E-Bike Bremsbeläge wechseln: Eine detaillierte Anleitung

Wenn die Fahrradbremse quietscht, kratzt oder nicht mehr richtig zieht, ist es höchste Zeit für neue Bremsbeläge. Eine verzögerte oder abgeschwächte Bremsleistung kann schnell zu einem schlimmen Sturz und Verletzungen führen. Deshalb gehört der regelmäßige Blick auf die Bremsbeläge zu den Routinehandlungen, die jeder Biker durchführen sollte.

Wie diese beim Fahrrad mit Scheibenbremsen selbst gewechselt werden können, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise einfache Reparaturleistung, die von Laien in circa 30 bis 40 Minuten erbracht werden kann.

Bremsbeläge regelmäßig prüfen

Aber egal, ob Scheibenbremse oder Felgenbremse - vor jeder größeren Tour sollten Radfahrende die Bremsen und auch die Bremsbeläge überprüfen. Liegt die Stärke der Bremsbeläge bereits unter einem Millimeter, sollten die Beläge gleich gewechselt werden. Denn gut funktionierende Bremsen sind ein wichtiger Bestandteil für ein verkehrssicheres Fahrrad.

Um eine sichere Bremsleistung beim Fahrrad oder besonders beim MTB durchgängig zu gewährleisten, ist es wichtig, die Bremsbeläge regelmäßig zu überprüfen und bei Abnutzungserscheinungen rechtzeitig zu wechseln.

So erkennst du abgefahrene Bremsbeläge

Wenn während der Fahrradtour schon ein leichtes Kratzen zu hören ist, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass die Scheibenbremse dringend neue Bremsbeläge benötigt.

Die richtigen Bremsbeläge auswählen

Zum Wechsel werden je nach Fahrradtyp und Bremsanlage die richtigen Bremsbeläge benötigt. Auf dem Bremssattel oder auch dem Bremshebel ist die entsprechende Nummer für die korrekten Bremsbeläge vermerkt. Diese findet sich auch beim Kauf auf der Verpackung.

Bremsbeläge wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wer das passende Werkzeug inklusive passendem Montageständer parat hat und handwerklich geschickt ist, kann Bremsbeläge am Fahrrad mit Hilfe der Anleitung in fünf Schritten selbst wechseln.

1. Laufrad ausbauen

Am besten wird das Fahrrad so positioniert, dass sich das Laufrad frei drehen kann. Am einfachsten geht das mit Hilfe eines Montageständers. Zum Ausbau zunächst die Schnellspanner-Achse aufdrehen, bevor das Laufrad endgültig ausgebaut werden kann. Damit wird der Blick frei auf die Bremsbeläge.

Für alles Weitere wird das richtige Werkzeug benötigt, was je nach Bremsanlage unterschiedlich sein kann. Hilfreich sind in jedem Fall ein Inbusschlüssel, eine Spitzzange, ein Kunststoff-Reifenheber, um den Kolben zurückzudrücken sowie ein Reinigungsmittel und Tuch.

2. Bremsbeläge entfernen

Als Erstes muss die Klammer der Schraube - der Sicherungssplint, der die Bremsbeläge hält - mit einer Spitzzange herausgenommen werden. Als Nächstes muss die Schraube herausgedreht werden. Damit sind die Bremsbeläge selbst zugänglich und können mit der Spitzzange herausgenommen werden.

Es empfiehlt sich, die alten Bremskolben nicht gleich wegzuschmeißen, sondern genauer anzuschauen. Denn sie geben Auskunft über den Zustand des Fahrrads. Sind die Beläge schief abgenutzt, dann kann es sein, dass der Bremssattel schief montiert war. Bei einseitiger Nutzung wäre es möglich, dass der Bremskolben blockiert.

3. Bremskolben reinigen

Deshalb ist es immer wichtig, den Bremskolben gut zu reinigen. Bremsreiniger ist dafür eher ungeeignet, da er die Dichtungen schädigen kann. Es empfiehlt sich ein Spiritusreiniger. Nach dem Einsprühen sollten die Kontaktflächen gut mit einem Tuch gesäubert werden. Ganz leicht zwischendurch auch den Bremshebel bedienen und im Anschluss den Reinigungsvorgang wiederholen.

