouren. Doch welches E-Bike ist das richtige für Sie, und worauf sollten Sie beim Kauf achten, besonders in der Preisklasse bis 4000 Euro?

Was ist ein E-Bike?

Ein E-Bike oder Pedelec ist ein Fahrrad, das mit einem unterstützenden Elektromotor und dem entsprechenden Akku ausgerüstet ist. Im Gegensatz zu einem Mofa oder ähnlichen Kleinkrafträdern müssen Sie weiterhin selbst in die Pedale treten. Der Elektromotor bietet lediglich eine Tretunterstützung, damit Sie schneller auf Touren kommen und beispielsweise Steigungen leichter bewältigen. Diese Hilfestellung liefert das E-Bike aber nur so lange, bis Sie 25 km/h erreicht haben, danach sind Sie auf reine Muskelkraft beschränkt. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung ist gesetzlich vorgeschrieben. Für ein E-Bike, das eine Motorunterstützung über 25 km/h hinaus bietet, brauchen Sie einen Mofa-Führerschein. Diese Modelle werden meist als „E-Bike mit 45 km/h“, „Speed-Pedelec“ oder „S-Pedelec“ verkauft.

Die Tretunterstützung des E-Bikes können Sie in der Regel ein- und ausschalten. So können Sie selbst bestimmen, wann Sie Motorkraft brauchen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn Sie Ihre Fitness trainieren möchten, fahren Sie einfach ohne Unterstützung. Wollen Sie hingegen einfach nur eine gemütliche Fahrradtour machen, bei der Sie auch etwaige Steigungen nicht stören sollen, nutzen Sie den Elektromotor. Untrainierten oder älteren Fahrern hilft es, mit anderen Radlern mitzuhalten.

Zu den Nachteilen gehört es, dass die E-Bikes oft deutlich schwerer sind als gewöhnliche Fahrräder. Schließlich tragen Sie zusätzlich einen Elektromotor und einen Akku. Besonders bei längeren Touren, wenn der Akku zwischendurch schlapp macht, müssen Sie ein schweres Fahrrad ans Ziel bringen.

E-Bike Kategorien

Die E-Bike-Modelle eignen sich je nach Bauform für die verschiedenen Einsatzzwecke unterschiedlich gut. So muss ein E-Mountainbike, mit dem Sie über Stock und Stein fahren, natürlich andere Herausforderungen bewältigen als ein Trekking-Bike, das nur befestigte Wege kennt. Die Grenzen sind jedoch fließend, auch weil die Hersteller oft nicht eingrenzen wollen, für wen sich das eigene Modell eignet und für wen nicht. In diesen Fällen gibt es zwar sogar eine eigene Kategorie, nämlich die Allroad- oder SUV-E-Bikes, aber nicht immer klassifizieren die Hersteller ihre Räder als solche.

Die maßgeblichen Kategorien sind:

Trekking-E-Bike

Die Trekking-E-Bikes sind die beliebtesten Modelle, denn sie versprechen erholsame Fahrrad-Touren in der Natur. Hier kommt es auf Komfort und Reichweite an, sowie den Transport von Ausrüstung auf dem Gepäckträger. Gleichzeitig müssen die Trekking-Bikes - im Gegensatz zu den E-MTBs - auch über eine verkehrstaugliche Ausstattung verfügen, also Schutzbleche, Lichtanlage und Reflektoren.

E-Mountainbike

Das E-Mountainbike muss dieselben Anforderungen erfüllen wie ein herkömmliches Modell, bietet jedoch zusätzlich die Unterstützung eines Motors. E-MTBs sind mit ihren breiten Reifen für sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden vorgesehen und müssen daher robust und gut gefedert sein. Der Motor muss starke Steigungen bewältigen, die Reichweite ist eher Nebensache. Im Fokus stehen kürzere, aber intensive Fahrten über Stock und Stein. E-MTBs sind oft nicht straßenverkehrstauglich.

