E-Bike Kauf: Worauf Sie Achten Sollten

Vor dem Kauf eines Elektrofahrrads stellen sich einige Fragen: Welches Budget habe ich, welcher Antrieb ist sinnvoll und für welchen Zweck möchte ich das Fahrrad vor allem einsetzen? Der ADFC erklärt, welche Aspekte beim Elektroradkauf wichtig sind.

Grundlegende Fragen vor dem Kauf

Zu den grundsätzlichen Fragen beim Fahrrad- und auch beim Elektroradkauf gehören: Wofür will ich das Fahrrad benutzen und was muss es deshalb gut können? Wie hoch ist mein Budget? Was benötige ich für Zubehör? Die Antworten sollte man unbedingt beim Festlegen des Budgets berücksichtigen, denn schnell kommen für Fahrradschlösser, Gepäcktaschen, Helm, Radhose und weiteres Zubehör mehrere hundert Euro zusammen.

Individuelle Ansprüche an das E-Bike

Anforderungen und Ansprüche an ein Elektrofahrrad sind individuell unterschiedlich, wie beim Fahrrad auch: Einige wünschen sich ein Einstiegs- oder Umstiegsmodell, andere mehr oder weniger elektrische Unterstützung und wieder andere sind auf der Suche nach einer klimafreundlichen Alternative zum Auto. Aus den Wünschen ergeben sich Fahrradtyp und Ausstattung.

Das Gewicht des E-Bikes

Ein Elektrofahrrad unterscheidet sich aber von herkömmlichen Fahrrad. Es ist es deutlich schwerer und wiegt selten unter 25 Kilogramm. Neuere Modelle mit größeren Akkus bringen sogar noch mehr auf die Waage.

Dank Motorunterstützung spielt das Gewicht des E-Rads beim Fahren keine Rolle, aber beim Aufsteigen, Schieben, Wenden oder Tragen in den Keller sowie beim Transport mit Bahn und Auto. Optimal ist ein ebenerdiger Abstellplatz, denn 25 Kilogramm und mehr trägt niemand gerne regelmäßig Treppen hoch und runter.

Motorisierung und Akkus

Wie stark muss die Unterstützung wirklich sein? Es lohnt sich, Modelle in Erwägung zu ziehen, die weniger stark motorisiert sind und kleinere Akkus haben. Viele Kund:innen lassen sich von Zahlen beeindrucken, wie stark der Motor ist und wie viel Kapazität der Akku hat. Wenn im Alltag die Strecken aber in der Regel kurz sind, sind auch weniger potente Motoren völlig ausreichend. Pluspunkt: Diese E-Räder sind meist günstiger.

Wer in sehr hügeligen Regionen lebt, profitiert hingegen von Antrieben mit hohem Drehmoment und größere Akkus. Sie sind auch für Reisen mit langen Etappen sinnvoll. Akkus sind die teuersten Verschleißteile am Elektrorad, daher sollte man sich erkundigen, ob es auch in einigen Jahren noch Ersatz dafür gibt.

Das Kriterium Drehmoment

Mit dem Boom der E-Mountainbikes rückte das Kriterium Drehmoment in den Vordergrund. Mehr Drehmoment ist aber nicht unbedingt besser: Ein E-Mountainbike braucht im Gelände ein hohes Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten, das unmittelbar einsetzt. Im Alltag und auf Tour ist diese starke und schnelle Beschleunigung weder erforderlich noch sinnvoll.

Trotzdem sind viele E-City- und E-Trekkingbikes mit den stärksten Motoren ausgestattet. Für Ungeübte ist das eher gefährlich, weil die Sturzgefahr steigt. Normal Trainierte kommen auch mit weniger Drehmoment den Berg hoch, wenn man, wie beim Fahrrad ohne Motorunterstützung, einen oder zwei Gänge herunterschaltet. Stärkere Motoren sind für schwere und weniger trainierte Menschen und in sehr bergiger Gegend sinnvoll.