4. Saubere Bremskolben zurückdrücken

Zum Zurückdrücken des Bremskolbens eignet sich ein stabiler Reifenheber aus Kunststoff. Am besten steckt man den Reifenheber von beiden Seiten einmal in den Schlitz rein und drückt die Kolben mit Kraft gut zurück, damit die neuen Bremsbeläge beim Einsetzen genügend Platz haben.

5. Neue Bremsbeläge einsetzen

Auf den linken Bremsbelag positioniert man die Rückholfeder und legt spiegelverkehrt den rechten Bremsbelag darauf. Alles zusammen wird als Paket zusammengedrückt und dann in den Bremssattel reingeschoben. Danach muss das Ganze mit der zuvor gelösten Schraube wieder gesichert werden. Zum Schluss wird noch der Sicherungssplint auf die Schraube gesetzt.

Danach das Laufrad wieder einbauen. Auf jeden Fall auch überprüfen, ob nun alles rund läuft, die Bremse nochmal pumpen, damit sie sich gut einstellen kann.

Wie oft sind Bremsbeläge zu tauschen?

Wie oft Bremsbeläge beim Fahrrad gewechselt werden sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Fahrstil, Fahrbedingungen, Art der Bremsen wie Felgen- oder Scheibenbremse. Bei Felgenbremsen ist ein Wechsel nach etwa 1000 gefahrenen Kilometern normal, während Scheibenbremsen eine Laufleistung von bis zu 5000 Kilometern haben können.

Neben der Kilometerleistung sollten auch Anzeichen wie eine verminderte Bremsleistung, quietschende Geräusche beim Bremsen oder ein schleifendes Geräusch beim Fahren beachtet werden. Ein Fahrstil mit häufigem und starkem Bremsen, Fahrten in bergigem Gelände oder bei schlechtem Wetter können zu einem schnelleren Verschleiß der Bremsbeläge führen.

Zudem zeigen E-Bikes aufgrund ihres höheren Gewichts und der höheren Geschwindigkeiten oft einen höheren Verschleiß der Bremsbeläge. Daher ist es ratsam, die Bremsbeläge bei E-Bikes auch häufiger zu überprüfen und gegebenenfalls früher zu wechseln. Wer sich einen selbstständigen Wechsel der Bremsbeläge nicht zutraut, sollte eine Fachwerkstatt kontaktieren.

Bremsbeläge selbst wechseln: Kosten

Kosten entstehen dann lediglich durch das Material. Neue Bremsbeläge liegen preislich meist zwischen 10 bis 20 Euro pro Bremse, je nachdem ob es sich um eine Felgenbremse oder Scheibenbremse handelt.

In einer Fachwerkstatt kommen die Arbeitskosten hinzu. Manche Werkstätten bieten auch Komplettpreise für den Wechsel an - abhängig vom Fahrradmodell. Bei Scheibenbremsen kann das Entlüften der Bremsen sinnvoll sein, dafür fallen in der Werkstatt zusätzliche Kosten von rund 40 bis 60 Euro pro Bremse an.

E-Bike Bremsen: Besonderheiten

E-Bikes sind schnell und sind schwer. Entsprechend standfest muss eine E-Bike Bremse sein. Eine Bremse für das E-Bike muss den Belastungen gewachsen sein, die das höhere Gewicht des E-Bikes und die höhere Geschwindigkeit erfordern. Dabei muss sie gut zu dosieren sein und zuverlässig funktionieren.

Ein E-Bike mit hydraulischer Bremse ist in allen Kategorien die empfehlenswerteste Lösung, da sie, gut eingestellt und gewartet - einen exakten Druckpunkt hat, wenig Handkraft erfordert und hohe Bremskraft bietet. In den meisten Fällen ist ein E-Bike mit einer hydraulischen Scheibenbremse ausgestattet.