City-E-Bike

Das City-E-Bike ist, wie der Name schon sagt, für die Stadt gedacht. Dort gilt es normalerweise keine großen Hindernisse zu bewältigen und eine große Reichweite ist nicht der Fokus. Den Elektromotor können Sie dann dazuschalten, wenn es Sie es möchten - beispielsweise um nicht verschwitzt in der Arbeit anzukommen. Danach können Sie aber ohne Motor etwas für die Fitness zu tun. Hauptaspekt ist der Komfort und das Zubehör, das Sie in der Stadt benötigen, beispielsweise einen Gepäckträger.

SUV/Allroad-E-Bike

Da sich die wenigsten Radfahrer mehrere E-Bikes für verschiedene Zwecke leisten wollen, sollen die SUV- oder Allroad-Bikes die Vorzüge aller Typen vereinen: die Federung und Sportlichkeit der E-MTBs, die Ausdauer der Trekking-Bikes und den Komfort der City-Bikes. Meistens tendieren die Modelle in eine Richtung, also beispielsweise mehr Trekking als Sport. Und natürlich werden gewisse Kompromisse eingegangen. Die Allroader sind aber vielseitig und straßenverkehrstauglich.

Crossover-E-Bike

Die Bezeichnung „Cross“ wird manchmal synonym mit SUV/Allroad verwendet. Grundsätzlich stellen die Crossover-E-Bikes eine Mischung aus Trekking- und Mountainbike dar. Sie tendieren jedoch meist mehr in Richtung E-MTB und haben daher keine straßenverkehrstaugliche Ausstattung, es fehlen also Schutzbleche und Licht. Für Touren in der Natur sind die Cross-Modelle gut geeignet, weil Sie jedes Gelände bewältigen können.

E-Lastenrad

Der Elektromotor kann nicht nur einfach beim Treten unterstützen, sondern er ermöglicht auch den Transport von Lasten. E-Lastenräder verfügen über eine Ladefläche, auf der Sie Kisten oder andere Ladungen transportieren können. Dazu braucht es einen besonders kräftigen Motor und großen Akku. Da der Lastentransport aber viel Leistung erfordert, ist die Reichweite dennoch kürzer.

E-Klapprad

Wie bei den normalen Fahrrädern gibt es auch bei den E-Bikes die kompakten Falt- oder Klappräder. Diese können nicht nur in eine kompakte Form gebracht werden, sondern sie sind in der Regel auch besonders leicht. Vor allem in der Stadt haben Sie daher keine Probleme, das E-Bike zu verstauen und können es beispielsweise auch in der Bahn mitnehmen. Die Reichweite ist aber begrenzt.

E-Rennrad/Sport-E-Bike

Eine Tretunterstützung mit Elektromotor erweckt auf den ersten Blick nicht den Anschein von Sport, aber das hängt immer davon ab, wie Sie das E-Bike benutzen. E-Rennräder können beim Anlauf unterstützen. Der Motor hilft aber wie bei allen E-Bikes nur, bis Sie 25 km/h erreicht haben. Danach kommt es auf Ihre Muskelkraft an. Sport-E-Bikes sind leicht, der Komfort ist zweitrangig.

