Fahrradträger für die Anhängerkupplung bieten eine komfortable Möglichkeit, E-Bikes und andere Fahrräder zu transportieren. Dabei müssen sie vor allem sicher und praktisch sein. In unserem Test haben wir die Fahrradträger für die Anhängerkupplung auf ihre Handhabung und Sicherheit untersucht. Im Kapitel "Aufbau und Gebrauch" prüften wir die Verständlichkeit der Anleitungen sowie Verarbeitung und Konzept der einzelnen Träger.
Im Fokus standen jedoch vor allem die Montage, die Beladung der Träger sowie die Befestigung der Räder. Auch die Qualität der Diebstahlsicherung und der Heckklappenzugang bei beladenem Träger flossen in die Bewertung ein. Die Fahrversuche bestanden aus Slalomparcours und doppeltem Spurwechsel bei 60 km/h - beides sollte abruptes Ausweichen simulieren. Hinzu kamen Vollbremsungen aus 100 km/h sowie Tests auf der Rüttelstrecke, um Fahrten auf unwegsamen Strecken wie Feldwegen nachzustellen.
Dabei waren auf den Trägern Fahrräder von Centurion und Excelsior in verschiedenen Kombinationen mit einem Gesamtgewicht je nach Zuladungsmaximum zwischen 43,1 und 54,7 kg befestigt. Die Fahrversuche müssen aus Gründen der Sicherheit mit mindestens 45 Punkten bestanden werden. Andernfalls erhält der Fahrradträger ein "nicht empfehlenswert". Für einen sicheren und bequemen Fahrradtransport muss man nicht tief in die Tasche greifen.
Testsieger und Empfehlungen
Diese Fahrradträger für die Anhängerkupplung haben im Test überzeugt:
- Norauto E-Fit 100-2: Einfache Montage, günstiger Preis, Testsieger 2024!
- XLC Beluga: Gute Fahrversuch-Performance im Test 2024!
- Norauto E-Fit 200-2: Stabil, sicher, flexibel und günstig mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, Testsieger und klare Kaufempfehlung.
- Atera Genio Pro Advanced: Ein qualitativ hochwertiger Träger mit Transportschienen für breite Mountainbikereifen und ebenfalls sehr empfehlenswert.
Fahrradträger ab 300 Euro im Test (2023)
Norauto E-Fit 100-2
Der E-Fit 100-2 sticht im Test seine Mitstreiter alle aus - mit gutem Grund. Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest am Spannmechanismus verbauten Gabelschlüssel lässt sich der Radträger gut am Kugelkopf fixieren. Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Kunststoffschlaufen mit einem Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man hier. Bei den Fahrversuchen zeigt er beim Bremsen leichte, aber normale Aufstellbewegungen.
Das Ausweichen meistert er souverän. Nur auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Räder an der Befestigung der Vorderreifen etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der AHK.
- Preis (UVP): 250 Euro, Kaufpreis: 250 Euro
- Eigengewicht: 18,2 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Lange Schlaufen mit Felgenschutz, Greifarme gummiert, einfache Montage
- Schwächen: Drehgriffe an den Haltearmen etwas rutschig, viel Bewegung der Räder auf der Schlechtwegestrecke
XLC Beluga
Der XLC Beluga landet mit 126 Punkten im mittleren empfehlenswerten Bereich. Bei den Fahrversuchen zeigte er etwas größere Aufstellbewegungen bei der Vollbremsung. Beim Ausweichen stellten wir eine minimale horizontale Bewegung auf dem Kugelkopf fest. Doch weder Räder noch Testwagen wurden hierdurch beschädigt. Im Kapitel Aufbau und Gebrauch zeigte sich, dass die Stellschraube für die Fixierung auf der AHK mit einem Inbus festgezogen werden muss. Dies macht die Montage etwas beschwerlicher.
Dafür verfügt er über ordentliche Schlaufen aus Kunststoff zur Befestigung der Räder.
