Steigt ihr auf euer Rad und pedaliert, beschreibt die Kurbel eine in sich geschlossene Kreisbahn. Ähnliches gilt für die Suche nach der idealen Kurbel. Nähert ihr euch der Frage von einer Seite, stoßt ihr automatisch auf einen weiteren Punkt. Der hängt direkt mit eurem Einstiegsthema zusammen. Und dann kommt da noch einer. Irgendwann gelangt ihr wieder zum Anfang.
Benötigtes Werkzeug
Zum Ausbauen deiner Kurbelgarnitur benötigst du:
- einen Innensechskantschlüssel
- einen verstellbaren Gabelschlüssel
- einen Kurbelabzieher
- Rostlöser
- Fett
Mit einem Montageständer erleichterst du dir die Arbeit!
Um die Kurbel zu entfernen, benötigst du einen Kurbelabzieher. Ein Kurbelabzieher erleichtert diese kraftaufwändige Arbeit ungemein und kostet in der Anschaffung lediglich wenige Euro. Somit macht sich diese Investition schnell bezahlt; vor allem, da Sie den Kurbelabzieher nicht nur einmal nutzen, sondern auch in Zukunft für weitere Reparaturen bzw.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wechseln des Kurbelarms
-
Pedale ausbauen
Schritt 1: Ausbauen der Pedale mithilfe eines Innensechskantschlüssels. Entferne die sich auf der Pedalinnenseite befindenden Schrauben: Je nach Fahrradmodell benötigst du hierzu einen Innensechskantschlüssel der Größe 6 oder 8.
-
Kette entfernen
Schritt 2: Nimm die Kette von deinem Kettenblatt: Entferne nun die Staubschutzkappen der Kurbeln, falls dein Fahrrad damit ausgestattet ist.
Als erstes mit dem Schraubendreher die Staubschutzklappe aus der Shimano-Kurbel hebeln.
-
Kurbel entfernen
Schritt 3: Entferne die Schrauben, mit denen die Kurbel befestigt ist, bevor du sie mithilfe des Kurbelabziehers abziehst: Schraube den Abzieher in die Kurbel und verwende anschließend einen verstellbaren Gabelschlüssel, um sie zu lösen.
Also wird der Bolzen erstmal nach innen geschraubt und danach schraubst du den Kurbelabzieher ins Gewinde der Kurbel.
Jetzt schrauben Sie fest im Uhrzeigersinn das Außengewinde des Kurbelabziehers in das Innengewinde der Kurbel.
Prüfen Sie zunächst, ob das Gewinde auch sauber und unbeschädigt ist.
Jetzt setzen wir einen Schraubenschlüssel an den Abzieher (hier am schwarzen Teil) und drehen im Uhrzeigersinn.
Mit dem passenden Schlüssel wird nun die Innensechskantschraube am Kurbelabzieher rechts rum in das Lager gedreht.
Dabei stößt diese dann an der Innenlagerwelle an und Sie können die Shimano Kurbel herausdrücken und abnehmen.
Zum Lösen der Kurbeln solltest du den Gabelschlüssel am äußeren Ende mit Kraft betätigen.
Danach wird der Schraubenschlüssel hinten am silberfarbenen Teil angesetzt und auch hier drehen wir im Uhrzeigersinn. Das geht etwas schwer, aber nach kurzer Anstrengung löst sich die Kurbel dann schließlich.
Das war es auch schon und die Kurbel kann abgenommen werden.
-
Gegenüberliegende Seite bearbeiten
Schritt 4: Führe den gleichen Vorgang auf der anderen Seite durch: Jetzt musst die nur noch die verschiedenen Komponenten deines Fahrrads säubern und fetten, bevor du deine neue Kurbelgarnitur einbaust.
-
Neue Kurbelgarnitur einbauen
Kurbeln wieder aufstecken und beide Kurbelbefestigungsschrauben festziehen ( Drehmomente beachten )
Vorher die Verzahnung der Kurbelwellen einfetten !!
Wenn du die Kurbel später wieder aufsteckst und festschraubst, dann achte darauf, dass beide Kurbeln eine Linie bilden bzw. eine Kurbel nach unten und eine nach oben zeigt.
Zusätzliche Informationen und Überlegungen
So, die Länge haben wir grob bestimmt. Für welchen Fahrradtyp wollt ihr die Kurbel nutzen? Auch hier genügt eine grobe Unterteilung. Fester, eher ebener Untergrund oder unebenes Gelände?
Überall, wo enge Kurven, Absätze, Hindernisse und generell holprige Bedingungen warten, erweist sich eine größere Bodenfreiheit schnell von Vorteil.
Ihr bleibt seltener hängen, könnt so häufiger durchtreten und rasanter um die Ecken zischen.
Auf die Einsatzfrage folgt fließend die nach dem dafür geeigneten Material.
Je besser eine Kurbel jeglichem Verwinden und Verbiegen widersteht, um so effizienter leitet sie die einwirkende Muskelkraft in Vortrieb um.
Zudem nimmt sie alle beim Treten anfallenden Kräfte auf, stützt sie ab und führt sich auf eine Kreisbahn.
Wenn ihr auf eurem Enduro-Ausritt nach meterweiten Sprüngen gekonnt landet, unterliegt sie einer anderen Belastung als beim entspannten Radeln auf dem frisch asphaltierten Fernradweg.
Beides geht mit dem absolut steifsten und widerstandsfähigsten Material.
Keine Materialdiskussion ohne das Gewicht zu checken, oder?
