E-Bike Diebstahlschutz: GPS-Tracker im Test

Gerade in großen Städten kommt es oft zu Diebstählen von Fahrrädern. Da ist es nur recht, das eigene Bike bestmöglich gegen Langfinger zu schützen. Hochwertige Fahrräder werden immer beliebter.

Ein Schloss ist deshalb unerlässlich, doch trotzdem kommt es vor, dass auch dieses Hindernis Diebe nicht abschreckt. Wer sich ein Fahrrad kauft, der möchte es immer gut geschützt wissen. Ob beim Einkauf, in der Garage oder beim Besuch im Biergarten.

Ein GPS Tracker fürs Fahrrad kann helfen, dieses nach einem Diebstahl ausfindig zu machen. Um das eigene Schätzchen dennoch wiederzubekommen, kann ein im Volksmund oft als GPS-Tracker bezeichnetes Gadget weiterhelfen. Gut versteckt am oder im Fahrrad wird der Helferlein den Langfingern zunächst nicht auffallen, kann den Ganoven am Ende dennoch zum Verhängnis werden.

Smarte Helfer, um dein Fahrrad wiederzufinden

Wir stellen dir smarte GPS-Tracker vor, die für dich und dein Fahrrad eine sinnvolle Schutzerweiterung sein können. Mit einem GPS-Tracker erfahren Sie, wo sich das Fahrrad befindet, sollte es zum Verlust kommen. Diese Geräte eignen sich für diesen Zweck.