S-Pedelec bis 45 km/h

E-Bikes gelten als Fahrräder, wenn Sie beim Treten mit ihrem Elektromotor unterstützen, bis eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht ist. Danach zählt allein Ihre Muskelkraft. Die nächste Stufe ist das S-Pedelec: Auch hier treten Sie in die Pedale, der Motor schaltet aber erst bei Geschwindigkeit 45 km/h ab. Um diese Art von E-Bike fahren zu dürfen, brauchen Sie einen Führerschein der Klasse AM und müssen einen Helm tragen. Zwar ist das S-Pedelec in Deutschland zulassungsfrei, muss jedoch über eine EU-Typgenehmigung oder eine Einzelbetriebserlaubnis genehmigt sein. Analog zu einem Mofa besteht eine Versicherungspflicht, Sie müssen also ein Versicherungskennzeichen anbringen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Das E-Bike können Sie für verschiedene Zwecke einsetzen: Als Pendler-Rad zwischen Arbeit und Zuhause, als Trekking-Rad für Touren in der Natur oder als Mountainbike in hügeliger Landschaft. Nicht alle Modelle sind für überall geeignet, selbst wenn es sich um Allroad/SUV-Ausführungen handelt. Für Sprünge und andere sportliche Eskapaden eignen sich nur echte E-MTBs, die anderen E-Bike-Arten sind dafür nicht stabil genug. Andererseits müssen Sie aber auch darauf achten, ob das E-Bike für den Straßenverkehr geeignet ist, also über eine StVZO-Ausstattung mit Schutzblechen und Lichtanlage verfügt. Die Sport-Modelle verzichten gerne mal darauf.

Reichweite & Wattstunden

Der Elektromotor unterstützt Sie beim Treten und zieht dafür Leistung aus dem Akku. Das heißt, je weniger Sie die Tretunterstützung nutzen, desto länger hält auch die Akkuleistung. Zugleich hängt die Reichweite auch vom Gelände ab, denn natürlich ist für Bergauffahren mehr Kraftaufwand nötig als für eine Fahrt auf flacher Strecke. Die Angabe einer durchschnittlichen Reichweite ist daher kaum möglich. Grob lässt sich aber sagen, dass ein Akku mit 500 Wattstunden für Kurz- und Mittelstrecken brauchbar ist. Bergauf schaffen Sie damit etwa 20 Kilometer, mit Stromsparmodus im Flachland bis zu 100 Kilometer. Viele E-Bikes, gerade im Trekking-Bereich, nutzen inzwischen Akkus mit 625 oder 700 Wattstunden. Damit steigt die Reichweite. Größere Akkus bedeuten aber auch mehr Gewicht.

Rahmenform

Bei der Form des Rahmens gibt es grundsätzlich drei Formen: Der sogenannte Diamantrahmen mit einem Oberrohr, der Tiefeinsteiger-Rahmen ohne das Oberrohr und der Trapezrahmen als Mischform. Viele E-Bike-Modelle bekommen Sie je nach Wunsch in Diamant- und Tiefeinsteiger-Ausführung, die Unterschiede sind nicht allzu groß und Sie sollten sich danach richten, was für Sie am bequemsten ist. Das Oberrohr gibt dem Rahmen zwar durchaus mehr Stabilität, jedoch betrifft das nur die wirklich harten Anforderungen: Echte E-Mountainbikes gibt es fast nie als Tiefeinsteiger. Bei Trekking- oder City-Rädern und selbst bei E-Lastenrädern spielt das aber kaum eine Rolle.

Motorstärke

Das maximale Drehmoment des Motors in Newtonmeter (Nm) gibt an, wie kraftvoll der Motor ist. Wenn es bergauf geht, muss der Motor natürlich mehr arbeiten, weswegen die stärksten Ausführungen in der Regel in E-Mountainbikes zu finden sind. Für City-Bikes reichen 65-70 Nm in der Regel aus, mehr Power ist auf flachen asphaltierten Straßen selten nötig. Für Trekking-Bikes sind 75-85 Nm angemessen, so können auch Hügel gut bewältigt werden. 85 Nm sind für Fahrradtouren aber fast schon übertrieben und die starke Beschleunigung kann sogar stören. E-MTBs nutzen teilweise bereits Motoren mit 90-95 Nm maximales Drehmoment, die mit großen Steigungen fertigwerden.