- Preis (UVP): 289 Euro, Kaufpreis: 208,99 Euro
- Eigengewicht: 14,6 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Gute Schlaufen aus Kunststoff, ordentliche Performance bei den Fahrversuchen
- Schwächen: Schienen relativ kurz, Fixierung auf der AHK etwas beschwerlich
Bullwing SR 11
Der Bullwing SR 11 landet mit nur einem Punkt Unterschied zum XLC auf dem dritten Platz. Der Feststellmechanismus funktioniert gut und leichtgängig und ermöglicht eine problemlose Montage auf der AHK. Die Schienen sind ausziehbar, die Schlaufen verstellbar, was eine flexible Befestigung der Räder erlaubt. Auch positiv fallen das geringe Packmaß und ein Bügel zum besseren Abstellen auf. Die Greifarme sind glatt und deshalb beim Befestigen nicht so handlich wie die anderer Träger.
Die Schlaufen aus Webstoff und dazugehöriger Metallschnalle fallen bereits bei der Montage auf und zeigen bei den Fahrversuchen Schwächen, da sie sich nach dem Spurwechsel lösen. Auch der Träger bewegt sich etwas auf der AHK.
- Preis (UVP): 289,95 Euro, Kaufpreis: 289,95 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Flexible Befestigung dank verstellbarer Schienen und Schlaufen, geringes Packmaß
- Schwächen: Bewegung beim Aufstellen, Nachjustieren nötig, obwohl er bei der Montage festsaß, Schlaufen aus Webstoff lösen sich
Green Valley Discovery 2
Der Radträger war leider beim Transport beschädigt worden. Eines der Rücklichter brach dabei aus der Halterung. Doch der Verkäufer lieferte schnell und problemlos ein Ersatzteil. Zur Montage: Der Discovery 2 lässt sich gut auf dem Kugelkopf befestigen, die Räder haben in den in die Schienen. Punktabzug bei der Verarbeitung bekommt der Träger für die Schlaufen aus Webstoff, die nicht fest am Träger verbaut sind und somit verloren gehen können.
Bei den Fahrversuchen performt er beim Bremsen gut, beim Ausweichen gibt es Punktabzug: Es lösen sich nicht nur zwei Schlaufen unten an den Rädern, sondern auch die Halterungen oben.
- Preis (UVP): 299 Euro, Kaufpreis: 289,99 Euro
- Eigengewicht: k.A.
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Gummierte Greifarme, einfache Montage
- Schwächen: Schlaufen lösen sich, Greifarme könnten stabiler sein
Eufab Crow Plus
Der Eufab Crow Plus landet auf dem fünften Platz. Bei der Montage und Befestigung sind bei diesem Träger ein paar Dinge zu beanstanden. Die Greifarme verfügen nicht über Griffe, sondern wie bei den Schlaufen unten handelt es sich um Webstoff. Zudem ist der Schienenabstand geringer als bei besser bewerteten Trägern im Test. Auch die Einstellung des Spannhebels auf den Kugelkopf ist etwas beschwerlich und funktioniert über eine Schraube mit Kontermutter. Werkzeug hierfür liefert Eufab nicht mit.
Bei der Vollbremsung macht der Träger einen sauberen Job, beim Ausweichtest lösen sich sowohl oben am Greifarm als auch unten die Schlaufen und der Träger bewegt sich auch etwas auf dem Kugelkopf.
- Preis (UVP): 259,99 Euro, Kaufpreis: 259,99 Euro
- Eigengewicht: 14,5 kg
- Zuladung: 50 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Stabil bei der Vollbremsung, leichte Montage am Kugelkopf
- Schwächen: Aufwändiges Einstellen des Spannhebels, Schienenabstand gering, Schlaufen und Haltegriffe müssten stabiler sein
Menabo Merak
Der Menabo Merak verfügt über eine simple, aber effektive Fixierung am Kugelkopf mittels einer riesigen Schraube. Ob diese auf lange Sicht gut standhalten wird, lässt sich nicht sagen. Jedoch tut sie in den Fahrversuchen, was sie soll und hält den Träger stabiler als manch Vorplatzierter auf der AHK. Doch wie bei anderen Trägern auch sind die Halterungen nicht sehr stabil. Die Greifarme sind simpel, aber immerhin gummiert.
