E-Bike Laden: Kosten und Preise

Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, das Auto öfter mal stehenzulassen und sich stattdessen in den Fahrradsattel zu schwingen - vor allem seit die motorisierten E-Bikes so erschwinglich geworden sind. Sie gelten als umweltfreundliche Alternative zum PKW und weil sie mit Strom fahren, sollen sie auch noch besonders preiswert im Unterhalt sein. Doch stimmt das wirklich? Wie hoch sind eigentlich die Kosten für das Aufladen eines E-Bike-Akkus?

Faktoren, die die Ladekosten beeinflussen

Die Ladekosten beim E-Bike hängen natürlich von der Größe des eingebauten Akkus ab. Je größer ein E-Bike-Akku ist bzw. je größer seine Kapazität ist, desto mehr Strom muss aufgewendet werden, um die Batterie voll aufzuladen. Dabei gilt: Je mehr Kapazität, desto stromdurstiger, aber desto größer auch die abgegebene Leistung.

Für die Ermittlung der Ladekosten Ihres E-Bike Akkus spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle:

  • Akkukapazität: Moderne Lithium-Ionen-Akkus von E-Bikes haben heute durchschnittliche Kapazitäten von 400 bis 750 Wattstunden (Wh). Dies entspricht 0,4 bzw. 0,75 Kilowattstunden.
  • Strompreis: Die Preise für Elektroenergie haben sich in den letzten Jahren teilweise verdoppelt. Gerade im privaten Verbrauch sind die Stromkosten für viele Haushalte zum Problem geworden.
  • Fahrgewohnheiten: Um beim E-Bike Laden die Kosten zu berechnen, spielt auch Ihre individuelle Fahrpraxis eine Rolle. Pendeln Sie täglich mit dem Pedelec ins Büro oder unternehmen Sie nur gelegentlich an den Wochenenden eine Radtour?

Berechnung der Stromkosten

Nach einem Hoch in der Energiekrise haben sich die Preise mittlerweile wieder auf einem moderaten Level eingependelt. Neukunden zahlen (Stand: Juli 2024) momentan durchschnittlich 25 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Eine Kilowattstunde entspricht 1.000 Wattstunden. Um einen Akku mit 500 Wh aufzuladen, müssen also 0,5 kWh aufgewendet bzw. bezahlt werden. Das ergibt bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh einen Betrag von 12,5 Cent. Bei einem Akku mit 750 Wh sind es dagegen 18,75 Cent.

Um die Berechnung der Kosten für die Aufladung des E-Bike-Akkus etwas genauer zu machen, sollte berücksichtigt werden, dass bei der Aufladung stets Energieverluste in Form von Wärmeentwicklung entstehen. Das merkt man daran, dass sowohl Ladegerät als auch Akku beim Aufladen warm werden. Um diese Wärmeverluste einzukalkulieren, sollte man weitere 20 Prozent zu den Kosten addieren. Das ergibt für die Aufladung eines E-Bike-Akkus mit 500 Wh weitere 2,5 Cent, sodass die Akku-Aufladung insgesamt 15 Cent kostet.

Hinweis: Bei unserer Rechnung wird davon ausgegangen, dass der Akku zu Beginn der Aufladung vollständig leer ist und er bis zur Gänze mit Energie gefüllt wird.

Jährliche Stromkosten

Wie hoch die jährlichen Stromkosten für das Aufladen des E-Bike-Akkus ausfallen, richtet sind danach, wie intensiv das E-Bike genutzt wird bzw. wie oft der Akku aufgeladen werden muss. Für eine beispielhafte Berechnung gehen wir von einer täglichen Fahrstrecke von 10 Kilometern aus. Diese wird an fünf Tagen in der Woche sowie in 46 Wochen im Jahr zurückgelegt. Bei optimalen Bedingungen schafft ein Akku mit 500 Wh rund 100 Kilometer mit einer Aufladung. Da ein E-Bike-Akku nicht vollständig leergefahren werden sollte und die Fahrbedingungen differieren können, gehen wir von einer Aufladung alle 10 Tage aus:

46 Wochen * 5 Tage = 230 Tage / 10 = 23

Der Akku müsste also 23x pro Jahr aufgeladen werden. Bei Kosten von 15 Cent pro Aufladung ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 3,45 Euro pro Jahr.

Wichtig: Mit zunehmendem Alter und Anzahl der Ladezyklen verliert ein E-Bike-Akku an Kapazität. Das bedeutet, dass er häufiger geladen werden muss. Diese Dynamik ist in der obigen Rechnung nicht berücksichtigt. Die tatsächlichen Kosten für die E-Bike-Akku Aufladung sind im Jahr vermutlich etwas höher.