Bremsen & Schaltung

So gut wie alle Trekking-E-Bikes und E-Mountainbikes sind mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet, da diese wegen der höheren Geschwindigkeiten die bessere Wahl sind. Sie stoppen das E-Bike mit der Bremsscheibe an der Radnabe recht bissig und sind zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Bei City-Bikes stehen oft auch hydraulische Felgenbremsen zur Auswahl. Sie sind robust und recht wartungsarm. Die Bremswirkung ist etwas geringer, aber im Flachland völlig ausreichend. Ähnlich sieht es bei der Schaltung aus: E-MTBs nutzen ausschließlich Kettenschaltung und auch Trekking-Bikes setzten überwiegend darauf. Bei City-Bikes dominiert die Nabenschaltung. Sie erfordert nur wenig Wartung und ist ideal für Fahrten im Flachland.

E-Bike Modelle unter der Lupe

Hier sind einige E-Bike Modelle, die in der Preisklasse bis 4000 Euro interessant sein könnten:

  • Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ ABS 2025: Ein E-Trekkingrad mit Bosch CX-Motor, 625 Wh Akku und 10-Gang Shimano Deore Schaltung. Es verfügt über hydraulische Magura MTC ABS-Scheibenbremsen und eine SR Suntour Mobie34 Air Federgabel.
  • KTM Macina Gran 610 2024: Ein E-Trekkingrad mit Bosch CX-Motor, 625 Wh Akku und 9-Gang Shimano Alivio Schaltung. Es bietet hydraulische Shimano MT200 Scheibenbremsen und eine Suntour XCM 32 Federgabel.
  • Maxtron MT-11: Ein E-Bike mit Heckmotor von ShengYi, 250 Watt Leistung und 360 Wh Akku. Es hat eine 8-Gang Shimano Altus Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen und eine Zoom-Federgabel.

Preisentwicklung und Marktsituation

Die Preise für E-Bikes liegen immer noch auf einem hohen Niveau. Die Nachfrage ist groß und Lieferengpässe sorgen für eine weitere Verknappung des Angebots. Pedelecs für unter 1.000 Euro gibt es von Zeit zu Zeit als Aktionsangebote in Discounter-Märkten. Hier müssen Sie aber mit einem schwächeren Motor, einem kleineren Akku und anderen Einschränkungen rechnen. Unter den hochwertigen Marken-Modellen ist das Angebot unter 2.000 Euro nicht sehr groß. Für ein gutes E-Bike mit Qualitäts-Motor und hoher Haltbarkeit müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro ausgeben. Nach oben hin ist die Preisspanne offen, viele Top-Empfehlungen liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro. Dies variiert jedoch je nach E-Bike-Typ. E-Mountainbikes sind in der Regel deutlich teurer als City-Bikes, während Trekking-Modelle preislich dazwischen liegen.

E-Mountainbike Fullys bis 4000 Euro im Test

Endverbraucher dürfen sich im Jahr 2024 die Hände reiben, denn noch nie war so günstig an E-MTBs heranzukommen wie momentan. Gut für uns. Denn bis vor Kurzem schien es fast unmöglich, Kandidaten für eine Fully-Testgruppe bis 4000 Euro aufzutreiben. Nun kann man aus dem Vollen schöpfen. Versender justieren ihre Angebote fast tagesaktuell auf die aktuelle Marktlage ein. Und auch viele Fachhandelsmarken haben zu Beginn des Jahres ihre Preise für Fahrräder nochmals reduziert. Webshops und der stationäre Fachhandel locken zusätzlich mit Rabatten.

So kostet das günstigste E-Bike in diesem Test nur noch 3199 Euro: das Radon Render AL 7.0 750, und zwar mit Bosch CX und 750-Wh-Akku. Zur Erinnerung: Das YT kommt im edlen Kohlefaseroutfit.

Testkandidaten

  • Radon Render AL 7.0 750
  • Conway eWME 3.9
  • Rockrider E-Feel 700 S
  • YT Decoy Core 1 MX

Die Motoren der Testbikes

Shimano EP6, Shimano EP8 oder Bosch Performance CX? Den Charakter der Motoren haben wir in der Bildergalerie zusammengefasst.