Die Schlaufen werden nur durch eine Plastiköse gezogen und man tut sich schwer damit, sie ordentlich festzuziehen. Die Schienen sind lang genug, doch man hätte mehr Stabilität, wenn sie etwas tiefer geformt wären. Der Schienenabstand ist so gering, dass es nötig ist, zwischen den Rädern zu polstern.
- Preis (UVP): 264 Euro, Kaufpreis: 159,99 Euro
- Eigengewicht: 9,6 kg
- Zuladung: 45 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Super Sitz auf der AHK, gummierte Greifarme
- Schwächen: Schienen zu nah beieinander, Schlaufen aus Plastik nicht am Träger befestigt
Apex 58000
Der Apex landet mit einem "bedingt empfehlenswert" auf dem letzten Platz. Der Grund: Der Träger wird in Einzelteilen geliefert, die Teile teils gefährlich scharfkantig. Der Aufbau dauert circa 30 Minuten, hierzu wird kein Werkzeug mitgeliefert. Die Radschienen liegen etwas zu dicht beieinander, dafür sind die Greifarme gut gummiert. Die Einstellung für den Spannhebel ist schwierig zu händeln: Man muss sich herantasten und dabei den Radträger immer wieder absetzen.
Bei den Fahrversuchen zeigt der Träger vor allem beim Ausweichen eine viel zu große Bewegung am Kugelkopf. Beim Rütteltest neigt sich der U-förmige Haltegriff mehrmals viel zu nah Richtung Auto.
- Preis (UVP): 389 Euro, Kaufpreis: 278 Euro
- Eigengewicht: 20 kg
- Zuladung: 60kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Greifarme gut gummiert, stabil bei der Vollbremsung
- Schwächen: In Einzelteilen geliefert, Schienen zu nah beieinander
Fahrradträger ab 300 Euro im Test (2023)
Norauto E-Fit 200-2
Testurteil: Sehr empfehlenswert.
Der Norauto E-Fit 200-2 überzeugte im Test am meisten mit seiner Flexibilität, was die Fahrradanbringung angeht - der Haltegriff ist sogar höhenverstellbar. Zudem punktet er mit seiner Stabilität. Er lässt sich am Kugelkopf einfach festziehen und sitzt dann bombenfest bei allen Fahrversuchen. Er zeigt von allen Trägern die wenigste Bewegung. Die Schienen lassen eine Beladung mit Rädern mit langem Radstand zu, die Befestigungsschnallen sind lang genug und bieten zudem einen Gummischutz für die Felgen. Zudem verfügt der Norauto über ein geringes Packmaß und ist gut tragbar.
- Preis (UVP): 380 Euro, Kaufpreis: 300 Euro
- Eigengewicht: 17,3 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Gewicht, gute Verarbeitung, sicheres Konzept
- Schwächen: Schienenabstand könnte bei großen Rädern zum Problem werden
Atera Genio Pro Advanced
Testurteil: Sehr empfehlenswert
Von der verständlichen Bedienungsanleitung über einen anpassbaren Abklappmechanismus bis zur Befestigung zeigt der Atera Genio Pro Advanced durchweg seine Qualitäten. Einziges Manko im Handling sind die Griffe, die dem Nutzer Kraft beim Festzurren abverlangen. Doch genauso stark halten die Räder auf dem Träger. Positiv: Nur wenn der Schlüssel steckt, lassen sich die Laschen lösen, die über eine stabile Ratschenfunktion angezogen werden. Die Schienen sind zudem breit genug für 2,6-Zoll-Reifen. In den Fahrversuchen zeigt der Atera sich souverän und bleibt fest auf der Kupplung.