Ergonomie beim E-Bike

Die Ergonomie ist beim Elektrorad genauso wichtig wie beim Fahrrad. Je besser das Rad ergonomisch passt, desto weniger elektrische Zusatzenergie ist erforderlich und desto weniger körperliche Beschwerden treten auf, zumal man öfter weitere Strecken fährt, aber weniger körperliche Spannung beim Treten aufbaut. Eine Federgabel ist trotz des höheren Gewichts zu empfehlen, da man mit dem Elektrorad oft zügiger unterwegs ist.

Kauf im Fachhandel

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, Elektrofahrräder in Fachgeschäften zu kaufen. Die Technik ist beratungsintensiv. Und wenn die Elektronik mal nicht so funktioniert, wie sie sollte, ist es wichtig, Ansprechpartner:innen vor Ort zu haben.

Hochwertige Elektrofahrräder kosten Geld. Für ein Modell, dass regelmäßig im Alltag und der Freizeit genutzt werden soll, empfiehlt der ADFC eine Investition von mindestens 2.000 Euro. Darunter ist die Qualität der Komponenten häufig nicht auf lange Nutzung ausgelegt.

Probefahrt ist Pflicht

Wichtig ist eine Probefahrt, um festzustellen, ob das Rad passt und man mit der Bedienung zurechtkommt. Man sollte sich die Funktion ausführlich erklären lassen und sich genug Zeit nehmen, die Motorsteuerung auszuprobieren. Dabei gilt: Vorsicht!

Die Wahl des Händlers und Beratung

Bevor man in ein e-Bike-Geschäft geht, sollte man sich im direkten Umfeld umhören. Befragen Sie Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen. Nachdem Sie sich erstmal einen Überblick verschafft haben, tauchen sicherlich einige Fragen bei Ihnen auf. Schreiben Sie sich diese auf ein Stück Papier und besuchen Sie so vorbereitet einen auf e-Bikes spezialisierten Fachhändler. Achten Sie bei der Auswahl des Händlers darauf, dass er mehrere Marken im Angebot hat und Sie deshalb markenneutral beraten kann.

Das Beratungsgespräch

Während des Beratungsgesprächs stellen Sie alle Ihre Fragen. Haben Sie keine Scheu davor. Je mehr Sie fragen, desto besser kann auch der Händler einschätzen, was Sie benötigen. Ein guter Händler stellt auch Ihnen einige grundsätzliche Fragen, damit er eine geeignete Vorauswahl für Sie treffen kann und weiß worauf es Ihnen ankommt, bevor es zur Probefahrt geht.

Wichtige Fragen, die Sie mit dem Händler klären sollten:

  • Müssen Sie Ihr Rad heben oder transportieren? Klären Sie das Gewicht des Rades.
  • Nehmen Sie Gepäck mit? Benötigen Sie Zubehör? Ist die Tragfähigkeit des Gepäckträgers geeignet? Beachten Sie das zulässige Gesamtgewicht aus Fahrer, e-Bike und Gepäck.
  • Welche Rahmengröße ist die richtige für mich? Der theoretisch errechnete Wert ist nicht immer optimal. Hier heißt es Ausprobieren! Auch kann man nach Speziallösungen fragen.
  • Bremsen, Schaltung und Licht sind wichtige Ausstattung am Rad, über die Sie mit Ihrem Händler sprechen sollten. Bei Bremsen empfehle ich unseren Kunden immer hydraulische Felgen- oder Scheibenbremsen. Die bringen enorm viel Sicherheit beim erhöhten Gewicht der Pedelecs. Wenn Sie zusätzlich eine Rücktrittbremse möchten, sprechen Sie den Händler darauf an.

Das Antriebsystem

Lassen Sie sich die Vor- und Nachteile von Front, Mittel- und Heckmotoren erklären. Wählen Sie dann gemeinsam mit dem Händler das für Sie geeignete Antriebsystem aus.

Beim Akku achten Sie unbedingt auf einen Markenakku. Nur dieser bieten Ihnen geprüfte Sicherheit und ein langes Akku-Leben. Bei Reichweiten, also dem Tankinhalt, gibt es erhebliche Unterschiede. Entscheiden Sie nach Ihrem Bedarf!

