E-Bike Damen Leicht Unter 20 kg Test: Die Besten Modelle im Vergleich

Viele E-Bikes sind so schwer, dass man sie eigentlich nur unter Einsatz ihres elektrischen Antriebs gut benutzen kann. Allerdings gibt es inzwischen immer mehr Anbieter, die auf leichte E-Bikes setzen, die sich sowohl mit als auch ohne E-Motor angenehm fahren lassen. Wir stellen fünf spannende Modelle vor.

Warum Leichte E-Bikes?

E-Bikes sind bequemer und erfordern weniger Anstrengung als herkömmliche Fahrräder. Das macht sie ideal für den Arbeitsweg, da man schneller und weniger verschwitzt ankommt. Allerdings sind viele Pedelecs mit einem Gewicht von 25 bis 30 Kilo relativ schwer. Dadurch sind sie nicht leicht zu transportieren, wenn sie zum Beispiel in den Keller gebracht werden müssen.

Schwere E-Bikes mit 25, 30 oder mehr Kilogramm (kg) Gewicht haben zweifellos ihre Berechtigung, wie die Verkaufszahlen zeigen. Vollfederung, robuste Rahmen, hohe Zuladung und große Akkus sind dank des E-Antriebs problemlos möglich. Allerdings verändert sich mit zunehmendem Gewicht auch das Fahrverhalten, das immer stärker an E-Roller erinnert. Die Industrie reagiert bereits mit technischen Lösungen wie E-Bike-ABS.

Doch es gibt mittlerweile einen Trend, der sich immer mehr durchsetzt: die Rückbesinnung auf „weniger ist mehr“. Bislang waren vollwertige E-Bikes unter 20 Kilogramm eher selten zu finden, da bereits Batterien und Antriebseinheiten recht schwer sind. Leistungsstarke Motoren und große Akkus wiegen oft sieben oder mehr Kilo, während aktuelle Leichtgewichte beim Antrieb etwa die Hälfte wiegen.

Vorteile Leichter E-Bikes

  • Einfaches Handling: Mit einem Gewicht unter 20 kg lassen sich diese E-Bikes leichter manövrieren, tragen und verstauen.
  • Bessere Beschleunigung und Agilität: Ein geringeres Gewicht bedeutet, dass das E-Bike schneller beschleunigen kann und wendiger ist.
  • Effizienz und Reichweite: Leichtere E-Bikes benötigen weniger Energie, um in Bewegung zu bleiben, was die Effizienz erhöht und die Akkulaufzeit verlängert.
  • Komfort und Fahrspaß: Das reduzierte Gewicht trägt zu einem insgesamt angenehmeren Fahrerlebnis bei.

E-Bikes bis 20 Kilo: Gewichtige Fakten

Unsere Testräder sind 15 bis 20 Kilogramm schwer. Auch das ist nicht wenig, aber für viele Menschen noch wortwörtlich tragbar, sofern das Gewicht nicht mehrmals täglich gestemmt werden muss.

Wichtig sind aber auch die zulässigen Gesamtgewichte: Sie geben an, wie viel aufs Rad darf: E-Bike, Fahrer inkl. Bekleidung und ggfs. Rucksack und/oder Gepäck müssen unter diesem Richtwert liegen, will man das Rad nicht überlasten. Beispiel: Sie wiegen mit Bekleidung 80 Kilogramm, nehmen 15 Kilo Gepäck mit, und das Rad selbst wiegt 20 Kilogramm. Dann muss das Rad mindestens diese Summe, also ein zulässiges Gesamtgewicht von 115 Kilo, aufweisen.

Sie sehen schon: Bereits eine Gewichtsgrenze von 120 Kilo kann für viele Nutzer knapp werden. Mit den 140 Kilo von Bzen, Tenways und Stevens sind jedenfalls wohl die meisten auf der sicheren Seite. Doch natürlich sind es nicht nur die Kilos: Wichtig ist auch die Frage: Gibt es eine Stelle am Rahmen, an der das Rad gut zu tragen und gleichzeitig ausbalanciert ist, sodass ich es gut tragen kann? Für wen die Kellertreppe wichtig ist, der sollte durchaus bei der Probefahrt auch einen Tragetest machen.

Zulässige Gesamtgewichte im Überblick

Bei Ausreizung des Trägers darf man als Fahrer/in dieser Räder so viel wiegen (kg):

Marke Radgewicht (kg) Trägerzulassung (kg) Zulässiges Gesamtgewicht (kg) Personengewicht (kg)
Ampler 17,3 25 120 77,7
Bzen 15,4 - 140 124,6
Canyon 18,1 15 120 86,9
Riese und Müller 19,9 7,5 pro Seite 135 100,1
Stevens 17,1 25 140 97
Tenways 18 - 140 122

Die Passende Reichweite für E-Bikes bis 20 Kilo

Natürlich ist auch bei unseren Low Power Assist-Rädern die Reichweite von vielen Faktoren wie dem Terrain, der Unterstützungsstufe, der Temperatur und nicht zuletzt den Vorlieben des Fahrers beim Pedalieren abhängig. Doch kleine Motoren haben tendenziell nicht nur weniger Leistung, sie verbrauchen dabei auch weniger. So sind also etwa mit dem neuen Bosch-Motor SX 70 auch 70-Kilometer-Strecken möglich, wenn ein Fahrer im smarten Modus fährt und etwa eine Trittfrequenz von 75 einhält. Etwa Gleiches gilt für den ebenfalls effizienten Fazua-Antrieb (430 Wattstunden-Akku).