- Preis (UVP): 898 Euro, Kaufpreis: 551 Euro
- Eigengewicht: 21,4 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Platzangebot für die Räder, Ratschenfunktion, breite Schienen
- Schwächen: Griffe brauchen Kraft, hohes Gewicht des Trägers
Oris Tracc
Testurteil: Empfehlenswert
Der Oris Tracc ist in der Bauweise dem MFT sehr ähnlich. Er wird über das rechte Seitenteil nachgespannt und sitzt anschließend fest auf der Kupplung. Er bietet Ratschen an den Schlaufen der Greifarme, die dem Prinzip vom Atera-Träger ähneln und gut funktionieren. Die E-MTBs saßen im Test sauber in den Schienen, die einen guten Seitenhalt bieten. Auffällig: Der Stecker für die Beleuchtung war sehr schwergängig. Bei den Fahrversuchen gab es beim Oris Tracc außer leichten Aufstellbewegungen beim Bremsen nichts zu beanstanden.
- Preis (UVP): 575 Euro, Kaufpreis: 409 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Guter Halt an der Kupplung, Ratschenfunktion, leicht zu tragen
- Schwächen: Schwergängige Schlösser, störrischer Stromstecker
Uebler F24
Testurteil: Empfehlenswert
Uebler hat mit dem F24 einen empfehlenswerten Träger im Repertoire. Er ist intuitiv und schnell angebracht und sitzt sofort bombenfest auf der Anhängerkupplung. Großes Plus: Er ist mit 12 kg ein Leichtgewicht und kann auch von kleineren, weniger starken Personen sicher montiert werden. Er zeigt im Test deutlichere Aufstellbewegungen als der Norauto oder Atera, die Räder bleiben aber fest verzurrt. Wäre der Träger abklappbar, hätte er es trotz kleinerer Schwächen wie der zu kurzen, wenig flexiblen Greifarme sogar noch auf ein "sehr empfehlenswert" gebracht.
- Preis (UVP): 563 Euro, Kaufpreis: 563 Euro
- Eigengewicht: 12 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Packmaß, einfache Montage, geringes Gesamtgewicht
- Schwächen: Kein Abklappmechanismus, Greifarme nicht sehr flexibel
MFT Compact 2E+1
Testurteil: Empfehlenswert
Der MFT Compact 2E+1 landet mit 128 Punkten im empfehlenswerten Bereich. Positiv fiel beim Handlingtest auf, dass sowohl Greifarme als auch Halterung die Befestigung recht flexibel gestalten. Die Schienen sind breit genug und bieten einen guten Seitenhalt. Da die Befestigungsschnallen relativ kurz sind, mussten wir im Test den Gummischutz für die Felgen leider entfernen. Die Ratschenfunktion funktioniert nur bei ausreichender Länge der Schnalle. Der MFT zeigte bei der Vollbremsung eine etwas stärkere Aufstellbewegung als andere Träger, verhielt sich aber ansonsten bei den Fahrtests zufriedenstellend.
- Preis (UVP): 490 Euro, Kaufpreis: 419 Euro
- Eigengewicht: 16,4 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Packmaß, stabiles Abklappen, flexible Halterung
- Schwächen: Keine Ratschen an den zu kurzen Schnallen, Aufstellbewegung
Eufab Premium II
Testurteil: Empfehlenswert.
Der komplett vormontierte Eufab Premium II lässt sich problemlos auf dem Kugelkopf anbringen. Bei der Erstmontage muss hierzu mit einem Gabelschlüssel die Stellschraube nachgestellt werden. Wichtig: immer die Kontermutter gut festziehen! Die Halter auf der Schiene sind verstellbar und machen die Befestigung dadurch recht flexibel. Das sind die Greifarme allerdings nicht, die massiv gebaut sind. Vor allem der voluminöse Schraubkopf ist hier oft im Weg. Bei den Fahrversuchen gibt es Punktabzug, da sich der Träger beim Ausweichtest etwas auf der Kupplung verschiebt.
- Preis (UVP): 645 Euro, Kaufpreis: 389 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Problemlose Montage des Trägers auf der Kupplung, Reifenhalter
- Schwächen: Komplizierte Befestigung wegen der Haltegriffe, Stellschraube
Menabo Alcor 2
Testurteil: Nicht empfehlenswert.