Dann testen Sie, ob Sie mit der Bedienung gut zu recht kommen. Bevorzugen Sie zum Beispiel eine einfache, selbsterklärende Bedienungsfunktion oder hätten Sie gerne ein komplexes Infotainment mit vielen technischen Features und vielen individuellen Einstellmöglichkeiten? Das alles ist am Markt zu haben.

Zu guter Letzt, achten Sie auf Gewährleistung und Garantie! Bei Markenrädern ist die schnelle Ersatzteilbeschaffung garantiert und sowie die Einhaltung der gesetzlichen Gewährleistung.

Probefahrt und Vergleich

Sie sollten unbedingt Probefahren und Ihre Favoriten vergleichen. Alle theoretischen Vorteile eines Pedelecs sind Makulatur, wenn das Rad nicht zu Ihnen und Ihren individuellen Bedürfnissen passt.

Qualität hat ihren Preis

Markenpedelecs kosten oft über 2.000 Euro. Qualität hat oftmals Ihren Preis. Auf Grund der zusätzlichen „PS“, die Elektrofahrräder haben, müssen die Bremsen, der Rahmen, und das Antriebsystem gut aufeinander abgestimmt und hochwertige verschleißarme Komponenten verbaut sein. Das schlägt sich im Preis nieder, macht sich aber langfristig auf jeden Fall bezahlt. Viele Kunden fragen uns auch nach unseren Erfahrungen was Reklamationsquoten und Servicefälle betrifft. Hier ist eine sehr starker Zusammenhang zwischen Preis und Qualität bzw. Zuverlässigkeit zu erkennen.

Günstige Angebote

Selbstverständlich gibt es auch günstige e-Bikes unter 2000 €, die wir unseren Kunden natürlich nicht vorenthalten und immer wieder anbieten. Achten Sie bei den zahlreichen Sonderangeboten, insbesondere im Internet, auf das Modelljahr des Pedelecs und auf das Produktionsdatum des Akkus. Stichwort: Gewährleistung und Garantie!

Leasing und Finanzierung

Übrigens, was es im Autohaus schon lange gibt, bieten die Händler der e-motion Gruppe schon lange an: Es gibt es viele Möglichkeiten, das e-Bike zu leasen oder zu finanzieren.

Der Unterschied zwischen E-Bike und (S-)Pedelec

Der Oberbegriff E-Bike hat sich anstelle von Pedelec eingebürgert, aber eigentlich ist nicht jedes Zweirad mit Elektro-Antrieb gleich ein „E-Bike“.

Merkmal Pedelec S-Pedelec E-Bike
Antrieb Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten Zweirad mit Motor
Motorleistung Bis zu 250 Watt Bis zu 450 Watt -
Antriebsunterstützung Bis zu 25 km/h Bis zu 45 km/h -
Führerschein Nicht erforderlich Erforderlich -
Helmpflicht Keine Ja -
Fahrradwege Erlaubt Nicht erlaubt -
Anhänger Erlaubt Verboten -

Die verschiedenen E-Bike Typen

Die wichtigste Frage gleich am Anfang: Welches E-Bike ist das richtige für mich? Die gute Nachricht: E-Bikes gibt es viele und es ist für jeden das Passende dabei!

Unser Tipp: Wenn du noch nicht sicher bist, welche Strecken du hauptsächlich mit deinem neuen E-Bike fahren möchtest und dazu nicht so viel Geld ausgeben möchtest, sind Cross-E-Bikes und Einsteiger-Hardtail-E-Bikes die beste Wahl. Hier ist die Modellauswahl groß und das Preisniveau niedrig, da hier häufig hohe Stückzahlen produziert werden.

Motorposition: Mittelmotor, Heckmotor oder Frontantrieb?

Motoren findest du an E-Bikes vorne an der Gabel, in der Mitte am Tretlager oder hinten an der Nabe. Heckmotoren haben ihre Vor-, und Nachteile und überzeugen vor allem durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Wir empfehlen allerdings E-Bikes mit Mittelmotoren, da sie sich als leise, zuverlässig und verschleißarm erwiesen haben und das Fahrverhalten kaum beeinflussen.

