Diensträder sind beliebt wie nie. Doch hat das Leasing von E-Bikes, Lastenrädern & Co. über den Arbeitgeber wirklich nur Vor- oder auch Nachteile? Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein E-Bike oder hochwertiges Fahrrad als Dienstrad an. Über 250.000 Arbeitnehmer sind bereits mit einem geleasten Fahrrad unterwegs - Tendenz steigend.
Dienstfahrräder geleast durch Entgeltumwandlung werden gerade als eine win-win-win Situation beworben: Der Beschäftigte spart Geld, der Arbeitgeber auch, und die Umwelt gewinnt auch noch. Letzteres stimmt uneingeschränkt, deshalb hat ver.di auch nichts gegen Fahrräder. Aber bei den derzeit angebotene Modellen gewinnen nur die Arbeitgeber und die Fahrradhändler wirklich, für die Beschäftigten geht es Richtung Nullsummen Spiel, Hauptverlierer sind die Sozialkassen.
Wie funktioniert das Dienstrad-Leasing?
Spezielle Fahrradleasing-Anbieter kooperieren mit den Arbeitgebern. Der Mitarbeiter sucht sich ein Rad bei einem Händler aus, der Händler informiert die Leasingfirma und verkauft das Rad an sie. Offiziell übernimmt der Arbeitgeber das Rad und überlässt es dem Mitarbeiter.
Die Leasingrate wird im Rahmen einer Gehaltsumwandlung vom Bruttolohn einbehalten. Nach 36 Monaten hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, das Rad günstig zu kaufen oder zurückzugeben.
So gut wie jeder Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern Dienstrad-Leasing anbieten, ohne dass ihm dabei Kosten entstehen. In unserem Bikeleasing-Portal können Arbeitgeber Leasinganträge online freigeben und bestehende Leasingverträge ganz bequem verwalten.
Vorteile des Dienstrad-Leasings
- Gesundheit: Wer viel Fahrrad fährt, tut etwas für seine Gesundheit. Die Rücken- und Nackenmuskulatur wird gestärkt und Schmerzen wird vorgebeugt.
- Motivation: Sportliche Aktivitäten bauen Stress ab. Das fördert das geistige und emotionale Wohlbefinden und sorgt somit für mehr Motivation und gesteigerte Leistungsfähigkeit bei den Mitarbeitern im Unternehmen.
- Anreiz für Mitarbeiter: Wer seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zum Fahrrad-Leasing anbietet, setzt sich von anderen Arbeitgebern ab.
- Umweltfreundlichkeit: Wer das Auto stehen lässt und mit dem Rad zur Arbeit kommt, tut etwas für die Umwelt.
Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Das gilt auch fürs Team: Radelnde Mitarbeiter sind seltener krank, insgesamt fitter und starten täglich motivierter in den Job. Arbeitgeber leisten außerdem mit dem Benefit Dienstrad einen positiven Beitrag zur CO2-Bilanz.
Bis zu 40 Prozent Ersparnis - für Arbeitnehmer ist das eines der wesentlichen Pro-Argumente beim Dienstrad-Leasing. Bei Unternehmen liegt der Fokus dagegen meist eher auf der Möglichkeit, sich mit einem sinnvollen, nachhaltigen und gesundheitsfördernden Benefit als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Nachteile und Bedenken beim Dienstrad-Leasing
Trotzdem finden wir, dass auch die Frage nach möglichen Nachteilen berechtigt ist. Immer wieder gibt es allerdings auch Vorbehalte, die eher Mythos als Fakt sind. Ob ein geleastes E-Bike sich wirklich auf die Rente auswirkt, man das Dienstrad für den Arbeitsweg nutzen muss oder Selbstständige beim Leasing Nachteile haben, klären wir in unserem Post Fakt oder Mythos?
Und doch kommt Fahrradleasing nicht für jeden infrage. Oft sind Azubis und Aushilfen ausgeschlossen oder Mitarbeiter, die kurz vor der Rente stehen. Wer die Firma in den nächsten drei Jahren verlassen will, sollte das Fahrrad besser nicht leasen. Die vorzeitige Rückgabe kann kompliziert sein.
Mögliche Nachteile und ihre Widerlegung
Viele vermeintliche Nachteile des Dienstrad-Leasings lassen sich ganz allgemein und eindeutig widerlegen. Bei anderen Aussagen kommt es auf den jeweiligen Einzelfall an.
- Dienstrad-Leasing wirkt sich negativ auf die Rente aus: Bei Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung zahlen Sie weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge - und damit auch weniger Beiträge in die Rentenversicherung. Allerdings sind die Einbußen für die spätere Rente minimal und in der Regel geringer als die Ersparnis durch das Dienstrad-Leasing. Das zeigt ein Rechenbeispiel: Wird ein Dienstrad im Wert von 2.500 € geleast, reduziert sich der Rentenbeitrag um weniger als 7 € monatlich, jeweils für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer.