Die praktischsten GPS-Tracker für dein Fahrrad

  1. Knog Scout: Der Knog Scout ist ein dezentes und vor allem praktisches Sicherheits-Gadget. Mit Spezialschrauben, die der Langfinger nicht so leicht lösen kann, wird der Scout dezent hinter dem Flaschenhalter montiert und fällt kaum auf. Der Vorteil gegenüber dem Airtag von Apple ist, dass der Scout per USB-C aufgeladen werden kann und auf eine Knopfzelle verzichtet. Der durchaus happige Preis von rund 60 Euro relativiert sich ein wenig durch den wiederaufladbaren Akku. In der leicht verständlichen Knog-App kannst du den Alarm einstellen, der bis zu 85 db(A) laut ist. Dabei kannst du sogar die Berührungssensibilität wählen, ab welchem Punkt der Alarm auslöst. Der wird dann übrigens auch direkt auf das Smartphone übertragen. So kannst du bei einem potenziellen Diebstahl möglicherweise verfolgen, wohin dein Fahrrad gerade wandert. Bisher ist er nur für das Iphone erhältlich.
  2. Alterlock: Dieses schmale Tool versteckt sich unscheinbar hinter der Flaschenhalterung. Per App wird der AlterLock GPS-Tracker verbunden. Mit Hilfe der App kann das Rad "gesperrt" werden und löst bei Bewegung in diesem Modus einen Alarm aus. Wird das Rad dennoch von Langfingern entwendet, kann es über die App nachverfolgt werden. Gut zu wissen: Alterlock funktioniert mit GPS und WLAN, der Standort des Smartphones spielt keine Rolle. Durch ein hochpräzises GPS-Modul und der Sigfox-Kommunikation ist das Altlock mit dem Internet verbunden und das Rad kann über hunderte Kilometer entfernt Standortdaten liefern. WLAN hilft dabei, das Rad auch in Innenräumen besser zu lokalisieren, da GPS-Signale dort eher schwach sind. Den GPS-Tracker von AlterLock kostet UVP 134,95 Euro bzw. 139,95 Euro, je nach Wahl der Schrauben.
  3. BikeTrax: Speziell für E-Bikes gibt es den GPS-Tracker BikeTrax. Du wählst zunächst deinen E-Bike-Motor aus und bekommst dann den entsprechenden Tracker zur Montage geliefert. Der Tracker wird dann von außen unsichtbar im Motor selbst integriert. Laut Hersteller soll die Installation sehr einfach sein. Auch hier gibt es einen Bewegungsalarm, in der dazugehörigen App soll das Rad in Echtzeit fast weltweit verfolgt werden können. Praktisches Gimmick: Zusätzlich kannst du in der App einen Bike-Pass anlegen, den du dann bei Diebstahl der Polizei mit allen relevanten Fahrraddaten vorlegen kannst. Übrigens: es gibt einen Zusatzakku, falls du den Bike-Akku einmal entfernen solltest. So wird sicheres Tracking auch ohne Strom weiterhin gewährleistet! Der Kostenpunkt des BikeTrax GPS-Tracker beträgt 199,90 Euro.
  4. fahrradfinden: Der fahrradfinden GPS-Tracker deckt die gesamte Welt zum Wiederfinden des gestohlenen Fahrrads ab, verspricht der Hersteller. Er soll ideal für Rennräder sein, denn der flexible Tracker lässt sich leicht in die Dropbar schieben und ist äußerlich nicht als solcher erkennbar. Ein schnelles Entfernen ist ohne Spezialwerkzeug, welches beim Produkt beiliegt, nicht möglich. Er ist dabei geeignet für Lenker-Innendurchmesser von 15 bis 27 mm. Die Ortung erfolgt mittels GPS-, GSM- und Bluetooth-Verbindung. Allerdings muss er etwa alle acht Wochen per USB-Kabel aufgeladen werden. Die Produkt-App spielt auch bei diesem Tracker eine große Rolle bei der Ortung des Bikes. Falls das Rad trotz Trackers nicht gefunden wird, greift eine integrierte Versicherung und du erhältst eine Entschädigung, verspricht die Firma. In unserem Partnershop findest du den fahrradfinden GPS-Tracker für 180 Euro.
  5. Apple Airtag: Mit dem Apple AirTag kam der Boom beim GPS-Tracking. Denn der kleine, runde Tracker lässt sich mit diversen pfiffigen Halterungen an vielen unscheinbaren Stellen - und das nicht nur am Fahrrad - befestigen. Mit der „Wo ist“-App von Apple lässt sich das Bike schnell lokalisieren und hat nachweislich schon bei einigen Fahrraddiebstählen zur Wiederbeschaffung des geliebten Bikes geholfen. Die integrierte Knopfzelle muss nach etwa einem Jahr gewechselt werden, der leer werdende AirTag macht sich aber rechtzeitig bemerkbar, den Akkustand meldet die "Wo ist"-App. Prima: der AirTag kann mit bis zu fünf Personen geteilt werden, damit mehrere Leute einen Blick auf das Bike haben können. Falls das Fahrrad gestohlen wurde und aus dem „Wo ist?"-Netzwerk heraus, kannst du es in der App als verloren melden. Wenn das Bike von anderen gefunden wird, die nicht im Netzwerk sind, können sie die von dir hinterlegten Kontaktdaten durch Antippen des Smartphones an den Apple AirTag sich auf ihrem iPhone anzeigen lassen.
  6. I LOCK IT mit GPS Live Tracking: Gerade City-Bikes werden gerne in der Großstadt entwendet. Wird das Rad also unberechtigter Weise bewegt, wird in der App des Besitzers Alarm ausgelöst und die Verfolgung des Rads in Echtzeit angezeigt. Zusätzlich zur Abschreckung wird ein 110 Dezibel lauter Ton am Schloss selbst abgespielt, der den Dieb abschrecken soll. Aufgeladen wird der 1000 mAh Li-Ion-Akku per modernem USB-C. Das Tracking ist zwei Jahre nach Kauf des Schlosses für 199 Euro kostenlos, danach ist es möglich den Service für monatlich 2,90 Euro zu verlängern. Oder man hat die Option auf "Lebenslang inklusive" und hat zeitlich keinerlei Einschränkungen. Die Kosten für das I LOCK IT GPS-Tracking Schloss beträgt dann 259 Euro.
  7. Eufy Security SmartTrack Link: Das Eufy Security SmartTrack Link ist quasi eine günstige Alternative zu Apples AirTags. In der Eufy-App gibt es zudem eine Warnung, sollte der Gegenstand zurückgelassen worden sein, zudem sind die Tracker auch mit Android-Smartphones kompatibel. Kostenpunkt: Im vierer Pack etwa 70 Euro.
  8. SBS E-Go Fahrradreflektor hinten mit integriertem Tracker: Camouflage vom Allerfeinsten: Der SBS E-Go Fahrradreflektor hat einen waschechten Doppelnutzen. Zum einen fungiert der Reflektor als eben jener, zum anderen auch noch als Apple "Wo ist" kompatibler Tracker. Erfreulich ist der Preis: 40 Euro sind geradezu ein Schnäppchen für so einen gut versteckten Tracker.

