E-Bike Kettenschaltung richtig schalten – Tipps für mehr Fahrspaß und längere Lebensdauer

E-Bike fahren bringt jede Menge Spaß. Noch mehr Spaß macht es, wenn du weißt, wie du deine Schaltung zu bedienen hast, denn so fährst du effizienter und schonst die Bike-Komponenten.

Tatsächlich ist das Schalten gerade beim E-Bike besonders wichtig, gerät aber gerne in Vergessenheit. Viele Fahrerinnen und Fahrer schalten weniger, weil der Motor schon so viel Arbeit abnimmt.

Warum richtiges Schalten beim E-Bike wichtig ist

Das richtige Schalten hat auch beim E-Bike enorme Relevanz: Der Akku geht nicht so schnell leer und deine Reichweite vergrößert sich - und damit auch dein Fahrspaß. Vor allem sinkt durch richtiges Schalten aber auch der Verschleiß enorm.

Wenn du schaltest und alle verfügbaren Gänge und damit alle Zahnkränze nutzt und an die jeweiligen Gegebenheiten anpasst, ist der Verschleiß viel geringer und verteilt sich besser.

Das Prinzip der Kettenschaltung verstehen

Insgesamt gibt es zwei Schaltrichtungen: Einmal kannst du die Kette “nach oben” schalten, also auf immer größer werdende Zahnkränze. Schaltest du hoch, wird der Gang immer leichter und die Kette rutscht mit jedem Schaltvorgang immer höher auf die Zahnkränze. Schaltest du hingegen “nach unten”, wirst du merken, dass der Gang schwerer wird.

Du wirst mehr Input in die Pedale geben müssen, gleichzeitig kannst du aber bei gleicher Trittfrequenz höhere Geschwindigkeiten erreichen. Das Prinzip gilt es einmal grundsätzlich zu verstehen, denn es funktioniert bei allen Bikes mit Kettenschaltung gleichermaßen.

Um den Schaltvorgang während des Fahrens vorzunehmen, nutzt du natürlich den Schalthebel vorne am Lenker. Diese sind zwar nicht immer von derselben Marke, ähneln sich in Sachen Handhabung aber in der Regel. Meist sind sie ergonomisch so konstruiert, dass du ganz einfach mit dem Daumen (und Zeigefinger) hoch- bzw.

Tipps für das richtige Schalten mit der Kettenschaltung am E-Bike

  • Vorausschauend fahren: Dazu gehört auch, vorausschauend zu fahren. Fährst du beispielsweise auf eine Ampel zu, kannst du schon vorher beginnen, in leichtere Gänge hinunterzuschalten.
  • Nicht unter Volllast schalten: Achte beim Schaltvorgang außerdem darauf, dass du nicht unter Volllast schaltest. Bei voller Motorleistung kräftig in die Pedale treten und dabei zu schalten ist nicht gut für dein E-Bike. Dies gibt nicht nur ein unschönes Knall-Geräusch von sich, sondern so kann es schneller passieren, dass die Kette reißt. Es entsteht eine enorme Überbelastung und auch der höhere Verschleiß ist hier wieder das Thema. Besser ist es, wenn du vor dem Schaltvorgang ein wenig Druck aus den Pedalen nimmst.
  • Kette pflegen: Wenn wir von der Langlebigkeit eines E-Bikes und seinen Komponenten sprechen, ist natürlich auch die richtige Pflege der Kette nicht zu unterschätzen. Und da heißt es vor allem: Die Kette muss korrekt geölt sein. Denn eine geölte Kette lässt sich viel besser schalten und auch der Verschleiß wird dadurch reduziert.
  • Kette richtig ölen: Aber auch beim richtigen Ölen der Kette gibt es natürlich das ein oder andere zu beachten. Hier gilt es vor allem, die Kette nicht zu stark zu ölen, da sich sonst erst recht Dreck ansammelt, der dann doch wieder zu einem höheren Verschleiß führen. Viel hilft viel ist in diesem Fall also definitiv nicht die Devise - versuche eher, das Öl gleichmäßig und reduziert aufzutragen.

Unsere Schalt-Tricks:

  1. Druck vom Pedal nehmen: Bei Kettenschaltungen kannst du im Vergleich zu Nabenschaltungen während des Tretens schalten. Allerdings solltest du im Schaltmoment kurz den Druck aus dem Pedal nehmen. So kann die Kette schneller umgelegt werden und du beugst Beschädigungen vor.
  2. Starken Schräglauf vermeiden: Gerade bei Kettenschaltungen mit zwei und drei Kettenblättern ist es wichtig darauf zu achten, dass der Schräglauf der Kette nicht zu groß ist. Denn ein zu großer Schräglauf führt in der Regel immer zu Geräuschen und auch zu einem höheren Verschleiß.

Hier noch ein Fakt: Bei einer 3x9 Schaltung also mit theoretisch 27 Gängen sind so nur 14 Gänge sinnvoll nutzbar. Im Bild zeigen wir dir, welche Schaltkombinationen gut sind und welche du eher vermeiden solltest. Probier es doch einfach mal aus. Die Ausnahme hiervon sind natürlich Kettenschaltungen mit nur einem Kettenblatt. Diese sind speziell ausgelegt und verfügen über Ketten, mit denen ein größerer Schräglauf möglich ist.

Wenn du schaltest und alle verfügbaren Gänge und damit alle Zahnkränze nutzt und an die jeweiligen Gegebenheiten anpasst, ist der Verschleiß viel geringer und verteilt sich besser.

Die richtige Übersetzung wählen

Ähnlich wichtig wie die richtige Technik beim Schalten ist die richtige Übersetzung, denn selbst die beste Schalttechnik bringt nichts mehr, wenn am Hügel auf dem Nachhauseweg die Gänge ausgehen und man sich jeden Berg hoch kämpfen muss.

Dabei spielt die Übersetzung deines E-Bikes eine entscheidende Rolle, die Übersetzung setzt sich aus der Anzahl der Zähne der Ritzel hinten am E-Bike und den Zähnen an den vorderen Kettenblättern zusammen. Je kleiner das Zahnrad vorne und je größer hinten, desto einfacher ist das Treten und geeigneter für Berge.

Die meisten E-Bikes sind je nach Typ schon auf die meisten Gegebenheiten angepasst.

Kettenschaltung vs. Nabenschaltung

Bis auf wenige Ausnahmen werden an Fahrrädern und E-Bikes zwei Arten von Schaltungen verbaut. Ketten- und Nabenschaltungen unterscheiden sich sowohl in der Optik als auch im Schaltverhalten enorm.

Um die Übersetzung zu ändern, wird bei der Kettenschaltung die Kette vorne mit dem Umwerfer von einem Kettenblatt auf ein anderes gelegt. Hinten sorgt das Schaltwerk dafür, dass die Kette auf der Kassette zwischen den einzelnen Ritzeln hin und her bewegt werden kann.

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