Stromkosten von E-Bikes und Pedelecs

Egal, ob E-Bike oder Pedelec: Elektrofahrräder liegen im Trend. Fast jedes zweite verkaufte Fahrrad war 2022 ein E-Bike (48 Prozent). Für 2023 geht der Zweirad-Industrie-Verband davon aus, dass erstmalig mehr motorisierte als unmotorisierte Fahrräder verkauft werden. Die Anschaffungskosten haben sich in den letzten Jahren deutlich verringert, sodass sie für immer mehr Menschen erschwinglich sind. Doch welche Folgekosten kommen auf E-Rad-Besitzer für das regelmäßige Nachladen ihres Akkus zu? Wir rechnen es vor.

Bei Pedelecs haben sich Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) als Energiespeicher durchgesetzt. Diese weisen ein relativ geringes Gewicht von etwa zwei bis drei Kilogramm auf und überzeugen mit einer kurzen Ladezeit. Einsatzfähig sind viele Pedelec-Modelle bereits nach etwa 1,5 Stunden am Strom. Der Stromverbrauch eines Pedelecs bei der Ladung hängt von der Kapazität seines Akkus ab. Bei den meisten Modellen beträgt sie etwa 500 Wattstunden, somit verbraucht eine Akkuladung im Schnitt 0,5 Kilowattstunden Strom.

Die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus beträgt im Schnitt 500 bis 1000 Ladezyklen. Somit liegen die Stromkosten für ein E-Bike über die gesamte Nutzungsdauer zwischen 120 und 240 Euro. Muss der Akku ausgetauscht werden, werden allerdings größere Folgeinvestitionen von 200 Euro und mehr fällig.

Als grober Richtwert kann folgende Berechnung dienen: Pedelecs oder E-Bikes, die über einen handelsüblichen 500-Wattstunden-Akku verfügen, kommen auf einer weitgehend ebenen Strecke bei einer sogenannten gemischten Fahrweise, also bei der Kombination aus Trittkraft und Leistungszuschuss durch den Elektroantrieb, etwa bis zu 100 Kilometer weit.

Kostenlose Lademöglichkeiten

Obwohl die Stromkosten für die Aufladung des E-Bike-Akkus bei den meisten Menschen kaum ins Gewicht fallen, kann es sich lohnen, ein paar Tipps zu beherzigen, um die Kosten zusätzlich zu senken.

  • Kostenfreie Ladesäulen nutzen: Vor allem in größeren Städten, aber auch in immer mehr ländlichen Regionen gibt es kostenfreie Ladesäulen für E-Bikes. Hier kann man den Fahrradakku gratis mit Strom versorgen. Die Ladesäulen lassen sich mit vielen handelsüblichen Apps finden. Perfekt für alle, die eine längere Tour planen.
  • E-Bike-Akku mit grünem Strom aus Photovoltaik aufladen: Wer eine eigene PV-Anlage auf dem Dach hat, kann den E-Bike-Akku besonders günstig aufladen und dabei gleichzeitig noch Umwelt und Klima schonen. Alternativ kann man das E-Bike auch mithilfe einer Powerstation aufladen, die man wiederum über ein Solarpanel unabhängig mit Strom versorgen kann.

EWE Go Ladetarif

Mit dem EWE Go Ladetarif können Sie an zahlreichen Ladepunkten kostentransparent laden. Europaweit hast du Zugang zu rund 500.000 Ladepunkten, die von EWE Go und unseren Roamingpartnern betrieben werden.

Es gelten folgende Preise:

  • Laden an EWE Go-Ladestationen: 0,52 €/kWh
  • Laden an Partner-Ladestationen: 0,62 €/kWh*

*Blockiergebühr ab 01.08.2025 ausschließlich an Partner-Ladestationen: Ab 4 Std. Standzeit 0,10 €/Min., max. Bei Nutzung des EWE Go Ladetarifs fallen an EWE Go Ladestationen keine Blockiergebühren an. Bitte beachte: Wir erheben an unseren Partner-Ladestationen eine Blockiergebühr von 0,10 €/Min.

Vorteile des EWE Go Ladetarifs:

  • Faire und transparente Preise
  • Gleiche Preise für AC- und DC-Laden
  • Keine monatliche Grundgebühr
  • Kostenlose Ladekarte
  • Garantiert grüner Strom: Alle EWE Go Ladesäulen laufen zu 100 % mit TÜV-zertifiziertem Ökostrom aus erneuerbaren Energien.

E-Bike Ladestationen

Immer mehr Unternehmen bieten E-Bike Ladestationen als besonderen Service an. Die Anschlusstypen können variieren. Einige bieten ein zusätzliches Schließfach, andere wiederum nicht. E-Bike Ladestationen, an denen 3 E-Bikes geladen werden können.

Ladestation Preis Merkmale
E-Bike Ladestation Spelsberg TG BCS 3 119,00 € 3x Schuko-Steckdose 16A, 230V
E-Bike Ladestation Spelsberg BCS Pure 1.729,00 € - 2.079,00 € 2x Schuko-Steckdose 16A, 230/400V, 1x Shimano, 1x Bosch

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