Ob Sie Ihr E-Bike über den Winter eingelagert haben oder bei Regen, Schnee und Glätte unterwegs waren - auf einen Frühjahrs-Check sollte niemand verzichten.

Was tun, wenn die E-Bike Bremse quietscht?

Wenn die E Bike Bremse quietscht, zehrt das an den Nerven, im schlimmsten Fall kann es auch Anzeichen eines Defekts sein. Aufzählungen möglicher Ursachen findet man in Foren, auf einschlägigen Internetseiten, auf der Onlinepräsenz vieler Bike Shops und auf YouTube, wo nicht nur Bremsenhersteller mit Service-Videos vertreten sind.

Manchmal quietschen E Bike Bremsen lediglich während des Bremsvorgangs, manchmal ist ein regelmäßiges kurzes Quietschen zu hören, das sich mit jeder Umdrehung des Laufrads wiederholt.

Handelt es sich um hydraulische Felgenbremsen am E-Bike, deutet das regelmäßige Geräusch auf einen Seitenschlag der Felge hin, das Laufrad hat also eine leichte „Acht“, die es zu beheben gilt. Im Zweifelsfall sollte man das dem Fachmann überlassen.

Quietscht die Felgenbremse beim Bremsvorgang, lässt sich das Problem in den meisten Fällen durch minimales Schrägstellen der Bremse und damit der Bremsbeläge abstellen. Die Bremsbeläge sollten beim Betätigen der Bremse zunächst an ihrem vorderen Ende mit der Felge in Kontakt kommen, das hintere dabei noch etwa einen Millimeter von der Felge entfernt sein.

Falls die E Bike Bremsen quietschen, und es sich um Scheibenbremsen handelt, deutet ein regelmäßiges kurzes Geräusch entweder auf eine verbogene Bremsscheibe oder auf einen ungenau montierten Sattel hin. Eine nur leicht verbogene Bremsscheibe kann man unter Umständen mit den Händen oder mit Spezialwerkzeug wieder geradebiegen. Man muss dabei unbedingt darauf achten, die Scheibe nicht zu verschmutzen.

Quietschen die Bremsen beim Bremsvorgang selbst, kommen mehrere Ursachen in Frage. Ist es ein neues E-Bike, an dem die Scheibenbremsen quietschen, sind sie noch nicht eingebremst. E-Bike Bremsen müssen nämlich eingefahren werden - das gilt auch für neue Beläge nach einem Wechsel. Dazu muss man auf einer Gefällestrecke etwa 20 mal stärker bremsen - man bemerkt, wie die Bremsen bissiger und auch leiser werden.

Außerdem kann die E Bike Bremse quietschen, wenn Schmutz oder Öl auf die Scheibe und/oder die Beläge gelangt ist, und wenn die Beläge verglast sind. Die Bremsscheibe und verschmutzte Beläge kann man mit speziellen Bremsenreinigern säubern, verglaste Beläge und mit Öl verschmutzte Bremsbeläge müssen ausgetauscht werden.

E-Bike Bremsen einstellen

Will man die E-Bike Bremsen einstellen, indem man den Bremssattel exakt platziert, muss sich das Rad frei drehen können. Ein Montageständer ist hier extrem hilfreich.

  1. Falls die E Bike Bremse schleift oder tickernde Geräusche macht, löst man in einem ersten Schritt die beiden Schrauben, so dass sich der Bremssattel leicht hin- und herbewegen lässt.
  2. Dann dreht man das Laufrad mit der Hand an und zieht den Bremshebel, wodurch sich der Sattel an der Scheibe ausrichtet.
  3. Idealerweise vor einem hellen Hintergrund sieht man mit bloßem Auge, ob der Spalt zwischen Scheibe und Bremsbelägen auf beiden Seiten gleich groß ist. Jetzt löst man eine Schraube ganz leicht, die andere etwas weiter und richtet den Bremssattel von Hand passend aus.

Manche Scheibenbremsen bieten die Option, den Abstand der Bremsbeläge zur Scheibe einzustellen. Die Einstellung erfolgt am Bremshebel, per Drehrad, Rändelschraube oder - mit Werkzeug - einer Schraube.