- Ein geklautes Rad ist teuer: abgesichert. Heißt konkret: Bis zum letzten Tag des Leasings gibt es bei Diebstahl oder Totalschaden ein neues Rad - dank unserer garantierten Neurad-Abdeckung. Wird das Rad geklaut, melden Sie den Diebstahl zunächst bei der Polizei und dann beim BusinessBike Fachhändler. Dieser kümmert sich um die Abwicklung mit der Versicherung. Sie erhalten ein neues Rad, das zu unveränderten Konditionen in den bestehenden Vertrag aufgenommen wird.
- Beim Jobwechsel wird’s kompliziert: Bei einem Arbeitgeber-Wechsel kann der bestehende Vertrag auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden, wenn dieser mit BusinessBike zusammenarbeitet. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es verschiedene Optionen: Auf Wunsch lösen wir den Vertrag vorzeitig auf und nehmen das BusinessBike kostenlos zurück - ab dem ersten Monat des Leasings. Außerdem ist ein vorzeitiger Kauf oder eine Übertragung an einen anderen Nutzer im Unternehmen möglich. Ausfallmanagements haben wir immer die passende Lösung parat, wenn sich das Leben ändert.
Kosten und Ersparnisse
Wie genau spart man durch das Jobrad-Leasing? Je nach Leasinganbieter unterscheiden sich Details, hier eine Beispielrechnung nach Durchsicht verschiedener Modelle:
Ein Arbeitnehmer verdient 3.500 Euro brutto. Er ist ledig, hat keine Kinder und ist in der Steuerklasse 1. Das neue Rad kostet 2.000 Euro. Der Arbeitgeber behält rund 69 Euro Bruttolohn dafür ein: das Nutzungsentgelt für Rad, Vollkasko-Versicherung und Inspektionskosten. Unterm Strich ist die Nettobelastung für den Mitarbeiter deutlich niedriger, bei rund 40 Euro, weil das zu versteuernde Einkommen sinkt.
Wenn der Mitarbeiter am Ende der Leasingzeit das Rad kaufen will, macht ihm der Anbieter ein Angebot. Im Beispiel wären das rund 400 Euro. Das bedeutet: Der Arbeitnehmer zahlt in diesem Beispiel circa 1.840 Euro - statt 2.000 Euro, die er beim Sofortkauf gezahlt hätte.
Allerdings sind die Einbußen für die spätere Rente minimal und in der Regel geringer als die Ersparnis durch das Dienstrad-Leasing. Das zeigt ein Rechenbeispiel: Wird ein Dienstrad im Wert von 2.500 € geleast, reduziert sich der Rentenbeitrag um weniger als 7 € monatlich, jeweils für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer.
Allerdings sollte man bedenken, ob das Fahrrad wirklich zu einem passt und ob man in Zukunft die Verantwortung für ein mehrere tausend Euro teures Rad übernehmen möchte, schränkt Lisa Brack ein: "Das lässt man nicht so gerne vor dem Supermarkt stehen, selbst wenn ich ein gutes Schloss habe".
Übernahme nach Leasingende
Gegen Ende der 36-monatigen Leasinglaufzeit erhalten Dienstradnutzer üblicherweise ein Übernahmeangebot von uns. Auch, wenn ein verbindliches Angebot aus steuerrechtlichen Gründen erst kurz vor Ablauf der Laufzeit erfolgen darf, kann man mit einem Übernahmepreis von 18 % der UVP rechnen.
Bei der Übernahme warten bösen Überraschungen. Zwar dürfen wir aus steuerrechtlichen Gründen kein Kaufangebot zusichern, dennoch haben Sie in der Regel die Option, das BusinessBike am Ende der Leasingzeit zu attraktiven Konditionen zu kaufen. Der Übernahmepreis liegt aktuell bei 18 % der unverbindlichen Preisempfehlung. Die anfallende Versteuerung übernehmen wir.
Mit dem Jahressteuergesetz 2019 gibt es die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit 25 Prozent pauschal besteuert, wenn die Firma zusätzlich zum Lohn ein Dienstrad übereignet (§ 40 Abs. 2 Nr. 7 EStG).
Verwandte Beiträge:
- E-Bike Leasing über den Arbeitgeber: Die überraschenden Vorteile & Risiken enthüllt!
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- Australische MotoGP Fahrer: Erfolge & aktuelle Stars
- Shimano 105 Schaltwerk Test: Leistung, Qualität & Preis-Leistungs-Verhältnis
Kommentar schreiben