Die Ausstattung der Testbikes

In Sachen Ausstattung muss man in dieser Preisliga freilich einige Abstriche machen. Echte Fehlgriffe gibt es aber wenige. Einzig die Stahlfederforke im Radon fällt in der Konkurrenz deutlich ab. Dafür bietet der Bonner Versender mit Bosch CX und 750er-Powertube-Akku ein pralles Antriebspaket, das Leistung, Reichweite und dynamisches Fahrgefühl auf Topniveau garantiert. Alle anderen Kandidaten setzen auf Shimano-Antriebe. Eine reichweitenstarke Kombi steckt im Conway. Der EP8 schafft mit der 720er-Darfon-Batterie über 1600 Höhenmeter im Boost-Modus, bleibt aber in Sachen Leistung hinter dem Bosch zurück. Vergleichbare Leistung bietet der EP6 in YT und Rockrider. Das Innenleben entspricht Shimanos Premiumaggregat EP801, allerdings ist er gut 300 Gramm schwerer und auch 100 Watt schwächer. Im Rockrider wird der EP6 von einem 630 Wh großen Shimano-Akku gefüttert, im YT muss er sich mit einer 540 Wh kleinen Batterie begnügen.

Ranking Downhill

  1. YT Decoy Core 1 MX
  2. Rockrider E-Feel 700 S
  3. Conway eWME 3.9
  4. Radon Render AL

Ranking Trail

  1. YT Decoy Core 1 MX
  2. Rockrider E-Feel 700 S
  3. Conway eWME
  4. Radon Render AL

Ranking Reichweite

  1. Radon Render AL
  2. Conway eWME
  3. Rockrider E-Feel 700 S
  4. YT Decoy Core 1 MX

Testsieger: Rockrider E-Feel 700 S

Das Rockrider E-Feel 700 S sammelt mit einer ausgewogenen Performance und guten Geländeeigenschaften die meisten Punkte aller Testbikes und wird damit zum Testsieger in unserem EMTB Vergleich.

Preisspanne und Qualitätsunterschiede bei E-Mountainbikes

Die Preisspanne von E-MTBs ist riesig. Sie reicht in etwa von 1000 Euro bis 16.000 Euro. Vom Billig E-MTB von Discounter Lidl oder Baumarkt E-Mountainbikes von Obi bis hin zu edlen E-MTB Fullys von Luxus-Fahrradmarken. Da fragt man sich als Anfänger schon, wie viel kostet eigentlich ein gutes E-MTB?. Wir könnten es uns einfach machen und sagen: “Mindestens 2300 Euro muss man für ein gutes E-MTB investieren.“ Doch so einfach ist es nicht. Deshalb schauen wir uns die Preisrange für gute E-MTBs in dieser Kaufberatung von emtb-test.com differenzierter und genauer an. Zuerst klären wir, wodurch sich teure E-MTBs von günstigen unterscheiden.

Preistreiber bei E-MTBs

  • Motor und Akku
  • Rahmenmaterial (Carbon vs. Aluminium)
  • Ausstattung (Schaltung, Fahrwerk, Bremsen)

Preisklassen im Überblick

  • Discounter E-MTBs (unter 1500 Euro): Nicht für den sportlichen Einsatz geeignet.
  • Solide Alu-E-MTBs (2300-3000 Euro): Geeignet für leichtes Gelände und Alltagsnutzung.
  • Mittelklasse E-MTB Hardtails (3000-4000 Euro): Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wertigere Komponenten.
  • E-MTB Fullys (ab 3300 Euro): Top-Motoren, bewährte Fahrwerke, kräftige Bremsen.
  • Teure E-MTB Hardtails (ab 4000 Euro): Carbon-Rahmen, Top-Ausstattung.

