Die Kette am E-Bike sollte unbedingt gut gepflegt und gehegt werden, damit auf Ihren Touren alles wie geschmiert läuft. Mit dem korrekten Ölen der Fahrradkette verbessern sich die Fahreigenschaften des E-Bikes, denn nicht nur die Kraftübertragung leidet darunter, wenn eine Kette schlecht läuft, da sie nicht richtig geölt ist. Noch dazu wird die Reichweite minimiert und die lauten Laufgeräusche schmälern den Fahrspaß beim Radeln. Außerdem haben teure Antriebskomponenten des Fahrrads einen höheren Verschleiß und es kann somit sein, dass z.B. Kassette, Kettenblatt oder Ritzel früher ausgetauscht werden müssen, was unnötige Kosten bedeutet. Um all diese Punkte gar nicht erst eintreffen zu lassen, ist es wichtig, die Kette gut zu pflegen.
Warum ist die Reinigung und Schmierung der E-Bike-Kette wichtig?
Die Kettenreinigung ist weniger eine Sache der Ästhetik als vielmehr eine der Wirtschaftlichkeit. Eine verschmutzte Kette ist wesentlich schwergängiger als eine saubere. Das heißt, man muss mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen. Die Fahrradkette ist enormen Kräften ausgesetzt. Umso wichtiger für ihre Instandhaltung ist eine regelmäßige Pflege.
Schmutz wirkt außerdem materialfressend: Der Verschleiß und der Abrieb sind deutlich höher - nicht nur an der Kette selbst, sondern auch an den Ritzeln der Kettenblätter. Deswegen ist es sinnvoll, Zeit in die Reinigung der Kette zu investieren. Die Kettenreinigung ist weniger eine Sache der Ästhetik als vielmehr eine der Wirtschaftlichkeit. Eine verschmutzte Kette ist wesentlich schwergängiger als eine saubere. Das heißt, man muss mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen.
Die richtige Vorbereitung
Bevor Sie die Kette gemäß unserer Anleitung ölen, ist es wichtig, dass wirklich alle Antriebskomponenten sauber und vom Schmutz befreit sind. Als erstes muss die Kette mit einem Tuch gereinigt werden. Mancherorts wird empfohlen eine Spülung der Kette in Verdünnung, Benzin oder ähnlichem zu machen - davon raten wir jedoch ab. Bei solch einer Spülung werden wichtige Fette aus der Kette herausgespült; die Kette wird unbrauchbar und muss getauscht werden.
Drei Dinge braucht man unbedingt zum Reinigen der Kette: ein Baumwolltuch, eine Bürste (es geht auch eine alte Zahnbürste) und Kettenöl. Letzteres sorgt dafür, dass die Kette hinterher wieder geschmeidig läuft, denn beim Reinigen trägt man auch einen Teil der Schmierung ab. Fahrradkettenöle gibt es inzwischen nicht nur im einschlägigen Fahrradhandel. Zum Schützen der Hände sind zudem Nitrilhandschuhe geeignet. Sinnvoll ist auch ein Montageständer für das Fahrrad, der viele Arbeiten am Bike erleichtert, weil man sich weder bücken noch das Rad auf den Kopf stellen muss.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kettenreinigung
- Befreie die Kette deines E-Bikes zunächst von grobem Schmutz, wenn du das noch nicht getan hast. Hierfür kannst du eine Bürste verwenden, mit der du auch die Zwischenräume der Kettenglieder säubern kannst.
- Dasselbe gilt auch für die Ritzel und das Schaltwerk. Hier gegebenenfalls auch mit einem spitzen Gegenstand Ablagerungen entfernen. Vergiss nicht an beiden Seiten zu checken.
- Danach kannst du die Verunreinigungen mit einem sauberen Tuch abwischen. Wenn keine schwarzen Ölspuren mehr auf dem Tuch sind, ist deine Kette sauber.
Alternative Reinigungsmethoden
Unsere Empfehlung bei einer starken Verschmutzung von Kette, Kassette und Ritzel: Diese Komponenten vorab mit einer speziellen Kettenbürste reinigen. Durch die Nylonbürsten werden auch starke Verkrustungen entfernt, ohne dass das Material beschädigt wird.
Um den Schmutz aufzulösen, empfiehlt es sich Reiniger auf Öl-basis, beispielsweise Universalschmieröle, zu verwenden. Diese auf ein Baumwolltuch auftragen. Mit diesem umfasst man nun die Kette und lässt es durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Mehrmals sollte man die komplette Kette auf diese Weise abstreifen.
Die richtige Schmierung der E-Bike-Kette
Wenn die Kette nun sauber ist, kann diese geölt werden. Dabei direkt auf jedes einzelne Kettenglied einen Tropfen Kettenöl geben. Achten Sie darauf, kein Glied zu übersehen und bleiben Sie auch bei dem einen Tropfen - mehr Öl tut nicht gut. Während der nun folgenden Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten können sie unterstützend alle Gänge leicht durchschalten.
Welches Öl ist das richtige?