Weitere GPS-Tracker Modelle

Es gibt noch weitere GPS-Tracker auf dem Markt, die sich für den Einsatz am Fahrrad eignen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Trackting Bike T8: kostet 97 Euro. Er funktioniert über eine integrierte SIM-Karte, die Sie 30 Tage lang kostenlos nutzen können. Danach wird ein Jahresabo in Höhe von 29 Euro fällig.
  • GPS Finder von PAJ: sind mit einer SIM-Karte ausgestattet, monatliche Kosten liegen bei 4,99 Euro. Sie genießen diverse Vorteile, auch das sogenannte FINDER-Portal ist beim Preis inklusive. Das Allround-Paket inklusive Fahrradtasche kostet 29,99 Euro.
  • SafeTag Mini 4G: ist ein kleiner GPS-Tracker, der knapp 20 Euro kostet.
  • Bikefinder Tracker: wird im Lenker (auch Rennlenker) versteckt. Durch die SIM Karte entstehen monatliche Zusatzkosten. Er verfügt über eine Standby-Laufzeit von bis zu acht Wochen. Als Funktechnik sind GPS, Bluetooth und 2G vorhanden. Sie können ihn für 185 Euro erwerben.
  • Onntrack Portable Pro+: Diesen Tracker können Sie dank eines starken Magneten ganz einfach befestigen. Der Preis beträgt normalerweise 199 Euro, hin und wieder können Sie ihn aber für nur 149 Euro erwerben. Er verfügt über ein LTE-Funk-System und ist somit komplett frei von Folgekosten.

Pro & Contra GPS-Tracker

  • Pro: unauffällige Fahrradüberwachung, die im Falle eines Diebstahls eine schnelle Ortung ohne Wissen des Diebes ermöglicht.
  • Pro: GPS-Tracking ermöglicht die kontinuierliche Überwachung eines Fahrrads, selbst während der Fahrt.
  • Pro: vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die über den Fahrradschutz hinausgehen und auch andere Gegenstände wie Taschen, Rucksäcke oder Autos absichern.
  • Pro: kostengünstige, platzsparende und flexible Alternative zu schweren, teuren Fahrradschlössern, die einfach am Fahrrad versteckt werden können.
  • Contra: bieten keinen physischen Diebstahlschutz.
  • Contra: bei unzureichender Batterielebensdauer oder schlechter Netzwerkverbindung werden sie nutzlos.

Physischen Schutz bieten nur klassische Fahrradschlösser.

Klassische Fahrradschlösser

So smart Airtags und GPS-Tracking beim Fahrrad ist, am effektivsten bleibt dennoch das klassische Fahrradschloss. Sie sind mehr als nur ein einfaches Sicherheitsmittel; sie sind wie ein Wächter, der dir hilft, dein liebgewonnenes Fahrrad vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

Diebstahlschutz für E-Bikes

Die Diebstahlszahlen bei Fahrrädern und E-Bikes sind weiterhin sehr hoch. Elektronische Systeme können im Falle eines Diebstahls helfen. Der Schweizer Mobilitätsverband TCS hat die gängigsten Systeme untersucht und die Ergebnisse dazu veröffentlicht.

Vorneweg: Ein gutes Schloss ist für die Diebstahlsicherung für Fahrrad oder E-Bike unabdingbar. Kommt es jedoch trotzdem zu einem Diebstahl, können Tracking-Systeme bei der Wiederauffindung helfen.

Der Verband TCS hat neun unterschiedliche Tracking-Modelle getestet, die per GPS oder via Social GPS Tracking funktionieren. Kurz erklärt: Ein GPS-Tracker kann durch einen GPS-Empfänger Signale von Satelliten empfangen und somit seine Position bestimmen. Er ist mit einer SIM-Karte ausgerüstet und mit einem Mobilfunknetz verbunden. Darüber werden die Standortdaten an das Smartphone geschickt, das per App anzeigt, wo sich das Rad befindet.

Bei einigen Trackern ist die jährlich anfallende Gebühr für eine gewisse Zeit im Kaufpreis enthalten. Social GPS Tracking funktioniert nicht via Satelliten, sondern über das Erkennen von „Tags“ durch zufällig in der Nähe vorhandene Telefone mit aktivem Bluetooth-System (Bluetooth Low Energy, BLE).

Relevant war beim TCS-Test, ob und wie genau ein Tracker die Position senden kann. Die Modelle „BikeTrax“ von Powunity und „ConnectModule“ von Bosch eBike Systems wurden mit «hervorragend» bewertet. Überzeugt haben sie vor allem, weil die Ortung in jeder Testsituation sehr zuverlässig war und diese im Motorengehäuse kaum enttarnt werden können.

Auch das Modell „Track and Protect“ von It's my bike erzielte eine “sehr empfehlenswerte“ Bewertung. Social GPS Tags, wie der Apple AirTag oder der SmartTag2 von Samsung erreichen in besiedeltem Gebiet zwar akzeptable Resultate, versagen aber komplett an Orten, wo nur selten Menschen hinkommen.