Gute E-MTB Hardtails um 2500 Euro haben bereits hochwertige Mittelmotoren wie den aktuellen Bosch Performance CX-Antrieb oder Shimanos EP8-Motor verbaut. Die Akkus besitzen eine Kapazität von 500 Wattstunden, was eine ordentliche Reichweite (ca. Akku und Motor sind bei guten Modellen bereits schick und unauffällig in die Aluminium-Rahmen integriert. Bei den Komponenten wie Schaltung (9 Gänge), Bremsen (zwei Kolben) oder Federgabel (Stahl- statt Luftfeder) bekommt man solide, funktionelle Teile. Zudem ist die Ausstattung an günstigen E-MTBs oft schwer. Beim Gesamtgewicht landen gute E-MTBs um 2500 Euro bei etwa 22-23 Kilo. Für erste Geländeeinsätze ist das in Ordnung, für sportliches Mountainbiken oder Vielfahrer dagegen nicht.

Empfehlenswerte Marken für günstige E-MTBs

  • Cube
  • Raymon
  • Haibike
  • Radon
  • Giant
  • Bulls

E-Trail-Hardtails im Test (3500 bis 4000 Euro)

Diese bringen nämlich frischen, elektrischen Wind ins bekannte Hardtail-Konzept: E-Trail-Hardtails mit Motor. Gleich mehrere erstklassige Abfahrten kurz hintereinander tätigen, links, rechts durch schnelle Anlieger fegen und sich echten, fahrtechnischen Herausforderungen stellen, solange man noch gut bei Atem ist? Dabei stellen die sieben E-Trail-Hardtails eine adäquate Unterstützung dar. Den Bikes im Testfeld mit einer Preisspanne von 3500 bis 4000 Euro gemein: Sie zielen mit robuster Ausstattung, (meist) breitem Lenker, Gabelfederwegen von 120 bis 140 mm sowie absenkbarer Variostütze auf top Fahrspaß bergab und -auf. Für möglichst ausgewogene Uphill- und Downhill-Fahrfertigkeiten müssen die Bikes mit einer Geometrie gezeichnet sein, die den E-Biker im Idealfall jederzeit effektiv unterstützen.

Allen vier Antrieben ist gemein, dass sie in der Eco-Motorstufe auf dauerhaft steilen Anstiegen überschaubaren Motorschub bereitstellen. Dass dabei, Motorunterstützung hin oder her, ein leichteres Bike vorteilhaft ist, demonstriert exemplarisch das Bold2 29 von Focus. Mit 20,3 Kilo lässt sich der 29er auch bei intensiver Kraxelei angenehm leichtfüßig bewegen. Deren kraftvolle, dynamisch an der eingebrachten Tretleistung orientierte Unterstützung bringt den Biker durch die meisten Fahrsituationen ziemlich souverän. Einzig in extrasteilen Passagen oder etwa, wenn die Kräfte rapide zu Ende gehen, greift man gern auf die höchsten Unterstützungslevels zurück. Nach wie vor agiert hierbei Bosch‘ Turbo-Modus besonders schubstark, aber auch der Yamaha-Motor erweist sich in stärkster Motorstufe als spritzig. Darauf muss sich der E-MTB-Einsteiger durchaus erst einlassen.

Wie vielschichtig das Thema E-Trail-Hardtail ausgestaltet ist, zeigt das Testfeld. Von stark tourenlastigen Bikes wie dem Haro, Haibike und Flyer bis hin zu echten Abfahrtsprofis à la Mondraker reicht die Auswahl. Das spanische Bike, dessen Geometrie mit langem Hauptrahmen und kurzem 30-mm-Vorbau auffällt, beweist: Das Konzept Hardtail lässt sich erfrischend neu denken! Ermutigt von der kaum erschütterbaren, laufruhigen Mondraker-Geometrie, bergab an seine Grenzen zu fahren - das hat was! Tolle Allroundeigenschaften auf unterschiedlich anspruchsvollen Trails sprechen fürs Orbea, Focus und Merida.