Wie lange halten Bremsbeläge am E-Bike?

Bremsbeläge verschleißen, das gilt auch für Bremsbeläge am E-Bike. Das hängt vom Systemgewicht ab, also dem Gewicht von Fahrer, Fahrrad und Gepäck, vom Fahrstil und von der Art des Bremsbelags.

Es gibt organische Bremsbeläge und gesinterte Bremsbeläge. Bei organischen Bremsbelägen sind unterschiedliche Kohlenstoffverbindungen per Kunstharz zu einem Belag gepresst. Ein organischer Bremsbelag ist weicher, quietscht weniger, verträgt aber Hitze schlechter und verschleißt schneller. Gesinterte Bremsbeläge bestehen dagegen aus feinen Metall- und Keramikteilen. Gesinterte Beläge sind härter und resistenter gegen Hitze, neigen aber eher zum Quietschen.

Für die meisten E-Bike Bremsen gibt es neben den originalen Bremsbelägen ihrer Hersteller auch Bremsbeläge von Drittanbietern. Es schadet nicht über Alternativen nachzudenken, und man findet online oder immer wieder auch in Fachmagazinen einen E-Bike Bremsbeläge Test, um sich über Preise und Qualität zu informieren.

E-Bike Bremsbeläge wechseln: Die Schritte

  1. Um die E-Bike Bremsbeläge zu wechseln, muss man zunächst die Laufräder ausbauen.
  2. Die Bremsbeläge werden von einem Bolzen oder einer Schraube in ihrer Lage gehalten. Diese werden in der Regel von einem Clip oder Splint gesichert, den man im ersten Schritt entfernt.
  3. Nachdem auch die Schraube oder der Bolzen entfernt wurden, kann man die Bremsbeläge zusammen mit der Spreizklammer entfernen.
  4. Danach reinigt man die Kolben mit einem weichen Lappen und drückt sie zurück, bis sie plan mit dem Gehäuse des Bremssattels liegen. Dieses Zurückdrücken ist nötig, weil bei hydraulischen Scheibenbremsen am E-Bike die Beläge automatisch nachgestellt werden, wenn die Beläge nach und nach verschleißen.
  5. Jetzt die neuen Bremsbeläge zusammen mit der Spritzklammer einsetzen und die Sicherung, ob Bolzen oder Schraube wieder einsetzen und auch diese mit Splint oder Clip sichern.

Hydraulikflüssigkeit wechseln und Bremsen entlüften

Hydraulische E-Bike Bremsen arbeiten entweder mit Bremsflüssigkeit (DOT) oder mit Hydrauliköl. Beide Medien müssen in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. Nach dem Wechsel müssen die E-Bike Bremsen entlüftet werden, das Entlüften kann aber auch dazwischen nötig sein.

Typisches Anzeichen: Der Bremshebel lässt sich durchziehen und die Bremse greift sehr spät oder schlimmstenfalls gar nicht, die E-Bike Bremse baut erst nach mehrmaligem Ziehen Druck auf. Luft im System ist einer der häufigsten Gründe, warum eine E-Bike Bremse nicht funktioniert.

Eine gut funktionierende Bremse aber ist unabdingbar, deswegen darf man den Ölwechsel oder das Entlüften der E-Bike Bremse nur mit handwerklichem Geschick selbst durchführen. Im Zweifel immer zum Händler gehen.

Wer selbst entlüften will benötigt ein zur Bremse passendes Entlüftungsset. Wie man die E-Bike-Bremsen entlüftet, unterscheidet sich von Fall zu Fall, Anleitungen dazu findet man auf YouTube oder der Internet-Präsenz der jeweiligen Hersteller.

Im Prinzip werden am Bremssattel und am Bremsgriff Spritzen angeschlossen. Mit der oberen drückt man Öl durch das System in die untere, bis alle Luftblasen entwichen sind.