Von E-Bikes mit Frontmotoren solltest du lieber die Finger lassen, denn sie verlagern den Schwerpunkt des Bikes ungünstig, außerdem sind sie störanfällig. Hersteller wie Bosch, Yamaha, Shimano, Brose, Panasonic, TranzX, BionX oder Impulse haben zwar ihren Preis, unter dem Strich erweisen die Komponenten allesamt als leistungsstärker und haltbarer als Billig-Importe. Du solltest auf keinen Fall ein teures E-Bike mit günstigen Fernost-Ersatzteilen bestücken, Fehlfunktionen wären vorprogrammiert!

Worauf Sie beim Akku achten sollten

Den Akku eines E-Bikes findest du entweder in den Gepäckträger eingebaut, am Rahmen montiert oder in den Rahmen integriert, wobei die vollintegrierten Akkus wie z.B. der PowerTube von Bosch aktuell am häufigsten verbaut werden. Sie fallen optisch nicht weiter auf, sind durch das Rohr vor äußeren Einflüssen geschützt und beeinflussen den Schwerpunkt des Fahrrads und somit die Fahreigenschaften weniger.

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Akku-Kapazität (von 400Wh bis 750Wh, mit Range Extender oder Dual Akku auch gerne bis zu 1500Wh), das Alter des Akkus, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors spielen eine Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller nur ungefähre Angaben machen.

Versuche deswegen nicht nur die angegebene Reichweite zu vergleichen, sondern auch das Gesamtgewicht des E-Bikes, den Motor und natürlich die effektive Akku-Kapazität mit in deine Entscheidung einfließen zu lassen. Faustregel ist aber: Je mehr Qualität du dir hier leistest, desto weiter wirst du damit kommen.

Lieber nicht nachrüsten!

Die Rechnung „altes, billiges Fahrrad + Nachrüstmotor = günstiges E-Bike“ geht selten auf. Die wenigsten Fahrräder eignen sich für den Umbau, diesen selbst vorzunehmen empfiehlt sich meist nicht, denn schließlich willst du mit einem sicheren Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen.

Zusätzliche Power durch Range Extender

Wenn du weitere Touren planst, gibt es die Möglichkeit mehrere Akkus zu koppeln und somit deine Reichweite zu erhöhen. Vor allem in den Bereichen E-Mountainbike und Touren-E-Bike ist die Nachfrage nach größerer Reichweite allgegenwärtig und Bestandteil der meisten Verkaufsgespräche. Bosch hat hier mit der Dual Battery ebenfalls eine Möglichkeit gefunden, die Reichweite zu verdoppeln. Die bekannteste Marke, die das Dual Battery System verbaut, ist Riese & Müller. Bulls nutzt ein ähnliches Doppel-Akku System im E-Core Dual Battery E-Mountainbike, allerdings mit dem Shimano-Antrieb.

Auf Schnäppchen warten - es lohnt sich!

Es geht aber auch günstiger. Jedes Jahr bringen Hersteller wie Cube, Haibike, Specialized, Ghost und viele mehr neue Modelle auf den Markt. Die Fahrradhändler müssen dann in ihren Lagern Platz für die Neuware schaffen und verkaufen die Vorjahresmodelle zum reduzierten Sparpreis. In diesem Zeitraum, häufig von Ende August bis zum Anfang der Saison im Mai, kannst du bei BikeExchange extrem günstige Schnäppchen machen. Um die 400 Fahrrad-Fachhändler bieten auf dem Marktplatz ihr Sortiment an, sodass mit Sicherheit auch dein Lieblingsmodell zum Spitzenpreis im Shop erhältlich sein wird.

Einweisung in die Bedienung

Ein E-Bike wird grundsätzlich angetrieben wie jedes andere Fahrrad auch. Du kannst E-Bikes mit Kettenschaltung und vielen Gängen bekommen oder mit Nabenschaltung und wenigen Gängen. Es gibt auch E-Bikes mit Rücktrittbremse. Ganz simpel.