Die Heckmotoren sind meist nicht deutlich weniger effizient; hier wirken sich allerdings Steigungen häufig negativer aus, da Getriebe-Heckmotoren wie in unserem Test sich am Berg schwerer tun. Die unten angegebenen Entfernungen für die einzelnen Räder sind daher wie immer nur als Richtwerte anzusehen.

Wichtig ist allgemein für den Nutzer zu klären: Wie wichtig ist mir Gewichtsersparnis? Kann ich auf ein paar Kilometer Reichweite verzichten, wenn ich dafür ein E-Bike bekomme, das sich annähernd wie ein Bio-Bike händeln lässt, aber eben ein E-Bike ist? Laden ist bei vielen Low Power Assist-Rädern wie auch dem Ampler, Canyon, Bzen und Stevens übrigens Keller-Sache: Nur beim Tenways und beim Riese und Müller lässt sich der Akku entnehmen.

Empfehlungen für Leichte E-Bike Modelle

Hier eine Übersicht von empfohlenen leichten E-Bike Modellen, die sich besonders gut für Damen eignen:

  • Fiido Air: Überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von unter 14 kg.
  • Engwe Mapfour N1 Air ST: Punktet mit Carbonrahmen, nur 16,4 kg Gewicht und praktischen Smart-Features zum fairen Preis.
  • Fiido C21: Kosten nur 899 Euro, wiegt unter 18 kg und gefällt uns im Test wegen seines natürlichen Fahrverhaltens, der guten Bremsen und der schicken, minimalistischen Optik.
  • Ampler Anyroad: Ein typischer Vertreter der Low-Power-Assist-Generation.
  • Bzen Milano: Ebenfalls ein Vertreter der Low-Power-Assist-Generation mit Fokus auf urbanen Einsatz.
  • Canyon Pathlite SL 6: Ausgestattet mit dem Bosch Performance Line SX Motor bietet das Pathlite SL 6 von Canyon eine Spitzenleistung von 600 Watt.
  • Riese & Müller UBN 5 Commuter: Hochpreisiges Modell mit hochwertiger Ausstattung.
  • Stevens E-Strada 8.3.4 FEQ: Mit einem Gewicht von nur 13,8 kg gehört es zu den leichtesten E-Bikes überhaupt.
  • Tenways CGO600 Pro: Günstiges Modell mit Fokus auf leichte Komponenten.

Worauf Sie Beim Kauf Achten Sollten

Die wichtigen Faktoren, beim Kauf von leichten E-Bikes unterscheiden sich kaum von denen schwerer Ausführungen. Die Sicherheit ist in jedem Fall oberstes Gebot. Du solltest auf hochwertigen Bremsen Wert legen.

Beim E-Bike haben sich hydraulische Scheibenbremsen bewährt. Diese besitzen eine weit höhere Bremskraft, als die mit einem Seilzug arbeitenden Felgenbremsen. Auch bei widrigen Fahrbahnverhältnissen und eher unebenen Untergründen kommst du mit hydraulischen Scheibenbremsen schnell und zuverlässig zum Stehen.

Auch der Kauf eines Zweit-Akkus wäre eine Option. Wenn du mit einem E-Bike unter 20 kg im Stadtverkehr unterwegs bist, dürften 300 Wattstunden ausreichen.

Weitere Kaufkriterien

  • Akkukapazität und Reichweite: Trotz des geringen Gewichts sollte der Akku leistungsstark genug sein, um eine vernünftige Reichweite zu bieten.
  • Motorleistung: Ein leichter Motor mit ausreichender Leistung ist entscheidend. Achten Sie auf Motoren, die eine gute Balance zwischen Leistung und Gewicht bieten.
  • Rahmenmaterial: Leichte E-Bikes verwenden oft Rahmen aus Aluminium oder Carbon. Diese Materialien bieten eine hervorragende Kombination aus Stabilität und geringem Gewicht.
  • Komponentenqualität: Hochwertige Komponenten wie Schaltung, Bremsen und Reifen tragen zum Gesamtgewicht des E-Bikes bei und beeinflussen das Fahrverhalten.
  • Komfortmerkmale: Auch bei leichten E-Bikes sollten Komfortmerkmale wie ergonomische Griffe, bequeme Sättel und Stoßdämpfer nicht fehlen.
  • Sicherheitsfeatures: Trotz des geringen Gewichts sollten Sicherheitsaspekte nicht vernachlässigt werden.

Leichtere E-Bikes unter 20 kg bieten eine ideale Lösung für alle, die ein leichtes, agiles und leistungsstarkes Fortbewegungsmittel suchen. Sie kombinieren die Vorteile der elektrischen Unterstützung mit dem Handling und der Flexibilität eines traditionellen Fahrrads.

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