E-Mountainbike Topseller (5000 bis 6000 Euro)

Dieser Name hat sich bei uns in der Redaktion für E-Mountainbikes der Preisklasse zwischen 5000 und 6000 Euro eingebürgert. Warum? Weil hier die meisten Bikes über den Ladentisch gehen. Und weil es in diesem Preisbereich auch das stimmigste Paket aus Preis und Leistung gibt. Wer ein E-MTB für den Geländeeinsatz auf Tour und Trails sucht, bekommt hier ein solides Paket - und eine riesige Auswahl. Unser großer Vergleichstest packt 8 spannende Kandidaten um den Titel des besten E-Bike-Allrounders zusammen.

Testkandidaten

  • Marin Rift Zone E2
  • Centurion No Pogo F3000i
  • Canyon Spectral:On CF8
  • Rose Root Miller Plus 3
  • Cannondale Moterra
  • Trek Rail 7
  • Flyer Uproc X
  • Cube Stereo Hybrid 140 TM

Batterien im Vergleich

Ebenfalls auffällig: Die Batterien sind im Durchschnitt kleiner als in den Tests aus den letzten Jahren. Zwei Shimano-Bikes kommen mit dem leichten, aber wenig reichweitenstarken 630er-Akku der Japaner. Und gleich drei Bikes mit Bosch-Antrieb verbauen nur den 625er-Powertube. Einen Trend am Markt kann man daraus allerdings nicht ableiten. In vielen Fällen ist die kleinere Batterie eher dem Preis oder der Bauart geschuldet.

Gewichte im Vergleich

Unter 24 Kilo schaffen es nur Canyon und Rose. Immerhin: Das Rose erreicht mit 22,8 Kilo einen echten Top-Wert, für den man sonst viel tiefer in die Tasche greifen muss. Und das Gros der Gruppe bleibt zumindest unter 25 Kilo.

Tabelle: Gewichte der Testbikes

Modell Gewicht (kg)
Rose Root Miller Plus 3 22.8
Canyon Spectral:On CF8 Unter 24

Reichhöhe im Test

Deutlich an der Spitze des Reichweiten-Rankings stehen Cube und Cannondale - die beiden Bikes mit dickem 750er-Bosch-Akku und CX-Motor erkurbeln im Feldtest mit Abstand die meisten Höhenmeter. Auch die kleiner bestückten Bosch-Bikes mit 625er-Batterie schneiden überdurchschnittlich gut ab. Sie liegen grob auf einem Level mit dem nominell üppiger ausgestatteten Canyon Spectral:On (720 Wh). Optional gibt’s für das Canyon allerdings einen dicken 900er-Akku (+400 Euro, +900 g), damit wäre das Spectral:On im Reichweitenranking klar die Nummer eins.

Motoren im Vergleich

  • Bosch Performance Line CX Smartsystem: Zuverlässigkeit, top Modulation und spritziger Beschleunigung. Unschlagbar im schwierigen Uphill. Top Reichweite. Leider sind die Batterien sehr schwer.
  • Shimano EP801: Leichter und kompakter Power-Motor. Bei geringem Fahrerinput schiebt er bereits extrem stark und bietet hier mehr Support als Boschs CX. Schwachpunkt: Bei hoher Trittfrequenz geht zu früh die Kraft aus.

Ergebnisse im Überblick

Ranking bergab

  1. Canyon Spectral:On CF8
  2. Marin Rift Zone E2
  3. Flyer Uproc X 2.10

Ranking bergauf

  1. Flyer Uproc X 2.10
  2. Cannondale Moterra 3
  3. Centurion No Pogo F3000i

Ranking Tour

  1. Cube Stereo Hybrid 140 TM
  2. Cannondale Moterra 3
  3. Trek Rail 7

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