Der Menabo Alcor 2 zeigt im Test Mängel. Zunächst müssen die Kabel verlegt und die Greifarme montiert werden. Außerdem fällt auf, dass die Schienen durch ihre geringe Wölbung fast keinen Seitenhalt bieten und die Fahrräder sich berühren, wenn sie auf dem Träger stehen. Beim Ausweichtest bewegt er sich auf der Kupplung und schlägt zu beiden Seiten Macken in den Stoßfänger. Dann löst sich der Abklappmechanismus, wodurch die Räder mit den Lenkern auf dem Asphalt landen...
Kaufberatung: Was muss ich beim Kauf eines Fahrradträgers beachten?
Beim Kauf eines Fahrradträgers für Ihre Anhängerkupplung gibt es einige wesentliche Punkte zu beachten. Damit Sie am Ende die richtige Wahl treffen, haben wir im Folgenden einige wichtige Aspekte aufgezählt:
- Kompatibilität: Stellen Sie sicher, dass der Fahrradträger auch auf Ihre Anhängerkupplung passt.
- Anzahl der Fahrräder: Überlegen Sie vorab, wie viele Fahrräder Sie mit dem Auto transportieren möchten.
- Gewichtslimit: Beachten Sie, dass Fahrradträger für gewöhnlich über ein Maximalgewicht verfügen, das nicht überschritten werden darf.
- Befestigungssystem: Um sich Zeit und Arbeit zu ersparen, sollten Sie das Befestigungssystem des Fahrradträgers untersuchen.
- Abklappmechanismus: Ein Fahrradträger mit Abklappmechanismus ermöglicht das stressfreie Öffnen und Schließen des Kofferraums, ohne die Fahrräder abnehmen zu müssen.
- Diebstahlschutz: Es ist äußerst praktisch, wenn der Fahrradträger abschließbar ist.
- Verlängerung der Fahrzeugmaße: Insbesondere beim Passieren von Baustellen und bei der Parkplatzsuche ist zu beachten, dass ein Fahrradträger das Heck des Fahrzeugs verlängert und teilweise auch verbreitert.
- Beleuchtung und Kennzeichenpflicht: In Deutschland benötigen Sie bei Fahrradträgern für die Anhängerkupplung ein echtes Nummernschild mit der Wiederholung Ihres Kennzeichens.
Vor- und Nachteile verschiedener Fahrradträgersysteme
Generell werden drei verschiedene Fahrradträgersysteme voneinander unterschieden: Fahrradträger für die Anhängerkupplung, für das Dach und für das Heck. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Systeme, sowie deren Vor- und Nachteile im Überblick vor.
Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Der Vorteil eines solchen Trägers liegt darin, dass der Luftwiderstand bei dieser Variante, im Vergleich zu Dach- und Heckträgern, relativ gering ist. Laut ADAC liegt der Verbrauch bei 5,9 Litern pro 100 Kilometer (100 km/h). Auch die Auswirkungen auf das Fahrverhalten sind relativ gering. Ansonsten lassen sich die Fahrräder in der Regel ohne großen Aufwand auf den Fahrradträger montieren, da sie im Vergleich zum Dachsystem nur auf Hüfthöhe angehoben werden müssen.
Dank Abklappmechanismus bleibt der Kofferraum meistens gut zugänglich und da die meisten Modelle faltbar sind, lassen sie sich in der Regel auch gut verstauen. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass die Sicht in den Rückspiegel durch den Fahrradträger oftmals eingeschränkt ist. Auch Einparkhilfen können zumindest hinten nicht mehr genutzt werden. Außerdem ist zu beachten, dass Fahrradträger für die Anhängerkupplung kennzeichenpflichtig sind: Nummernschild und Beleuchtung müssen also am Fahrradträger wiederholt werden!