Am besten greifst du zu einem Fahrradöl, welches der Hersteller speziell für die Fahrradkette entwickelt hat. Motoröle oder Pflanzenöle hingegen sind tabu. Diese sind zwar umweltfreundlich, verkleben aber schnell die Fahrradkette. Umso schneller bleiben Schmutz, Staub und Sand hängen. Und je mehr Schmutz, Staub und Sand hängen bleiben, desto schwerer tut sich dein Bike. Der Grund: Die Öle sind nicht fein genug. So dringen sie nicht in alle Ritzen vor. Eine gründliche Pflege sieht anders aus. Ideal sind synthetische Schmiermittel auf Mineralbasis. Mühelos bahnt sich das leichtläufige Produkt seinen Weg in alle Ecken und Winkel. So bleibt auch die letzte Stelle deiner Fahrradkette gut geölt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kettenölung
- Drehe die Kette vorne auf das mittlere Kettenblatt, hinten auf das mittlere Ritzel. So läuft die Fahrradkette möglichst gerade.
- Anschließend drehst du die Pedale mit der Hand rückwärts. Und während sich die Kette rückwärts bewegt, tropfst oder sprühst du vorsichtig Öl auf die einzelnen Glieder der Fahrradkette.
- Fertig geschmiert? Dann bewege die Kette noch mindestens eine Minute gleichmäßig weiter. So verteilt sich das Fahrradöl schneller.
- Die Kette tropft leicht? Kein gutes Zeichen, das war zu viel des Guten. Tupfe das überschüssige Öl mit einem trockenen Tuch ab.
- Jetzt wird es Zeit für eine Testfahrt. Drehe eine Runde und schalte die Gänge dabei rauf und runter, sowohl vorne als auch hinten. Nur so fließt das Öl auch gleichmäßig in Ritzel und Zahnkränze.
Wichtige Hinweise zur Schmierung
- Beim Schmieren ist Sorgfalt geboten. Es darf kein Öl auf die Bremsen, Bremsscheiben oder Felgen tropfen. Ansonsten leidet die Bremsleistung. Gerade auf den Bremsscheiben ist Öl kontraproduktiv.
- Die Fettschicht auf der Kette soll so dünn und fein wie möglich sein. Sammelt sich zu viel Öl an, muss es dein Bike früher oder später büßen.
- Viel hilft nicht immer viel. Du sollst die Kette nicht zukleistern. Vielmehr geht es um die kleinen Gelenke zwischen den einzelnen Kettengliedern. Sie freuen sich über eine hauchdünne Ölschicht. Gibst du zu viel Schmiermittel darauf, sammeln sich nur zu viele Schmutz-, Staub- und Sandpartikel an.
Wie oft muss die E-Bike-Kette gereinigt und geölt werden?
Wie oft du die Fahrradkette ölen musst, hängt stark davon ab, wie häufig du dein Rad benutzt und wie viel Schmutz die Kette abbekommt. Manchmal musst du schon nach 100 Kilometern ran, manchmal erst nach 300 Kilometern. Am besten prüfst du regelmäßig den Zustand deiner Kette und machst dir selbst ein Bild.
Du fährst jeden Tag mit dem Bike zur Arbeit? Bei jedem Wind und Wetter? Das klingt nach einer starken Beanspruchung. Am besten pflegst du deine Fahrradkette mindestens einmal pro Monat. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kann du deine Fahrradkette auch wöchentlich reinigen und ölen. Gut zu wissen: Wenn deine Kette rasselt, braucht sie dringend Öl.
Häufigeres Kettenreinigen hat den großen Vorteil, dass es schneller geht. Die Kette ist der Antriebsstrang deines E-Bikes und zählt somit zu den wesentlichen Bestandteilen deines elektrischen Fahrrads - ohne ihr geht also gar nix. Was hilft dir also der stärkste E-Bike-Motor, wenn deine Kette verdreckt und vielleicht sogar rostig ist? Darum musst du deine E-Bike Kette reinigen, und das vor allem gründlich und regelmäßig - am besten nach ca.
Was man bei der Kettenreinigung vermeiden sollte
Beim Reinigen der Kette von Hochdruckreiniger, Benzin, Seifenlauge, Korrosionslösung, Alkohol, Bremsenreiniger sowie Stahlbürsten die Finger weg lassen.
Diese Reinigungsmittel sollten Sie vermeiden:
- Hochdruckreiniger: Mit einem Hochdruckreiniger können die Teile beschädigt und Schmierfette aus den Lagern gespritzt werden. Bei Anwendung an der Kette kann zudem alter Schmutz in die Lager gelangen.
- Spülmittel: So dringt das Mittel nicht so tief in die Kettenglieder ein und ist deshalb für intensiv genutzte Bikes weniger geeignet. Nutzt du das Mittel dennoch, dann sollte die Kette nach der Reinigung sofort geölt werden.
- Bremsenreiniger: Seine sehr stark entfettende Wirkung führt dazu, dass die Kette nach einer Behandlung mit Bremsenreiniger sowohl außen, als auch innen komplett ungeschmiert ist und somit auch keinen Rostschutz mehr bietet.
- Diesel oder Benzin: Solltest du doch Benzin oder Diesel zum Reinigen deiner Fahrradkette nutzen, achte darauf, die Kette danach sofort wieder zu schmieren, da beide Stoffe stark entfettend wirken.
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