Neue Bremsen für das E-Bike

Wer seine E-Bike Bremse wechselt tut das oft, weil er ein höherwertiges Modell fahren will, das ein besseres Bremsgefühl, höhere Standfestigkeit oder mehr Bremskraft bietet. In Fachmagazinen, bei der Stiftung Warentest oder online findet man regelmäßig einen E Bike Scheibenbremsen Test, der aktuelle Modelle vorstellt und bewertet.

Wenn man den Umbau selbst vornimmt, entstehen beim E-Bike Bremsen wechseln lediglich die Kosten für die neue Bremse und für das Entlüftungsset. Bei vielen modernen E-Bikes ist zudem die hintere Bremsleitung durch den Rahmen geführt, so dass die Leitung vom Bremsgriff getrennt werden muss, um die durch den Rahmen zu ziehen, selbst wenn sie nicht zu lang ist. Auch dann ist das Entlüften nötig.

Auch hier gilt: im Zweifel den Händler beauftragen, wodurch sich die Kosten für den Wechsel der E-Bike Bremse um die Arbeitszeit erhöhen.

Richtig bremsen mit dem E-Bike

Eines muss man auch mit einer neuen Bremse auf jeden Fall: mit dem E-Bike richtig bremsen. Mit Gefühl also und mit beiden Bremsen gleichzeitig, wobei der größere Teil der Bremskraft auf das Vorderrad wirken sollte.

Tipps zur Pflege und Wartung

Damit man nicht alle drei bis vier Monate seine Bremsbeläge wechseln muss, gilt es einige Tipps zu beherzigen. Durch bremsenschonende Fahrweise zögert man den Verschleiß der Beläge erheblich heraus. Schonend bedeutet in diesem Fall: keine überflüssigen oder allzu abrupten Bremsvorgänge.

Darüber hinaus sollten Radfahrer ihre Beläge sowie die dazugehörigen Komponenten (Felge, Nabe) mindestens einmal in der Woche gründlich säubern. Nicht zuletzt verringert man durch die Wahl einer harten Gummimischung (Felgenbremsbeläge).

Neue Regelungen für Fahrradbremsen ab 2024

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr plant eine Novellierung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), die unter anderem eine Verschärfung der Anforderungen an Fahrradbremsen vorsieht.

Die im August 2024 bekannt gewordene neue Regelung soll eine Mindestbremsverzögerung von 5 m/s² für alle neu in Deutschland in den Verkehr gebrachten Fahrräder festlegen. Die Initiative für die Gesetzesänderung folgt der Absicht, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.

Der Zentralverband der deutschen Fahrradindustrie (ZIV) hat jedoch Bedenken gegenüber den neuen Vorgaben geäußert. Die Industrie verweist darauf, dass die derzeitigen Normen bereits Mindestbremsverzögerungen von 3,4 m/s² bzw. maximale Bremswege von 7 m bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h für City- und Trekkingräder festlegen.

Die Fahrradindustrie warnt davor, dass eine höhere Bremsverzögerung zu einer unerwartet starken Bremsreaktion führen kann, besonders bei Fahrenden, die nicht an solche Bremskräfte gewöhnt sind.

Trotz der Bedenken gegenüber der geplanten Gesetzesänderung arbeitet der ZIV mit seinen Mitgliedsunternehmen kontinuierlich daran, die Bremsentechnologie weiterzuentwickeln.

Übersicht: Bremsentypen und ihre Eigenschaften

Bremsentyp Vorteile Nachteile Typische Anwendung
Felgenbremsen Geringer Preis, geringes Gewicht, einfache Wartung Geringere Bremswirkung bei Nässe, höherer Verschleiß Trekking-, City- und Rennräder
Scheibenbremsen Sehr gute Dosierbarkeit, geringerer Verschleiß, hohe Bremsleistung auch bei Nässe Höherer Preis, komplexere Wartung Mountainbikes, E-Bikes, High-End-Rennräder
Hydraulische Bremsen Exakter Druckpunkt, wenig Handkraft erforderlich, hohe Bremskraft Komplexere Wartung, Ölwechsel erforderlich E-Bikes, Mountainbikes

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