Fahrradträger für das Dach
Ein großer Pluspunkt dieses Systems ist der vergleichsweise niedrige Preis: Ein solcher Träger ist teilweise bereits ab 50 Euro erhältlich. Außerdem wird auch die Sicht in den Rückspiegel nicht behindert oder eingeschränkt. Auch bei der Handhabung können Dachsysteme mit einer leichten und bequemen Montage punkten. Allerdings haben Dachsysteme den großen Nachteil, dass die Räder mit großem Kraftaufwand bis aufs Dach gehoben werden müssen.
Zudem sollte auch der größere Luftwiderstand nicht außer Acht gelassen werden. Dadurch steigt nicht nur der Kraftstoffverbrauch, auch das Fahrverhalten wird hierbei beeinflusst. Im Vergleich zu den anderen Trägersystemen darf die maximale Zuladung auch nicht unberücksichtig bleiben: Diese ist bei Fahrradträgern für das Dach mit durchschnittlichen 15 bis 25 Kilogramm am geringsten. Für schwere E-Bikes sind Dachsysteme daher weniger geeignet.
Fahrradträger für das Heck
Ist ein System für das jeweilige Fahrzeugmodell verfügbar, wird es meist in mehreren Varianten angeboten. Ansonsten sind die Fahrräder im Vergleich zum Dachsystem am Heckträger gut erreichbar und somit einfach zu be- und entladen. Auch der Luftwiderstand ist am Heck wesentlich geringer als auf dem Dach und das Fahrverhalten wird somit kaum beeinflusst. Ein großer Nachteil dieser Variante ist, dass es an der Heckklappe im Alltagsgebrauch zu Lackschäden kommen kann.
Auch die Erstmontage gestaltet sich bei Heckträgern recht schwierig und zeitaufwendig. Des Weiteren ist der Kofferraum durch den Fahrradträger schwer erreichbar, da sich die Heckklappe nur sehr schwer öffnen lässt. Ansonsten ist ähnlich wie beim System für die Anhängerkupplung die Sicht in den Rückspiegel nur eingeschränkt und auch die Einparkhilfen nur begrenzt verfügbar.
Tipps für eine sichere Fahrt mit dem Fahrradträger
Der ADAC empfiehlt vor dem Kauf, sowie vor und während der Fahrt, folgende Tipps zu befolgen, um mit einem Fahrradträger sicher unterwegs zu sein.
- Vor dem Kauf: Überprüfen Sie im Voraus, wie viel Ihre Fahrräder oder E-Bikes wiegen, um einer möglichen Überlastung des Fahrradträgers entgegenzuwirken.
- Sollten Sie eine größere Reise planen: Achten Sie darauf, dass Sie mit allen mitreisenden Personen und Gegenständen (Fahrräder, Gepäcks usw.) nicht über das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeuges kommen.
- Für empfindliche Räder: Empfehlen sich zudem spezielle Rahmenschoner, um sie vor möglichen Kratzern zu schützen.
- Vor der Fahrt: Bevor die Fahrt losgehen kann, sollten Sie prüfen, ob der Fahrradträger als auch die Fahrräder fest montiert und alle Klemmen geschlossen sind.
- Während der Fahrt: Halten Sie während des Fahrens die empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h mit Fahrradträger ein, um sich und andere Verkehrsteilnehmende nicht zu gefährden, und fahren Sie achtsam.
- Nach ungefähr 50 Kilometern: Machen Sie eine kurze Pause, um Schrauben, Gurte und Scharniere zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuziehen.
Beliebte Fahrradträger im Vergleich
Einige der beliebtesten Fahrradträger für Anhängerkupplungen sind:
| Modell | Preis (ca.) | Anzahl Fahrräder | Zuladung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Thule EasyFold 3 | Ab 800 Euro | 2 (erweiterbar auf 3) | 60 kg | Vormontiert, faltbar, hohe Zuladung |
| Atera Genio Pro Advanced | Ab 550 Euro | 2 (erweiterbar auf 3) | 60 kg | Hochwertige Verarbeitung, einfache Montage |
| Uebler i21 | Ab 700 Euro | 2 | 60 kg | Kompakt, leicht, schnell montiert |
| Eufab Poker-F | Ab 300 Euro | 2 | 60 kg | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, faltbar |
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