Die schlechteste Ortung ergab sich beim «Bike-Tracker» von Invoxia. Das Modell erhält aber gesamthaft immer noch ein «empfehlenswert», ist es doch immerhin einfach zu montieren und zu nutzen.

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Ortung mit GPS-Chip und SIM-Karte

Fast alle GPS-Tracker fürs Fahrrad funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Am oder im Bike ist ein GPS-Chip montiert. Dieser Chip errechnet anhand von über ihm schwebenden Satelliten seine Position - genau wie bei jedem Auto-Navi oder Fahrrad-GPS.

An dieser Stelle kommt zusätzlich zum GPS die Mobilfunktechnik ins Spiel, denn nun muss das gestohlene Rad dem Besitzer seine Position mitteilen. Wird das Rad mit scharfgeschaltetem GPS-Tracker bewegt, wacht der eingebaute Sender auf und schickt dem Besitzer eine Nachricht ans Mobiltelefon. Dort empfängt eine App des Geräteanbieters die Meldung und die Position des gestohlenen Rades - die Suche kann losgehen.

Ein weiterer unschöner Nebeneffekt des stromfressenden Datenverkehrs: Um das Funknetz zu nutzen, wird eine Art Handy-Gebühr zwischen drei und sechs Euro monatlich fällig.

Alternative: Schmalbandfunknetz

Einige Hersteller funken auch aus Kostengründen im Narrowband IOT (Internet of Things), einem Schmalbandnetz, das für die Kommunikation zwischen Maschinen verwendet wird. Denn während man im normalen Handy-Netz in Echtzeit die Position des Rades verfolgen kann, aktualisieren die meisten Geräte im IoT höchstens einmal pro Minute ihren Standort.

In Ländern wie der Schweiz wird schon jetzt das alte 2G-Handy-Netz abgeschaltet - bis 2025 soll das in allen europäischen Ländern der Fall sein. Dann funktionieren die entsprechenden Tracker nicht mehr. Für die Stromsparfunktechnik spricht dagegen ihre Fähigkeit, auch tief in Gebäuden zu funktionieren.

Statt GPS-Tracker: Apple macht Jagd auf Fahrraddiebe im iPhone-Netzwerk

Apple macht alles ganz anders. Die „AirTags“ der iPhone-Marke sind eigentlich dafür gedacht, verlorene Schlüssel und Ähnliches im Nahbereich wiederzufinden. Doch der günstige Preis von 35 Euro und das geringe Gewicht sind verlockend, um sie auch für die Fahrradfahndung zu verwenden. Diese münzgroßen Dinger haben keinen GPS-Chip und funken nur über die für den Nahbereich entwickelte Bluetooth-Verbindung.

Jedes iPhone hilft beim Fahrrad-Suchen

Wenn das Rad mit montiertem AirTag per App als gestohlen gemeldet wird, ist die weltweite Jagd eröffnet: Jedes iPhone, das sich mit eingeschalteten Ortungsdiensten in Bluetooth-Nähe zum gesuchten Objekt befindet, wird sozusagen von Apple gekapert und als Router verwendet - ohne dass die Besitzer etwas davon mitbekommen. Der gesuchte Chip und das Telefon sagen sich kurz Hallo, dann funkt das Telefon den Standort des Rendezvous automatisch zum iCloud-Server, von wo er zum Suchenden gelangt. Nur der Suchende bekommt etwas davon mit.

Für die AirTags gibt es mittlerweile clevere Verstecke wie die von uns benutzte Steuersatzkappe von NC-17. Zwar fängt ein als vermisst gemeldeter Apple AirTag nach acht bis 24 Stunden Jagd an, laut zu piepen, doch bis dahin dürfte das Teil unbemerkt arbeiten - außer, der Dieb hat auch ein iPhone, das ihn nämlich nach einer Weile darauf hinweisen kann, dass ein gesuchter AirTag in seiner Nähe ist.

GPS-Tracker von anderen Herstellern: Unauffällig, aber nicht alle unauffindbar

Sehr unauffällig sind auch die Tracker von PowUnity und It’s my bike untergebracht. Nach Angaben der Hersteller hat das keine Auswirkung auf die Garantie des Bike-Antriebs. Sie lassen sich vom Händler innerhalb der Motorabdeckung verschiedener Mittelmotoren verstecken.