Den Antriebsassistenten bedienst du in der Regel über ein Display am Lenker, dort stellst du dein Unterstützungslevel ein. Viele dieser Displays sind richtige Bordcomputer, die dir zahlreiche Informationen liefern wie verbleibende Akkureichweite, Geschwindigkeit, verbrauchte Kalorien und vieles mehr. Ansonsten musst nur noch den Akku über das mitgelieferte Ladegerät an der Steckdose aufladen, wenn er schlapp macht. Das war’s auch schon.

Das E-Bike: Mehr als nur ein Fahrrad

Die Begriffe E-Bike und Pedelec sind laut ADAC gesetzlich nicht eindeutig definiert. Bei einem Pedelec handelt es sich in der Regel um ein Elektrofahrrad, das weder ausschließlich durch Muskelkraft noch ausschließlich maschinell angetrieben wird, sondern beide Antriebsarten kombiniert. Tritt man in die Pedale, wird man durch den Elektromotor unterstützt. Hört man mit Treten auf, endet die Unterstützung.

Ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern schaltet sich die Unterstützung durch den E-Motor ab. Räder mit einer derartigen Tretunterstützung werden juristisch wie herkömmliche Fahrräder behandelt. Davon zu unterscheiden sind sogenannte S-Pedelecs. Bei ihnen schaltet sich die Tretunterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ab. Für sie gilt eine Helmpflicht, zum Fahren ist mindestens ein Führerschein der Klasse AM sowie ein Versicherungskennzeichen erforderlich. Darüber hinaus gibt es E-Bikes ohne Tretunterstützung. Sie erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern und sind rechtlich gesehen Mofas.

Wichtige Aspekte beim E-Bike-Kauf

Um sicherzustellen, dass das gewählte Modell Ihren Bedürfnissen und Anforderungen entspricht, müssen Sie beim Kauf eines E-Bikes viele wichtige Aspekte berücksichtigen.