Stahl, Aluminium verschiedenster Güte, Carbon und Titan - hier wird alles geboten.
Gratis gibt es keins von alledem.
Im Zweifelsfall beantwortet diese Frage euer Budget.
Nach vier Kriterien könnt ihr sicher schon ein paar Kandidaten ausschließen.
Was aber ist mit euren eigenen Vorlieben?
Fühlt ihr euch tendenziell mit einer höheren oder niedrigeren Trittfrequenz wohler?
Eine längere Kurbel weist einen längeren Hebel auf, sodass ihr beim Treten Kraft spart.
Durch sie verlängert sich der Beschleunigungsweg, was ein langsameres Treten unterstützt.
Entscheidend ist hier die Aufnahme am Innenlager.
Die gängigsten Standards am E-Bike sind ISIS und Vierkant.
Falls eure Wunschkurbel an der Stelle ausscheidet, gibt es zwei Optionen: Weitersuchen oder abbrechen.
Der Markt bietet glücklicherweise vielfältige Farben, Profile, Linienführungen etc.
Spezielle Kurbel Optionen
Unter den Namen eCrank vereint Praxis Works speziell für E-Bikes konzipierte Kurbeln. Deren Design unterscheidet sich teilweise untereinander. Nicht alle Kurbeln passen zu jedem Motor. Eher unaufgeregt kommt die Aluminium-Variante der eCrank daher. Die fließende, glatte Form ziert lediglich der Schriftzug der Kalifornier und drei schräge, breitere Streifen. Das täuscht aber nicht über die tolle Qualität hinweg. Hochwertiges Alu sorgt ein gehöriges Maß an Stabilität. Die Waage pendelt sich bei rund 485 g ein.
Darüber freuen können sich alle Biker, in deren Rad ein Bosch-Motor der Performance Line in der zweiten und vierten Generation, ein Yamaha PW-X, ein Giant SyncDrive Pro oder ein Specialized steckt.
Für etwa 185 Euro mehr gibt es den ganzen Spaß aus Carbon.
Wer so viel Kleingeld übrig hat, spart immerhin 162 g. Das ergibt nach Adam Riese rund 1,14 Euro pro Gramm. Die Entscheidung will also gut überlegt sein.
Andererseits ist die Verlockung natürlich groß.
Schließlich zahlen sich der Gewinn an Steifheit und die Gewichtsersparnis bei jedem einzelnen Tritt aus.
Und davon wird es im besten Falle unzählige geben.
Weitere Kurbelarm Sets
Etwas verstreuter im Sortiment finden sich auch bei Race Face passende Kurbeln für euer Upgrade am E-Bike.
Zur Kategorie Aluminium zählt das Kurbelarm-Set Aeffect AM19.
Optisch mutet dieses etwas technischer an als die Produkte von Praxis Works.
Unter dem aufwändigeren Dekor verbirgt sich 6066 T6 Aluminium.
Ausgerichtet auf alle Bosch E-Bike-Motoren der zweiten Generation fällt hier zum einen der große Q-Faktor von 40 auf.
Zusätzlich wurde das Spline-Interface neugestaltet.
Beide Eigenschaften sorgen dafür, dass die Kurbeln beim Treten optimal am Motor vorbeigeführt werden.
Weniger kantig als die Aeffect AM19 ist die Next R sozusagen das Flaggschiff von Race Face in Sachen Carbon-Kurbel fürs E-Bike.
Nochmals 10 g leichter als die Lösung von Praxis Works eignet sich die diese Kurbel für alle Mittelmotoren von Bosch.
Beim Innenlager seid ihr erneut auf eine ISIS-Aufnahme angewiesen.
Neben der Direktmontage lässt sich bei der Next R auch ein Spider befestigen.
Wer möchte, kann die Kurbel also auch für Mehrfach-Antriebe nutzen.
Das sind eine Menge Pluspunkte.
Dafür wird aber auch ordentlicher Preis aufgerufen.
Der Q-Faktor
Beschäftigt ihr euch mit dem Thema der Tretkurbel, stoßt ihr eventuell auf den Q-Faktor. Dieser begegnet euch typischerweise in zwei Varianten. Die erste ist in Millimetern angegeben und bezeichnet den horizontalen Abstand zwischen den beiden Pedalen am Fahrrad. Messpunkt ist jeweils der Punkt, an dem sich Pedalachse und äußere Kante der Kurbel treffen. Bei E-Bikes mit Mittelmotoren beträgt der Q-Faktor leicht 180 mm und mehr. In anderen Fällen wird der Q-Faktor lediglich als Zahl angegeben. Dann ist gemeint, wie stark die Kurbel gekröpft ist. Q0 bezeichnet eine Kurbel, deren Kurbelarm komplett geradlinig im Vergleich zur Kettenlinie verläuft. Bei einem Q18 weist der Kurbelarm dagegen eine Kröpfung von 18 mm auf. Aus biomechanischer Sicht ist ein Q-Faktor von rund 145 mm für ein möglichst effizientes Treten optimal. Damit E-Bikes mit Mittelmotoren sich nicht zu weit von diesem Wert entfernen, verbauen einige Hersteller inzwischen linke und rechte Kurbeln mit unterschiedlicher Kröpfung.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- E-Bike Dreirad mit Mittelmotor: Komfort und Sicherheit für Senioren
- Kopfschmerzen nach dem Radfahren? Diese Ursachen musst du kennen – und so wirst du sie los!
- Motorradtransport nach Sylt: Die besten Autozug-Optionen und cleveren Alternativen entdecken!
Kommentar schreiben