Ein entscheidender Vorteil ist dabei auch, dass sie ihren Strom bei regelmäßig benutzten Bikes aus der Antriebsbatterie beziehen. Mehrere Anbieter halten diese Chance zur Wiederbeschaffung für so hoch, dass sie zusammen mit dem Gerät speziell begünstigte Diebstahlversicherungen anbieten.

Was heißt das? - Ein kleines Lexikon zum Thema GPS-Tracker

Beim Kauf von GPS-Trackern und Ähnlichem tauchen viele Abkürzungen und Markennamen auf. Wer sie versteht, kann die Produkte leichter beurteilen.

  • Bluetooth: Standard für die kabellose Datenübertragung zwischen Geräten im Nahbereich (etwa 5-10 Meter).
  • GPS: Global Positioning System (GPS)-Satelliten senden ihre Signale zur Erde.
  • GPS-Tracker: Während ein GPS-Logger den Streckenverlauf nur aufzeichnet, sendet ein Tracker die Daten schon von unterwegs an einen Empfänger.
  • GSM: Der hierzulande veraltete Mobiltelefonie-Standard (2G) hat weltweit eine gute Abdeckung und wird daher auch für GPS-Tracker verwendet.
  • LPWAN: Low Power Wide Area Network - Ein Überbegriff für Funkstandards wie NB- IoT, LoRaWAN, LTE-M oder Sigfox, die zwar wenige Daten übertragen, aber gut durch Wände dringen und wenig Energie verbrauchen.
  • LTE-M: neuerer Funkstandard für Datenkommunikation mit geringem Stromverbrauch.
  • NB-IoT: Narrowband-Internet of Things Relativ verbreiteter Funkstandard für Datenkommunikation mit geringem Energie- verbrauch, guter Abdeckung in Deutschland und guter Gebäudedurchdringung.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht von GPS-Trackern im EMTB-Test 2022:

GPS-Tracker Preis / Laufende Kosten Gewicht / Montage Laufzeit Standby / Suche* Funktechnik / Abdeckung* Bewegungs- / Positionsmeldung Extras
Alterlock 135 Euro / bis 3,99 Euro 48 Gramm/ unter Flaschenhalter bis 1,5 Monate / bis 7 Tage Bluetooth, GPS über Sigfox / insbes. West- und Nordeuropa ja / nur im Stillstand, max. jede Minute (im Test: 30 Minuten) Akustische Alarmanlage; Fahrradpass in App; Social-Media-Plug-Ins
Apple AirTag 35 Euro (Adapter von NC-17: 20 Euro) / - 26 Gramm kpl. / Steuerlager-Adapter u. a. 1 Jahr Bluetooth / weltweit nein / aktiviert durch andere iPhones in der Nähe App auch für Android erhältlich
Bikefinder Tracker 169 Euro / bis 5,49 Euro mtl. 52 Gramm / Lenkerende, auch Rennlenker, Spezialschrauben bis 8 Wochen / 16 Stunden GPS, GSM (2G), Bluetooth / europäische Länder ja / max. jede Minute Suchhilfe durch Hersteller; optionale Versicherung (Skandinavien)
It’s my bike 199 Euro / 3 Jahre gratis, dann 3,99 Euro mtl. 25 Gramm / im Motorgehäuse, Rücklicht-Port/-kabel bis 5 Monate / bis 8 Stunden (nur Pufferbatterie) GPS, Bluetooth, NB-IoT / Mittel-, Nord- und Osteuropa ja / alle 60 Sekunden Notfallassistent (kostenpfl.); Kontakt zur Polizei; Hilfe bei Wiederbeschaffung
PAJ Allround Finder 49,99 Euro / bis 6,99 Euro mtl. 141 Gramm / z. B. in Werkzeugtasche bis 60 Tage / bis 20 h GPS, 2G / 40+ Länder (EU, Nord- und Osteuropa) ja / kontinuierlich Streckenspeicher; Notruftaste; Geofencing

ADAC Tipps für Verbraucher

  • Fahrrad sicher abschließen, am besten an einem festen Gegenstand
  • Alle Daten zum Fahrrad griffbereit haben, zum Beispiel in einem Fahrradpass
  • GPS-Tracker mit SIM-Karte ist ein sinnvoller Diebstahlschutz

Bei einem Diebstahl rät der ADAC daher dazu, sofort die Polizei einzuschalten. So wurden bereits mehrere Fahrräder nach Diebstahl mithilfe der Ortung schnell wieder aufgefunden, und in einigen Fällen konnten die Daten des Trackers auch zur Identifizierung von Tatverdächtigen beitragen.

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