  • Einsatzzweck: Denken Sie darüber nach, für welche Zwecke Sie das E-Bike hauptsächlich nutzen möchten. Soll es für den täglichen Pendelverkehr, sportliche Aktivitäten, Touren oder vielleicht sogar für den Transport von Lasten genutzt werden? Es existieren verschiedene Arten von E-Bikes, die je nach Zweck unterschiedlich sind, wie zum Beispiel City-E-Bikes, Trekking-E-Bikes, E-Mountainbikes oder Lasten-E-Bikes.
  • Motorleistung: Die Motorleistung ist entscheidend. Normalerweise besitzen E-Bikes Motoren mit einer maximalen Leistung von 250 Watt, da diese ist die gesetzliche Vorgabe zur Dauernennleistung eines elektrisch angetriebenen Bikes ist. Ein 250-Watt-Motor ist in den meisten Fällen ausreichend für den Straßenverkehr und flaches Gelände, aber auch im Gebirge bietet er passende Unterstützung, wenn die Beine schwach werden.
  • Akkukapazität: Die Reichweite Ihres E-Bikes wird durch die Akkukapazität beeinflusst. Größere Akkus sind schwerer, bieten jedoch eine längere Reichweite. Wählen Sie die Akkukapazität somit basierend auf Ihrer Fahrstrecke aus. Wie weit fahren Sie durchschnittlich und welche auf welche Gegebenheiten trifft Ihr elektrischer Gefährte? Beides sind die Hauptindikatoren für die Wahl der passenden Akkukapazität. Bei E-City - und E-Trekking-Rädern kann ein Akku zwischen 400 Wh bis 500 Wh ausreichend sein. Bei längeren oder anspruchsvolleren Fahrten empfiehlt es sich eher einen Akku mit einer höheren Kapazität ab 600Wh zu wählen.
  • Akku-Integration: Prüfen Sie die Integrierung des Akkus am E-Bike. Die integrierten Akkus sind nicht nur besser vor Diebstahl geschützt, sondern bieten auch häufig einen ästhetischeren Look. Teilweise ist für den Laien nicht mehr ersichtlich, ob es sich bei dem Rad um ein E-Bike oder ein klassisches Fahrrad handelt.
  • Rahmenart und Größe: Die Art und Größe des Rahmens ist ein weiterer wichtiger Faktor. Berücksichtigen Sie die richtige Rahmengröße für Ihre Körpergröße - für eine grobe Bestimmung können Sie ein Online-Tool nutzen oder direkt den Fachhändler vor Ort befragen. Es gibt eine Vielzahl von Rahmenformen für E-Bikes, darunter Diamant, Trapez und Wave.
  • Federung: Je nach geplanter Verwendung kann eine Federung von Bedeutung sein. Vollgefederte E-Bikes sind ideal für Fahrten auf unebenen Straßen, während eine Vordergabel-Federung für den zusätzlichen Komfort sorgt. Letzteres wird in der Regel an E-Trekking-Bikes verbaut.
  • Bremsen: Für Ihre Sicherheit sind hochwertige Bremsen erforderlich. In der Regel bieten hydraulische Scheibenbremsen die beste Bremsleistung und sind bei E-Bikes die beste Wahl.
  • Schaltung: Wenn es um die Schaltung geht, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie eine Kettenschaltung oder eine Nabenschaltung bevorzugen. Kettenschaltungen bieten eine größere Bandbreite an Gängen und erfordern weniger Wartung als Nabenschaltungen. Einzelne E-Bikes kommen sogar mit einer Automatikschaltung daher.
  • Reifen: Auch die Wahl der richtigen Reifen hängt von Ihrem Fahrstil und den geplanten Straßenbedingungen ab. Breitere Reifen bieten mehr Stabilität und Komfort, während schmalere Reifen für höhere Geschwindigkeiten geeignet sind.
  • Zubehör: Berücksichtigen Sie Ausstattungen wie Beleuchtung, Schutzbleche, Gepäckträger und Schloss. Diese können Ihre Reise einfacher und sicherer machen.
  • Budget: Erstellen Sie ein realistisches Budget für Ihr E-Bike und beachten Sie, dass der Preis häufig mit der Qualität und Leistung korreliert.
  • Probefahrt: Machen Sie eine Probefahrt, bevor Sie eine Entscheidung treffen. So haben Sie die Möglichkeit, das ausgewählte E-Bike auf Bequemlichkeit, Handhabung und Ergonomie zu prüfen. Ihr Fahrradhändler vor Ort kann Ihnen außerdem Fragen zur Technik beantworten und weitere Tipps zur Handhabung geben.
  • Wartung und Service: Erfahren Sie, ob in Ihrer Umgebung Wartungsdienste und Ersatzteile für das E-Bike verfügbar sind. Es ist wichtig, eine gute Kundenbetreuung zu haben.

Die am häufigsten verkauften E-Bike-Typen

Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Hier stellen wir E-Bike-Typen vor, die besonders häufig verkauft werden, und nennen die wichtigsten Rahmenformen.

  • City-E-Bikes: eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Strecken zurücklegen wollen. Die aufrechte Sitzposition verschafft Überblick im Verkehr. Da dieser E-Bike-Typ häufig mit Nabenschaltung und immer häufiger auch mit einem Riemenantrieb ausgerüstet ist, fallen selten Wartungsarbeiten an.
  • Urban-E-Bikes: Eine jüngere Form des Cityrads. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und günstiger als andere E-Bikes.
  • Trekking-E-Bikes: sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder daher üblicherweise mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger aus
  • E-Mountainbikes: sind der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutschland. Kettenschaltung und kräftige Motoren sind da Standard.
  • SUV-E-Bikes: stellen eine Mischform dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sportlichkeit abnehmen soll.
  • Lasten-E-Bikes: sind die Packesel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft.
  • E-Falträder beziehungsweise E-Klappräder: lassen sich oft mit wenigen Handgriffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln.
  • E-Rennräder: sind Sportgeräte. Im Normalbetrieb sind Rennräder schneller als 25 km/h unterwegs, sodass der Motor nicht unterstützt.

Rahmenformen

  • Diamantrahmen: Bei diesem sportlichen „Herrenrahmen“ verläuft das Oberrohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahrstabilität.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Oberrohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfortabler als beim Diamantrahmen ist.

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